Drop Shipping. Ein mögliches Instrument zur Verbindung des stationären Vertriebs und des Online Vertriebs im Handel


Diplomarbeit, 2016
53 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Drop Shipping - ein mögliches Instrument zur Verbindung des stationären Vertriebs und des Online
Vertriebs im Handel
II
Inhaltsverzeichnis

Drop Shipping - ein mögliches Instrument zur Verbindung des stationären Vertriebs und des Online
Vertriebs im Handel
III
Abkürzungsverzeichnis
B2B
Business-to-Business
B2C
Business-to-Costumer
CRM
Costumer-Relationship-Management
E-Commerce electronic
commerce
ECR
Efficient Consumer Response
EDI
elctronic data interchange
ITK
Information
PwC
PriseWaterhouseCoopers
RFID
Radio Frequency Identification
ROPO
research online purchase offline
SC
Supply
Chain
SCM
Supply Chain Management
TCP / IP
Transmission Control Protocol / Internet Protocol
TUL
Tramsport- und Lagerprozesse
URL
Uniform Resource Locator
VIND
Versand im Namen Dritter

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Vertriebs im Handel
IV
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Einzelne Stufen in der Entwicklung des E-Commerce
Abbildung 2: Drei bisherige Entwicklungen im B2B-E-Commerce
Abbildung 3: Das EDI-Konzept als Gegenstück zum Logistik-Konzept
Abbildung 4: Umsätze im B2C-E-Commerce von 2006 bis 2015 und Prognose 2016
Abbildung 5: Die einzelnen Schritte des Beschaffungsprozesses
Abbildung 6: Wachstumsentwicklung staionärer Vertrieb zu online Vertrieb
Abbildung 7: Typisches Modell einer internen Supply Chain im Handel
Abbildung 8: Der Informations- und Finanzfluss in einer Supply Chain
Abbildung 9: Die 7C-Erfolgsfaktoren des Cross-Channel-Managements

Drop Shipping - ein mögliches Instrument zur Verbindung des stationären Vertriebs und des Online
Vertriebs im Handel
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1.
Einleitung
1.1
Problemstellung
Der stationäre Handel hat in den letzten Jahren sehr mit der Anzahl der rückläufigen
Konsumenten zu kämpfen und folgendermaßen auch mit stockenden Umsätzen. Der
Onlinehandel oder auch E-Commerce ist dabei dem stationären Handel die Kunden zu
entlocken und somit zu einer ernsten Bedrohung zu werden.
Die günstigeren Konditionen auf den E-Commerce-Plattformen, die schnelle
Verfügbarkeit und die Rücknahme- und Umtauschgarantie der Waren sind dabei eine
der wichtigen Beweggründe der Kunden ihre Artikel online zu kaufen und nebenbei
kann man den Einkauf bequem aus dem Wohnzimmer erledigen.
Viele Konsumenten nutzen daher den stationären Handel nur als eine Art des Prüfens
der Ware, wie beispielsweise die Anprobe von Textilien und später im Internet nach
dem günstigeren Preis Ausschau zu halten, um dann die Ware über das Internet zu
bestellen.
Da in der heutigen Zeit die meisten Konsumenten regelmäßig online sind, wäre es also
von Vorteil den stationären Handel mit dem Onlinehandel zu verknüpfen um so das
maximale Kundenpotenzial zu erlangen.
Im Mittelpunkt dieser Abschlussarbeit steht der Prozess Drop Shipping oder auch
Streckenlieferung genannt als mögliche Verbindung den stationären Handel mit dem
Onlinehandel zu verknüpfen. Diesen Prozess der Warenversorgung hat im Onlinehandel
immer größere Achtung gefunden und sei daher für den stationären Handel eine
optimale Lösung seine Kunden zufrieden zu stellen. Der Prozess des Drop Shipping in
Verbindung mit dem Onlinehandel soll das Interesse der Kunden am stationären Handel
stärken.
Da die Mitarbeiter im stationären Handel eines Handelsunternehmen, das Unternehmen
nach außen hin präsentieren, sind die Mitarbeiter ein sehr wichtiger Punkt in diesem
Prozess. Durch die Direktlieferung kann dem Kunden im stationären Handel angeboten
werden, die Waren an eine Wunschadresse zu liefern. Ein weiterer wichtiger Punkt sind
natürlich auch die Beziehungen zwischen der Industrie (Lieferant) und dem Handel,
wenn es darum geht die Bedürfnisse des Kunden zu erfüllen.

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Die Einbindung des Drop Shipping in den stationären Handel in Verbindung mit dem
Onlinehandel stellt die Handelsunternehmen vor einer großen Herausforderung, jedoch
ist von großer Bedeutung.
1.2
Ziel der Arbeit
Das Ergebnis dieser Arbeit soll zum einen darlegen, wie man mit Hilfe des
Streckengeschäfts bzw. Drop Shipping, den stationären Vertrieb und den online
Vertrieb kooperieren lassen kann. Welchen Nutzen die Kunden davon haben, die
Produkte direkt vom Hersteller bzw. des Lieferanten zu erhalten und welche Vorteile
und Nachteile die Hersteller, Lieferanten und der Handel durch diese besondere
Geschäftsform entstehen.
Die Kunden müssen wieder in den stationären Handel geführt werden und welche
Bedeutung das Drop Shipping für den stationären Handel hat.
Das erwartete Ergebnis dieser Arbeit ist, das der Einsatz von Drop Shipping nicht nur
mit der Hilfe der Lieferanten bzw. Hersteller funktioniert, sondern auch nicht ohne den
Einsatz der Mitarbeiter, um so den stationären Handel wieder für den Kunden
attraktiver zu gestalten.
2.
Thematische Grundlagen
2.1 Drop
Shipping
Der Begriff Drop Shipping stammt zwar aus den USA, jedoch ist dieser Begriff schon
länger in der Handelswelt bekannt unter dem Namen Streckengeschäft oder
Streckenlieferung. Diese Art der Distribution ist für den Onlinehandel in den letzten
Jahren zu einem wichtigen Bestandteil geworden, seinen Kunden zügig und
kostengünstig zu beliefern und zufrieden zustellen. Zusammenfassend gesagt ist das
Streckengeschäft leicht beschrieben. Bei einem Streckengeschäft sind eigentlich drei
Glieder beteiligt, der Hersteller, der Großhändler und der Wiederverkäufer. Erhält der
Wiederverkäufer eine Bestellung, so geht diese direkt zum Großhändler, dieser jedoch
leitet den Auftrag weiter an den Hersteller, der wiederum den Auftrag bzw. die
Bestellung den Wiederverkäufer senden.

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Der Großhandel hat in diesem Distributionskanal die dispositive Verantwortung über
die Transaktion, wobei der physische Transport direkt vom Hersteller zum Endkunden
erfolgt, währendessen der Großhändler die Ware nicht zu Gesicht bekommt.
1
Diese Art der Versorgung im Handel verbreitet sich in den letzten Jahren immer mehr
im Bereich des Business-to-Consumer (B2C-Onlinehandel).
Das Drop Shipping hilft den Onlinehändlern bei der Entscheidung, ihr Sortiment im
Internet zu präsentieren, denn es entstehen keine Lagerkosten, da der Hersteller oder
externe Logistikdienstleister im Namen des Onlinehändlers die Waren an den
Endkunden versendet.
2
Es gibt unterschiedliche Formen der Streckenlieferung (Drop Shipping). Da waren das
Konsignationsgeschäft und das Kommissionsgeschäft.
2.1.1 Konsignation und Kommissionsgeschäfte
Der Begriff Konsignation stammt aus dem lateinischen ,,consignatio" und dem
französischen ,,consignation" und bedeutet soviel ,,etwas übertragen".
3
Den Ursprung dieser Geschäftsart, findet man im Außenhandel, wofür die Konsignation
eigentlich entwickelt wurde. Allerdings ist ein Konsignationsgeschäft nicht für den
Außenhandel beschränkt. Für die Errichtung eines Kosignationslager stellt der Kunde
oder das abnehmende Unternehmen, dem Lieferanten oder Zulieferer Räumlichkeiten
zur Verfügung. Durch die Einlagerung einer eigenen Ware, ist der Lieferant für die
Verfügbarkeit der Ware verantwortlich. Der Lieferant ist daher immer noch Eigentümer
über seine Ware, obwohl die Ware beim Kunden eingelagert ist. Die
Eigentumsverhältnisse der Waren werden erst dann dem Kunden überschrieben, sobald
ein Kundenauftrag der Kundenbedarf dem Konsignationslager eingeht und die Ware
entnommen wird.
Bevor allerdings ein Konsignationslager geplant und errichtet wird, muss ein
Rahmenvertrag erstellt werden, wo zwischen dem Kunden und dem Lieferanten
vertragliche Punkte festgehalten werden. Da wären z.B. welche Artikel werden
eingelagert, wie sind die Preise und Zahlungskonditionen und wann wird das Eigentum
1
vgl. Klaus, P./Krieger, W./Krupp,M. (Hrsg) Gabler Lexikon Logistik -S.544
2
vgl.
http://t3n.de/news/e-commerce-trend-erklart-463438/
(Abruf 02.05.2016)
3
vgl. Mohr, G. - Supply Chain Sourcing, S.260

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der Ware übertragen. Auch ein wichtiger Punkt, ist das Verhalten bei fehlender
Lieferfähigkeit, die Abwicklung des Reklamationsprozesses und ein ganz bedeutsamer
Punkt ist die Laufzeit des Rahmenvertrages. All diese Punkte wären in einem
kaufmännischen Teil des Konsignationsvertrages anzusehen.
In dem logistischen Teil eines Konsignationsvertrages werden unter anderem die
geplanten Mengen festgehalten, die eingelagert werden sowie auch die Mengen die pro
Tag oder Monat entnommen werden. Des Weiteren sind auch die Festlegung von
maximalen Beständen pro Artikel und auch einen Sicherheitsbestand um eventuelle
Nachfrageschwankungen zu gewährleisten.
Ein Konsignationslager kann auch ein Entscheidungskriterium des Kunden sein, der
diesen Lieferanten stärker in seiner Beschaffungspolitik nach oben positioniert.
4
Bei einem Kommissionsgeschäft existieren in der Regel drei Personen. Zum einen sei
dort der Kommissionär, zum anderen ein Kommittent und eine dritte Person, wie bspw.
der Kunde, welcher das Produkt kauft.
Der Kommissionär, ist ein selbstständiger Kaufmann, der Waren oder Wertpapiere im
eigenen Namen für Rechnung seines Auftraggebers (dem Kommittenten) einkauft oder
verkauft. (§383, Abs. 1 HGB)
Im Kommissionsgeschäft verpflichtet sich der Kommissionär dem Kommittenten
gegenüber einer Sorgfaltspflicht, das Geschäft stellvertretend im Namen des
Kommittenten zu führen, dabei sind die Interessen und Weisungen des Kommittenten
zu verfolgen.
Der Kommissionär muss dem Kommittenten Rechenschaft über die abgeschlossenen
Geschäft abliefern, d.h. kauft oder verkauft der Kommissionär im Namen des
Kommittenten, so erhält der Kommittent die erforderlichen Auskünfte über die
Transaktionen (§384, Abs.1 und 2).
Eine weitere Pflicht eines Kommissionärs in einem Kommissionsgeschäft ist die
Einhaltung der festgelegten Preise durch den Kommittenten.
(§386, Abs. 1 HGB)
Nach dem §396 des HGB, kann der Kommissionär vom Kommittenten eine Provision
fordern, bei einem erfolgreichen Geschäftsabschluss zwischen dem Kommissionär und
der dritten Person erfolgt ist. Bei einem nicht zustande kommenden
4
vgl. Koether, R. (2014): Distributionslogistik, S.40ff

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Geschäftsabschlusses zwischen dem Kommissionär und der dritten Person, kann der
Kommissionär trotzdem für seine Aufwendungen eine Provision erhalten.
5
Neben den beiden Varianten Einkaufskommission und Verkaufskommission gibt es
noch die Geschäftsbesorgungskommission (nach §406 Abs.1 Satz 1 HGB) und der
Gelegenheitskommission (§406 Abs.1 Satz 2 HGB).
Die Einkaufskommission kennzeichnet sich dadurch, das erst ein Geschäftsabschluss
zwischen einem Dritten, dem Eigentümer der Ware und dem Kommissionär stattfindet,
d.h. der verkaufende Dritte übereignet dem Kommissionär die Ware.
Nachdem der Kommissionär die Ware erhalten hat, übergibt dieser die Ware dem
Kommittenten und überträgt auch das Eigentum der Ware.
Bei einer Verkaufskommission bleibt der Kommittent Eigentümer der Ware, bis der
Kommissionär die Ware an einen Dritten verkauft.
Bei der Geschäftsbesorgungskommission existiert ein Kommissionsgeschäft, wo der
Kommissionär kein Kauf und Verkauf von Waren abwickelt wie zum Beispiel eine
Inkassokommission.
6
Unter dem Begriff der Gelegenheitskommission (§406 Abs. 2 HGB) ist zu verstehen,
das ein Kaufmann der ein anderweitiges Handelsgewerbe betreibt, gelegentlich
Kommissionsgeschäfte übernimmt, wie beispielsweise eine Kunstgalerie, die Teppiche
an den Wänden aushängt und diese im eigenen Namen verkauft, aber auf Rechnung des
Teppichhändlers.
7
2.2 Stationärer
Handel
Jeder Mensch muss in seinem Leben einkaufen gehen, sei es in den Supermarkt um
Lebensmittel oder in ein Kaufhaus, um sich dort ein Kleidungsstück zu kaufen. Diese
Vertriebskonzepte im Handel, wie der Supermarkt oder das Kaufhaus, nennt man den
stationären Handel.
Die Entstehung dieser Verkaufsflächen, entstand in den ersten Jahrzehnten des 19.
Jahrhunderts. Ein Grund war die geringe Menge an Großstädten (Einwohnerzahl
100.000 und mehr) sowie auch die fehlenden Transport- und Verkehrsmöglichkeiten
5
vgl. Güllemann, D. (2013) - Wichtige Gesetze des Wirtschaftsprivatrechts, S.823-824
6
vgl. Wien, A. (2013) - Handels- und Gesellschaftsrecht, S.67 - 68
7
vgl. Müssig, P. (2012) - Wirtschaftsrecht, S.287

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Vertriebs im Handel
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innerhalb dieser Städte. So kauften die Einwohner ihre täglichen Lebensmittel oder
auch Kleidung und Möbel in den Stadtteilen, wo sie gewohnt haben.
Die ersten Warenhäuser, wie man sie heute kennt, entstanden in den europäischen
Großstädten im 19. Jahrhundert und lagen im Stadtkern. Mit Einführung von
verbesserten Verkehrs- und Transportmöglichkeiten, wie die Pferdebahnen, waren
Grundsteine für die Errichtung größerer Unternehmen gelegt. In den nächsten Jahren
stiegen neben den Umsätzen in den Geschäften auch die Preise für die Mieten und
Grundstücke. So wurden die Verkaufsflächen in den Geschäften in die höheren
Stockwerke ausgeweitet, denn dort waren die Mieten nicht so hoch.
Ein weiteres Problem des früheren Einzelhandels war das Verhältnis der langsam
drehenden Waren und der im Verhältnis stehenden hohen Verkaufspreise in den
Geschäften. Im Jahre 1852 ist es dem Unternehmer Aristide Boucicaut gelungen mit
seinen Ideen, durch innovative Veränderungen diese Verhältnisse das Warenhaus zu
erschaffen. Die Geburtsstunde des Warenhauses.
Eine Idee bestand darin, die Preise seiner Waren niedriger zu verkaufen, als wie es
bisher üblich war. Sein Grundgedanke war mit einer niedrigen Kalkulation die
Umschlagshäufigkeit zu beschleunigen und so den Umsatz zu erhöhen.
Dann zeichnete Aristide Boucicaut seine Waren noch mit einer Preisauszeichnung aus,
was bis dato nicht üblich war, somit wurden alle Kunden gleich behandelt. Eine
besondere Idee war noch, das man jedem erlaubte, in sein Ladengeschäft einzutreten,
um die Waren zu begutachten, ohne das die Besucher zu einem Kauf verpflichtet
wurden. Den Besuchern gestattete Aristide Boucicaut auch, gekaufte Ware bei
Nichtgefallen zurück zu geben.
Die Ideen und Erneuerungen von Boucicaut veränderten somit alle bis daher bekannten
Methoden und waren der bedeutende Grundstein für den Erfolg des Warenhauses.
8
Neben der Betriebsform Warenhaus existieren noch weitere Betriebsformen im
Einzelhandel, die sich als stationären Handel auszeichnen.
Ein Lebensmittel-Selbstbedienungsladen, auf dessen Verkaufsfläche von weniger als
200qm sich die Kunden selbst der Lebensmittel bedienen können. Als nächstes sei dann
der Supermarkt erwähnt, der auf mindestens 400qm Verkaufsfläche neben Lebensmittel
auch Frischware seinen Kunden anbietet.
8
vgl. Pasdermadjian, H. (1954) - Das Warenhaus, S. 1-4

Drop Shipping - ein mögliches Instrument zur Verbindung des stationären Vertriebs und des Online
Vertriebs im Handel
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Der Lebensmittel-Discountmarkt zeichnet sich über ein Sortiment an Lebensmittel im
Niedrigpreissegment aus. Auf mindestens 1500qm Verkaufsfläche bieten
Verbrauchermärkte Lebensmittel und Waren des kurzfristigen, mittelfristigen und
langfristigen Bedarfs an. Ein kurzfristiger Bedarf sind zum Beispiel Lebensmittel oder
Blumen, also auch als täglicher Bedarf beschrieben. Zum mittelfristigen Bedarf dürfen
sich Schuhe, Textilwaren und Schreibwaren bezeichnen, der langfristige Bedarf, sind
Käufe von Möbel, Uhren oder Schmuck.
Das Kaufhaus besticht durch ein breites, tiefes und branchenbetontes Sortiment,
während das Warenhaus sich in zentraler Lage befindet und über ein breites Sortiment
verfügt.
Ein Fachgeschäft bezieht sich auf ein fachspezifisches Sortiment und hilft seinen
Kunden ausführlich bei der Beratung sowie beim Service.
9
Bei der Platzierung der Waren im stationären Handel hat ein Lieferant Mitspracherecht.
Es kommt da auf die vertraglichen Bedingungen an, wie. z.B. das der Handel eine
bestimmte Menge eines Produktes vom Lieferant abnimmt, so kommt der Handel dem
Lieferanten nach und präsentiert die Produkte ein einer bestimmten Form im Geschäft.
Die Platzierung der Waren muss nicht nur für die Kunden übersichtlich und
verständlich, sondern auch für das Verkaufspersonal sein.
10
Im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird man sehen, wie wichtig oder weniger wichtig
der stationäre Vertrieb für den Kunden und für die Lieferanten und dem Handel ist.
2.3 Online-Handel
Das Handelsgeschäft E-Commerce ist in der Literatur ein häufig gelesener Begriff,
wenn man nach Online-Handel sucht bzw. über den Online-Handel liest. E-Commerce
heißt electronic commerce und bedeutet elektronsicher Handel.
Das Internet entstand im Jahre 1969 durch das ,,Arpanets" (Advanced Research
Projects Agency Network), ein Netzwerk des US-Militärs und in der Literatur als
Vorgänger des heutigen Internets betitelt. Im Oktober 1969 gelang es den Mitarbeitern
der Universität von Kalifornien in Los Angeles Daten an das Standford Research
Instiute in Menlo Park in Kalifornien zu senden. Zwei Wissenschaftler entwickeln im
9
vgl. Krampe, H / Lucke, H. / Schenk, M (2012) - Grundlagen der Logistik, S.362
10
vgl. Schröder, H (2012): Handelsmarketing, S.163

Drop Shipping - ein mögliches Instrument zur Verbindung des stationären Vertriebs und des Online
Vertriebs im Handel
12
Jahre 1974 die Kommunikationstechnik TCP/IP (Transmission Control Protocol /
Internet Protocol), somit war es Menschen ermöglicht, sich auszutauschen, das Internet
entstand. Weitere Grundsteine für das Internet wurden gelegt als Tim Berners-Lee im
Jahr 1990 das World Wide Web entwickelte und 1993 Marc Andreessen den ersten
Browser (Mosaic) für das World Wide Web programmierte. Der Online-Händler
Amazon.com wurde 1995 geboren und baute seinen Onlineshop ins World Wide Web.
11
Man kann daher sagen, dass die Quelle als der Ursprung des Online-Handel bzw. des E-
Commerce, mit der Entwicklung des Internets im Jahre 1995 entstanden ist.
Das Jahr 1995 war in vielerlei Hinsicht für die Unternehmen und Handelsunternehmen
ein bedeutendes Jahr, denn viele Unternehmen bzw. Handelsunternehmen erschlossen
ihren Online Vertrieb. Wie bereits oben erwähnt gründete 1995 der Händler Amazon
sein erstes Online-Warenhaus und ebenfalls das Online - Aktionshaus Ebay.
12
Die häufigsten erwähnten Kategorien im Online-Handel, bzw. im elektronischen Handel
sind das Business-to-Business (B2B), also ein Austausch an Gütern gegen Entgelt
zwischen Unternehmen und Unternehmen und das Business-to-Business (B2C),auch ein
Austausch von Gütern gegen Entgelt, allerdings hier zwischen Unternehmen und
Endkunden oder Verbrauchern. Die Endkunden oder Verbraucher sind im diesen Fall
typische Privatpersonen.
13
3.
Der Online-Vertrieb und seine Logistik
3.1
Entwicklung des online Vertriebs
Die Geschichte des online Vertriebs oder auch des Onlinehandel kann man ein wenig
mit der Entstehung und Entwicklung des Internets vergleichen. Wie bereits erwähnt
entwickelte man 1993 den ersten Browser, namens Mosaic. In den Jahren 1993 - 1999
waren die Unternehmen daran bedacht, einen durch ein einfaches Konzept entwickelten
Onlineauftritt zu erschließen, in Form eines Onlineshops oder einer Onlineplattform.
Diese Unternehmen sind bis heute noch Bestandteil der ,,E-Commerce-Familie" und zu
einem wichtigen Teil der Geschichte des Onlinehandel geworden.
11
vgl.
http://www.merkur.de
- Chronologie-einer-revolutionären-Erfindung
12
vgl
www.itas.kit.edu/pub/v/2004/rieh04b.pdf
(Abruf 25.06.2016)
13
vgl. Krampe, H / Lucke, H. / Schenk, M (2012) - Grundlagen der Logistik, S.127
Ende der Leseprobe aus 53 Seiten

Details

Titel
Drop Shipping. Ein mögliches Instrument zur Verbindung des stationären Vertriebs und des Online Vertriebs im Handel
Hochschule
Verwaltungs- und Wirtschafts- Akademie Hagen VWA gemeinnützige GmbH
Note
2,3
Autor
Jahr
2016
Seiten
53
Katalognummer
V379134
ISBN (eBook)
9783668615779
ISBN (Buch)
9783668615786
Dateigröße
973 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Drop Shipping Einzelhandel Onlinehandel
Arbeit zitieren
Dennis Mattern (Autor), 2016, Drop Shipping. Ein mögliches Instrument zur Verbindung des stationären Vertriebs und des Online Vertriebs im Handel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379134

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