Es liegt ihnen hierbei eine wissenschaftliche Abhandlung ueber das Thema der Mototherapie nach Kiphard vor. Besonders wird dabei auf Therapiemoeglichkeiten im Bereich der taktilen, vestibulaeren und kinaesthetischen Analysatorebene eingegangen und diese kritisch beleuchtet. Es wird besonders auf die didaktischen und methodischen Umsetzungsprobleme und Loesungsansaetze eingegangen. Die Arbeit liegt im DVS-Format fuer wissenschaftliches Arbeiten vor.
Inhaltsverzeichnis
1 Zielstellung der Arbeit und Problemdiskussion
2 Terminologische Abklärung und Einordnung der Mototherapie
3 Maßnahmen und Inhalte zur Durchsetzung der Zielstellung
4 Methodisch- didaktische Ansätze
5 Schlussfolgerungen für die eigene praktische Arbeit
6 Literatur
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen Überblick über verbreitete Wahrnehmungsstörungen bei Kindern zu geben und praktische Möglichkeiten der Mototherapie zur Unterstützung und Förderung dieser Kinder aufzuzeigen. Dabei liegt der Fokus auf der therapeutischen Intervention bei kinästhetischen, taktilen und vestibulären Störungen sowie der methodisch-didaktischen Gestaltung entsprechender Übungsstunden.
- Grundlagen der Mototherapie und Abgrenzung zur Motopädagogik
- Taktile und kinästhetische Wahrnehmungsstörungen und deren Therapiemöglichkeiten
- Vestibuläre Wahrnehmungsstörungen und bewegungsorientierte Ansätze
- Methodisch-didaktische Prinzipien der mototherapeutischen Praxis
- Leistungsmotivierung und -differenzierung im therapeutischen Kontext
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung – Zielstellung der Arbeit und Problemdiskussion
Die Zielstellung der Arbeit ist Ihnen einen Überblick über die bekanntesten Wahrnehmungsstörungen bei Kindern zu geben und in diesem Zusammenhang die möglichen therapeutischen Interventionsmöglichkeiten, die uns die Mototherapie zur Verfügung stellt anhand von praktischen Beispielen zu erläutern und bildhaft zu beschreiben. Ich möchte ihnen daher zuerst nähere Erläuterungen allgemein zu Wahrnehmungsstörungen geben, die von mir hervorgehobenen speziellen Störungen hervorheben und anschließend explizit Therapiemöglichkeiten anführen, die zur Behebung der Störungen, zur Linderung der Problematik oder zum Erhalt des funktionellen Niveaus dienlich sind. Dazu zuerst ein paar einführende Worte.
Der Praxis der Motopädagogik und der Mototherapie liegt ein gemeinsames entwicklungsförderndes und persönlichkeitsstabilisierendes psychomotorisches Basisprogramm zugrunde. Die Motopädagogik beschäftigt sich vorrangig mit der ganzheitlichen Erziehung und Persönlichkeitsbildung von Kindern über die Maßnahmen der motorischen Lernprozesse und Verhaltensänderungen. Ursächlich ist hierzu zu nennen, dass sich eine gesellschaftliche Veränderung vollzogen hat, die auch an den Kindern nicht spurlos vorbeigegangen ist. Eine ständige sensorische Reizüberflutung und schulischer Dauerstress haben dazu geführt, dass es zu pathogenen Lernbelastungen kam. Auch im Prozess der Persönlichkeitsentwicklung kommen die emotionalen und sozialen Werte zu kurz, was dann alles zusammen zu psychomotorischen Erregungs- und Gefühlsstauungen führt. Die Folgen sind gesteigerte Überaktivität, Ablenkbarkeit, Reizbarkeit und Bewegungsunruhe. Diese grundlegend gesellschaftlichen Veränderungen der kindsgemäßen Entwicklungsbedingungen führten in kürzester Zeit zu so genannten Verhaltens- und Leistungsstörungen der Kinder. An diesen Störungen versucht die Motopädagogik mit oben genannten Maßnahmen anzusetzen, um die Erziehung und Persönlichkeitsentwicklung einzuleiten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Zielstellung der Arbeit und Problemdiskussion: Das Kapitel führt in die Thematik der Wahrnehmungsstörungen bei Kindern ein und erläutert die Rolle der Mototherapie als unterstützende Interventionsform im Vergleich zur Motopädagogik.
2 Terminologische Abklärung und Einordnung der Mototherapie: Hier erfolgt eine systematische Einordnung der Mototherapie innerhalb des Fachgebietes Motologie sowie eine Definition wesentlicher Begriffe wie Motodiagnostik und Motopathologie.
3 Maßnahmen und Inhalte zur Durchsetzung der Zielstellung: Dieses Kapitel stellt konkrete therapeutische Übungen und Methoden zur Behandlung taktiler, kinästhetischer und vestibulärer Wahrnehmungsstörungen vor.
4 Methodisch- didaktische Ansätze: Hier werden pädagogische Rahmenbedingungen und methodische Prinzipien dargelegt, die bei der Planung und Durchführung mototherapeutischer Übungsstunden zu beachten sind.
5 Schlussfolgerungen für die eigene praktische Arbeit: Der Autor reflektiert seine therapeutische Arbeit, betont die Bedeutung von Sicherheitsaspekten und einer differenzierten, gut geplanten Vorgehensweise.
6 Literatur: Auflistung der verwendeten Fachliteratur zur Mototherapie und Motopädagogik.
Schlüsselwörter
Mototherapie, Motopädagogik, Wahrnehmungsstörungen, Kinästhetik, Taktilität, Vestibuläre Störungen, Psychomotorik, Entwicklungsförderung, Bewegungsstörungen, Therapiemethoden, Sensomotorik, Kindesentwicklung, Selbstwahrnehmung, Übungsplanung, Ganzheitlichkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Mototherapie als therapeutische Möglichkeit bei Kindern mit sensorischen Wahrnehmungsstörungen, insbesondere im kinästhetischen, taktilen und vestibulären Bereich.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die theoretische Einordnung der Mototherapie, die Vorstellung spezifischer Interventionsübungen sowie die methodisch-didaktische Gestaltung therapeutischer Einheiten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, einen Überblick über Wahrnehmungsstörungen zu geben und praktische, bildhafte Beispiele für mototherapeutische Maßnahmen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten terminologischen Einordnung, einer Analyse von Störungsbildern sowie der Zusammenstellung erprobter mototherapeutischer Praxisansätze.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung konkreter Übungen für taktile, kinästhetische und vestibuläre Störungen sowie die Darstellung methodischer Grundprinzipien für den Therapeuten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Mototherapie, Wahrnehmungsstörungen, Psychomotorik, Sensomotorik und Bewegungsförderung definieren.
Warum ist bei taktilen Störungen eine Massage von Bedeutung?
Eine Massage kann helfen, bei hypotonen Störungen den Reizmangel auszugleichen und das Kind durch gezielte Reizung der Hautareale zur Selbstwahrnehmung anzuregen.
Wie unterscheidet sich die Mototherapie von der Motopädagogik laut Text?
Die Mototherapie grenzt sich durch den Fokus auf pathologische Entwicklungsstörungen und die Anwendung bewegungsorientierter Methoden zur Behandlung spezifischer Auffälligkeiten von der eher ganzheitlich-erzieherischen Motopädagogik ab.
Welche Rolle spielt die Sicherheit bei vestibulären Übungen?
Da vestibuläre Übungen wie das Schwingen oder das Balancieren auf Drehscheiben Gefahrenquellen bergen können, ist eine ständige Kontrolle des Therapieablaufes und die Einhaltung von Sicherheitsnormen essentiell.
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- Dipl. Sportlehrer, stud. med. Mario Heinrichs (Author), 2005, Mototherapie nach Kiphard bei sensorischen Wahrnehmungsstörungen im Bereich der kinästhetischen, taktilen und vestibulären Analysatorebene, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37917