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Verrechnungspreise in der Praxis. Grundlagen und Tipps für kleine und mittlere Unternehmen

Título: Verrechnungspreise in der Praxis. Grundlagen und Tipps für kleine und mittlere Unternehmen

Tesis de Máster , 2017 , 133 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Sascha Meder (Autor)

Economía de las empresas - Contabilidad e impuestos
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Diese Publikation erläutert den Bereich der Verrechnungspreise und ist speziell auf kleine und mittlere Unternehmen zugeschnitten. Verrechnungspreise gewinnen als Teilbereich des internationalen Steuerrechts in der Praxis zunehmend an Bedeutung. Durch die Globalisierung der Wirtschaft sowie die Internationalisierung deutscher Unternehmen betrifft diese Thematik auch immer mehr kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
Bei der OECD Initiative gegen Base Erosion and Profit Shifting (BEPS), den Panama Papers und auch den aktuelle in den Fokus der Öffentlichkeit geratenen Paradise Papers handelt es sich zum Großteil um Verrechnungspreise.

Bisher war die Prüfung von Verrechnungspreisen im Rahmen einer Betriebsprüfung lediglich ein Nebenschauplatz. Allerdings wurden die Kapazitäten bei der Finanzverwaltung durch den verstärkten Einsatz von Auslandsfachprüfern zuletzt deutlich ausgebaut. Verrechnungspreise gehören deshalb nun zu den typischen Brennpunkten, die bei Betriebsprüfungen regelmäßig aufgegriffen werden.

Die aktuelle Arbeit von Sascha Meder, der eine auf Verrechnungspreise spezialisierte Steuerkanzlei (www.TPMeder.de) leitet, stellt die wichtigsten Fragen und liefert ausführliche Antworten zu den folgenden Themen: Inwieweit wirken sich Verrechnungspreis-Sachverhalte auf kleine und mittlere Unternehmen aus? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen sind zu beachten? Welche unterschiedlichen Methoden gibt es?

Im Zentrum steht dabei stets die praxisnahe Erläuterung, weshalb viele Aspekte anhand von einfachen Beispielen veranschaulicht werden. Basierend auf einer mit Steuerberatern und Unternehmen durchgeführten Studie werden in der Praxis häufig vorkommende Transaktionen gesondert betrachtet und ausführlich erklärt. Daneben erläutert das Buch auch Sonderfälle, deren Lösung besonderes Hintergrundwissen erfordert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Verrechnungspreise bei KMU

2.1 Grundlagen

2.1.1 Definition von KMU

2.1.2 Definition von Verrechnungspreisen

2.1.3 Bedeutung von Verrechnungspreisen bei KMU

2.2 Verrechnungspreisregeln

2.2.1 Nationale Regeln

2.2.2 Internationale Regeln

2.2.2.1 OECD

2.2.2.2 Europäische Union

2.2.2.3 Andere internationale Regeln

2.2.3 „Fremdvergleichsgrundsatz“ als gemeinsame Grundregel

2.3 Verrechnungspreismethoden

2.3.1 Methoden und Methodenvorrang

2.3.2 Bei KMU vorwiegend angewendete Methoden

2.3.3 Standardmethoden

2.3.3.1 Preisvergleichsmethode

2.3.3.2 Wiederverkaufspreismethode

2.3.3.3 Kostenaufschlagsmethode

2.3.4 Ergebnisorientierte Methoden

2.3.4.1 Transaktionsbezogene Nettomargenmethode

2.3.4.2 Transaktionsbezogene Gewinnaufteilungsmethode

2.3.5 Die 6. Methode und der hypothetische Fremdvergleich

2.4 Verrechnungspreistransaktionen

2.4.1 Bei KMU vorwiegend anzutreffende Transaktionen

2.4.2 Dienstleistungen

2.4.2.1 Übersicht und Abrechnungsarten

2.4.2.2 Administrative Dienstleistungen

2.4.2.3 Konzernumlage

2.4.2.4 Einkaufsdienstleistungen

2.4.2.5 Vertriebs- und Marketingdienstleistungen

2.4.2.6 Auftragsforschung

2.4.3 Warentransaktionen

2.4.3.1 Lieferung von Produkten an Vertriebsgesellschaften

2.4.3.2 Produktion und Lieferung an den Strategieträger

2.4.3.3 Einkauf und Lieferung an den Strategieträger

2.4.4 Finanztransaktionen

2.4.4.1 Darlehen

2.4.4.2 Cash-Pool

2.4.5 Sonstige Transaktionen

2.4.5.1 Überlassung von immateriellen Wirtschaftsgütern

2.4.5.2 Verwaltung von immateriellen Wirtschaftsgütern

2.4.5.3 Kostenumlage nach dem Poolkonzept

2.4.5.4 Überlassung von Arbeitnehmern

2.4.5.5 Übertragung von Sachanlagen

2.5 Dokumentationspflichten und Sanktionsvorschriften

2.5.1 Mitwirkungspflichten

2.5.2 Kleinere Unternehmen gemäß GAufzV

2.5.3 Sachverhaltsdokumentation

2.5.3.1 Grundlagen zur Sachverhaltsdokumentation

2.5.3.2 Funktions- und Risikoanalyse

2.5.3.3 Wertschöpfungsanalyse

2.5.3.4 Unternehmenscharakterisierung

2.5.4 Angemessenheitsdokumentation

2.5.5 Änderungen durch BEPS

2.5.5.1 Änderung nationaler Vorschriften

2.5.5.2 Master File

2.5.5.3 Local File

2.5.5.4 Country-by-Country Reporting

2.5.6 EU Masterfile und landesspezifische Dokumentation

2.5.7 Sanktionsvorschriften

2.6 Besondere Aspekte und Sonderfälle

2.6.1 Datenbankstudien

2.6.2 Standortvorteile

2.6.3 Immaterielle Wirtschaftsgüter

2.6.4 Betriebsstätten und der Authorized OECD Approach

2.6.5 Außergewöhnliche Geschäftsvorfälle

2.6.6 Funktionsverlagerung

2.6.7 Vorteilsausgleich

2.6.8 Preisanpassungen

2.6.9 Gewinnkorrektur

2.6.9.1 Gewinnkorrektur und nachträglicher Ausgleich

2.6.9.2 Heilung durch Gegenberichtigung

2.6.9.3 Sonstige Maßnahmen

3 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zunehmende Bedeutung von Verrechnungspreisen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in einem globalisierten wirtschaftlichen Umfeld. Das primäre Ziel ist es, die spezifischen Herausforderungen und steuerlichen Rahmenbedingungen für KMU darzustellen, kritisch zu würdigen und aufzuzeigen, wie diese Unternehmen trotz komplexer Dokumentationspflichten pragmatische und rechtskonforme Lösungen für ihre internationalen Geschäftsvorfälle finden können.

  • Grundlagen des internationalen Steuerrechts und Fremdvergleichsgrundsatzes bei KMU.
  • Methodik zur Bestimmung angemessener Verrechnungspreise (Standard- und ergebnisorientierte Methoden).
  • Praxisnahe Analyse von typischen Transaktionen wie Dienstleistungen, Warentransaktionen und Finanzierungen.
  • Umgang mit Dokumentationspflichten und Sanktionen, insbesondere unter Berücksichtigung der BEPS-Vorgaben.
  • Sonderfälle wie Funktionsverlagerungen, Betriebsstätten und der Umgang mit immateriellen Wirtschaftsgütern.

Auszug aus dem Buch

2.3.3.3 Kostenaufschlagsmethode

Bei der Kostenaufschlagsmethode (C+) basiert der Verrechnungspreis auf den Kosten des Verkäufers bzw. Dienstleisters. Zu diesen Kosten wird ein angemessener Kostenaufschlag addiert, so dass der Verkäufer bzw. Dienstleister einen Gewinn erzielt, der basierend auf den ausgeübten Funktionen, übernommenen Risiken und eingesetzten WG angemessenen ist. Der VP ergibt sich als Summe aus Kosten und Kostenaufschlag.

Die Höhe des Kostenaufschlages hängt von der Art der Tätigkeit ab. Für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sind i.d.R. höhere Kostenaufschläge angemessen als bei klassischen administrativen Dienstleistungen wie dem Shared Service Center (SSC). Der VP wird bei dieser Methode auf progressivem Weg ermittelt und die C+ stellt somit die Umkehrung der RPM dar.

Im Rahmen von Betriebsprüfungen wird zunehmend die Verwendung kostenorientierter Vergütungen aufgegriffen. Insbesondere werden Kostenbasis und Höhe des Kostenaufschlags hinterfragt. Bei der C+ ist zwischen der Bruttokostenaufschlagsmethode und der Nettokostenaufschlagsmethode zu unterscheiden. Bei der Bruttokostenaufschlagsmethode handelt es sich um die Standardmethode, bei der nur die direkten und indirekten Kosten der Fertigung, nicht aber Gemeinkosten und sonstige Aufwendungen des Unternehmens in die Kostenbasis einbezogen werden. Dies bedeutet, dass der Kostenaufschlag in diesem Fall auf Teilkosten angewendet wird. Die Finanzverwaltung erwartet oft die Anwendung der C+ auf Basis des Berry Ratio-Renditeindikators, bei dem es sich ebenfalls um die Anwendung eines Kostenaufschlags auf Teilkosten handelt. Ähnlich hierzu führt die OECD an, dass die Kostenbasis ausschließlich aus "eigenen" Kosten bestehen soll, d. h. ein Kostenaufschlag darf nur auf Kosten der eigenen Wertschöpfung und nicht auch auf Durchlaufkosten angewendet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Relevanz von Verrechnungspreisen für KMU aufgrund fortschreitender Globalisierung und verstärkter Aktivitäten der Finanzverwaltung.

2 Verrechnungspreise bei KMU: Dieses Kapitel bildet den Kern der Arbeit und behandelt die Grundlagen, rechtliche Regeln, gängige Methoden, spezielle Transaktionsarten sowie die komplexen Dokumentations- und Sanktionsvorschriften.

3 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Vereinfachungen sowie pragmatischen Ansätzen für KMU, um den wachsenden Befolgungskosten zu begegnen.

Schlüsselwörter

Verrechnungspreise, KMU, Fremdvergleichsgrundsatz, OECD, BEPS, Dokumentationspflichten, Kostenaufschlagsmethode, Funktionsverlagerung, Betriebsstätte, Finanzverwaltung, Betriebsprüfung, Steuerrecht, Gewinnkorrektur, Master File, Local File.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der steuerlichen Thematik der Verrechnungspreise und deren spezifischer Auswirkung auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die gesetzlichen Regelungen, gängige Methoden zur Preisbestimmung, die Dokumentation von Transaktionen sowie die Verteidigung dieser Preise gegenüber der Finanzverwaltung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, KMU eine Orientierung zu bieten, wie sie trotz steigender Komplexität im internationalen Steuerrecht ihre Verrechnungspreise sachgerecht bestimmen und dokumentieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Arbeit gewählt?

Neben einer umfassenden Literatur- und Rechtsquellenanalyse wurden zwei eigene Umfragestudien unter Steuerberatern und Unternehmensvertretern durchgeführt, um die praktische Relevanz zu untermauern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert verschiedene Verrechnungspreismethoden, die Behandlung spezifischer Transaktionen (wie Dienstleistungen oder Lizenzen) sowie die Anforderungen an die Sachverhalts- und Angemessenheitsdokumentation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Zentrale Begriffe sind Verrechnungspreise, KMU, Fremdvergleich, BEPS, Dokumentation, Betriebsprüfung und Funktionsverlagerung.

Warum sind Datenbankstudien für KMU oft schwierig?

Datenbankstudien erfordern eine hohe Datenqualität und Vergleichbarkeit, die bei KMU häufig nicht vorliegt oder mit unverhältnismäßigem Aufwand verbunden ist.

Was ist das "DEMPE-Konzept" im Zusammenhang mit immateriellen Wirtschaftsgütern?

Das DEMPE-Konzept fordert, dass Erträge aus immateriellen Werten nicht pauschal dem Eigentümer zustehen, sondern basierend auf Funktionen (Entwicklung, Verbesserung, Erhaltung, Schutz, Verwertung) verteilt werden.

Welche Konsequenzen drohen bei unzureichender Dokumentation?

Bei fehlender oder unverwertbarer Dokumentation drohen Schätzungen zu Lasten des Steuerpflichtigen, Nichtanerkennung von Betriebsausgaben oder sogar hohe Strafzuschläge.

Final del extracto de 133 páginas  - subir

Detalles

Título
Verrechnungspreise in der Praxis. Grundlagen und Tipps für kleine und mittlere Unternehmen
Universidad
University of Freiburg  (Zentrum für Business and Law)
Calificación
1,3
Autor
Sascha Meder (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
133
No. de catálogo
V379189
ISBN (Ebook)
9783668572126
ISBN (Libro)
9783668572133
Idioma
Alemán
Etiqueta
kleine und mittlere Unternehmen arm’s length principle Fremdvergleichsgrundsatz OECD BEPS VP Verrechnungspreis TP Transfer Price CbCR Country-by-Country Reporting Funktions- und Risikoanalyse Wertschöpfungsanalyse Benchmarkstudie Datenbankstudie Value Chain Analysis DEMPE Authorized OECD Approach AOA GAufzV FVerlV Dokumentationspflichten BEPS-Aktionspunkte Übersicht über preisbeeinflussende Faktoren Definition einer Betriebsstätte nach AO und DBA Verrechnungspreismethoden in Deutsch und Englisch TPMeder.de KMU verrechnungspreisregeln verrechnungspreismethoden verrechnungspreistransaktionen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sascha Meder (Autor), 2017, Verrechnungspreise in der Praxis. Grundlagen und Tipps für kleine und mittlere Unternehmen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379189
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