Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Didáctica de la asignatura Francés - Literatura, trabajos

Merkmale des Postkolonialismus im frankophonen Roman Afrikas. Postkoloniale Theorie und Strategien zur Problembewältigung

Eine auf die Werke von Assia Djebar, Boualem Sansal, Maïssa Bey und Leïla Sebbar aufbauende Analyse

Título: Merkmale des Postkolonialismus im frankophonen Roman Afrikas. Postkoloniale Theorie und Strategien zur Problembewältigung

Proyecto/Trabajo fin de carrera , 2014 , 58 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: Michaela Caputo (Autor)

Didáctica de la asignatura Francés - Literatura, trabajos
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Situation des ehemals von den Franzosen besetzten nordafrikanischen Landes Algerien. Die algerische Kultur, wie sie vor der Einnahme durch die Franzosen im Jahre 1830 existierte, wurde durch die Durchmischung der Kulturen stark verändert.

Insgesamt hat die Kolonisierung Algeriens auch und vor allem nach der Erlangung der Unabhängigkeit im Jahre 1962 mannigfaltige und weitläufige Spuren hinterlassen. Als Reaktion hierauf ist die Literatur des sogenannten Postkolonialismus zu sehen, in der einheimische Autoren in französischer Sprache die heutigen Probleme des Landes durch die koloniale Vergangenheit im künstlerischen Rahmen aufarbeiten. Zu diesen Problemen zählen unter anderem extremer Islamismus, ökonomische Schwierigkeiten und damit verbunden verstärkte Emigration sowie Probleme bei der Identitätsfindung durch die Durchmischung zweier so unterschiedlicher Kulturen.
Im Folgenden soll diese Art von Literatur auf spezifische Merkmale des Postkolonialismus untersucht und die darin enthaltenen Strategien zur Problembewältigung analysiert und dargestellt werden. Dazu betrachten wir zunächst die postkoloniale Theorie an sich und die damit verbundenen Aspekte, die zur anschließenden Analyse und Interpretation ausgewählter Romane herangezogen werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundbegriffe

2.1 Postkoloniale Theorie

2.2 Orientalismus

2.3 Kolonialer Diskurs

2.4 ‚Identität‘ und ‚postkoloniale Identität‘

3 Von der Auslöschung und Wiedererlangung einer Kultur

3.1 Kollektives Gedächtnis und kulturelle Identität

3.2 Wie Kulturen verloren gehen

3.3 Wiedererlangung der eigenen Identität

3.4 Vermittler zwischen den Kulturen

4 Eine Kolonialmacht, viele Strategien

4.1 Assia Djebar: Kolonisatoren mit Gewissensbissen

4.1.1 Stolze Eroberer, unwillige Barbaren

4.1.2 Eine Kultur wird totgeschwiegen

4.1.3 Selbst den Franzosen zu viel

4.1.4 Den Unterdrückten eine Stimme leihen

4.1.5 Doppelt gestraft

4.1.6 Bildung als Waffe

4.1.7 Re-Konstruktion durch Re-Traumatisierung

4.1.8 Verwirrung auch im Gedächtnis

4.1.9 Vielfältige Gegenwehr

4.2 Boualem Sansal: Gefangen in der Freiheit

4.2.1 Flucht in die Erinnerung

4.2.2 Terror als Andenken

4.2.3 Vom Umgang mit gesellschaftlichem Druck

4.2.4 Am Ende fliehen sie alle

4.3 Maïssa Bey: Fesseln aus Angst

4.3.1 Ein Leben voller Sehnsucht

4.3.2 Keine Perspektive, aber viel zu verlieren

4.3.3 Widerstand auf weibliche Art

4.3.4 Ein Systemfehler namens ‚Hoffnung‘

4.3.5 Vom Äquilibrium zur Integration

4.4 Leïla Sebbar: Im Auge des Betrachters

4.4.1 Die vergewaltigte Gesellschaft

4.4.2 Suche nach den Wurzeln, finde dich selbst

4.4.3 Der Kreis schließt sich

4.4.4 Relativität der Macht

4.4.5 Die Lösung vor den Augen

4.5 Die Bedeutung des Französischen

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie algerische Autoren in französischer Sprache postkoloniale Identitätskrisen und die Auswirkungen der Kolonialzeit auf das kulturelle Gedächtnis literarisch verarbeiten und analysieren. Dabei wird erforscht, wie durch die Aufarbeitung kolonialer Traumata und die Bewahrung kultureller Identität Strategien zur Problembewältigung und Emanzipation entwickelt werden.

  • Postkoloniale Theorie und die Konstruktion des Orientalismus
  • Einfluss des kulturellen Gedächtnisses auf die Identitätsbildung
  • Literarische Strategien zur Dekonstruktion kolonialer Geschichtsschreibung
  • Rolle der algerischen Frau als Hüterin kultureller Werte
  • Bedeutung von Bildung und Sprache im Prozess der Emanzipation

Auszug aus dem Buch

4.1.3 Selbst den Franzosen zu viel

Das wahrscheinlich bedeutendste Beispiel für die Ausmaße der französischen Grausamkeit ist die Szene, als algerische Menschen in Höhlen eingesperrt und dort ausgeräuchert werden. Der Rekonstruktion der damit verbundenen Ereignisse widmet Djebar ein gesamtes Kapitel von für den Roman ungewöhnlicher Länge. Auf diese Weise sollte ein Aufstand aller Berberstämme im Zentrum und Westen des Landes beendet werden. Beim Anblick der Opfer erschrecken die Franzosen über ihre eigenen Mittel; Oberst Pélissier, der neben anderen diese Maßnahme angeordnet hat, „ne veut pas croire à l’étendue du désastre“. In der eigenen Geschichtsschreibung zwar unterschlagen, existieren dennoch schriftliche Dokumente der Besatzer. Dazu schreibt Djebar: „Asphyxiés du Dahra que les mots exposent, que la mémoire déterre. L’écriture du rapport de Pélissier, du témoignage dénonciateur de l’officier espagnol, de la lettre de l’anonyme troublé, cette écriture est devenue graphie de fer et d’acier inscrite contre les falaises de Nacmaria“. Die Autorin deutet damit an, dass die schwerwiegenden Folgen dieser Ereignisse und die vielen emotional geladenen Berichte darüber (s.o.) es unmöglich machen, das Geschehene zu ignorieren. Die Erinnerung bringt zum Vorschein, was die Geschichte versucht hat, zu verbergen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die postkoloniale Problematik und die Relevanz des kulturellen Gedächtnisses für die algerische Identität.

2 Grundbegriffe: Definition zentraler Konzepte wie Orientalismus, postkoloniale Theorie und kolonialer Diskurs.

3 Von der Auslöschung und Wiedererlangung einer Kultur: Analyse der Bedeutung des kollektiven Gedächtnisses und der Herausforderungen bei der Identitätswahrung.

4 Eine Kolonialmacht, viele Strategien: Detaillierte Untersuchung literarischer Werke von Assia Djebar, Boualem Sansal, Maïssa Bey und Leïla Sebbar hinsichtlich ihrer Strategien zur Identitätsfindung.

5 Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse zur literarischen Aufarbeitung postkolonialer Identitätskonflikte.

Schlüsselwörter

Postkolonialismus, Algerien, Identität, kulturelles Gedächtnis, Orientalismus, Dekolonisierung, Literaturanalyse, Assia Djebar, Boualem Sansal, Maïssa Bey, Leïla Sebbar, Kolonialer Diskurs, Emanzipation, Frauendiskurs, Islamismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die literarische Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit Algeriens und deren Auswirkungen auf die heutige Identität sowie gesellschaftliche Probleme nach der Unabhängigkeit.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die Themen umfassen postkoloniale Theorie, die Konstruktion kultureller Identität, die Rolle der Geschichtsschreibung sowie die Bedeutung von Sprache und Bildung in diesem Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Strategien zur Identitätsfindung und Problembewältigung in der postkolonialen Literatur aufzuzeigen und zu untersuchen, wie Autoren das kulturelle Gedächtnis reaktivieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse herangezogen?

Die Arbeit nutzt Literaturanalyse und Interpretation ausgewählter Romane vor dem Hintergrund postkolonialer Theorien und Konzepte des kollektiven Gedächtnisses.

Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Werke von vier algerischen Autoren analysiert, wobei besonderes Augenmerk auf die Funktion der Literatur als "Artefakt der Erinnerung" gelegt wird.

Wie lässt sich die Arbeit anhand von Schlüsselwörtern beschreiben?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Postkolonialismus, Identitätskrise, kollektives Gedächtnis, Dekonstruktion und algerische Literatur charakterisieren.

Welche besondere Rolle spielen Frauen in den untersuchten Romanen?

Frauen sind in den Romanen oft einer doppelten Unterdrückung ausgesetzt, fungieren aber zugleich als zentrale Trägerinnen kultureller Werte und sind entscheidend für die Rekonstruktion vergessener Erinnerungen.

Wie interpretieren die Autoren das Konzept der "Hoffnung" innerhalb der algerischen Gesellschaft?

Die Hoffnung wird in den Werken teilweise als Systemfehler thematisiert oder mit dem Ausbruch aus traditionellen Rollenbildern verknüpft, wobei der gesellschaftliche Druck oft gegenteilige Effekte erzwingt.

Final del extracto de 58 páginas  - subir

Detalles

Título
Merkmale des Postkolonialismus im frankophonen Roman Afrikas. Postkoloniale Theorie und Strategien zur Problembewältigung
Subtítulo
Eine auf die Werke von Assia Djebar, Boualem Sansal, Maïssa Bey und Leïla Sebbar aufbauende Analyse
Universidad
University of Tubingen
Calificación
1,5
Autor
Michaela Caputo (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
58
No. de catálogo
V379358
ISBN (Ebook)
9783668578241
ISBN (Libro)
9783668578258
Idioma
Alemán
Etiqueta
merkmale postkolonialismus roman afrikas postkoloniale theorie strategien problembewältigung eine werke assia djebar boualem sansal maïssa leïla sebbar analyse
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michaela Caputo (Autor), 2014, Merkmale des Postkolonialismus im frankophonen Roman Afrikas. Postkoloniale Theorie und Strategien zur Problembewältigung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379358
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  58  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint