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Der Hörfunk und die Frauen Anfang der 20er Jahre

Titel: Der Hörfunk und die Frauen Anfang der 20er Jahre

Hausarbeit , 2013 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Tatjana Kumpf (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Rundfunk und Unterhaltung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Aktuell arbeiten im öffentlich-rechtlichen Rundfunk nur 28% Frauen. Im Vergleich dazu sind es im privaten Hörfunk 38% Frauen und in Zeitschriften gibt es sogar einen Anteil von 41,3% weiblichen Angestellten (Keil, 2000). Es wird deutlich, dass es unterdurchschnittlich wenig weibliche Arbeiternehmer im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt. Aber warum ist das so? Schon um 1930 wurden Frauen im Hörfunk zunehmend kritisiert. Ihre Stimmen wurden als unpassend eingestuft und als nicht mächtig genug betitelt. Keine Frau vermochte es, bei einem Radiosender als Ansagerin eingestellt zu werden. Dabei war es unwichtig, wie gut sie sprechen konnte.

In dieser Hausarbeit soll am Beispiel von Gales Barrett und Margarete Wolf gezeigt werden, wie der Versuch aussieht, Ansagerin im Hörfunk zu werden, trotz der vielen Kritik. Dabei sollen vor allem auf die offiziellen und die vermutlich wahren Gründe der Abweisung von Frauen als Ansagerinnen eingegangen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DER EINFLUSS DES HÖRFUNKS AUF FRAUEN

2.1. SOZIALER EINFLUSS

2.1.1. Positive Faktoren

2.1.2. Negative Faktoren

2.2. ÄSTHETISCHER EINFLUSS

3. HÖRFUNK FÜR FRAUEN

3.1. PROGRAMM

3.2. FUNKTION

4. KRITIK

5. FRAUEN IM HÖRFUNK

5.1. GRÜNDE GEGEN FRAUEN IM HÖRFUNK

5.2. GILES BARRETT

5.3. MARGARETE WOLF

6. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Stellenwert des Hörfunks für Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts und beleuchtet dabei sowohl die soziokulturelle Integration des Radios im häuslichen Umfeld als auch die berufliche Situation von Frauen als Ansagerinnen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Analyse von Akzeptanzbarrieren, der Entwicklung geschlechtsspezifischer Programmformate sowie der Diskriminierung von Frauen in Rundfunkberufen.

  • Soziale und ästhetische Einflüsse des Radios auf das Leben von Frauen
  • Entwicklung des "Frauenfunks" als spezifisches Programmformat
  • Analyse der Akzeptanz und der Nutzungsgewohnheiten von Hausfrauen
  • Hürden und Diskriminierung bei der Beschäftigung von Frauen als Ansagerinnen
  • Biografische Fallbeispiele zur Karriere von Pionierinnen wie Giles Barrett und Margarete Wolf

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Positive Faktoren

Als der Hörfunk für die Allgemeinheit eingeführt wurde, baute man den Empfänger nur temporär auf. Dabei hatten die meisten Haushalte einen extra Tisch, der speziell für den Aufbau und die Platzierung des Empfängers benötigt wurde. In der Frühphase des Radios kamen oft mehrere Personen in Gruppen zusammen und erlebten gemeinsam das besondere Ereignis des Hörens (Lenk, 1997). Dabei galten vor dem Radiogerät im Wohnzimmer die selben Regeln, wie es sie auch vor Ort gab. Im Falle eines Konzertes, das man über den Empfänger hören konnte, benahm man sich vor dem Radio beispielsweise wie man es in der Oper tat (Lenk, 1997). Die sozialen Beziehungen haben sich stark verbessert, dadurch dass man sich jetzt auch zum Radiohören treffen konnte. Aber „nicht nur Freunde, Bekannte und Nachbarn kamen, um zu hören; der Sensationswert des Radios bewegte manchen stolzen Radiobesitzer, die eigene Wohnung selbst Fremden zugänglich zu machen.“ (Lenk, 1997). Im Jahr 1924 empfahl der ‚Deutsche Rundfunk*, auf den Radioempfang auch im Sommer nicht zu verzichten. In einem kurzen Textbeitrag nebst Fotografie, die einen jungen Herren mit drei sommerlich gekleideten jungen Damen beim ‚ Rundfunk-Picknick’ unter blühenden Kirschbäumen zeigt, wird dies gleich in mehrfacher Hinsicht begründet. (Lenk, 1997, S.198)

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die historische Unterrepräsentation von Frauen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ein und definiert die Forschungsfragen hinsichtlich der Rolle der Frau im Radioalltag sowie ihrer Karrieremöglichkeiten als Ansagerin.

2. DER EINFLUSS DES HÖRFUNKS AUF FRAUEN: Dieses Kapitel analysiert die zwiespältige Wirkung des neuen Mediums Radio, das einerseits als soziales und ästhetisches Bindeglied für Familien fungierte, andererseits jedoch aufgrund technischer Distanz und Gefahrenquellen Skepsis hervorrief.

3. HÖRFUNK FÜR FRAUEN: Hier wird die Etablierung spezifischer Frauenprogramme thematisiert, die als Ratgeber für Hauswirtschaft und Erziehung dienten und das Radio zunehmend als nützliches Begleitmedium im Alltag der Frauen verankerten.

4. KRITIK: Dieses Kapitel widmet sich der Kritik an den Nutzungsgewohnheiten, insbesondere dem "Nebenbei-Hören", und präsentiert zeitgenössische Leitsätze zur Förderung einer bewussten und aktiven Radio-Nutzung.

5. FRAUEN IM HÖRFUNK: Der Fokus liegt auf der beruflichen Diskriminierung von Frauen, wobei offizielle Argumente gegen die Einstellung weiblicher Ansager hinterfragt und an Beispielen wie Giles Barrett und Margarete Wolf illustriert werden.

6. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass das Radio trotz anfänglicher Widerstände eine zentrale Bedeutung im Leben der Frauen einnahm und sich zu einem unverzichtbaren Alltagsbegleiter entwickelte.

Schlüsselwörter

Hörfunk, Frauenrolle, Weimarer Rundfunk, Hausfrau, Frauenfunk, Ansagerin, Mediengeschichte, Rundfunknutzung, Technikdistanz, Margarete Wolf, Giles Barrett, Geschlechterrollen, Programmgeschichte, Sozialer Einfluss, Rundfunkkonsum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die historische Beziehung zwischen Frauen und dem frühen Hörfunk in den 1920er Jahren, unterteilt in die Nutzung durch Hausfrauen und die Arbeitsbedingungen von Frauen im Rundfunkwesen.

Welche Themenfelder werden zentral behandelt?

Die Themenfelder umfassen die soziokulturelle Integration des Radios im Heim, die Entwicklung spezifischer Frauenprogramme sowie die Diskriminierung von Frauen als berufliche Sprecherinnen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Stellenwert des Hörfunks im Leben von Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu analysieren und den Verlauf weiblicher Karrieren im Rundfunk der damaligen Zeit kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine medienhistorische Hausarbeit, die auf einer Literaturanalyse basiert, um das Spannungsfeld zwischen der Frau als Hörerin und der Frau als Akteurin im Rundfunk zu beleuchten.

Welche Schwerpunkte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die soziale und ästhetische Wirkung des Radios, die Entstehung des Frauenfunks sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Nichtanstellung von Frauen und Biografien der ersten Ansagerinnen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Hörfunk, Frauenrolle, Weimarer Rundfunk, Ansagerin, Hausfrau und Mediengeschichte maßgeblich geprägt.

Wie reagierten Frauen anfangs auf das neue Medium Radio?

Frauen begegneten dem Radio zunächst mit Misstrauen, was unter anderem auf die technische Komplexität, die Akkumulatoren als Gefahrenquellen und die Störung der häuslichen Ordnung durch das Basteln an den Geräten zurückzuführen war.

Welche Gründe wurden offiziell für die Ablehnung von Frauen als Ansagerinnen genannt?

Die Argumente waren primär sexistische Klischees: Die weibliche Stimme wurde als zu schrill, dünn oder monoton empfunden, zudem wurde die Arbeit als zu anstrengend für Frauen deklariert.

Was war das "Experiment" von Giles Barrett bei der BBC?

Giles Barrett war die erste Ansagerin der BBC. Ihr Vertrag wurde jedoch nach nur drei Monaten nicht verlängert, was zu öffentlichem Protest führte, da vermutet wurde, die Ablehnung beruhe auf Vorurteilen gegen arbeitende Ehefrauen.

Welche Rolle spielte Margarete Wolf im deutschen Rundfunk?

Margarete Wolf gilt als eine der ersten Ansagerinnen in Deutschland. Sie war beim Süddeutschen Rundfunk tätig und bewies trotz fehlender spezifischer Ausbildung, dass eine Frau diese Position kompetent ausfüllen konnte.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Hörfunk und die Frauen Anfang der 20er Jahre
Hochschule
Universität Mannheim
Note
1,7
Autor
Tatjana Kumpf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
17
Katalognummer
V379370
ISBN (eBook)
9783668562288
ISBN (Buch)
9783668562295
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Radio Rundfunk Frauen 20er Jahre
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tatjana Kumpf (Autor:in), 2013, Der Hörfunk und die Frauen Anfang der 20er Jahre, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379370
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Leseprobe aus  17  Seiten
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