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Eine neue Perspektive auf vergleichende Geschichte. Zu "Entfernte Verwandtschaft. Faschismus, Nationalsozialismus, New Deal 1933-1939" von Wolfgang Schivelbusch

Rezension

Título: Eine neue Perspektive auf vergleichende Geschichte. Zu "Entfernte Verwandtschaft. Faschismus, Nationalsozialismus, New Deal 1933-1939" von Wolfgang Schivelbusch

Ensayo , 2016 , 6 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: B.A. Martin Hamre (Autor)

Historia de Alemania - Nazismo, Segunda Guerra Mundial
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Ideologisch waren Adolf Hitler und Franklin D. Roosevelt zweifellos Feinde, aber waren sie, wenn es um die Beantwortung der Weltwirtschaftskrise von 1929 ging, dennoch Brüder im Geiste? In seinem Werk Entfernte Verwandtschaft - Faschismus, Nationalsozialismus, New Deal 1933-1939 begeht Wolfgang Schivelbusch einen vermeintlichen Tabubruch: Die Diktaturen Hitlers und Mussolinis werden mit der USA der 1930er Jahre unter Präsident Roosevelt verglichen und unerwartete Gemeinsamkeiten in den Mittelpunkt der Untersuchung gerückt.

War das demokratische System der USA wirklich das absolute Gegenstück zu den totalitären Diktaturen Italiens und Deutschlands, wie es oft in der Forschung dargestellt wird? Nicht, wenn man den Zweiten Weltkrieg ausblendet und sich stattdessen auf die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts konzentriert. Auch verfeindete Systeme, so der Grundtenor Schivelbuschs, inspirierten und imitierten sich gegenseitig, wenn es um die Bekämpfung der Krise der Moderne und des liberalen Kapitalismus ging. Mit seinem Vergleich zwischen Nationalsozialismus, Faschismus und dem New Deal eröffnet der Autor eine neue Perspektive, die fest in der Mentalitätsgeschichte verortet ist und in diesem Kontext verstanden werden muss.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Vom Vergleichen

2. Verwandtschaft?

3. Führung

4. Propaganda

5. Neue Räume: Nation, Region, Siedlung

6. Symbolbaustellen: Agro Pontino, Tenessee Valley Authority, Reichsautobahn

7. Epilog 1944: »As We go Marching«

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Werk "Entfernte Verwandtschaft" von Wolfgang Schivelbusch und analysiert dessen zentrale These, dass trotz ideologischer Gegensätze mentale und strukturelle Gemeinsamkeiten zwischen dem Nationalsozialismus, dem italienischen Faschismus und dem New Deal der USA unter Franklin D. Roosevelt bestanden, insbesondere als Reaktionen auf die Weltwirtschaftskrise.

  • Vergleichende Analyse der politischen Systeme der 1930er Jahre
  • Rolle der charismatischen Führung und Massenmobilisierung
  • Einfluss staatlicher Propaganda und Symbolpolitik
  • Bedeutung von Großbauprojekten als Instrumente der Modernisierung
  • Kritische Würdigung der mentalitätsgeschichtlichen Methodik

Auszug aus dem Buch

Führung

Ging Schivelbusch in Die Kultur der Niederlage noch chronologisch vor, so vergleicht er in den nachfolgenden Kapiteln nach bestimmten Themenfeldern geordnet. Insgesamt sind es vier Bereiche, die Schivelbusch inhaltlich in Entfernte Verwandtschaft aufgreift. Im Kapitel Führung werden Hitler und Roosevelt verglichen, die beide in ihrer Art charismatische Führer, mit der Fähigkeit, die Massenseele anzusprechen, gewesen seien. Schivelbusch analysiert hier messerscharf und zeigt, wie beide Führer auf verschiedenste Art und Weise (Roosevelt bevorzugte das Medium Radio, Hitler die Massenrede) dasselbe Ziel erreichten: Ein Gemeinschaftserlebnis der Zuhörer zu stiften und eine „neuartige elektrische Verbindung von Sprecher und Hörermasse“ herzustellen. Warum Mussolini bei diesem Vergleich jedoch außen vor gelassen wird, erfährt der Leser nicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vom Vergleichen: Einführung in die methodische Herangehensweise der Komparatistik unter Verwendung von Monumentalbauten als Vergleichsobjekte.

2. Verwandtschaft?: Darlegung der These, dass der Kapitalismus und der liberale Staat in der Krise als Ausgangspunkt für totalitäre Tendenzen in den USA und Europa dienten.

3. Führung: Untersuchung der charismatischen Wirkung von Hitler und Roosevelt auf die Massen und deren Nutzung moderner Medien zur Stiftung von Gemeinschaft.

4. Propaganda: Analyse der staatlichen Symbolik und der "Blue-Eagle-Kampagne" im Vergleich zum nationalsozialistischen Winterhilfswerk.

5. Neue Räume: Nation, Region, Siedlung: Untersuchung raumplanerischer Projekte als Ausdruck staatlicher Ordnungspolitik (aus Platzgründen in der Rezension nicht weiter ausgeführt).

6. Symbolbaustellen: Agro Pontino, Tenessee Valley Authority, Reichsautobahn: Vergleich der Großprojekte in Italien, den USA und Deutschland als Symbole für technologische und soziale Regeneration.

7. Epilog 1944: »As We go Marching«: Kritische Auseinandersetzung mit der These des permanenten Ausnahmezustands durch den New Deal-Kritiker John T. Flynn.

Schlüsselwörter

Wolfgang Schivelbusch, Faschismus, Nationalsozialismus, New Deal, Franklin D. Roosevelt, Adolf Hitler, Weltwirtschaftskrise, Mentalitätsgeschichte, Kulturgeschichte, Totalitarismus, Komparatistik, Propaganda, Antiliberalismus, Großbauprojekte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit rezensiert und analysiert Wolfgang Schivelbuschs Werk „Entfernte Verwandtschaft“, welches die politischen Entwicklungen in den USA, Deutschland und Italien während der 1930er Jahre vergleicht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind Führung, Propaganda, staatliche Symbolik und die Reaktion der Systeme auf die Weltwirtschaftskrise von 1929.

Was ist das primäre Ziel der wissenschaftlichen Auseinandersetzung?

Ziel ist es, Schivelbuschs These zu prüfen, ob der New Deal und die faschistischen Diktaturen trotz fundamentaler Unterschiede in einer gemeinsamen mentalen „Verwandtschaft“ als Antwort auf die Krise des Liberalismus stehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird von Schivelbusch verwendet?

Schivelbusch nutzt einen komparativen, mentalitäts- und kulturgeschichtlichen Ansatz, der einzelne Phänomene und Symbole statt der politischen Gesamtsysteme in den Fokus rückt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Kapitel des Buches zu Führung, Propaganda und symbolträchtigen Großprojekten wie der Tennessee Valley Authority oder der Reichsautobahn inhaltlich detailliert besprochen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Faschismus, Nationalsozialismus, New Deal, Mentalitätsgeschichte, Symbolik und die Krise des liberalen Kapitalismus.

Warum wird Mussolini im Kapitel zur Führung laut Rezension weniger berücksichtigt?

Der Rezensent merkt kritisch an, dass die Rolle Mussolinis im Vergleich zu Hitler und Roosevelt in Schivelbuschs Analyse unverständlicherweise weitgehend außen vor bleibt.

Wie bewertet der Autor die Quellenarbeit von Schivelbusch?

Der Autor lobt die Vielversprechendheit des Ansatzes, bemängelt jedoch eine fehlende Transparenz in den heuristischen Kriterien und eine mangelnde Definitionsarbeit der verwendeten Fachbegriffe.

Was kritisiert der Rezensent am Ende des Werkes?

Es wird kritisiert, dass das Werk abrupt endet, eine abschließende Konklusion fehlt und das Buch insgesamt zu selektiv vorgeht, um die These einer „entfernten Verwandtschaft“ vollständig zu untermauern.

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Detalles

Título
Eine neue Perspektive auf vergleichende Geschichte. Zu "Entfernte Verwandtschaft. Faschismus, Nationalsozialismus, New Deal 1933-1939" von Wolfgang Schivelbusch
Subtítulo
Rezension
Universidad
University of Vienna
Calificación
2
Autor
B.A. Martin Hamre (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
6
No. de catálogo
V379400
ISBN (Ebook)
9783668572362
Idioma
Alemán
Etiqueta
Faschismus Nationalsozialismus New Deal Mussolini Hitler Roosevelt Wolfgang Schivelbusch
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
B.A. Martin Hamre (Autor), 2016, Eine neue Perspektive auf vergleichende Geschichte. Zu "Entfernte Verwandtschaft. Faschismus, Nationalsozialismus, New Deal 1933-1939" von Wolfgang Schivelbusch, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379400
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