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ADHS im Erwachsenenalter

Wenn der Zappelphilipp erwachsen wird und wie die Pflege darauf eingehen kann

Title: ADHS im Erwachsenenalter

Diploma Thesis , 2017 , 44 Pages , Grade: 1

Autor:in: Tamara Teubner (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Sie fallen oft bereits im Kindesalter durch Aufmerksamkeitsdefizite, Konzentrationsstörungen, Ablenkbarkeit und Hyperaktivität auf. Später werden ihre Symptome als Persönlichkeitsmerkmale interpretiert, die eben „schon immer“ vorhanden waren. Viele Erwachsene mit ADHS fühlen sich ihr Leben lang einfach anders. Sie können ihre Gefühle und ihre Wahrnehmung weder erklären noch steuern. Darüber hinaus hören sie oft, dass es ADHS nicht gibt oder die Medikation, die ihnen so enorm hilft, wird mit Drogen gleichgesetzt.

ADHS ist ein Thema, welches vielen bekannt ist und sehr kontrovers betrachtet wird. In der Fachliteratur wurde zum großen Teil nur über Kinder berichtet und viele nahmen an, dass sich ADHS später „auswachsen“ werde. Doch bei einem Teil der Betroffenen persistiert die Erkrankung auch im Erwachsenenalter. Da der Fokus der Diagnostik von ADHS häufig nur in der Kinder- und Jugendpsychiatrie gelegt wird, geht die Thematik in Bezug auf Erwachsene in vielen Fällen verloren.

In dieser Publikation stellt die Autorin ADHS im Erwachsenenalter vor. Ihr Ziel ist es, Pflegekräfte zu informieren und dafür zu sensibilisieren was im Umgang mit ADHS Betroffenen wichtig ist. Die Autorin gibt Antworten auf die folgenden Fragen: Welche Komorbiditäten können bei adulter ADHS auftreten und wie kann die Pflege darauf einwirken? Welche Verhaltensweisen können auftreten und stellt ADHS einen Risikofaktor für Substanzabusus und -abhängigkeit dar? Wie äußert sich die Symptomatik bei Erwachsenen mit ADHS und wie gestaltet sich die Diagnostik? Zudem stellt sie mögliche Pflegediagnosen als Beispiel dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Aufbau der Arbeit

1.2 Fragestellung

1.3 Ziel dieser Arbeit

1.4 Methodik

2 Definitionen und Erklärungen

2.1 ADHS

2.2 ADS

2.3 Psychiatrische Pflege

2.4 Symptomatik bei Erwachsenen

2.5 Diagnostik

3 Komorbiditäten

3.1 Borderline Persönlichkeitsstörung (BPS)

3.2 Angststörung

3.3 Depression

4 ADHS und Sucht

4.1 Definition Sucht und Abhängigkeit

4.2 Zusammenhang ADHS und Abhängigkeit

4.3 Behandlung und Pflege

5 Therapiemöglichkeiten der Pflegenden

5.1 Psychoedukation

5.2 Coaching

5.3 Adhärenz und Compliance

5.4 Medikamentöse Therapie mit Psychostimulanzien

6 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Bewusstsein für ADHS im Erwachsenenalter in der psychiatrischen Pflege zu schärfen, Vorurteile abzubauen und Pflegepersonen dabei zu unterstützen, ADHS-Betroffene besser zu verstehen und in ihrem Genesungsprozess professionell zu begleiten.

  • Sensibilisierung der Pflege für das Krankheitsbild ADHS bei Erwachsenen.
  • Analyse häufiger Komorbiditäten wie Borderline-Persönlichkeitsstörung, Angststörungen und Depressionen.
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen ADHS und Suchterkrankungen.
  • Vorstellung pflegerischer Therapiemöglichkeiten, insbesondere Psychoedukation, Coaching und Medikation.

Auszug aus dem Buch

5.4.3 Fallbeispiel

In diesem Fallbeispiel werde ich von meiner persönlichen Erfahrung erzählen. Es ist schwer sich ein Leben mit ADHS vorzustellen, umgekehrt ist es aber ebenso schwer, es verständlich zu erklären.

Die Diagnose „ADHS vom Mischtypus“ erhielt ich vor 4 Jahren. Das bedeutet, ich habe die gemischte Form der ADS und ADHS. In meiner Kindheit war ich oft verträumt, aber auch sehr impulsiv und launenhaft. Es gab Tage an welchen meine Lehrerin meine Anwesenheit kaum bemerkte, weil ich sehr ruhig und in meiner eigenen Welt war, und es gab Tage da wünschte sich meine Lehrerin wohl ich wäre gar nicht anwesend. Denn in diesen war ich wild, laut und störte ständig den Unterricht. Sätze wie: „Reiß dich doch endlich einmal zusammen; Du kannst es doch, aber du bemühst dich zu wenig!“, verfolgten mich bis ins Erwachsenenalter. Ich wusste ich war anders und litt sehr darunter.

Nach etlichen Therapien und Diagnosen überwies mich mein Arzt nach langem Überlegen zu seinem Kollegen Dr. Rossiwall, der eine sorgfältige Diagnose bei mir durchführte. Er sah sich meine Zeugnisse an, ich erzählte aus meiner Kindheit, musste etliche Fragebögen ausfüllen und er beobachtete mein Verhalten. Ich bekam Ritalin® verschrieben und bemerkte anfangs keine Veränderung. Die richtige Dosisfindung dauert eben und man braucht Geduld. Aber als die richtige Dosis gefunden wurde, veränderte sich mein Leben teilweise ziemlich radikal.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der ADHS im Erwachsenenalter ein und erläutert den Aufbau, die Fragestellung, das Ziel sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2 Definitionen und Erklärungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, erläutert die Symptomatik bei Erwachsenen, beschreibt das diagnostische Vorgehen und stellt den Pflegeprozess nach Hildegard Peplau vor.

3 Komorbiditäten: Hier werden häufige Begleiterkrankungen wie die Borderline-Persönlichkeitsstörung, Angststörungen und Depressionen bei ADHS-Betroffenen dargestellt und deren pflegerische Relevanz aufgezeigt.

4 ADHS und Sucht: Dieses Kapitel widmet sich dem Zusammenhang zwischen ADHS und Abhängigkeitserkrankungen, erklärt die Entstehung aus Sicht der Selbstmedikation und benennt Anforderungen an die psychiatrische Pflege.

5 Therapiemöglichkeiten der Pflegenden: In diesem Teil werden verschiedene therapeutische Ansätze wie Psychoedukation, Coaching, Adhärenz-Förderung sowie die medikamentöse Therapie kritisch beleuchtet und durch ein persönliches Fallbeispiel ergänzt.

6 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit und zieht ein Fazit über die Bedeutung einer frühzeitigen Diagnostik und professionellen pflegerischen Unterstützung.

Schlüsselwörter

ADHS, ADS, Methylphenidat, Ritalin, Psychoedukation, Coaching, Adhärenz, Compliance, Komorbiditäten, psychiatrische Pflege, Sucht, Abhängigkeit, Symptomatik, Diagnostik, Selbstmedikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Thematik ADHS im Erwachsenenalter und zeigt auf, wie die psychiatrische Pflege Betroffene besser verstehen, beobachten und therapeutisch unterstützen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen die Symptomatik bei Erwachsenen, der Umgang mit häufigen Komorbiditäten, die Verbindung zu Suchterkrankungen sowie spezifische Therapiemöglichkeiten wie Psychoedukation und Coaching.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, das Bewusstsein für die Existenz und Auswirkungen von ADHS bei Erwachsenen zu erhöhen, Vorurteile abzubauen und Pflegepersonen als zentrale Akteure in der Diagnostik und Therapie zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche in Fachbüchern, Fachzeitschriften und einschlägigen Ratgebern, ergänzt durch klinische Aspekte der psychiatrischen Pflege.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Definitionen, die Analyse von Begleiterkrankungen (Komorbiditäten), den Zusammenhang mit Sucht sowie die Vorstellung praktischer Pflegestrategien und medikamentöser Therapien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie ADHS, Coaching, Psychoedukation, Adhärenz und dem Fokus auf eine empathische psychiatrische Pflege.

Wie unterscheidet sich die ADHS-Symptomatik bei Erwachsenen von der bei Kindern?

Während bei Kindern oft klassische hyperkinetische Symptome dominieren, weicht diese motorische Unruhe bei Erwachsenen häufig einer inneren Unruhe, begleitet von Problemen der Emotionsregulation und der Lebensgestaltung.

Warum ist das Fallbeispiel im Kapitel 5.4.3 von Bedeutung?

Das Fallbeispiel der Autorin illustriert aus der Innensicht, welche massiven Auswirkungen die richtige Diagnose und Medikation auf die Lebensführung und die Bewältigung von Alltagsproblemen haben kann.

Welche Rolle spielt die Adhärenz in der medikamentösen Therapie?

Adhärenz ist entscheidend, da eine gute Zusammenarbeit zwischen Patient und Team sicherstellt, dass Medikamente korrekt eingenommen werden und Therapieziele gemeinsam verfolgt werden, anstatt einseitig verordnete Vorgaben umzusetzen.

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Details

Title
ADHS im Erwachsenenalter
Subtitle
Wenn der Zappelphilipp erwachsen wird und wie die Pflege darauf eingehen kann
Grade
1
Author
Tamara Teubner (Author)
Publication Year
2017
Pages
44
Catalog Number
V379453
ISBN (eBook)
9783668596900
ISBN (Book)
9783960952084
Language
German
Tags
ADS Ritalin Methylphenidat Coaching Psychoedukation Adhärenz Compliance
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tamara Teubner (Author), 2017, ADHS im Erwachsenenalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379453
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