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Können Kinderbücher bei der Mobbingprävention in der Grundschule helfen?

Die Förderung sozialer Kompetenzen

Titel: Können Kinderbücher bei der Mobbingprävention in der Grundschule helfen?

Bachelorarbeit , 2016 , 75 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jessica Maag (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Soziologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit untersucht den möglichen Einsatz von Kinderbüchern im Unterricht. Dazu analysiert die Autorin sechs Kinderbücher mit Gewaltbezug für die Altersgruppen 4-11 Jahre. Welche sozialen Kompetenzen werden darin vermittelt? Wie lassen sich die Kinderbücher zur aktiven Mobbingprävention einsetzen? Besonderes Augenmerk legt sie dabei auf die Förderung der Empathiefähigkeit, von alternativen Verhaltensweisen und einer gestärkten Ich-Identität.
In Anlehnung an das Modell von Petillon entwirft die Autorin einen Kriterienkatalog, der übersichtlich und tabellarisch die besonderen Stärken und Schwächen der einzelnen Bücher darstellt. Im Anschluss diskutiert sie verschiedene Möglichkeiten, die Kinderbücher in die Unterrichtseinheiten einzubauen, und gibt so Lehrern und Pädagogen wertvolle Impulse.

Aus dem Inhalt:
- Mobbing, Definition und Prävention;
- Soziale Kompetenzen als Schlüsselkompetenzen;
- Kinderbücher im Überblick;
- „Nils wird gehänselt“, „Ich bin der Bestimmer!“, „Irgendwie anders“, „Sophie wehrt sich“, „Sonst bist du dran“, „Warte nur, wir kriegen dich!“

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Mobbing

2.1 Definition und Merkmale

2.2 Rollen im Mobbingprozess

2.3 Ursachen und Folgen

2.4 Präventions- und Interventionsmöglichkeiten

2.5 Zusammenfassung

3 Soziale Kompetenz(en) als Schlüsselkompetenz

3.1 Definition

3.2 Faktoren/Teilkompetenzen

3.3 Zieldimensionen der sozialen Kompetenz nach Petillon (1993)

3.4 Zusammenfassung

4 Kinderbücher im Rahmen der Förderung sozialer Kompetenz(en)

4.1 Gattungen von Kinderbüchern

4.2 Möglichkeiten und Grenzen von Kinderbüchern (mit Gewaltthema)

4.3 Erarbeitung eines Kriterienkatalogs zur Buchanalyse anhand der Zieldimensionen der sozialen Kompetenz in Anlehnung an Petillon (1993)

4.4 Zusammensetzung der Analysekriterien

4.5 Analyse verschiedener Kinderbücher

4.6 Auswertung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob und inwieweit Kinderbücher im Grundschulunterricht als Medium zur Mobbingprävention eingesetzt werden können, indem sie soziale Kompetenzen fördern. Hierbei wird analysiert, wie ausgewählte Kinderbücher mit Gewaltbezug dazu beitragen können, Empathiefähigkeit, alternative Verhaltensweisen und die Ich-Identität der Schüler zu stärken.

  • Mobbingdynamiken und Rollenverteilungen im schulischen Kontext
  • Soziale Kompetenz als Schlüsselqualifikation zur Mobbingprävention
  • Kriteriengeleitete Analyse von Kinderbüchern mit Gewaltthemen
  • Förderung emotionaler und sozialer Lernprozesse durch Literatur
  • Verknüpfung von Fachunterricht und präventiver Sozialerziehung

Auszug aus dem Buch

2.2 Rollen im Mobbingprozess

Laut Gebauer seien die Vorgänge innerhalb einer Klasse meist allen der Klasse angehörigen Schülern bekannt, jedoch würden alle aus verschiedenen Positionen handeln (vgl. Gebauer, 2009: 29). Neben Täter und Opfer von Mobbinghandlungen sind, laut Scheithauer und anderen, weitere Schüler mit unterschiedlichen Rängen und unterstützenden oder verhindernden Tätigkeiten an diesem Prozess beteiligt (vgl. Scheithauer et al., 2003: 34). Weitergehend verdeutlichen sie in ihrer Arbeit durch folgende Abbildung die einzelnen Beteiligten einer Mobbingsituation und ihre Beziehungen zueinander.

Hier wird zunächst einmal die direkte und wichtigste Beziehung dieses Gefüges deutlich: das Einwirken (Bullying/Mobbing) des Täters beziehungsweise mehrerer Täter (Bully) auf das Opfer oder auch mehrere Opfer innerhalb einer Gruppe (Victim). Hier ist jedoch, wie schon in Kapitel 2.1 beschrieben, zu beachten, dass sich eine Handlung zu einem bestimmten Zeitpunkt immer nur gegen eine Person richten kann. In dieser Abbildung wird die Gruppe der Opfer dennoch in der Mehrzahl beschrieben, da sich erstens Handlungen und Verhaltensweisen des Täters zu einem anderen Zeitpunkt nicht mehr nur gegen das erste Opfer, sondern womöglich auch noch gegen ein weiteres Opfer richten können. Zweitens können Handlungen auch von einem weiteren Täter innerhalb einer sozialen Gruppe ausgehen und dabei auch andere Personen und nicht zwingend das schon genannte Opfer schädigen. In der Literatur wird zwischen zwei Opfertypen unterschieden: Auf der einen Seite steht das passive Opfer, welches oft zurückgezogen, verängstigt und scheu/schüchtern ist (vgl. Schubarth, 2013: 83), auf der anderen Seite steht das provozierende Opfer, welches sich durch mangelhafte Sozialkompetenz und einem kombinierten Verhalten aus angreifenden und eingeschüchterten Handlungsweisen auszeichnet (vgl. ebd.: 83).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Verbreitung von Mobbing an Grundschulen und verdeutlicht die Notwendigkeit, präventive Maßnahmen direkt in den Unterricht zu integrieren.

2 Mobbing: In diesem Kapitel werden der Mobbingbegriff, die Rollen im Mobbingprozess sowie Ursachen und Folgen detailliert dargestellt.

3 Soziale Kompetenz(en) als Schlüsselkompetenz: Dieses Kapitel definiert soziale Kompetenz als Schlüsselqualifikation und führt den Zieldimensionenkatalog nach Petillon (1993) ein.

4 Kinderbücher im Rahmen der Förderung sozialer Kompetenz(en): Hier erfolgt die Einordnung von Kinderbüchern in Gattungen, die Diskussion von Möglichkeiten und Grenzen bei Gewaltthemen sowie die Analyse konkreter Kinderbücher anhand des entwickelten Kriterienkatalogs.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Einsatz von Kinderbüchern als sinnvolle, aber ergänzungsbedürftige Maßnahme in der Mobbingprävention.

Schlüsselwörter

Mobbingprävention, Grundschule, Soziale Kompetenz, Kinderliteratur, Empathie, Ich-Identität, Konfliktlösung, Kooperation, Sozialerziehung, Mobbingrollen, Gewaltprävention, Literaturdidaktik, Persönlichkeitsbildung, Petillon, Täter-Opfer-Dynamik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Eignung von Kinderbüchern als didaktisches Werkzeug, um im Grundschulunterricht soziale Kompetenzen zu fördern und dadurch aktiv Mobbing vorzubeugen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Dynamik von Mobbingprozessen, die theoretische Fundierung sozialer Kompetenzen und die Analyse von Kinderbüchern hinsichtlich ihres Potenzials zur Verhaltensförderung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, einen Kriterienkatalog zur Buchanalyse zu entwickeln, um zu prüfen, ob und wie Kinderbücher mit Gewaltthematik soziale Lernprozesse unterstützen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und wendet anschließend einen kriteriengeleiteten Analysebogen auf ausgewählte Kinderbücher an.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden mobbingrelevante Rollen, das Konstrukt der sozialen Kompetenz nach Petillon sowie die Analyse von sechs spezifischen Kinderbüchern behandelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Mobbingprävention, soziale Kompetenz, Kinderliteratur, Empathieförderung und Identitätsstärkung charakterisieren.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Opfertypen?

Die Arbeit unterscheidet zwischen dem passiven Opfer, das eher zurückgezogen und ängstlich ist, und dem provozierenden Opfer, das durch fehlregulierte soziale Interaktion auffällt.

Warum wird das Buch "Sonst bist du dran" von Renate Welsh besonders hervorgehoben?

Das Buch wird als besonders geeignet eingestuft, da es laut der Autorin für die vierte Klasse eine realistische Mobbingsituation darstellt und die Perspektive von Außenstehenden hervorragend nutzt.

Ende der Leseprobe aus 75 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Können Kinderbücher bei der Mobbingprävention in der Grundschule helfen?
Untertitel
Die Förderung sozialer Kompetenzen
Hochschule
Universität Osnabrück
Note
1,3
Autor
Jessica Maag (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
75
Katalognummer
V379459
ISBN (eBook)
9783668600669
ISBN (Buch)
9783960951674
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mobbing Mobbingprävention Soziale Kompetenz Kinderliteratur empathiefähigkeit empathie alternative verhaltensweisen ich-identität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jessica Maag (Autor:in), 2016, Können Kinderbücher bei der Mobbingprävention in der Grundschule helfen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379459
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  75  Seiten
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