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Anfänge des modernen Antisemitismus. Bedeutung und Auswirkung der Werke von Otto Glagau auf die Bevölkerung

Analyse von "Börsen- und Gründungsschwindel in Berlin" und "Der Kulturkämpfer"

Titel: Anfänge des modernen Antisemitismus. Bedeutung und Auswirkung der Werke von Otto Glagau auf die Bevölkerung

Hausarbeit , 2015 , 14 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Hannah Köhn (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Otto Glagau, ein Antisemit aus dem 19. Jahrhundert. Untersucht wird hier die Bedeutung Glagaus in Bezug auf die Anfänge des modernen Antisemitismus in Deutschland. Gelegt ist hier der Schwerpunkt auf seine zwei Werke: „Der Börsen- und Gründungsschwindel in Berlin“ und „Der Kulturkämpfer“.

Die Arbeit ist in drei Abschnitte gegliedert, der erste Teil beinhaltet einen kurzen Überblick über die Gründerzeit, den Gründerkrach und die daraus resultierende Gründerkrise. Angefangen wird bei der Gründerzeit, da die beiden Historiker Weiland wie auch Levy der Meinung sind, dass Glagau aufgrund der Folgen des Börsenkrachs 1873 zum Antisemiten geworden ist. Interessant ist hier, inwiefern die Bevölkerung unter der Krise gelitten hat und wer dafür verantwortlich gemacht wurde. Im zweiten Teil wird Otto Glagaus Weg zum Antisemiten erläutert. Glagau war bis zum Börsenkrach kein bekennender Antisemit, erst im Nachhinein entwickelte er seine Abneigung gegen Juden. Diese Entwicklung wird im zweiten Teil näher erläutert. Im darauffolgenden dritten Teil werden beide, bereits genannten, Werke vorgestellt. Von Interesse ist hier, wie die Reaktion der Bevölkerung aussah und welche Folgen daraus resultierten.
Abschließend wird erläutert, wieso Weiland, Levy und ein weiterer Historiker, Wyrwa, zu dem Entschluss gekommen sind, dass Glagau eine wichtige Rolle im modernen Antisemitismus spielt. Weilands Argumentation wird in dieser Arbeit am stärksten gewichtet, da diese sich ausschließlich mit dem Publizisten Glagau beschäftigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Otto Glagau und seine Bedeutung für die Anfänge des modernen Antisemitismus.

1. Gründerzeit, Gründerkrach und Gründerkrise

2. Otto Glagaus Weg zum Antisemiten

3. Glagaus Werke

3.1. „Der Börsen- und Gründungsschwindel in Berlin“

3.1.1. Artikelserie

3.1.2. Buchausgabe

3.1.3. Reaktionen und Folgen

3.2. „Der Kulturkämpfer“

3.2.1. Zeitschrift

3.2.2. Reaktionen und Folgen

III. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Publizisten Otto Glagau im Kontext der Entstehung des modernen Antisemitismus in Deutschland während des ausgehenden 19. Jahrhunderts, wobei insbesondere die Auswirkungen des Gründerkrachs auf seine Radikalisierung sowie die Wirkung seiner Werke analysiert werden.

  • Wirtschaftliche Folgen der Gründerzeit und des Börsenkrachs von 1873
  • Biografische Entwicklung von Otto Glagau zum Antisemiten
  • Analyse der Publikation „Der Börsen- und Gründungsschwindel in Berlin“
  • Untersuchung der Wirkungsweise der Zeitschrift „Der Kulturkämpfer“
  • Schnittstelle zwischen publizistischem und politischem Antisemitismus

Auszug aus dem Buch

3.1.2. Buchausgabe

Die Buchausgabe unterscheidet sich insofern von der Artikelserie, dass sie eine „eindeutig antisemitische Stoßrichtung“ angenommen hat. Wie bereits erwähnt beinhaltet das Buch neben den Artikeln aus der Gartenlaube eine Vorrede und Nachträge. Ein weiterer aber entscheidender Unterschied ist auch, dass Glagau einige Formulierungen überarbeitet hat und diese nun in einer zugespitzten antisemitischen Variante im Buch zu finden sind. Wyrwa macht genau darauf aufmerksam und nennt folgendes Beispiel: Aus „Gründern und Börsianern“ wird in der Buchausgabe „Juden und Börsianern“. Hier ist also nicht mehr die Rede von Gründern, sondern eindeutig von Juden.

Ebenso wird in seiner Vorrede deutlich, dass seine Formulierung eine sehr offensive Variante angenommen hat. Zuerst greift Glagau den Liberalismus und die Manchester-Politik an, er bezeichnet diese als „gemein- und staatsgefährlich“. Auch den Kulturellenverfall Deutschlands spricht Glagau an, er macht die Manchester-Freiheiten dafür verantwortlich, dass immer mehr Menschen in Städte ziehen, dass das Theater „vollends auf den Hund“ geht und dass sich „Schnapsbuden in’s Unglaubliche“ vermehren. Glagau geht sogar weiter und behauptet, dass die Manchesterleute, die nur Übel mit sich gebracht haben, „im Interesse des capitals und der Börse“ handeln würden, also im Interesse der Juden. Und genau diese Juden sieht er als Gefahr an, da sie schon jetzt die Herrschaft über das Volk haben.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung Otto Glagaus ein und skizziert den methodischen Ansatz, der sich primär auf die Analyse seiner zwei Hauptwerke stützt.

II. Otto Glagau und seine Bedeutung für die Anfänge des modernen Antisemitismus.: Dieses Kapitel beleuchtet die ökonomischen Hintergründe des Gründerkrachs, die Glagaus Wandlung zum Antisemiten maßgeblich beeinflussten und den Nährboden für seine spätere publizistische Tätigkeit bereiteten.

1. Gründerzeit, Gründerkrach und Gründerkrise: Hier werden die wirtschaftlichen Bedingungen nach dem Sieg von 1870/71 sowie der darauf folgende Zusammenbruch des Aktienmarktes 1873 als Auslöser für soziale Krisen thematisiert.

2. Otto Glagaus Weg zum Antisemiten: Die Biografie Glagaus wird hier hinsichtlich seiner persönlichen Verluste während der Wirtschaftskrise und seiner darauffolgenden Radikalisierung hin zum Antisemitismus nachgezeichnet.

3. Glagaus Werke: Dieser Abschnitt widmet sich der detaillierten Untersuchung der schriftstellerischen Tätigkeit Glagaus und deren Einfluss auf die zeitgenössische öffentliche Meinung.

3.1. „Der Börsen- und Gründungsschwindel in Berlin“: Das Kapitel analysiert die Argumentationsstruktur und Wirkung dieses spezifischen Werkes, das maßgeblich zur Stigmatisierung von Juden beitrug.

3.1.1. Artikelserie: Untersuchung der ursprünglichen Publikationsform in der „Gartenlaube“ und der schrittweisen Radikalisierung des Inhalts.

3.1.2. Buchausgabe: Erörterung der inhaltlichen Zuspitzung und sprachlichen Modifikationen in der gebundenen Veröffentlichung.

3.1.3. Reaktionen und Folgen: Bewertung des gesellschaftlichen Echos, der politischen Vereinnahmung und der Kritik an Glagaus Thesen.

3.2. „Der Kulturkämpfer“: Analyse von Glagaus Zeitschrift als Vehikel für seine antiliberalen und antisemitischen Botschaften zwischen 1880 und 1888.

3.2.1. Zeitschrift: Darstellung der inhaltlichen Ausrichtung und des Programms, das soziale Fragen in die „Judenfrage“ umdeutete.

3.2.2. Reaktionen und Folgen: Untersuchung des Einflusses der Zeitschrift auf die politische Ideologiebildung anderer Antisemiten dieser Zeit.

III. Fazit: Zusammenfassende Bewertung von Glagaus Rolle als Vermittler zwischen publizistischem und politischem Antisemitismus im 19. Jahrhundert.

Schlüsselwörter

Otto Glagau, Antisemitismus, Gründerkrach, Gründerzeit, Judenfrage, Die Gartenlaube, Börsen- und Gründungsschwindel, Der Kulturkämpfer, Liberalismus, Wirtschaftskrise, Radikalisierung, Sozialer Wandel, Politische Ideologie, 19. Jahrhundert, Publizistik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die historische Rolle des Publizisten Otto Glagau und dessen maßgeblichen Einfluss auf die Etablierung des modernen Antisemitismus im Deutschland des 19. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die ökonomischen Auswirkungen des Gründerkrachs, die biografische Radikalisierung Glagaus sowie die inhaltliche und wirkungsgeschichtliche Analyse seiner zwei Hauptwerke.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Glagau durch seine Schriften das Bild des Juden als „Spekulant“ verfestigte und somit als Brückenbauer zwischen publizistischem und politischem Antisemitismus fungierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literatur- und Quellenanalyse, wobei insbesondere die Historiker Weiland, Levy und Wyrwa als fachliche Basis herangezogen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine ökonomische Kontextualisierung, die biografische Entwicklung Glagaus und eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Werken „Der Börsen- und Gründungsschwindel in Berlin“ und „Der Kulturkämpfer“.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Antisemitismus, Gründerkrach, Judenfrage, Liberalismuskritik und Radikalisierung.

Wie veränderte sich Glagaus Sprache von der Artikelserie zum Buch?

Glagau spitzte seine Formulierungen im Buch deutlich zu, indem er beispielsweise den neutraleren Begriff „Gründer“ in der Buchausgabe konsequent durch „Juden“ ersetzte.

Welche Rolle spielte die Zeitschrift „Die Gartenlaube“ für Glagaus Erfolg?

Als eine der reichweitenstärksten Zeitschriften jener Zeit ermöglichte sie Glagau, mit seiner antisemitischen Rhetorik eine Leserschaft von bis zu vier Millionen Menschen zu erreichen.

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Details

Titel
Anfänge des modernen Antisemitismus. Bedeutung und Auswirkung der Werke von Otto Glagau auf die Bevölkerung
Untertitel
Analyse von "Börsen- und Gründungsschwindel in Berlin" und "Der Kulturkämpfer"
Hochschule
Universität Siegen
Note
1,7
Autor
Hannah Köhn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
14
Katalognummer
V379488
ISBN (eBook)
9783668587885
ISBN (Buch)
9783668587892
Sprache
Deutsch
Schlagworte
anfänge antisemitismus bedeutung auswirkung werke otto glagau bevölkerung analyse börsen- gründungsschwindel berlin kulturkämpfer
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hannah Köhn (Autor:in), 2015, Anfänge des modernen Antisemitismus. Bedeutung und Auswirkung der Werke von Otto Glagau auf die Bevölkerung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379488
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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