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Der Einfluss des Brexit auf die britische Volkswirtschaft

Title: Der Einfluss des Brexit auf die britische Volkswirtschaft

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Economics - Foreign Trade Theory, Trade Policy
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Die britische Bevölkerung entschied in einem Referendum am 23. Juni 2016 den Austritt aus der Europäischen Union. Diese Entscheidung ist einmalig, denn bislang ist in der Geschichte der Europäischen Union kein Mitgliedsland ausgetreten aus dem Staatenbund. Damit kommt es erstmals zu einem Rückschritt der europäischen Integration. Daher sind die wirtschaftlichen Folgen des Brexit für die britische Wirtschaft schwer einschätzbar, da die zukünftige Beziehung des Vereinigten Königreichs zur Europäischen Union nach dem Austritt nicht geklärt ist. Aus diesem Grund herrscht eine hohe Unsicherheit vor allem bei den Unternehmen, die auf den freien Zugang des EU-Binnenmarktes angewiesen sind. Die britische Premierministerin Theresa May reichte am 29. März 2017 offiziell den Austritt ihres Landes bei der EU ein. Damit verbleiben dem Vereinigten Königreich maximal zwei Jahre Zeit für die Brexit-Verhandlungen und eine Lösung mit der EU zu finden, inwieweit die zukünftigen Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Partnern aussehen könnten.

Ziel dieser Arbeit soll daher sein, die möglichen Auswirkungen des Brexit auf die britische Volkswirtschaft weitgehend darzustellen. Zunächst wird die wirtschaftliche Situation des Vereinigten Königreichs dargestellt und anschließend die wirtschaftliche Beziehung des Landes zur EU, um einen Einstieg in die Thematik zu finden sowie mögliche Problembereiche zu identifizieren. Danach werden die möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen des Brexits in den wichtigen Wirtschaftssektoren näher beleuchtet. Hierauf folgt eine Betrachtung der Folgen auf die ausländischen Direktinvestitionen, welche essentiell sind für die britische Wirtschaft. Im Anschluss daran erfolgen kurz die Chancen nach dem Austritt aus der EU, indem zwei mögliche Optionen des Vereinigten Königreichs zu einem verminderten Zugang zum EU-Binnenmarkt beschrieben werden. Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und ein Fazit gezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Volkswirtschaft des Vereinigten Königreich

2.1 Wirtschaftliche Situation im Vereinigten Königreich

2.2 Wirtschaftliche Beziehung zur Europäischen Union

3. Auswirkungen des EU-Austritts auf die britische Wirtschaft

3.1 Britischer Warenhandel

3.2 Britischer Dienstleistungssektor

3.3 Ausländische Direktinvestitionen im Vereinigten Königreich

4. Chancen nach dem Austritt aus der Europäischen Union

4.1 Das Modell Norwegen – Europäischer Wirtschaftsraum

4.2 Das Modell Schweiz – Bilaterale Abkommen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen des Brexit auf die britische Volkswirtschaft, identifiziert zentrale Problemfelder in wichtigen Sektoren und analysiert alternative Optionen für die zukünftigen Wirtschaftsbeziehungen des Vereinigten Königreichs zur Europäischen Union.

  • Analyse der wirtschaftlichen Ist-Situation Großbritanniens
  • Untersuchung des Warenhandels und des bedeutenden Dienstleistungssektors
  • Bewertung der Folgen für ausländische Direktinvestitionen
  • Vergleichende Analyse des norwegischen und schweizerischen Modells

Auszug aus dem Buch

3.1 Britischer Warenhandel

Die EU ist mit Abstand der größte Handelspartner des Vereinigten Königreichs. 44,5% aller britischen Warenexporte wurden in die EU-Mitgliedsstaaten exportiert. Zwar betrug der Handel mit der EU Anfang der 90er Jahre weitaus mehr mit einem Anteil von 59% des gesamten britischen Handels, dennoch ist der EU-Binnenmarkt für den britischen Warenhandel sehr wichtig, denn ohne den Zugang zum Binnenmarkt wäre das Handelsvolumen mit einigen EU-Staaten in der Vergangenheit ungleich bis zu 50% niedriger gewesen.

Durch den anstehenden Brexit ist derzeit noch unklar, inwieweit und eventuell in welcher Form das Vereinigte Königreich den Zugang zum EU-Binnenmarkt beibehalten kann, welches für die Briten höchste Priorität in den Brexit Verhandlungen haben wird. Geht man davon aus, dass das Vereinigte Königreich keinen freien Zugang zum EU-Binnenmarkt erhält, könnte die EU theoretisch gesehen Zölle für Warenimporte aus Großbritannien verlangen, was jedoch sehr unwahrscheinlich erscheint.

Denn erfahrungsgemäß würde das Vereinigte Königreich eigene Zölle als Gegenreaktion auf Importe aus der EU erheben, welches den Marktzugang beiderseitig erschweren würde und mit negativen Impulsen für die Volkswirtschaften verbunden ist. Dessen ungeachtet wären gegenseitige Zolleinführungen vorwiegend für das Vereinigte Königreich problematisch, da sie im Zeitraum von 1999-2016 gemessen der zweitgrößte Intra-EU-Exporteur nach Deutschland unter den Mitgliedstaaten waren und mehr zu verlieren haben, welches die folgende Abbildung 4 aus den aktuellen Zahlen von Eurostat bekräftigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den historischen Kontext des Referendums zum Brexit und definiert die Zielsetzung der Arbeit, die wirtschaftlichen Konsequenzen für das Vereinigte Königreich zu untersuchen.

2. Volkswirtschaft des Vereinigten Königreich: Dieses Kapitel stellt die aktuelle wirtschaftliche Situation des Landes sowie die bisherige enge Verflechtung innerhalb der Europäischen Union dar.

3. Auswirkungen des EU-Austritts auf die britische Wirtschaft: Hier werden die potenziellen negativen Folgen des EU-Austritts für den Warenhandel, den Dienstleistungssektor und ausländische Direktinvestitionen detailliert analysiert.

4. Chancen nach dem Austritt aus der Europäischen Union: Das Kapitel vergleicht das norwegische Modell des EWR und das Schweizer Modell bilateraler Abkommen als potenzielle Wege für zukünftige Wirtschaftsbeziehungen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und betont die mit dem Brexit verbundenen ökonomischen Nachteile, unabhängig vom gewählten Zukunftsmodell.

Schlüsselwörter

Brexit, Britische Volkswirtschaft, Europäische Union, EU-Binnenmarkt, Warenhandel, Dienstleistungssektor, Finanzplatz London, Ausländische Direktinvestitionen, Wirtschaftswachstum, Freihandelsabkommen, Zollunion, Wirtschaftsbeziehungen, Handelshemmnisse, Kapitalverkehr, Europäischer Wirtschaftsraum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ökonomischen Auswirkungen, die der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union auf die britische Volkswirtschaft hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der aktuellen wirtschaftlichen Lage, der Handelsbeziehungen, den Auswirkungen auf wichtige Sektoren wie den Finanzdienstleistungsbereich sowie potenziellen zukünftigen Modellen der Zusammenarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die möglichen wirtschaftlichen Konsequenzen des Brexit fundiert darzustellen, Problembereiche zu identifizieren und mögliche Alternativen für den Marktzugang zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse auf Basis aktueller Wirtschaftsdaten, OECD-Statistiken sowie einer Auswertung relevanter Fachliteratur und Studien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der wirtschaftlichen Ausgangslage, eine detaillierte Sektorenanalyse (Waren, Dienstleistungen, Investitionen) und die Evaluierung der Optionen "Norwegen-Modell" und "Schweiz-Modell".

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Brexit, EU-Binnenmarkt, Dienstleistungssektor, ausländische Direktinvestitionen und Handelsbeziehungen.

Warum ist der Dienstleistungssektor besonders stark durch den Brexit gefährdet?

Da der britische Dienstleistungssektor, insbesondere der Finanzplatz London, stark auf den freien Zugang zum EU-Binnenmarkt angewiesen ist, könnten der Verlust von Banklizenzen und Handelshemmnisse zu massiven Wettbewerbsnachteilen und Abwanderungen führen.

Welche Rolle spielen ausländische Direktinvestitionen für die britische Wirtschaft?

Sie sind essentiell für die britische Wirtschaftskraft; ein Rückgang aufgrund des wegfallenden EU-Zugangs könnte die inländische Produktivität mindern und Arbeitsplätze gefährden.

Wie unterscheiden sich die Modelle Norwegen und Schweiz hinsichtlich der wirtschaftlichen Integration?

Das norwegische Modell (EWR) bietet einen nahezu freien Marktzugang bei Übernahme von Binnenmarktregeln, während das Schweizer Modell auf sektoralen bilateralen Abkommen basiert, die jedoch den Finanzsektor weniger abdecken.

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Details

Title
Der Einfluss des Brexit auf die britische Volkswirtschaft
College
University of Göttingen
Course
Model European Union
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2017
Pages
19
Catalog Number
V379517
ISBN (eBook)
9783668567108
ISBN (Book)
9783668567115
Language
German
Tags
Brexit Einfluss EU Volkswirtschaft Wirtschaft Markt Kapital Gelder Großbritannien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2017, Der Einfluss des Brexit auf die britische Volkswirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379517
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