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Kaiser Konrad II. und die Konflikte in Italien. Auslöser, Entwicklung und Resultate der Italienzüge

Title: Kaiser Konrad II. und die Konflikte in Italien. Auslöser, Entwicklung und Resultate der Italienzüge

Term Paper , 2013 , 16 Pages

Autor:in: Cornelius Eder (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Italien war seit der Integration in das Frankenreich im Jahre 774 durch Karl den Großen ein Brennpunkt politischer Unruhen und Spannungsfeld zwischen verschiedenen Herrschern und Kulturen. Die italienische Halbinsel war zum einen innerlich durch fortdauernde Machtkämpfe um Gebietsansprüche, zum anderen durch Eindringlinge und Neuankömmlinge von außen, bedroht. Die Zersplitterung des Landes schädigte somit auch die kulturellen, politischen und religiösen Strukturen.

Im Folgenden sollen sowohl der erste Konflikt, der sogenannte Valvassorenaufstand, der sich im Norden Italiens rund um die Person des Mailänder Erzbischofs Aribert entwickelte, als auch die Befriedung Kampaniens und Apuliens an der Südgrenze, die durch die Intrigen des Grafen Pandulfs von Capua nötig waren, behandelt werden. Dabei steht zunächst der historische Verlauf, unter zuvoriger Betrachtung der Auslöser für den Italienzug, im Vordergrund. Abrundend widmet sich ein Kapitel der Person Ariberts von Mailand, der sich vom Königsmacher zum Erzfeind des Kaisers aufschwang. Zudem soll eine Einschätzung des Feldzuges zum Ausdruck kommen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Ursachen und Gründe, die zum Valvassorenaufstand führten

3. Der Valvassorenaufstand und der Konflikt mit Mailand

3.1 Aufbruch nach Italien und erste Verhandlungen mit Aribert von Mailand

3.2 Die Belagerung Mailands und der Erlass des Lehensgesetzes

3.3 Die Verschwörung Ariberts von Mailand und Odos von Champagne

4. Die Konflikte an der Südgrenze des Reiches (1038)

5. Letzte Maßnahmen gegen Mailand und Heimkehr Konrads II.

6. Einschätzung und Resultate des zweiten Italienzuges

6.1 Die Beziehung zwischen Konrad und Aribert von Mailand

6.2 Taktik und Erfolge/Misserfolge während des Feldzuges

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die politischen Konflikte und militärischen Unternehmungen von Kaiser Konrad II. in Italien zwischen 1035 und 1038, wobei der Schwerpunkt auf der Auseinandersetzung mit dem Mailänder Erzbischof Aribert und der Stabilisierung der Reichsgrenzen in Süditalien liegt.

  • Der Valvassorenaufstand in Norditalien als machtpolitischer Wendepunkt.
  • Die Entwicklung des Konflikts zwischen Kaiser Konrad II. und Aribert von Mailand.
  • Der Erlass des Lehensgesetzes (constitutio de feudis) und seine Auswirkungen auf die Sozialstruktur.
  • Die kaiserliche Machtpolitik in Süditalien und die Beziehungen zu lokalen Herrschern.
  • Die Bewertung der Ergebnisse des zweiten Italienzuges unter dem Einfluss von Umweltfaktoren und Epidemien.

Auszug aus dem Buch

Die Belagerung Mailands und der Erlass des Lehensgesetzes

So rückte Konrad nun mit seiner Streitmacht auf Mailand vor. Die übliche Taktik des Brandschatzens der umliegenden Städte und Dörfer, die Überwachung der Handelswege sowie das Einnehmen von Vorposten kam zum Tragen. Die kaiserlichen Truppen lagerten vor den Toren Mailands, bis es am 19. Mai zur offenen Feldschlacht kam. Die Truppen der Stadt Mailand setzten sich zum größten Teil aus einer bürgerlichen Miliz zusammen und zu kleineren Teilen auch aus Rittern der Stadt. Eine Besonderheit in dieser Schlacht stellte das sogenannte „Carroccio“ dar, ein Fahnenwagen, der vor allem durch seine symbolische Macht, die Truppen Mailands anspornte. Nach beidseitig großen Verlusten zogen sich die Parteien vorerst zurück.

Am 28. Mai, nach weiteren erfolglosen Ausfällen gegen die belagerte Stadt, erließ Konrad ein Lehensgesetz zum Schutz der Rechte der Vasallen und Aftervasallen, das sogenannte „constitutio de feudis“. Dieses Gesetz verhinderte zum einen, dass den Vasallen willkürlich Lehen entzogen werden können. Dies war erst nach Urteil eines anerkannten Gerichtes möglich. Zum anderen sicherte es den Capitanen den Rechtsstand vor dem kaiserlichen Gericht, den Valvassoren vor Königsboten oder den Capitanen, zu. Weiterhin gewährte das Gesetz die Erbfolge in männlicher Linie für Vasallen. Dieses Gesetz stellt in seiner Form eine deutliche Aufwertung des Vasallenstandes gegenüber dem Episkopat dar. Bei Missachtung des Gesetzes waren geregelte Sanktionen zu entrichten.

Am Folgetag, dem Pfingstsonntag, ereignete sich im Feldlager Konrads das sogenannte „Pfingstwunder von Corbetta“, das auch Wipo in seiner Gesta schildert, das zu behandeln aber den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde. Diese numinose Begebenheit zeigt aber auch, wie aufgeladen die Situation durch die Spaltung Oberitaliens in zwei Lager war.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Ausgangslage der italienischen Konflikte im 11. Jahrhundert ein und umreißt die Zielsetzung der Untersuchung.

2. Ursachen und Gründe, die zum Valvassorenaufstand führten: Das Kapitel beschreibt die sozio-politischen Spannungen zwischen den verschiedenen Adelsschichten in Norditalien, die in offene Konfrontationen mündeten.

3. Der Valvassorenaufstand und der Konflikt mit Mailand: Hier werden der Feldzug Konrads II., die Belagerung Mailands und der rechtshistorisch bedeutende Erlass des Lehensgesetzes detailliert behandelt.

4. Die Konflikte an der Südgrenze des Reiches (1038): Dieses Kapitel analysiert die komplexen Machtverhältnisse in Süditalien und Konrads Bemühungen, durch Eingriffe in die regionale Herrschaftsstruktur Stabilität zu schaffen.

5. Letzte Maßnahmen gegen Mailand und Heimkehr Konrads II.: Der Fokus liegt auf dem Abbruch des Italienzuges aufgrund einer grassierenden Malaria-Epidemie und den letzten administrativen Entscheidungen des Kaisers.

6. Einschätzung und Resultate des zweiten Italienzuges: In diesem Resümee werden das Scheitern der kaiserlichen Ziele gegenüber Mailand sowie die langfristigen Auswirkungen der kaiserlichen Politik bewertet.

Schlüsselwörter

Konrad II., Aribert von Mailand, Valvassorenaufstand, Constitutio de feudis, Italienzug, Hochmittelalter, Salier, Lehenswesen, Norditalien, Reichsintegration, Machtpolitik, Episkopat, Süditalien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die politischen und militärischen Auseinandersetzungen Kaiser Konrads II. in Italien im Zeitraum von 1035 bis 1038, mit Fokus auf das Spannungsfeld zwischen dem Herrscher und der norditalienischen Machtelite.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Valvassorenaufstand, die rechtliche Aufwertung des niederen Adels durch das Lehensgesetz sowie die kaiserlichen Versuche, die Autorität in Ober- und Süditalien zu sichern.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Motive und das Scheitern des kaiserlichen Italienzuges nachzuzeichnen und das veränderte Machtverhältnis zwischen dem Kaiser und dem Erzbischof Aribert von Mailand zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die primär auf zeitgenössischen Quellen wie der Gesta Chuonradi Imperatoris von Wipo sowie auf moderner geschichtswissenschaftlicher Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der Verlauf des Konflikts mit Mailand, der Erlass des Lehensgesetzes, die Verschwörungen gegen den Kaiser sowie die militärischen Interventionen in Süditalien detailliert erörtert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Konrad II., Aribert von Mailand, Valvassoren, Constitutio de feudis, Salier-Dynastie und mittelalterliche Reichsintegration beschreiben.

Welche Bedeutung hatte das Lehensgesetz (constitutio de feudis) für den Konflikt?

Das Gesetz war ein strategischer Schachzug, um die Basis der Vasallen zu stärken und damit den politischen Einfluss der hochadligen Bischöfe, allen voran Aribert von Mailand, zu schwächen.

Warum gilt der zweite Italienzug als Misserfolg?

Trotz militärischer Präsenz konnte der Kaiser seine politischen Ziele aufgrund einer tödlichen Malaria-Epidemie im Heer nicht nachhaltig umsetzen und musste den Feldzug vorzeitig abbrechen.

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Details

Title
Kaiser Konrad II. und die Konflikte in Italien. Auslöser, Entwicklung und Resultate der Italienzüge
College
University of Würzburg
Author
Cornelius Eder (Author)
Publication Year
2013
Pages
16
Catalog Number
V379598
ISBN (eBook)
9783668583047
ISBN (Book)
9783668583054
Language
German
Tags
kaiser konrad konflikte italien auslöser entwicklung resultate italienzüge Konrad II Lombardei Gisela von Schwaben burgund Reichskirche Ottonen Salier Ostfrankenreich Speyer Poppo von Aquilea Konrad von Kärnten Aribert von Mailand Valvassoren Hermann IV. von Schwaben
Product Safety
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Quote paper
Cornelius Eder (Author), 2013, Kaiser Konrad II. und die Konflikte in Italien. Auslöser, Entwicklung und Resultate der Italienzüge, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379598
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