Der Börsengang von Sixt. Gründe und Besonderheiten


Hausarbeit, 2016

22 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Methodik der Arbeit

2. Theoretischer Bezugsrahmen
2.1 Der Börsengang
2.1.1 Definition
2.1.2 Ablauf
2.1.3 Motive
2.1.4 Bedenken

3. Praxisanalyse
3.1 Der Börsengang von Sixt
3.1.1 Ablauf
3.1.2 Motive
3.1.3 Bedenken
3.2 Gründe und Besonderheiten

4. Kritische Beurteilung
4.1 Aufstellung von Kriterien
4.2 Bewertung anhand von Kriterien
4.2.1 Dividendenauszahlung
4.2.2 Verteilung der Aktien
4.2.3 Erhöhung des Nettoergebnisses
4.2.4 Beurteilung der Risiken

5. Fazit

6. Literatur

7. Anhang

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Ablauf eines IPOs

Abbildung 2: Struktur des Unternehmens

Abbildung 3: Kursverlauf der Sixt Leasing AG Aktie

Abbildung 4: Aktionärsstruktur

Abbildung 5: Entwicklung der Finanzkennzahlen

Abbildung 6: Sixt Filialen Europaweit

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

Der aktuelle Ausstieg Großbritanniens aus der EU im Juli 2016 zeigte, dass viele unvorhergesehene politische Entscheidungen Einfluss auf den Aktienmarkt und damit auf die Kurse vieler börsennotierte Unternehmen haben. Alle Werte wie der DAX, Dow Jones usw. brachen ein, mittlerweile sieht es aber so aus, dass der erste Schock überwunden ist.

Ereignisse wie diese gibt es viele, die den Kurs eines Unternehmens schaden. In der letzten Zeit nehmen diese Gründe jedoch zu und unterlegen der Börse immer wieder großen Schwankungen. Dies stellt auch ein hohes Risiko für Unternehmen dar, die kurz vorm Börsengang stehen. Nichts desto trotz hat sich das Unternehmen Sixt Leasing AG im Mai 2015 dazu entschlossen einen IPO zu wagen.1

Die Frage, warum sich ein Unternehmen wie Sixt Leasing AG trotz solcher Unsicherheiten dazu entscheidet, an die Börse zu gehen und wie dieser Börsengang ablief, wird in der folgenden Seminararbeit untersucht.

1.2 Zielsetzung und Methodik der Arbeit

Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht der Börsengang von Sixt Leasing AG und deren Gründe und Besonderheiten. Welche Motive hatte Sixt Leasing AG an die Börse zu gehen, welche Risiken hat das Unternehmen in Kauf genommen und was hat es anders gemacht als andere Unternehmen. Fakten, die das Unternehmen vor dem Börsengang veröffentlicht hat werden mit aktuellen Zahlen und Informationen verglichen. Hat Sixt erreicht was es sich vorgenommen hat und es wird untersucht ob die Erwartungen er- füllt wurden.

Zuerst wird der theoretischen Bezugsrahmen erläutert. Es werden die Fragen geklärt, was ist ein Börsengang, wie läuft er ab und was sind die Motive und Bedenken. Im nächsten Punkt wird der Börsengang vom Unternehmen Sixt Leasing AG betrachtet. Wie ist der IPO abgelaufen, welche Motive und welche Bedenken hatte das Unterneh- men. Aus dieser Darstellung werden Gründe und Besonderheiten abgeleitet. Im nächsten Kapitel werden für das Unternehmen Sixt Kriterien aufgestellt und bewertet. Das Fazit und eine Zusammenfassung der Analyse werden im letzten Kapitel gegeben.

2. Theoretischer Bezugsrahmen

2.1 Der Börsengang

Im folgenden wird der Börsengang, aus dem Englischen auch IPO (Initial Public Offering) bezeichnet, betrachtet. In diesen Kapitel werden die Fragen beantwortet, was ein Börsengang ist, wie der Ablauf ist und was für Gründe und Besonderheiten es gibt.

2.1.1 Definition

Zuerst wird der Börsengang an sich beschrieben. Der IPO eines Unternehmens ist die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, bzw. der erste Auftritt am Kapitalmarkt mit der Zulassung der Aktie und ihrem erstmaligen Angebot in der Öffentlichkeit damit neues Kapital geschaffen wird. In Deutschland erfolgt die Erstemission an der Frankfur- ter Börse.2

Das Unternehmen generiert neues Eigenkapital und steigert somit sein Wachstum. Der Gang an die Börse ist auch ein Schritt in die Öffentlichkeit, da die Kunden über das Unternehmen informiert werden müssen, wie die wirtschaftliche Situation und weitere Entwicklungen sind. Der Ablauf ist sehr komplex und ein Beratungskonzept ist unabdingbar. Damit die Entscheidung an die Börse zu gehen richtig durchdacht ist, wird im nächsten Schritt der Ablauf erläutert.3

2.1.2 Ablauf

Der Ablauf eines Börsengangs kann wie ein Projekt dargestellt werden. Seine Eigenschaften sind die Einmaligkeit, die zeitliche Beschränkung und eine Kennzeichnung von Planungs-, Steuerungs- und Kontrollaufgaben. Da ein spezielles Expertenwissen verlangt wird, sind viele externe Berater an den IPO-Prozess mitinvolviert, die beauftragt und koordiniert werden müssen.4

In Deutschland ist der Prozess des Börsenganges standardisiert, da in den letzten Jahren sehr viele Unternehmen den Schritt an die Öffentlichkeit gewagt haben.5

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Ablauf eines IPOs6

In der Abbildung 1 ist die ungefähre Struktur des Ablaufes eines IPOs dargestellt. Am Anfang steht die Vorbereitungsphase die bis zu zwei Jahre dauern kann. Hier werden Strategien ausgelegt und ggf. neu ausgerichtet. Dies kann durch einen Businessplan erfolgen. Gesellschaftliche, Steuerrechtliche, Rechnungslegungs-, Patentrechtliche und interne Aspekte werden in dieser Phase geklärt. Bereits in dieser Zeitspanne können erste Kommunikationsaktivitäten erfolgen um den Bekanntheitsgrad des Unternehmens zu steigern.

Zum Startzeitpunkt sucht das Unternehmen bereits eine Emissionsbank und der Zeitpunkt bis zum IPO verkürzt sich. Diese Phase dauert ca. 90 Tage. Hier wird eine Zulassung beantragt und ein Emissionskonzept entwickelt.

Im Zeitraum des Pre-Marketings wird die Marktstimmung von zukünftigen Investoren untersucht und ein Preisrahmen festgelegt. Die Preisspanne wird in der darauffolgenden Marketingphase genauer festgelegt. Der genaue Ausgabekurs wird in der Subscriptionsphase festgelegt und anhand von den Vorstellungen der Investoren ausgelegt bzw. angepasst. Sobald die Aktie im freien Handel ist verlagern sich die Aktivitäten von der zuständigen Emissionsbank wieder zum Emittenten hin.7

2.1.3 Motive

Gründe für einen Börsengang können dreierlei Herkunft haben. Zum einen gibt es den Börsengang junger Unternehmen, sogenannter Start-Ups, die von private zu public gehen wollen, von privaten Finanzierungsmitteln öffentliche wählen. Ein zweiter Grund kann die Regelung der Unternehmensnachfolge sein, dies auch bei Erbschaftsregelungen, im Falle von Streitigkeiten.

Ein dritter und letzter Grund für Unternehmen an die Börse zu gehen sind sogenannte Spin-offs, Equity Carve-out und Tracking Stocks. Bei dem ersten werden nur Unterneh- mensteile ausgegliedert, bei dem zweiten eine Tochtergesellschaft vom Konzern am Kapitalmarkt platziert und beim letzten werden einzelne Geschäftseinheiten an die Börse eingeführt.8

2.1.4 Bedenken

Nach einem Börsengang ist ein Unternehmen an strenge Transparenzkriterien gebun- den. Sofortige Änderungen die nicht der Öffentlichkeit vorliegen, sich aber auf die Emittenten auswirken können müssen bekannt gemacht werden, da sie den Preis der Aktie beeinträchtigen können. Das Unternehmen ist verpflichtet, einen Konzernab- schluss nach IFRS zu erstellen und Quartalsabschlüsse und Halbjahresabschlüsse zu veröffentlichen.

Weitere Folgen sind, dass das Unternehmen im Licht der Öffentlichkeit steht, der Kurs der Aktie Schwankungen unterliegt, durch Hauptversammlungen die Kosten steigen und durch das öffentliche Angebot kann die Kontrolle verloren gehen.9

3. Praxisanalyse

3.1 Der Börsengang von Sixt

Nachdem im zweiten Kapitel der theoretische Bezugsrahmen geklärt wurde, wird im folgenden Kapitel die Theorie in der Praxis beurteilt durch den Börsengang von Sixt Leasing AG. Es wird der Ablauf betrachtet, sowie Motive, Bedenken und zuletzt die Gründe und Besonderheiten.

3.1.1 Ablauf

Bevor auf die Details des Ablaufs eingegangen wird, sind hier einige Eckdaten des Unternehmens und des Börsengangs:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten10 11 12

Über die Vorbereitungsphase, die bis zu zwei Jahre dauert, sind bei Sixt Leasing AG keine Informationen zu finden. Eine Strategie des Börsengangs findet sich im Prospekt des Unternehmens wieder. Hier werden Gesellschaftliche, Steuerrechtliche, Rechnungslegung-, Patenrechtliche und interne Aspekte erwähnt.

Das Prospekt von Sixt hat 326 Seiten, ist hauptsächlich auf Englisch und der erste Teil wurde auf Deutsch übersetzt. Als Strategie erwähnt das Unternehmen den Ausbau im Online Retail, Präsenz in der EU im Bereich zum Flottenmanagement, eine Zunahme im Flottenleasing und -Management, Erweiterung der technologischen Fähigkeiten und opportunistische Akquisitionen im Wachstum.13

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Struktur des Unternehmens14

Die erste Information über einen Börsengang fand sich durch Sixt am 14. April 2015 in Form eines Beschlusses. Die Preisspanne der Aktien wurde am 24. April festgelegt.15 Der Bookbuilding-Prozess wurde am 6. Mai 2015 abgeschlossen mit einem Ergebnis von 20,- EUR je Aktie.16 Einen Tag darauf erfolgte die Erstausgabe der Aktie mit einer Erstnotierung von 20,40 EUR im Prime Standard, was über den Emissionspreis lag.17 Am 22. Mai erreichte die Aktie mit einen Wert von 22,15 EUR ihren Jahreshöchstwert und am 24. August aufgrund der China-Krise einen Jahrestiefstwert von 17,00 EUR. Am Ende des Berichtsjahres 2015 lag der Wert bei 18,80 EUR, was einen Rückgang von 6 % zum Beginn der Aufzeichnung darstellt.18

[...]


1 vgl. vc-magazin.de, 2015; [Online].

2 vgl. Schlitt 2014; S. 1.

3 vgl. Deutsche Börse 2006; S. 23.

4 vgl. Wirtz 2001; S. 10f.

5 vgl. Arlinghaus 2001; S. 124.

6 vgl. Wirtz 2001; S. 11.

7 vgl. Wirtz 2001; S. 10f.

8 vgl. Wirtz 2001; S. 7f.

9 vgl. Schlitt 2014; S. 12.

10 vgl. dertreasurer.de, Ausgabe 09 - 7. Mai 2015, S. 9.

11 vgl. Sixt Leasing AG, Factsheet.

12 vgl. Sixt Leasing AG, Prospekt, S. 30f.

13 vgl. Sixt Leasing AG, Prospekt, S. 30f.

14 vgl. Sixt Leasing AG, Prospekt, S. 29.

15 vgl. Sixt Leasing AG, 2015, Prospekt Preisspanne.

16 vgl. Sixt Leasing AG, Jahresbericht 2015, S. 12.

17 vgl. manager-magazin.de, 2015; [Online].

18 vgl. Sixt Leasing AG, Jahresbericht 2015, S. 12.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Der Börsengang von Sixt. Gründe und Besonderheiten
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Nürnberg früher Fachhochschule
Note
1,7
Autor
Jahr
2016
Seiten
22
Katalognummer
V379627
ISBN (eBook)
9783668567849
ISBN (Buch)
9783668567856
Dateigröße
3291 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Börse, Sixt, Gründe, Kapital, Unternehmen, Risiken, Zahlen, Abschluss, IPO
Arbeit zitieren
Christina Röckelein (Autor), 2016, Der Börsengang von Sixt. Gründe und Besonderheiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379627

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