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Potenzial und Grenzen im Entwicklungsländertourismus. Entstehung und Entwicklung endogener Raumentwicklung

Título: Potenzial und Grenzen im Entwicklungsländertourismus. Entstehung und Entwicklung endogener Raumentwicklung

Trabajo de Seminario , 2017 , 17 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Eva Lill (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Geografía económica
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Die Schaffung gleichwertiger Lebens- und Arbeitsverhältnisse in allen deutschen Landesteilen – egal ob Stadt oder Land, egal ob Ost oder West – ist das primäre Ziel der deutschen Bundesraumordnung und sogar in unserem Grundgesetz verankert. Doch von diesem Ziel ist die Bundesrepublik noch weit entfernt. Ob ehemalige deutsche Industriegebiete, die dem internationalen Wettbewerbsdruck nicht mehr standhalten können, oder landwirtschaftlich geprägte Regionen mit ungünstigen Standortfaktoren – landesweit existieren sog. periphere Räume. Diese meist ländlich geprägten Regionen haben verschiedene Entstehungshintergründe und sind in den meisten Fällen von Abwanderung geprägt.

Nach einem kurzen Überblick zu der Entstehung des endogenen Entwicklungskonzeptes in Deutschland wird sich diese Arbeit mit den verschiedenen Merkmalen der endogenen Raumentwicklung beschäftigen. Anschließend wird zur Veranschaulichung dargestellt, welches Potential sie im Entwicklungsländertourismus hat und wie sie dort umgesetzt werden kann. Dabei werden auch Grenzen des Konzeptes deutlich, zu denen im Fazit der Arbeit abschließend kritisch Stellung genommen wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil

2.1 Zeitliche und inhaltliche Abgrenzung des endogenen Entwicklungskonzeptes

2.2 Prinzipien der endogenen Entwicklung

2.2.1 Identifikation und Aufwertung innerräumlicher Potentiale

2.2.2 Innovations- und Netzwerkkompetenz

2.2.3 Dezentralisierung und Partizipation

2.3 Endogene Raumentwicklung mit Tourismus

3 Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht das Konzept der endogenen Raumentwicklung, welches darauf abzielt, durch die Mobilisierung regionaler Potenziale anstelle externer Impulse eine nachhaltige und eigenständige Stärkung strukturschwacher Räume zu erreichen.

  • Historische Entwicklung der deutschen Regionalpolitik
  • Kernprinzipien und Strategien der endogenen Raumentwicklung
  • Identifikation und Aufwertung regionaler Standortpotenziale
  • Bedeutung von Innovations- und Netzwerkkompetenzen
  • Anwendung des Konzepts im Kontext des Tourismus

Auszug aus dem Buch

2.2.2 INNOVATIONS- UND NETZWERKKOMPETENZ

“The big advances have always come from better recipes, not just more cooking.” (ROMER 1993: 9)

Paul Romer, ein bedeutender Ökonom und früher Vertreter der endogenen Wachstumsidee, macht in seinem Zitat deutlich, dass nicht der Mehreinsatz von Ressourcen sondern vorwiegend die Andersverwendung zu mehr Wachstum und Wohlstand führt. Innovation bedeutet genau das und ist daher ein wesentlicher Motor für wirtschaftliche Entwicklung (vgl. BRÖCKER 2012: 177). Ab den 1980er Jahren erfuhr die Regionalpolitik in den meisten Industrieländern eine stärkere Orientierung zu Innovation und Technologie. Anders als in der Neoklassik, wurde technischer Fortschritt nun nichtmehr als exogen vorgegeben angesehen, sondern als interner Faktor, der durch den Einsatz von Ressourcen innerhalb des Wirtschaftsprozesses entsteht (vgl. BATHELT u. GLÜCKLER 2012: 319). Im Zuge der Globalisierung veränderte sich die internationale Arbeitsteilung, Konkurrenz wurde international und Produktlebenszyklen aufgrund neuer Technologien verkürzt (vgl. MAIER u. TÖDTLING 1996: 188). Wie auch bereits in Kapitel 2.1 angedeutet, spielt Forschung & Entwicklung eine immer wichtigere Rolle für ein langfristiges, wirtschaftliches Wachstum. Auch Hahne argumentiert, dass aus ökonomischer Sicht die innovationsorientierte Regionalpolitik einen zentralen Bestandteil endogener Entwicklungsstrategien darstellt (vgl. HAHNE 1985: 43f).

Aufgrund der zunehmenden Spezialisierung spielt ein gutes Zusammenspiel privater und öffentlicher Akteure eine entscheidende Rolle für den Innovationsprozess (vgl. MAIER u. TÖDTLING 1996: 188). Die dadurch entstehenden Netzwerke und Kooperationen sind ein weiterer entscheidender Faktor für die Umsetzung einer erfolgreichen endogenen Raumpolitik. Der Zusammenschluss verschiedener Akteure und Disziplinen sollte dabei über die sektoralen Interessen hinausgehen um die Entwicklungen vor dem Hintergrund gemeinsamer Ziele voranzubringen (vgl. BÖCHER 2009: 128f). Heute stehen nicht mehr isoliert betrachtete Wirtschaftsakteure sondern die Beziehungen zwischen diesen im Mittelpunkt. Netzwerkbildung in Form von Clustern oder regionalen Innovationssystemen werden künftig immer bedeutender um dem globalen Wettbewerbsdruck standzuhalten. Regionen gewinnen dadurch an Bedeutung und diejenigen, die die Entwicklung von Kooperations- und Netzwerkbeziehungen fördern, werden zu den Gewinnern der Globalisierung zählen (vgl. SCHEER 2008: 2).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Herausforderungen peripherer Räume im Hinblick auf Abwanderung und Infrastrukturabbau und führt in das Ziel der Bundesraumordnung ein.

2 Hauptteil: Der Hauptteil erläutert den theoretischen Wandel von exogenen hin zu endogenen Entwicklungsstrategien und beleuchtet zentrale Prinzipien wie Potenziale, Innovationen und Partizipation.

2.1 Zeitliche und inhaltliche Abgrenzung des endogenen Entwicklungskonzeptes: Dieses Kapitel zeichnet die Phasen der deutschen Regionalpolitik nach, von der wachstumsorientierten Infrastrukturförderung hin zum Paradigmenwechsel der 1980er Jahre.

2.2 Prinzipien der endogenen Entwicklung: Hier werden die wesentlichen Merkmale und Strategien vorgestellt, die eine Region befähigen sollen, auf Basis eigener Kräfte zu agieren.

2.2.1 Identifikation und Aufwertung innerräumlicher Potentiale: Das Kapitel beschreibt, wie brachliegende Ressourcen und spezifische Standortmerkmale identifiziert und in den Entwicklungsprozess integriert werden.

2.2.2 Innovations- und Netzwerkkompetenz: Fokus liegt hier auf der Bedeutung von Wissen, Forschung und dem Zusammenspiel regionaler Akteure in Clustern zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.

2.2.3 Dezentralisierung und Partizipation: Dieser Abschnitt unterstreicht die Notwendigkeit der institutionellen Einbettung und der aktiven Beteiligung der lokalen Bevölkerung an Planungsprozessen.

2.3 Endogene Raumentwicklung mit Tourismus: Anwendung des Konzepts auf den Tourismussektor, insbesondere in Entwicklungsländern, unter Berücksichtigung lokaler Wertschöpfung.

3 Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz des Ansatzes zusammen und diskutiert kritisch die Grenzen sowie die Notwendigkeit einer Ergänzung durch externe Impulse.

Schlüsselwörter

Endogene Raumentwicklung, Regionalpolitik, Peripherer Raum, Strukturwandel, Nachhaltigkeit, Partizipation, Innovationskompetenz, Netzwerkbildung, Standortfaktoren, Bottom-up-Planung, Tourismusgeographie, Community Based Tourism, Regionale Identität, Disparitätenausgleich, Ressourcenmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Konzept der endogenen Raumentwicklung als Antwort auf regionale Disparitäten und strukturelle Schwächen, indem sie den Fokus auf die Aktivierung lokaler Ressourcen legt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von exogenen Strategien, die Bedeutung von Innovation und Netzwerken, institutionelle Dezentralisierung sowie die Rolle der lokalen Bevölkerung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erläuterung, wie strukturschwache Regionen durch die Nutzung eigener Potenziale und die Förderung regionaler Eigenständigkeit nachhaltig entwickelt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Aufarbeitung theoretischer Konzepte der Regional- und Stadtökonomik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung, die Darlegung der Prinzipien der endogenen Entwicklung (Potenziale, Innovation, Dezentralisierung) und die beispielhafte Anwendung auf den Tourismussektor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind endogene Raumentwicklung, regionale Potenziale, Partizipation, Netzwerkbildung, Strukturwandel und nachhaltige Regionalpolitik.

Welche Rolle spielt die lokale Bevölkerung in diesem Konzept?

Die Bevölkerung wird als entscheidender Akteur gesehen, deren Partizipation sowohl zur regionalen Identitätsbildung als auch zur effektiven Umsetzung von Entwicklungszielen beiträgt.

Warum ist der Tourismus als Anwendungsfall besonders geeignet?

Tourismus ist raumgebunden und kann durch die enge Verflechtung mit anderen Wirtschaftszweigen lokale Wertschöpfungsketten stärken, sofern er die lokale Gemeinschaft einbindet.

Was kritisiert die Arbeit am endogenen Ansatz?

Es wird kritisiert, dass das Konzept oft idealistisch ist und in manchen Regionen das Potenzial schlicht zu gering ist, weshalb externe Unterstützung weiterhin notwendig bleibt.

Was versteht man unter "Community Based Tourism"?

Hierbei handelt es sich um eine Form des Tourismus, bei der die lokale Gemeinschaft substantielle Kontrolle über die Entwicklung und Verwaltung ausübt, um sicherzustellen, dass Gewinne vor Ort bleiben.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Potenzial und Grenzen im Entwicklungsländertourismus. Entstehung und Entwicklung endogener Raumentwicklung
Universidad
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Calificación
2,3
Autor
Eva Lill (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
17
No. de catálogo
V379648
ISBN (Ebook)
9783668582965
ISBN (Libro)
9783668582972
Idioma
Alemán
Etiqueta
potenzial grenzen entwicklungsländertourismus entstehung entwicklung raumentwicklung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Eva Lill (Autor), 2017, Potenzial und Grenzen im Entwicklungsländertourismus. Entstehung und Entwicklung endogener Raumentwicklung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379648
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