The paper discusses the cultural phenomenon of taking selfies as an act of recent tourist performance in the light of dark tourism. The aim is neither to focus on the purpose of dark tourism nor the purpose of this behaviour, but to examine how it is influencing the role and meaning of highly sensible places - in this case - the Holocaust memorials. The analysis will be based on the following research question: How do modern forms of tourism performance influence the role of dark tourism sites?
What do Pompeii, Ground Zero, Chernobyl, the Costa Concordia shipwreck or Auschwitz memorial have in common? They are all part of an ever-growing phenomenon in the contemporary society, the so called dark tourism. This kind of tourism, which involves travelling to sites of former death or horror, is not new but increasingly getting popular.
Another current tourism trend is the search for personal involvement through self-presentation - in other words - taking a selfie. The Oxford Dictionary, 2013 defines selfie as: “a photograph that one has taken of oneself, typically one taken with a smartphone or webcam and uploaded to a social media website.”
But how do both trends interrelate? As the selfie-behaviour can be observed at all types of tourism destinations, it doesn’t stop at places of former death and suffering. The project “Yolocaust” of the satirist Shahak Shapira deals with this behaviour at the Holocaust memorial in Berlin. By transforming the selfies that some guests uploaded on popular social media channels, the campaign presents in a direct and unadulterated way, how the social media use in a rapidly changing communication environment is influencing the behaviour of modern tourists.
Inhaltsverzeichnis
Introduction
Theory: Dark tourism in the post-modern society
Phenomenon of dark tourism
Recent tourist performances and their influence on the stage
Case Study: Tourist performance at Holocaust memorials
Background information
Different observations
Conclusion and practicability
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie moderne Formen des touristischen Verhaltens, insbesondere das Phänomen des "Selfie-machens", die Rolle und Bedeutung von Gedenkstätten an Schauplätzen des Holocaust beeinflussen. Ziel ist es, durch eine kritische Analyse aktueller Beobachtungen an Orten wie dem Holocaust-Mahnmal in Berlin sowie den Lagern Auschwitz und Dachau ein besseres Verständnis für das Spannungsfeld zwischen touristischer Selbstdarstellung und dem würdevollen Gedenken zu gewinnen.
- Die Einordnung des Dark Tourism in die postmoderne Gesellschaft
- Die Analyse touristischer Performance-Formen im Kontext von Gedenkstätten
- Die Untersuchung der Selfie-Kultur am Beispiel des Projekts "Yolocaust"
- Die Rolle der Gedenkstätten zwischen Bildungsauftrag und touristischer Kommerzialisierung
Auszug aus dem Buch
Recent tourist performances and their influence on the stage
Taking photographs has always been a dominant part of tourist performance in order to materialize the tourist gaze and capture images that verify the experience and help remembering. (Tourism Geography) As tourist performances are located in a social and cultural context (Edensor, 2000, p. 325), the emerge of social media and the related communication practices evoked a new kind of performance: the selfie-behaviour.
Some studies already dealt with this phenomenon and mentioned negative outcomes like damages in environment, wildlife harassment, tourists that place themselves in danger or the cultural offence. (Pearce and Moscardo, 2015, p. 60) But how can this behaviour be related to the sense and meaning of the tourist places?
The sense of place in human geography is the subjective feeling people have about it which also includes the role of the place in their identity. (Castree, 2003, p. 167) The emotional importance of a memorial can therefore be different depending on the kind of visitor (for example foreign vs. domestic tourists). In his study about the tourist performances at the Taj Mahal in India, Tim Edensor gives some insights into the different ways in which tourists construct and make sense of the places they visit, which is reflected in their performance (behaviours or actions). (Tourism Geography)
Zusammenfassung der Kapitel
Introduction: Diese Einleitung führt in das Phänomen des Dark Tourism ein und stellt die Forschungsfrage zur Auswirkung der Selfie-Kultur auf Holocaust-Gedenkstätten.
Theory: Dark tourism in the post-modern society: Dieses Kapitel verortet Dark Tourism als historisch gewachsene Praxis in der heutigen post-modernen Welt und beleuchtet den Einfluss von Medien und Digitalisierung auf das Besucherverhalten.
Phenomenon of dark tourism: Es werden die theoretischen Grundlagen und Kategorisierungen des Dark Tourism nach Philip Stone erörtert, um unterschiedliche Intensitäten des Phänomens zu unterscheiden.
Recent tourist performances and their influence on the stage: Der Fokus liegt auf der Entwicklung des touristischen Verhaltens, insbesondere der Fotografie und des Selfie-machens, sowie deren Einfluss auf die Wahrnehmung von Gedenkstätten.
Case Study: Tourist performance at Holocaust memorials: Dieses Kapitel analysiert spezifisch die Gedenkstätten in Berlin, Dachau und Auschwitz im Hinblick auf touristische Praktiken und Besuchertypen.
Background information: Es werden grundlegende Informationen zur Entstehung und zu den Besucherzahlen der Gedenkstätten Berlin, Dachau und Auschwitz bereitgestellt.
Different observations: Hier werden verschiedene qualitative Studien und Beobachtungen zum Besucherverhalten an den genannten Gedenkstätten zusammengeführt und diskutiert.
Conclusion and practicability: Abschließend werden die Ergebnisse reflektiert und Handlungsempfehlungen für Institutionen gegeben, um das Gleichgewicht zwischen Gedenken und Tourismus zu wahren.
Schlüsselwörter
Dark Tourism, Holocaust-Mahnmal, Selfie, touristische Performance, Gedenkstätten, postmoderne Gesellschaft, kulturelles Gedenken, Auschwitz, Dachau, Besucherverhalten, touristischer Blick, Kommerzialisierung, Bildungsauftrag, digitale Kommunikation, Identität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Einfluss moderner touristischer Verhaltensweisen, speziell der Selfie-Kultur, auf die Atmosphäre und den Sinngehalt von historischen Gedenkstätten.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den Schwerpunkten zählen der Dark Tourism, die Rolle digitaler Medien, die touristische Performance sowie das Spannungsfeld zwischen Gedenken und Unterhaltung.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Wie beeinflussen moderne Formen der touristischen Darstellung, insbesondere das Selfie-Verhalten, die Rolle und Bedeutung von Orten des Dark Tourism wie Holocaust-Gedenkstätten?
Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse sowie der Zusammenführung bestehender qualitativer Studien und Beobachtungen zu touristischem Verhalten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Dark Tourism und eine spezifische Fallstudie, die Beobachtungen aus Berlin, Auschwitz und Dachau analysiert.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Analyse am besten?
Wichtige Begriffe sind Dark Tourism, Selfie-Verhalten, Holocaust-Gedenkstätten, touristische Performance und Gedenkmanagement.
Was ist das Ziel des "Yolocaust"-Projekts, das in der Einleitung erwähnt wird?
Das Projekt des Satirikers Shahak Shapira soll auf direkte und ungeschönte Weise zeigen, wie moderne Kommunikationsumgebungen das Verhalten von Touristen an sensiblen Orten beeinflussen.
Welche Empfehlungen gibt der Autor für den Umgang mit dem Selfie-Phänomen an Gedenkstätten?
Der Autor plädiert für eine proaktive Interpretation des Ortes, um durch eine bessere Wissensvermittlung das Verständnis und die Ehrfurcht der Besucher zu steigern und unangemessenes Verhalten zu verhindern.
- Citar trabajo
- Eva Lill (Autor), 2017, The Influence of Tourist Performances at Dark Tourism Sites. The Selfie-Phenomenon at Holocaust Memorials, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379649