Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den staatlichen Anreizsystemen, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken. Zunächst wird der Begriff "alt" betrachtet. Anschließend wird erläutert, wie der Staat und die Arbeitgeber dem demografischen Wandel entgegenwirken können. Außerdem wird der Frage nachgegangen, welche Vorteile und welche Folgen der demografische Wandel mit sich bringt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was bedeutet alt?
3. Demografischer Wandel und politische Gestaltungsmöglichkeiten
3.1 Demografischer Wandel – Die Seite der Arbeitgeber
3.2 Vor- und Nachteile des demografischen Wandels für die Unternehmen
4. Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Wirtschaft und analysiert, mit welchen staatlichen sowie betrieblichen Maßnahmen Arbeitgeber auf den damit verbundenen Fachkräftemangel und die Alterung der Gesellschaft reagieren können.
- Analyse der demografischen Entwicklungen in Deutschland
- Staatliche Anreizsysteme und Fördermaßnahmen
- Betriebliche Strategien zur Fachkräftegewinnung und -bindung
- Bedeutung von Gesundheitsförderung und Wissenstransfer
- Chancen und Risiken für Unternehmen durch ältere Arbeitnehmer
Auszug aus dem Buch
3.1 Demografischer Wandel – Die Seite der Arbeitgeber
Es stellt sich nun die Frage, wie die Arbeitgeber selbst dem demografischen Wandel und dem damit verbundenen Fachkräftemangel entgegenwirken können. Um eine Maßnahme zu entwickeln, ist vorerst eine ausführliche Analyse der aktuellen Altersstruktur maßgeblich. Aus den evaluierten Daten können nun gezielt die wichtigsten Handlungsfelder und Maßnahmen abgeleitet werden (Personalmanagement Wissen (o.V.) o.J.).
Ein Beispiel für ein Handlungsfeld könnte die Tarifpolitik darstellen. Hier zeigt die Deutsche Bahn AG (DB AG) einen interessanten Ansatz. Durch Veränderungen von Rahmenbedingungen kann die Gestaltung der Lebensarbeitszeit flexibler gestaltet werden, z.B. in Form von Langzeitarbeitskonten. Die Arbeitnehmer/innen haben somit die Möglichkeit, ein Langzeitkonto einzurichten und den Lohn, die Urlaubstage oder Sonderzahlungen, sowie das Sammeln von Überstunden in ein Guthaben umzuwandeln. Bei Bedarf kann das vorhandene Guthaben genutzt werden um in den Vorruhestand zu gehen. Auch für mögliche Qualifizierungsmaßnahmen oder Weiterbildungen kann das vorhandene Zeitguthaben verwendet werden (Deller 2008, S.8).
Um hohe Ausfallkosten zu vermeiden, spielt die Gesundheitsförderung für Unternehmen eine immer größer werdende Rolle. Durch die moderne Medizin werden die Menschen immer älter und bleiben somit auch immer länger im Unternehmen (Deller 2008, S.21). Ältere Menschen sind zwar nicht häufiger aber dafür länger krank und können somit den Handlungsablauf im Unternehmen stören (Deller 2008, S.36-37). Um die Leistungsfähigkeit und die Mitarbeitermotivation aufrecht zu erhalten gib es viele mögliche Ansätze. Beispielhaft seien hier die Bezuschussung von Präventionskursen, die Einführung von Gesundheitsunterricht oder die Gesundheits-Coaching-Konzepte „Fit im Süden“ und „Fit im Büro“ genannt (Deller 2008, S.8). Auch gesunde Kantinenkost, eine gesundheitsfördernde Arbeitsplatzgestaltung in Form von Rückenkursen oder kostenlose ärztliche Untersuchungen, sind weitere Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und bringen zugleich auch steuerliche Vorteile für den Arbeitgeber. Zusätzlich steigern solche Benefits die Außenwirkung und die Attraktivität des Unternehmens (Bundesministerium für Gesundheit 2016).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demografischen Wandel als Megatrend und thematisiert die Folgen einer alternden Gesellschaft sowie die Notwendigkeit staatlicher und betrieblicher Maßnahmen.
2. Was bedeutet alt?: Dieses Kapitel diskutiert verschiedene Definitionen und Sichtweisen auf das Alter, vom Generationenvertrag bis hin zu arbeitswissenschaftlichen und psychologischen Aspekten der Leistungsfähigkeit.
3. Demografischer Wandel und politische Gestaltungsmöglichkeiten: Hier werden staatliche Strategien zur Integration von Personengruppen in den Arbeitsmarkt und politische Instrumente zur Geburtenförderung analysiert.
3.1 Demografischer Wandel – Die Seite der Arbeitgeber: Dieses Kapitel konzentriert sich auf betriebliche Handlungsfelder wie flexible Arbeitszeitmodelle, betriebliche Gesundheitsförderung und moderne Rekrutierungsstrategien.
3.2 Vor- und Nachteile des demografischen Wandels für die Unternehmen: Diese Sektion wägt die Potenziale älterer Mitarbeiter (Erfahrung, implizites Wissen) gegen Herausforderungen wie den drohenden Fachkräftemangel und die notwendige Anpassung von Organisationsstrukturen ab.
4. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst zusammen, dass Unternehmen durch frühzeitiges Handeln und die Nutzung neuer Zielgruppen dem demografischen Wandel erfolgreich begegnen können.
Schlüsselwörter
Demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Personalmanagement, Altersstruktur, Gesundheitsförderung, Employer Branding, Arbeitsmarkt, Generationenvertrag, Weiterbildung, Wissensmanagement, Rekrutierung, Work-Life-Balance, Lebensarbeitszeit, Beschäftigungsquote, Sozialversicherung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?
Die Arbeit befasst sich mit den Herausforderungen des demografischen Wandels für die deutsche Wirtschaft und zeigt auf, welche Strategien Arbeitgeber und der Staat verfolgen können, um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zu den zentralen Themen gehören staatliche Fördermaßnahmen, betriebliche Gesundheitsvorsorge, die Flexibilisierung von Arbeitszeitmodellen sowie Strategien zur Fachkräftegewinnung und -bindung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, Lösungsansätze zu identifizieren, die es Unternehmen ermöglichen, trotz schrumpfender Erwerbsbevölkerung ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und die Potenziale älterer Arbeitnehmer optimal zu nutzen.
Welche wissenschaftliche Methodik liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle wissenschaftliche Quellen, statistische Berichte und praxisorientierte Managementansätze ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die politische Gestaltungsebene, die betriebliche Seite mit spezifischen Personalmanagement-Instrumenten und eine kritische Auseinandersetzung mit den Vor- und Nachteilen für Unternehmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Personalmanagement, betriebliche Gesundheitsförderung und Employer Branding geprägt.
Welche Rolle spielt das Projekt der DATEV eG in dieser Arbeit?
Das DATEV-Projekt „Living Lab“ dient als Praxisbeispiel für eine Forschungsumgebung, in der unternehmensinterne Herausforderungen wie Wissenstransfer und Personalbindung systematisch erfasst und gelöst werden.
Warum ist das Thema "Altersvorsorge" und "Generationenvertrag" für Unternehmen relevant?
Da das deutsche Rentensystem umlagefinanziert ist, hängen Unternehmen von einer stabilen Erwerbsgeneration ab; der Generationenvertrag bildet somit die wirtschaftliche Basis für die langfristige Stabilität.
Welche Maßnahmen werden konkret zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität genannt?
Neben flexiblen Arbeitszeitmodellen und Gesundheitsleistungen wird insbesondere die Bedeutung von Employer Branding und der Kooperation mit Bildungseinrichtungen zur Nachwuchsgewinnung hervorgehoben.
- Arbeit zitieren
- Kevin Sonntag (Autor:in), 2017, Der demografische Wandel. Maßnahmen für Arbeitgeber, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379673