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Jugendliches Konfliktverhalten als Aufgabe von Politik und Gesellschaft: Theoretische Grundlagen und praktische Erkenntnisse eines Forschungsprojektes

Title: Jugendliches Konfliktverhalten als Aufgabe von Politik und Gesellschaft: Theoretische Grundlagen und praktische Erkenntnisse eines Forschungsprojektes

Thesis (M.A.) , 2004 , 91 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Felix Hessmann (Author)

Politics - Miscellaneous
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Die vorliegende Arbeit gliedert sich in zwei Teile, einen eher theoretischen und einen, dessen Schwerpunkt in der Verarbeitung empirischer Erkenntnisse liegt. Hier soll nach der allgemeinen Situationsbeschreibung Jugend in ihre ganz spezifischen Zusammenhang exemplarisch unter dem Gesichtspunkt des „Projektes Aggressionsverminderung“ der Universität Augsburg betrachtet werden.

Entsprechend soll durch diese zweiseitige Herangehensweise eine am Gegenstand der Untersuchung nahe Beschreibung der Situation der Jugend im Hinblick auf die Gewaltproblematik im beginnenden 21. Jahrhundert sichergestellt werden.
So ist die Arbeit im ersten Abschnitt in vier Bereiche gegliedert: Im ersten Teil werden das Bild und die Rolle der Jugend in der modernen Gesellschaft analysiert. Danach geht es um die Art und Weise, wie der Gegenstand Jugend in der Politik bearbeitet wird. Diese Bearbeitung wird als defizitär gesehen und deswegen dient der dritte Teil der Suche nach den Ursachen und dem Ausloten von Lösungsansätzen. Im vierten werden die in der Öffentlichkeit gängigen Mangelerscheinungen jugendlicher Entwicklung unter den Stichworten der „Politikverdrossenheit“ und der „Gewaltbereitschaft“ thematisiert
und betrachtet. Gerade der Zusammenhang beider Faktoren ist von sozialkognitiven Standpunkt aus auch Ansatzpunkt einer Intervention.
Darin liegt der Schwerpunkt des zweiten Teils. Das Erkenntnisinteresse des Forschungsprojektes „Möglichkeiten der Aggressionsverminderung bei Jugendlichen unter besonderer Berücksichtigung kognitiver Moderatoren“, das an der Universität Augsburg vom Lehrstuhl für Psychologie im Jahr 2003 und 2004 durchgeführt wurde, ist dadurch motiviert. Zielsetzung dieser Untersuchung war und ist es, den Verantwortlichen aus allen Bereichen der Jugendarbeiteine erstmals fundiert analysierte Möglichkeit aufzuzeigen, der Herausforderung durch jugendliche Aggression auf eine effiziente und praktikable Art Herr zu werden. Dies wird in folgenden fünf Schritten geschehen: Zuerst werden die bisherigen Ansätze zur Verminderung von Jugendgewalt in den Bereichen Schule und Gefängnis dargetan. Das darauf folgende Kapitel erläutert das Konzept und die Fragestellungen der vorliegenden Studie und stellt im nächsten Schritt das Untersuchungsdesign dar. Im Anschluss daran werden die Ergebnisse präsentiert und hinterfragt, inwieweit damit die Voraussetzungen gegeben sind, die sozialen Kompetenzen Jugendlicher mit dem zugrunde liegende Interventionsprogramm zu steigern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Einordnung der Themenstellung

1.2 Forschungsstand und Literaturbericht

1.3 Aufbau der Arbeit

DAS VERHÄLTNIS VON POLITIK UND GESELLSCHAFT ZUR JUGEND

2. Die Jugend in der modernen Gesellschaft

2.1 Wissenschaftliche Differenzierung des Jugendbegriffs

2.2 Jugend in der öffentlichen Wahrnehmung

2.3 Jugend und Politik

3. Die Jugendpolitik in Deutschland

3.1 Jugendpolitik: Begriffsbestimmung

3.2 Jugendpolitik und Politik

3.3 Jugendpolitik als Jugendhilfepolitik

3.4 Modell jugendpolitischen Handelns

4. Die Ursachen der defizitären Entwicklungen

4.1 Verlust demographischer Bedeutung

4.2 Wertewandel und Verlust gesellschaftlicher Anerkennung

4.3 Jugend als Problem des politischen Systems

5. Mangel an sozialen Kompetenzen – zwei Beispiele

5.1 Rückläufiges öffentliches Engagement

5.2 Gewaltbereitschaft

5.3 Gemeinsamkeiten

DAS PROJEKT „AGGRESSIONSVERMINDERUNG“ UND DIE ERKENNTNISSE DARAUS

6. Die bisherigen Thematisierungen zur Verminderung von Jugendgewalt

6.1 Ansätze

6.2 Praxisfeld Schule

6.3 Praxisfeld Justizvollzugsanstalt

6.4 Bisherige Konzepte zur Verminderung von Aggression und Gewalt

7. Die Fragestellungen und Ziele der durchgeführten Studie

7.1 Zur Notwendigkeit einer solchen Studie

7.2 Theoretische Grundlagen der Studie

7.3 Definition und Arten aggressiven Verhaltens

8. Das Informationsverarbeitungs-Modell der Studie

8.1 Modell von Crick und Dodge

8.2 Situationsinterpretation und Kausalzuweisung

8.3 Handlungsausführung und Einfluss von Emotionen

9. Das Untersuchungsdesign der vorliegenden Studie

9.1 Variablen und Untersuchungsplan

9.2 Vorgehen, Arbeitsschritte und Zeitplan

9.3 Übersicht über die verwendeten Methoden

10. Ergebnisse der Studie

10.1 Übersicht über die Ergebnisse

10.2 Abschließende Anmerkungen zur Studie

11. Resümee

11.1 Zusammenfassung

11.2 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das jugendliche Konfliktverhalten und die Möglichkeiten der Aggressionsverminderung unter Berücksichtigung kognitiver Moderatoren. Das zentrale Ziel ist es, Verantwortlichen aus der Jugendarbeit fundierte, effiziente und praktikable Interventionsansätze aufzuzeigen, die über rein repressive Maßnahmen hinausgehen und die sozialen Kompetenzen Jugendlicher stärken.

  • Analyse des Jugendbildes in Politik und Gesellschaft
  • Kritische Beleuchtung staatlicher Jugendhilfepolitik
  • Ursachenforschung zu defizitären Entwicklungen (z.B. demografischer Wandel)
  • Evaluation des Interventionsprogramms "Standpunkte" zur Aggressionsverminderung

Auszug aus dem Buch

8.1 Modell von Crick und Dodge

Das ursprüngliche Modell von Dodge geht bei dem Informationsverarbeitungsprozess von folgenden Schritten aus:

Enkodierung, das heißt Akt der Wahrnehmung, der Aufmerksamkeit und des Empfindens einer bestimmten sozialen Situation;

Repräsentation im Sinne einer selektiven Wahrnehmung, wobei alles vorhandene Wissen einbezogen, aktiviert, interpretiert und bei der Enkodierung rückgekoppelt wird;

Suche nach verschiedenen Handlungsmöglichkeiten;

Entscheidung über Reaktionsmöglichkeiten, wobei über Konsequenzen nachgedacht wird, Ergebnisse des Handelns bewertet werden und, falls keine der Reaktionsmöglichkeiten in Betracht kommen, nach einer neuen gesucht wird;

Handlungsausführung, wobei bestimmte Handlungen ausgewählt, dann überwacht und gesteuert und nach ihrem Ergebnis bewertet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung ordnet die Themenstellung ein, skizziert den Forschungsstand und erläutert den Aufbau der Arbeit.

2. Die Jugend in der modernen Gesellschaft: Dieses Kapitel differenziert den Jugendbegriff wissenschaftlich und analysiert, wie Jugend in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

3. Die Jugendpolitik in Deutschland: Es wird die Jugendpolitik als System hinterfragt, wobei insbesondere die Rolle als Jugendhilfepolitik und das Defizit einer ganzheitlichen Jugendpolitik thematisiert werden.

4. Die Ursachen der defizitären Entwicklungen: Hier werden demografische Faktoren, Wertewandel und die Wahrnehmung von Jugend als Problem des politischen Systems als Ursachen analysiert.

5. Mangel an sozialen Kompetenzen – zwei Beispiele: Dieses Kapitel veranschaulicht anhand von öffentlichem Engagement und Gewaltbereitschaft die Problematik defizitärer sozialer Kompetenzen.

6. Die bisherigen Thematisierungen zur Verminderung von Jugendgewalt: Ein Überblick über existierende Ansätze zur Prävention und Intervention in Schule und Justiz.

7. Die Fragestellungen und Ziele der durchgeführten Studie: Darstellung der Notwendigkeit der Studie, ihrer theoretischen Grundlagen und der Definition von aggressivem Verhalten.

8. Das Informationsverarbeitungs-Modell der Studie: Erläuterung des kognitiven Informationsverarbeitungsmodells von Crick und Dodge, das der Studie als theoretisches Fundament dient.

9. Das Untersuchungsdesign der vorliegenden Studie: Beschreibung des methodischen Vorgehens, der Variablen, des Zeitplans und der eingesetzten Testverfahren.

10. Ergebnisse der Studie: Präsentation der Studienergebnisse zur Wirksamkeit der Intervention, differenziert nach den Bereichen Schule und Gefängnis.

11. Resümee: Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse und ein Fazit zur aktuellen jugendpolitischen Situation in Deutschland.

Schlüsselwörter

Jugend, Politik, Gesellschaft, Aggression, Jugendgewalt, Prävention, Intervention, Jugendhilfepolitik, soziale Kompetenzen, Informationsverarbeitung, Kognition, Standpunkte, Delinquenz, Partizipation, Jugendforschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit jugendlichem Konfliktverhalten, der theoretischen Einbettung in die Jugendpolitik und der praktischen Erprobung eines Interventionsprogramms zur Aggressionsverminderung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören das Verhältnis von Jugend und Politik, die Analyse jugendlicher Defizite, der Einfluss kognitiver Informationsverarbeitung auf das Verhalten und die Wirksamkeit pädagogischer Interventionskonzepte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein wissenschaftlich fundiertes Interventionsinstrument ("Standpunkte") zu validieren, das Jugendlichen hilft, ihre sozialen Kompetenzen zu steigern und aggressive Verhaltensmuster zu reduzieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine empirische Replikationsstudie (basierend auf Guerra & Slaby), die ein Kontrollgruppendesign verwendet, um die Veränderungen durch das Training mittels Prä- und Posttests messbar zu machen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Modell der Informationsverarbeitung) und eine empirische Studie, die dieses Modell an jugendlichen Straftätern und Schülern praktisch anwendet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Jugendpolitik, Aggressionsverminderung, soziale Informationsverarbeitung, Prävention, politische Partizipation und kognitive Moderatoren aus.

Warum ist das "Standpunkte"-Programm für Schulen und Gefängnisse attraktiv?

Das Programm ist besonders effizient, da es kognitive Defizite bei der Informationsverarbeitung direkt adressiert und bei den Teilnehmern zu einer nachhaltigen Verbesserung der Problemlösekompetenz führen kann.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen reaktiver und proaktiver Aggression eine Rolle?

Die Unterscheidung hilft dabei, gezieltere Interventionsstrategien zu entwickeln, da reaktive Aggression stärker aus fehlerhaften kognitiven Verarbeitungsprozessen resultiert, die im Training gezielt korrigiert werden können.

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Details

Title
Jugendliches Konfliktverhalten als Aufgabe von Politik und Gesellschaft: Theoretische Grundlagen und praktische Erkenntnisse eines Forschungsprojektes
College
University of Augsburg  (Lehrstuhl für Politikwissenschaft)
Grade
1,3
Author
Felix Hessmann (Author)
Publication Year
2004
Pages
91
Catalog Number
V37979
ISBN (eBook)
9783638371797
ISBN (Book)
9783638705417
Language
German
Tags
Jugendliches Konfliktverhalten Aufgabe Politik Gesellschaft Theoretische Grundlagen Erkenntnisse Forschungsprojektes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Felix Hessmann (Author), 2004, Jugendliches Konfliktverhalten als Aufgabe von Politik und Gesellschaft: Theoretische Grundlagen und praktische Erkenntnisse eines Forschungsprojektes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37979
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