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Informationsasymmetrien als Ursache des Underpricings bei Initial Public Offerings - Modelldarstellung und kritische Analyse

Title: Informationsasymmetrien als Ursache des Underpricings bei Initial Public Offerings - Modelldarstellung und kritische Analyse

Seminar Paper , 2005 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Matthias Voss (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Im Rahmen von Aktienerstemissionen (Initial Public Offerings) ist häufig zu beobachten, dass der erste an der Börse festgestellte Kurs signifikant über dem Preis liegt, zu dem die Aktien den Anlegern kurz zuvor während der Zeichnungsfrist angeboten wurden. Dieses als Underpricing bezeichnete Phänomen dürfte es in der neoklassischen Welt, in der alle Marktteilnehmer den gleichen Informationsstand haben, zumindest im Mittel über alle Aktienemissionen nicht geben .
Eine Reihe von Erklärungsansätzen versucht das Underpricing daher mit Informationsasymmetrien zwischen den an einer Aktienemission beteiligten drei Interessensgruppen Emittent, Emissionsbank(en) und Anlegern zu erklären. Nach einigen einführenden Vorbemerkungen zur Thematik sollen diese Ansätze näher skizziert werden. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Modell von L. Benveniste und A. Spindt . Eine kritische Analyse, inwieweit die Modelle geeignet sind, das Underpricing zu erklären sowie eine Zusammenfassung der Ergebnisse schließen die Arbeit ab.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 GRUNDLAGEN

2.1 INITIAL PUBLIC OFFERINGS

2.2 MÄRKTE UND PLATZIERUNGSVERFAHREN

2.3 UNDERPRICING UND EMISSIONSRENDITE

2.4 EMPIRISCHE RELEVANZ DES UNDERPRICINGS

3 ERKLÄRUNGSANSÄTZE DES UNDERPRICINGS

3.1 EINFÜHRUNG UND SYSTEMATISIERUNG DER ANSÄTZE

3.2 INFORMATIONSASYMMETRIEN ZWISCHEN EMITTENT UND EMISSIONSBANK

3.3 INFORMATIONSASYMMETRIEN ZWISCHEN EMITTENT UND INVESTOREN

3.4 INFORMATIONSASYMMETRIEN ZWISCHEN INVESTORENGRUPPEN

4 DAS MODELL VON BENVENISTE/SPINDT

4.1 PRÄMISSEN DES MODELLS

4.2 DAS MODELL

4.3 KRITISCHE ANALYSE

5 ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Underpricings bei Aktienerstemissionen (Initial Public Offerings) unter der theoretischen Perspektive von Informationsasymmetrien. Ziel ist es, verschiedene Erklärungsansätze zu analysieren, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der kritischen Darstellung und Würdigung des Modells von Benveniste/Spindt liegt, um zu verstehen, wie Emissionsbanken durch gezielte Anreize die Effizienz von Börseneinführungen beeinflussen können.

  • Theoretische Grundlagen von IPOs und Platzierungsverfahren
  • Empirische Evidenz für das Underpricing-Phänomen
  • Systematisierung von Erklärungsansätzen auf Basis von Informationsasymmetrien
  • Analyse von Allokationsmechanismen und Anreizstrukturen
  • Kritische Diskussion der Modellannahmen und praktischen Implikationen

Auszug aus dem Buch

4.2 Das Modell

Benveniste/Spindt modellieren einen Allokationsprozess, der sich in zwei Stufen vollzieht: Im ersten Schritt werden die Aktien nicht-öffentlich nur den „regular investors“ im Rahmen einer Auktion angeboten. Nach dieser Premarket-Phase erfolgt dann das öffentliche Angebot, das auch den „occasional-investors“ die Zeichnung der Neuemission ermöglicht.

Im Vorfeld der Auktion führt die Emissionsbank zunächst eine eigene Analyse des Emittenten durch, um eine erste Preisvorstellung zu gewinnen. Ihre Informationen teilt sie den „regular investors“ anschließend auf Informationsveranstaltungen, so genannten „Road Shows“, mit und sammelt dort Informationen über die Akzeptanz des Emittenten. Die „regular investors“ können hierzu nicht bindende Orders mit ihren individuellen Preisvorstellungen abgeben.

Das Modell von Benveniste/Spindt untersucht nun nach welchen Gesetzmäßigkeiten die in dieser Premarket-Phase gesammelten Informationen den Emissionspreis und die Zuteilungsregeln beeinflussen. Vereinfachend wird angenommen, dass jeder „regular investor“ über genau eine „gute“ oder „schlechte“ Information verfügt, die denselben marginalen Einfluss auf den Preis der Aktie hat. Die „regular investors“ sind sich annahmegemäß bewusst, dass sie mit Offenlegung ihrer Informationen Einfluss auf die Preise und die Zuteilung nehmen. Der Preis und die Zuteilungsregeln müssen daher so ausgestaltet sein, dass die Investoren in jedem Fall wahrheitsgemäß antworten. Ein Investor mit einer guten Information muss von der Preisgabe dieser Information stärker profitieren, als wenn er behauptet, eine schlechte Information zu besitzen. Sein erwarteter Gewinn besteht in der Differenz zwischen Premarket- und Aftermarket-Preis multipliziert mit der Anzahl der ihm zugeteilten Aktien. Der Aftermarket-Preis soll laut Benveniste/Spindt einen vollständige Informationen (der „regular-investors“ und „occasional-investors“) beinhaltenden Gleichgewichtspreis, den so genannten „full-information price“, widerspiegeln.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in das Phänomen des Underpricings und Skizzierung der Zielsetzung, insbesondere der Untersuchung des Modells von Benveniste und A. Spindt.

2 GRUNDLAGEN: Definition von Initial Public Offerings, Darstellung der Platzierungsverfahren und empirische Belege für das weltweite Auftreten des Underpricings.

3 ERKLÄRUNGSANSÄTZE DES UNDERPRICINGS: Systematische Einteilung der Ansätze in Gruppen, die auf Informationsasymmetrien zwischen Emittent, Emissionsbank und Investoren basieren.

4 DAS MODELL VON BENVENISTE/SPINDT: Detaillierte Darstellung des zweistufigen Allokationsprozesses und kritische Analyse der Anreizstrukturen für informierte Anleger.

5 ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse über Informationsasymmetrien als Ursache für bewusstes Underpricing bei Neuemissionen.

Schlüsselwörter

Initial Public Offering, IPO, Underpricing, Emissionsrendite, Informationsasymmetrie, Benveniste/Spindt, Emissionsbank, Primärmarkt, Bookbuilding, Preisfindung, Allokationsprozess, Zeichnungsrendite, Kapitalmarkt, Signaltheorie, Winner's Curse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der wissenschaftlichen Erklärung des Underpricings, also dem Phänomen, dass Aktien bei einer Börseneinführung oft zu einem niedrigeren Preis emittiert werden, als sie am ersten Börsentag gehandelt werden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die verschiedenen Theorien zu Informationsasymmetrien zwischen Emittenten, Banken und Investoren sowie die konkreten Mechanismen der Preisbildung bei Neuemissionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine fundierte Darstellung und kritische Analyse des Modells von Benveniste/Spindt, um zu verstehen, wie dieses den Underpricing-Prozess erklärt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Modellanalyse und eine Literaturübersicht bestehender wissenschaftlicher Erklärungsansätze für Kapitalmarktphänomene.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Underpricings, eine Systematisierung verschiedener Erklärungsansätze und eine vertiefte Analyse des Modells von Benveniste/Spindt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

IPO, Underpricing, Informationsasymmetrie, Emissionsrendite, Allokationsprozess und Preisfindung sind die zentralen Begriffe der Arbeit.

Warum betreiben Emittenten laut Benveniste/Spindt Underpricing?

Underpricing dient laut diesem Modell als Anreiz für gut informierte Investoren, ihr Wissen über den wahren Wert des Unternehmens an die Emissionsbank weiterzugeben.

Was unterscheidet das Modell von Benveniste/Spindt von Rocks Ansatz?

Während Rock Underpricing als Entschädigung für uninformierte Anleger (zum Schutz vor dem "Winner's Curse") sieht, interpretieren Benveniste/Spindt es als Anreiz für informierte Anleger zur Informationspreisgabe.

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Details

Title
Informationsasymmetrien als Ursache des Underpricings bei Initial Public Offerings - Modelldarstellung und kritische Analyse
College
University of Hagen  (Lehrstuhl für BWL insb. Bank- und Finanzwirtschaft)
Course
Seminar: Ausgewählte Fragestellungen der Bank- und Finanzwirtschaft
Grade
1,7
Author
Matthias Voss (Author)
Publication Year
2005
Pages
25
Catalog Number
V38015
ISBN (eBook)
9783638372107
Language
German
Tags
Informationsasymmetrien Ursache Underpricings Initial Public Offerings Modelldarstellung Analyse Seminar Ausgewählte Fragestellungen Bank- Finanzwirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Voss (Author), 2005, Informationsasymmetrien als Ursache des Underpricings bei Initial Public Offerings - Modelldarstellung und kritische Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38015
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