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Kontrastive Phonetik. Analyse der Ausgangssprache Spanisch zur Zielsprache Deutsch

Titel: Kontrastive Phonetik. Analyse der Ausgangssprache Spanisch zur Zielsprache Deutsch

Hausarbeit , 2016 , 30 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Maria Beyer (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Als Untersuchungseinheit von lautlich beobachtbaren Aspekten der sprachlichen Kommunikation soll die Phonetik in Form einer kontrastiven Betrachtung der hörbaren Unterschiede zweier Sprachen im Mittelpunkt dieser Hausarbeit stehen. Dazu wird die Ausgangssprache Spanisch, welche die Muttersprache der zwei befragten Probanden darstellt, der Zielsprache Deutsch in einer konkreten Fehleranalyse gegenübergestellt. Diese bezieht sich vorrangig auf die Untersuchung der Konsonanten im Bereich der Segmentalia.

Als Grundlage dient die phonetische Analyse des vertonten Sprachmaterials der untersuchten Probanden, bestehend aus einem freigesprochenen und einem vorgelesenen Teil des ausgewählten Textes „Goethe und die Studenten“. Basierend auf den dabei wahrgenommenen Unterschieden werden schließlich didaktische Hinweise zu einer geeigneten Ausspracheschulung der Fremdsprache Deutsch zur Defizittilgung der Lernschwierigkeiten gegeben.

Im Nachfolgenden wird zunächst ein allgemeiner Einblick in die Ausgangssprache Spanisch, im Zusammenhang mit ihren phonetischen Besonderheiten, gegeben. Anschließend wird das phonologische Konsonantensystem der Ausgangssprache dem der Zielsprache Deutsch gegenübergestellt, um eine mögliche Fehlerprognose herzuleiten.

Als Bezugsgröße der konkreten Fehleranalyse wird die Standardaussprache der westgermanischen Zielsprache Deutsch hergenommen, welche seit den 1970er Jahren die historisch legitimierte, überregionale, mündliche und schriftliche Sprachform der sozialen Mittel- bzw. Oberschicht bezeichnet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Hinführung zum Thema

2. Allgemeines und Besonderheiten der Ausgangssprache Spanisch

3. Segmentalia: Konsonaten

3.1. Vergleichende Darstellung der Konsonantensysteme

3.2. Fehlerprognose

4. Fehleranalyse

4.1. Analyse Teil 1

4.2. Analyse des frei gesprochenen Teils 2

4.3. Analyse Teil 3

5. Didaktische Empfehlungen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, durch eine kontrastive Fehleranalyse zwischen dem Spanischen als Ausgangssprache und dem Deutschen als Zielsprache phonetische Defizite und Lernschwierigkeiten bei Spanischmuttersprachlern zu identifizieren. Im Fokus steht dabei die Untersuchung der Konsonanten im Bereich der Segmentalia anhand von Sprachmaterial zweier Probanden, um daraus didaktische Empfehlungen zur Optimierung der Ausspracheschulung abzuleiten.

  • Kontrastive Analyse der Konsonantensysteme von Spanisch und Deutsch
  • Empirische Fehleranalyse anhand von freigesprochenen und gelesenen Texten
  • Prognose und Untersuchung spezifischer Ausspracheschwierigkeiten (z.B. Vokalneueinsatz, Auslautverhärtung)
  • Entwicklung didaktischer Strategien zur Ausspracheverbesserung

Auszug aus dem Buch

3.2. Fehlerprognose

Aus den, im vorherigen Punkt beschriebenen systematischen, distributionellen und realisierungstechnischen Unterschieden des spanischen Konsonantensystems gegenüber dem des Deutschen, keimen für die spanischen Deutschlernenden zahlreiche Ausspracheschwierigkeiten im Bereich dieser Segmentalia.

Dabei stellen die im Spanischen nicht vorhandenen deutschen Konsonantenphoneme [v ∫ ʒ ç R h] in ihrer bewussten und konkreten Lautbildung und Differenzierung die größte Fehlerquelle dar. Für die Realisierung der, den Phonemen zugeordneten Graphemen werden die Probanden wahrscheinlich mehrmals auf ihre Muttersprache zurückgreifen, wodurch Wörter wie Spiel und Haus nicht wie es im deutschen Standard [∫pi:l] und [haʊs] der Fall ist, ausgesprochen, sondern womöglich wie [spil] und [aʊs]. Hierbei kann es zu einer Modifizierung der Bedeutung kommen, wie das Beispiel der phonetischen Realisierung vom deutschen Wort Haus zeigt. Bei dem Versuch, die fehlenden Konsonantenphoneme gemäß der deutschen Lautbildung zu realisieren, können weiterhin Fehler auftreten. So kann zum Beispiel ein initiales /h/ zu stumm oder mit zu starkem Reibegeräusch produziert werden.

Die Gruppe der Plosive birgt für die spanischen Deutschlernenden die nächste große Quelle an Ausspracheschwierigkeiten. Aufgrund der insgesamt geringen Sprechspannung, durch die sich das Spanische auszeichnet, können die im Deutschen gespannt behauchten und stimmlosen Plosive /p t k/ eine Tendenz zu den stimmhaften Äquivalenten /b d g/ aufweisen. Demnach könnte beispielweise das Wort Paar [pa:ɐ] von den spanischen Probanden wie Bar [ba:ɐ] realisiert werden, welches als Opposition zum Ursprungswort Paar ein Minimalpaar bildet und somit bedeutungsmodifizierend wirkt. Auch die im deutsche übliche Auslautverhärtung, die den Stimmtonverlust der Obstruenten /b d g/ im Wort- und Silbenauslaut zahlreicher Wörtern veranlasst, kann für die Probanden Schwierigkeiten mit sich bringen. In Wörtern wie Handschuh [hant.∫u:], Leib [laıp] und Weg [vɛk] können statt der stimmlosen Plosive /p t k/ von den spanischen Muttersprachlern stimmhafte Lenis-Laute produziert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hinführung zum Thema: Einleitung in die phonetische Fragestellung der Arbeit und Erläuterung der kontrastiven Untersuchungsmethode zwischen Spanisch und Deutsch.

2. Allgemeines und Besonderheiten der Ausgangssprache Spanisch: Überblick über die historische Entwicklung und die phonetischen Merkmale des Spanischen als Ausgangssprache.

3. Segmentalia: Konsonaten: Detaillierte Darstellung der Konsonantensysteme beider Sprachen sowie Herleitung einer Fehlerprognose für Lernende.

4. Fehleranalyse: Empirische Untersuchung der Aussprache bei zwei Probanden anhand von freigesprochenen und vorgelesenen Texten.

5. Didaktische Empfehlungen: Zusammenstellung praktischer Übungsvorschläge zur Behebung der identifizierten phonetischen Schwierigkeiten.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Reflexion über den Lernfortschritt der Probanden im Kontext der untersuchten Sprachphänomene.

Schlüsselwörter

Phonetik, Kontrastive Analyse, Spanisch, Deutsch, Konsonanten, Fehleranalyse, Ausspracheschulung, Segmentalia, Suprasegmentalia, Artikulation, Sprachkompetenz, Zweitspracherwerb, Auslautverhärtung, Plosive, Minimalpaare.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht phonetische Unterschiede zwischen dem Spanischen und dem Deutschen, um Ausspracheschwierigkeiten bei spanischsprachigen Deutschlernenden zu identifizieren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der kontrastiven Phonetik, insbesondere der Konsonanten (Segmentalia), der Fehlerprognose und der praktischen Fehleranalyse anhand von Probanden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auf Basis einer fundierten Fehleranalyse didaktische Empfehlungen zu entwickeln, die Spanischmuttersprachlern helfen, ihre Aussprache im Deutschen zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine kontrastive Analyse angewandt, bei der die Sprachsysteme theoretisch verglichen und durch eine empirische Fehleranalyse von Sprachproben praktisch überprüft werden.

Welche Inhalte werden im Hauptteil fokussiert?

Der Hauptteil befasst sich mit dem theoretischen Vergleich der Konsonantensysteme, der Durchführung der Fehleranalyse (unterteilt in drei Abschnitte) und der Erarbeitung konkreter Trainingsansätze.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation?

Charakterisierende Begriffe sind unter anderem Kontrastive Phonetik, Fehleranalyse, Konsonantensysteme und Didaktische Empfehlungen.

Warum spielt die geringere Sprechspannung im Spanischen eine Rolle?

Die geringere Sprechspannung im Spanischen führt bei Lernenden oft zu artikulatorischen Flüchtigkeiten oder einer fehlerhaften Realisierung deutscher Konsonanten, wie der Aspiration von Plosiven.

Welchen Einfluss haben die untersuchten R-Allophone auf die Lernenden?

Die Lernenden übertragen häufig das spanische Zungenspitzen-R auf das Deutsche, was den auditiven Eindruck der Aussprache beeinflusst, auch wenn es selten zur Bedeutungsveränderung führt.

Wie unterscheidet sich die Behandlung der Auslautverhärtung?

Da das Spanische keine Auslautverhärtung kennt, fällt es Probanden schwer, stimmhafte Konsonanten im Auslaut korrekt als stimmlose Laute zu realisieren, was zu fehlerhaften Aussprachen führt.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kontrastive Phonetik. Analyse der Ausgangssprache Spanisch zur Zielsprache Deutsch
Hochschule
Universität Leipzig
Note
1,3
Autor
Maria Beyer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
30
Katalognummer
V380436
ISBN (eBook)
9783668595859
ISBN (Buch)
9783668595866
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kontrastive phonetik analyse ausgangssprache spanisch zielsprache deutsch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maria Beyer (Autor:in), 2016, Kontrastive Phonetik. Analyse der Ausgangssprache Spanisch zur Zielsprache Deutsch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/380436
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Leseprobe aus  30  Seiten
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