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Darstellung der ehelichen Güterstände und deren Auswirkungen auf die Erbschaft- und Schenkungsbesteuerung

Título: Darstellung der ehelichen Güterstände und deren Auswirkungen auf die Erbschaft- und Schenkungsbesteuerung

Trabajo Escrito , 2017 , 16 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Eduard Buscholl (Autor)

Derecho - Derecho tributario
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Diese Hausarbeit soll zunächst einen Überblick der ehelichen Güterstände aus zivilrechtlicher Sicht vermitteln. Das dritte Kapitel behandelt die erbschaft- und schenkungsteuerrechtlichen Konsequenzen, die mit dem jeweiligen Güterstand verbunden sind. Mit einer abschließenden Betrachtung schließt die Ausarbeitung.

Es ist nicht unüblich, dass Ehegatten sich zu ihren gegenseitigen Alleinerben bestimmten, falls einer der beiden Partner stirbt. Als prominentes Beispiel der letzten Monate, kann der Erbfall des Altkanzlers Helmut Kohl herangezogen werden. Aus dem Erbschein, den das Nachlassgericht in Ludwigshafen am Rhein im August diesen Jahres ausgestellt hatte, ging hervor, dass der gesamte Nachlass an Kohls zweite Frau, Maike Kohl-Richter, vererbt werden sollte. Mit Kohls Söhnen aus erster Ehe, zu denen das Ehepaar kein gutes Verhältnis mehr gepflegt habe, soll die Erbfrage noch zu Lebzeiten des im Juni 2017 Verstorbenen geklärt worden sein. SPIEGEL Angaben zufolge, sollen die beiden Söhne je 400.000 Euro und deren jeweiliges Kind je 100.000 Euro erhalten haben. Im Gegenzug hatten die Söhne Walter und Peter eine Pflichtteils-Verzichtserklärung unterschrieben. Diese Summe soll auch in etwa dem Pflichtteil entsprochen haben. Das dabei die steuerlichen Freibeträge des § 16 Abs. 1 Nr. 2 und Nr. 3 ErbStG eingehalten wurden zeigt die Sinnhaftigkeit einer steuerlichen Beratung bei hohen Erbschaften. Das im vorstehenden Fall eine Vielzahl von erbschaftsrechtlichen Aspekten angesprochen wird, verdeutlicht wie vorteilhaft eine frühzeitige Auseinandersetzung mit diesem Thema sein kann. So ersparten sich die beteiligten Kohl-Erben durch die Gestaltungsmöglichkeit der Schenkung eine kostspielige Auseinandersetzung vor Gericht. Das es aber auch noch eine Reihe anderer Regelungen gibt, die die Erbschaft und Schenkung betreffen, lässt dieser Fall nur erahnen. Die nächste Frage die sich stellt, betrifft die steuerlichen Folgen für die Witwe Maike Kohl-Richter.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Eheliche Güterstände im Zivilrecht

2.1 Gesetzlicher Güterstand – Die Zugewinngemeinschaft

2.1.1 Erbrechtlicher Zugewinnausgleich

2.1.2 Güterrechtlicher Zugewinnausgleich

2.2 Vertraglicher Güterstand – Die Gütertrennung

2.3 Vertraglicher Güterstand – Die Gütergemeinschaft

3 Konsequenzen im Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht

3.1 Schenkungsteuer

3.2 Beendigung der Ehe von Todes wegen

3.2.1 In der Zugewinngemeinschaft

3.2.2 In der Gütertrennung

3.2.3 In der Gütergemeinschaft

3.3 Beendigung des Güterstands in anderen Fällen

3.3.1 In der Zugewinngemeinschaft

3.3.2 In der Gütertrennung

3.3.3 In der Gütergemeinschaft

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die zivilrechtlichen ehelichen Güterstände und analysiert deren Auswirkungen auf die Erbschaft- und Schenkungsteuer bei verschiedenen Beendigungsarten der Ehe, um Gestaltungsmöglichkeiten zur Vermögenserhaltung aufzuzeigen.

  • Zivilrechtliche Einordnung der ehelichen Güterstände (Zugewinngemeinschaft, Gütertrennung, Gütergemeinschaft).
  • Steuerrechtliche Behandlung von Schenkungen unter Lebenden im Ehekontext.
  • Erbschaftsteuerliche Konsequenzen bei Beendigung der Ehe durch den Tod eines Partners.
  • Auswirkungen der Güterstandsbeendigung durch Scheidung oder Aufhebung auf die Steuerlast.
  • Strategische Gestaltungsmöglichkeiten zur steueroptimierten Vermögensnachfolge.

Auszug aus dem Buch

2.1 Gesetzlicher Güterstand – Die Zugewinngemeinschaft

Ohne Ehevertrag, gilt die Zugewinngemeinschaft als gesetzlicher Güterstand (§ 1363 Abs. 1 BGB). Dies sorgt aber nicht zu einer Verschmelzung der Vermögensmassen. Auch während der Zugewinngemeinschaft können beide Ehepartner eigenständige Verträge schließen und alleiniges Eigentum an Gegenständen und Rechten erwerben (§ 1363 Abs. 2 S.1 BGB). Nach Beendigung des Güterstands (z.B. durch Aufhebung, Scheidung oder Tod), erhält der überlebende Ehegatte einen finanziellen Ausgleich des in der Ehe erwirtschafteten Vermögens (§ 1363 Abs. 2 S. 2 BGB). Endet der Güterstand der Zugewinngemeinschaft durch den Tod eines Ehepartners, gibt es gesetzlich zwei Möglichkeiten, wie der Zugewinnausgleich zustande kommen kann:

2.1.1 Erbrechtlicher Zugewinnausgleich

Um die pauschale Erhöhung um weitere 25 % der Erbmasse zu erhalten, muss der überlebende Ehegatte gesetzlicher Erbe sein und darf die Erbschaft nicht ausschlagen. Diese Erhöhung führt wegen des gesetzlichen Ehegattenerbteils nach § 1931 Abs. 1 BGB zu einem Anteil am Nachlass des verstorbenen Ehepartners in Höhe von 50 %. Darüber hinaus kann sich der Erbanteil des überblenden Ehegatten um ein weiteres Viertel erhöhen, wenn keine Erben 1. Ordnung vorhanden wären.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Einführung in die Thematik der erbrechtlichen Gestaltung und der Relevanz steuerlicher Beratung am Beispiel prominenter Erbfälle.

2 Eheliche Güterstände im Zivilrecht: Erläuterung der gesetzlichen und vertraglichen Güterstände im BGB sowie deren grundlegende zivilrechtliche Wirkung.

2.1 Gesetzlicher Güterstand – Die Zugewinngemeinschaft: Detaillierte Darstellung des gesetzlichen Güterstands und der zwei Varianten des Zugewinnausgleichs bei Tod.

2.1.1 Erbrechtlicher Zugewinnausgleich: Erläuterung der pauschalen Erhöhung des Erbteils als Ausgleichslösung bei Tod.

2.1.2 Güterrechtlicher Zugewinnausgleich: Analyse des Zahlungsanspruchs auf den tatsächlichen Zugewinn bei Ausschluss von der Erbfolge oder Ausschlagung.

2.2 Vertraglicher Güterstand – Die Gütertrennung: Kurze Vorstellung der Gütertrennung als vertragliche Alternative zur Zugewinngemeinschaft.

2.3 Vertraglicher Güterstand – Die Gütergemeinschaft: Beschreibung der Verschmelzung der Vermögen zum Gesamtgut und der Abgrenzung von Sonder- und Vorbehaltsgut.

3 Konsequenzen im Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht: Systematische Unterscheidung zwischen Erwerb von Todes wegen und Schenkung unter Lebenden.

3.1 Schenkungsteuer: Erörterung der steuerrechtlichen Schenkungsbegriffe und der steuerlichen Auswirkungen bei Güterstandsbegründungen.

3.2 Beendigung der Ehe von Todes wegen: Analyse der steuerlichen Folgen für den überlebenden Ehegatten in verschiedenen Güterständen bei Tod des Partners.

3.2.1 In der Zugewinngemeinschaft: Untersuchung der Steuerbefreiung des fiktiven Zugewinnausgleichs im Todesfall.

3.2.2 In der Gütertrennung: Betrachtung der steuerlichen Konsequenzen bei ausbleibendem Zugewinnausgleich im Todesfall.

3.2.3 In der Gütergemeinschaft: Darstellung der steuerbaren Erwerbe bei der gesetzlichen oder fortgesetzten Gütergemeinschaft.

3.3 Beendigung des Güterstands in anderen Fällen: Steuerliche Würdigung der Güterstandsbeendigung durch Scheidung, Aufhebung oder Wechsel.

3.3.1 In der Zugewinngemeinschaft: Erläuterung der Steuerfreiheit der Ausgleichsforderung bei Scheidung.

3.3.2 In der Gütertrennung: Bestätigung des fehlenden steuerlichen Tatbestands bei Scheidung im Güterstand der Gütertrennung.

3.3.3 In der Gütergemeinschaft: Analyse der hälftigen Vermögensaufteilung bei Beendigung der Gütergemeinschaft.

4 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Güterstandswahl als steueroptimierendes Gestaltungsinstrument.

Schlüsselwörter

Eheliche Güterstände, Zugewinngemeinschaft, Gütertrennung, Gütergemeinschaft, Erbschaftsteuer, Schenkungsteuer, Vermögensnachfolge, Zugewinnausgleich, Erwerb von Todes wegen, Schenkung unter Lebenden, steuerliche Gestaltung, Familienunternehmen, Gesamthandsvermögen, Freibeträge, Vermögensauseinandersetzung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den zivilrechtlichen Güterständen von Ehegatten und deren steuerrechtlichen Auswirkungen, insbesondere im Kontext der Erbschaft- und Schenkungsteuer.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind der Vergleich zwischen Zugewinngemeinschaft, Gütertrennung und Gütergemeinschaft sowie die differenzierte steuerliche Behandlung dieser Modelle bei Ehebeendigung durch Tod oder Scheidung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Wahl des Güterstands genutzt werden kann, um eine steueroptimierte Vermögensnachfolge zu ermöglichen und die Steuerlast im Erbfall zu minimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine juristische und steuerrechtliche Analyse von Gesetzestexten (BGB, ErbStG), Kommentarliteratur sowie einschlägiger Rechtsprechung von BFH und BGH.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die zivilrechtliche Darstellung der Güterstände und die darauf aufbauende Untersuchung der erbschaft- und schenkungsteuerrechtlichen Konsequenzen bei verschiedenen Beendigungsszenarien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Eheliche Güterstände, Zugewinnausgleich, Erbschaftsteuer, Steuergestaltung und Vermögensnachfolge.

Wie unterscheidet sich die erbrechtliche von der güterrechtlichen Lösung beim Zugewinnausgleich?

Die erbrechtliche Lösung führt zu einer pauschalen Erhöhung des Erbteils um 25 %, während die güterrechtliche Lösung einen konkreten Zahlungsanspruch auf den tatsächlich errechneten Zugewinn vorsieht.

Ist die Ausgleichsforderung bei einer Scheidung steuerpflichtig?

Nein, der BFH hat entschieden, dass die Ausgleichsforderung bei Beendigung des Güterstands der Zugewinngemeinschaft durch Scheidung nicht steuerbar ist.

Was ist bei einer fortgesetzten Gütergemeinschaft steuerlich zu beachten?

Hier wird der Gesamtgutsanteil des Verstorbenen so behandelt, als wäre er direkt den Abkömmlingen zugefallen, was für diese einen Erwerb von Todes wegen darstellt.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Darstellung der ehelichen Güterstände und deren Auswirkungen auf die Erbschaft- und Schenkungsbesteuerung
Universidad
Pforzheim University  (Wirtschaft und Recht)
Curso
Besteuerung der Vermögensnachfolge
Calificación
1,0
Autor
Eduard Buscholl (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
16
No. de catálogo
V380601
ISBN (Ebook)
9783668573543
ISBN (Libro)
9783668573550
Idioma
Alemán
Etiqueta
Ehelicher Güterstand Zugewinngemeinschaft Gütertrennung Zugewinnausgleich Erbrechtliche Lösung Güterrechtliche Lösung Erbschaftsteuer Schenkungsteuer Erbschaft- und Schenkungsteuer Fiktiver Zugewinnausgleich
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Eduard Buscholl (Autor), 2017, Darstellung der ehelichen Güterstände und deren Auswirkungen auf die Erbschaft- und Schenkungsbesteuerung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/380601
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