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Bürgerschaftliches Engagement in Deutschland

Titre: Bürgerschaftliches Engagement in Deutschland

Essai , 2005 , 6 Pages , Note: 2.0

Autor:in: Chrystina Kunze (Auteur)

Pédagogie - Sociologie pédagogique
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Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend führte das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest Sozialforschung repräsentative Telefonumfragen in den Jahren 1999 und 2004 durch. Mit Hilfe von etwa 15.000 zufällig ausgewählten BürgerInnen ab 14 Jahren sollte die Entwicklung sowie die gegenwärtige Situation des freiwilligen Engagements, dem „wichtigsten Thema der modernen Bürgergesellschaft“ in Deutschland erfasst werden.
Anhand dieser Umfrage war insgesamt zu erkennen, dass sich bereits das öffentliche Bild gemeinnütziger Arbeit und freiwilligen Engagements in einem Zeitintervall von lediglich fünf Jahren deutlich verbessert hat. So konnten 70% der im Jahr 2004 befragten BürgerInnen die Frage nach einer ehrenamtlichen Tätigkeit bejahen, was im Vergleich zum Jahr 1999 einen Anstieg des freiwilligen Engagements um zwei Prozentpunkte bedeutet. Dabei verwiesen 36% der Engagierten auf eine längerfristige Tätigkeit vor allem in den Bereichen: Sport und Bewegung, Kultur und Musik, Kirche und Religion und betreuenden Einrichtungen wie z.B. Kindergarten und Schule. 42% der Befragten gab an, sogar in mehr als nur einer Tätigkeit ehrenamtlich wirksam zu sein, was im Vergleich zur Erstbefragung im Jahr 1999 einen Anstieg um fünf Prozentpunkte ausmachte.
Das Hauptaugenmerk engagierter Frauen lag dabei sowohl auf den Bereichen Schule und Kindergarten, Kirche und Religion als auch auf dem sozialen sowie sportlichen Bereich. Dem entgegen waren Männer vorrangig in den Bereichen Freizeit / Geselligkeit, Kultur und Musik, Kirche und Religion sowie Politik und Interessenvertretung ehrenamtlich tätig.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Bürgerschaftliches Engagement in Deutschland

2. Strukturwandel des bürgerschaftlichen Engagements

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen Stand und die Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland auf Basis repräsentativer Umfragedaten der Jahre 1999 und 2004, um den soziokulturellen Wandel des Ehrenamtes sowie dessen theoretische Fundierung zu beleuchten.

  • Analyse der Engagementquoten und demografischer Unterschiede
  • Identifikation motivationaler Veränderungen im freiwilligen Engagement
  • Untersuchung des Wandels von familialen zu individuenzentrierten Motiven
  • Darstellung politisch-programmatischer Leitbilder (Kommunitarismus, Zivilgesellschaft)
  • Bedeutung des Sozialkapitals für den sozialen Zusammenhalt

Auszug aus dem Buch

Strukturwandel des bürgerschaftlichen Engagements

Seit den 80er Jahren unterliegt das freiwillige / ehrenamtliche Engagement einem rapiden Modernisierungstrend, der Veränderungen in zweierlei Hinsicht mit sich führt. Praktisch erkennbar werden diese Veränderungen bereits an der Vielzahl an Möglichkeiten, den Terminus des bürgerschaftlichen Engagements begrifflich zu erfassen. In diesem Zusammenhang finden im alltäglichen Sprachgebrauch häufig Termini wie Freiwilligkeit, Ehrenamt, bürgerschaftliches Engagement, gemeinnützige Aufgaben Verwendung, wobei die semantische Abgrenzung derer kaum möglich ist.

Insgesamt veranschaulicht diese morphologische Vielfalt genau die Metamorphose, die das bürgerschaftliche Engagement (in der Wissenschaft scheint sich dieser Terminus zu etablieren) in Deutschland derzeit vollzieht und die einem „intensiven, doppelten Wandlungsprozeß“ gleichkommt.

Zusammenfassung der Kapitel

Bürgerschaftliches Engagement in Deutschland: Dieses Kapitel wertet die TNS Infratest-Umfragen aus, um einen Anstieg der Engagementbereitschaft sowie Veränderungen in den Tätigkeitsbereichen zwischen 1999 und 2004 aufzuzeigen.

Strukturwandel des bürgerschaftlichen Engagements: Hier werden die theoretischen Hintergründe des modernen Wandels diskutiert, wobei insbesondere motivationale Faktoren und soziologische Theorien wie der Kommunitarismus und das Sozialkapital-Theorem betrachtet werden.

Schlüsselwörter

Bürgerschaftliches Engagement, Ehrenamt, Freiwilligenarbeit, TNS Infratest, Strukturwandel, Modernisierungstrend, Soziales Kapital, Kommunitarismus, Zivilgesellschaft, Gemeinwohl, Bürgergesellschaft, Motivation, Sozialer Zusammenhalt, Demografischer Wandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Untersuchung grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entwicklung und den aktuellen Status des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland unter Berücksichtigung empirischer Daten der Jahre 1999 bis 2004.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind der Anstieg des freiwilligen Engagements, die demografische Verteilung der Engagierten sowie die soziologische Einordnung des Wandels vom traditionellen Ehrenamt zum modernen Engagement.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der freiwilligen Tätigkeit zu erfassen und zu erklären, warum sich das Verständnis und die Ausübung dieses Engagements in der modernen Gesellschaft verändert haben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Datenbasis verwendet?

Es wurde eine repräsentative Trenderhebung des Meinungsforschungsinstituts TNS Infratest genutzt, die durch Telefonumfragen unter 15.000 Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt wurde.

Was wird im theoretischen Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Ansätzen des Wandels, darunter das Kommunitarismus-Theorem, die Zivilgesellschaft sowie das Konzept des Sozialkapitals nach Robert Putnam.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Bürgerschaftliches Engagement, Sozialkapital, Strukturwandel, Gemeinwohl und Freiwilligkeit.

Welche Altersgruppen zeigten den stärksten Zuwachs beim Engagement?

Besonders die Altersgruppe der über 55-Jährigen, aber auch Erwerbslose, Hausfrauen und Rentner verzeichneten laut den Daten einen deutlichen Anstieg ihrer Engagementquoten.

Wie unterscheidet sich das "neue" Ehrenamt vom "alten"?

Das neue Ehrenamt ist zunehmend durch eine kürzere, befristete Dauer und eine höhere Individualisierung gekennzeichnet, während moralisch-familiale Verpflichtungen als Motivationsquelle an Bedeutung verlieren.

Welche Rolle spielt das Sozialkapital für die Gesellschaft?

Das Sozialkapital fungiert als Katalysator für gesellschaftliche Vernetzung und gegenseitiges Vertrauen, was wiederum als Basis für einen stabilen sozialen Zusammenhalt verstanden wird.

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Résumé des informations

Titre
Bürgerschaftliches Engagement in Deutschland
Université
Martin Luther University  (Institut für Pädagogik)
Cours
Engagement und Organisation
Note
2.0
Auteur
Chrystina Kunze (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
6
N° de catalogue
V38084
ISBN (ebook)
9783638372626
Langue
allemand
mots-clé
Bürgerschaftliches Engagement Deutschland Engagement Organisation
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Chrystina Kunze (Auteur), 2005, Bürgerschaftliches Engagement in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38084
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