Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Philosophie - Sonstiges

Auseinandersetzung mit John Leslie Mackies "Die Subjektivität der Werte". Alternative Betrachtungsweisen durch die Abschwächung der Teilargumente aus der Absonderlichkeit

Titel: Auseinandersetzung mit John Leslie Mackies "Die Subjektivität der Werte". Alternative Betrachtungsweisen durch die Abschwächung der Teilargumente aus der Absonderlichkeit

Hausarbeit , 2017 , 19 Seiten

Autor:in: Julius Sieboldt (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In seinem Buchkapitel „Die Subjektivität der Werte“ bestreitet der australische Philosoph John Leslie Mackie die Existenz objektiver Werte mithilfe verschiedener Argumente. Eines dieser Argumente ist das sogenannte Argument aus der Absonderlichkeit. In dieser Hausarbeit werde ich als Basis der Betrachtungen zunächst die Kernpunkte des Argumentes aus der Absonderlichkeit herausstellen, um anschließend kritisch auf sie einzugehen. Das Ziel der vorliegenden Hausarbeit ist es weder die Argumente Mackies nachhaltig zu widerlegen, noch vollständig ausgearbeitete Alternativbetrachtungen zu liefern. Die Idee ist es, Mackies Teilargumente aus dem Argument aus der Absonderlichkeit abzuschwächen, um anschließend Vorschläge für alternative Betrachtungsweisen als Impulse für zukünftige Untersuchungen anzubieten. Vor allem soll die vorliegende Arbeit darauf hinweisen, dass die Probleme beim Argumentieren für objektive Werte, welche Mackie in seinem Argument aus der Absonderlichkeit aufzeigt, mithilfe alternativer Betrachtungsweisen umgangen werden können.

Mackie unterteilt sein Argument aus der Absonderlichkeit in einen epistemischen und einen metaphysischen Teil. Das Argument lässt sich in drei Punkte unterteilen. In diesem Kapitel werde ich diese drei wesentlichen Aspekte des Argumentes kurz zusammenfassen. Gäbe es objektive moralische Werte, so Mackie, müssten diese eine ganz besondere, von allen anderen Dingen der Welt verschiedene Beschaffenheit besitzen. Es gäbe keine uns bekannten, vergleichbaren Wesenheiten, Qualitäten oder Beziehungen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Argument aus der Absonderlichkeit

3. Kritische Betrachtungen

3.1 Erkenntnisvermögen und metaphysische Beschaffenheit

3.2 natürliche vs. moralische Eigenschaften

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit John Leslie Mackies „Argument aus der Absonderlichkeit“ auseinander. Ziel ist es, Mackies Position nicht umfassend zu widerlegen, sondern durch alternative Betrachtungsweisen Schwachstellen in seiner Argumentation aufzuzeigen und Impulse für eine konstruktive Auseinandersetzung mit der Existenz objektiver moralischer Werte zu geben.

  • Analyse der metaphysischen und epistemischen Kernpunkte von Mackies Argument.
  • Untersuchung des Verhältnisses zwischen natürlichen Tatsachen und moralischen Urteilen.
  • Kritische Reflexion der sogenannten „Absonderlichkeit“ objektiver moralischer Werte.
  • Entwicklung eines Modells basaler moralischer Grundlagen zur Umgehung von Mackies Einwänden.
  • Vergleich moralischer Kategorisierungen mit abstrakten Konstrukten wie Zahlen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Erkenntnisvermögen und metaphysische Beschaffenheit

Objektive Werte, so Mackie, müssten, wenn sie existierten, eine einzigartige, sonderbare Beschaffenheit besitzen, welche sich von allen anderen Dingen der Welt unterschiede. Um sie zu erkennen müssten wir ein seltsames und einzigartiges Erkenntnisvermögen annehmen. Objektive Werte können nämlich, eben aufgrund ihrer einzigartigen Beschaffenheit, weder über sinnliche Wahrnehmung, noch allein mittels Vernunft erkannt werden.

Wieso wäre jedoch genau dieses Erkenntnisvermögen so besonders? Selbst wenn die Beschaffenheit objektiver Werte sich grundlegend von der Beschaffenheit aller anderen Dinge unterschiede, wäre das noch kein ausreichendes Argument dafür, dass es weniger möglich oder wahrscheinlich wäre sie wahrnehmen zu können. Eine seltsame metaphysische Beschaffenheit scheint weder etwas über das tatsächliche Vorhandensein eines Dinges auszusagen, noch über unsere Fähigkeit dieses Ding zu erkennen.

So fällt es uns beispielsweise nicht schwer die Existenz von Zahlen, trotz ihrer abstrakten Beschaffenheit, zuzugestehen. Wieso fällt es uns jedoch so viel leichter, den Zahlen eine objektive Existenzgrundlage zuzuordnen?

Um das zu verstehen, muss zunächst geklärt werden, wo Zahlen ihren Ursprung haben bzw. was ihre „abstrakte Beschaffenheit“ überhaupt ausmacht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in John Leslie Mackies Kritik an objektiven Werten ein und formuliert das Ziel, dessen Argumentation durch alternative Ansätze zu relativieren.

2. Das Argument aus der Absonderlichkeit: Es werden Mackies epistemische und metaphysische Einwände gegen objektive moralische Werte zusammengefasst, insbesondere die Forderung nach einem besonderen Erkenntnisvermögen.

3. Kritische Betrachtungen: Dieser Teil hinterfragt die Notwendigkeit absonderlicher Annahmen, indem er alternative Modelle für moralisches Urteilen und die Beziehung zwischen deskriptiven und präskriptiven Eigenschaften diskutiert.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass Mackies Position durch plausiblere, basale Modelle moralischer Grundlagen ergänzt oder in Teilen entkräftet werden kann.

Schlüsselwörter

John Leslie Mackie, Argument aus der Absonderlichkeit, Metaethik, objektive Werte, moralische Urteile, Präskriptivität, metaphysische Beschaffenheit, Erkenntnisvermögen, natürliche Tatsachen, moralische Tatsachen, Subjektivität der Werte, Handlungsanleitung, moralische Praxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch das „Argument aus der Absonderlichkeit“ des Philosophen John Leslie Mackie, welches die Existenz objektiver moralischer Werte bestreitet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die metaphysische Beschaffenheit moralischer Werte, das geforderte „absonderliche“ Erkenntnisvermögen sowie der Übergang von deskriptiven, natürlichen Tatsachen zu präskriptiven, moralischen Werten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Mackies Argumente abzuschwächen und durch alternative Sichtweisen aufzuzeigen, wie die Probleme der Objektivität in der Moral umgangen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine philosophisch-argumentative Methode, die bestehende Thesen Mackies durch logische Gegenentwürfe und Analogieschlüsse hinterfragt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine kritische Auseinandersetzung mit dem Erkenntnisvermögen und der metaphysischen Beschaffenheit von Werten sowie eine Diskussion über die Unterscheidung zwischen natürlichen und moralischen Eigenschaften.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Metaethik, Präskriptivität, moralische Tatsachen und der von Mackie postulierte Gegensatz zwischen Werten und natürlichen Entitäten.

Warum zieht der Verfasser Vergleiche zu Zahlen?

Der Vergleich dient dazu aufzuzeigen, dass wir abstrakte Entitäten (wie Zahlen) akzeptieren, ohne ihre objektive Existenz als „absonderlich“ zu bezeichnen, was die Strenge von Mackies Kritik relativieren soll.

Wie geht die Arbeit mit dem Beispiel der „Grausamkeit“ um?

Die Arbeit argumentiert, dass Grausamkeit nicht bloß eine natürliche Tatsache ist, sondern bereits moralische Wertungen in sich trägt, womit das Problem der Ableitung von Moral aus der Natur abgeschwächt wird.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Auseinandersetzung mit John Leslie Mackies "Die Subjektivität der Werte". Alternative Betrachtungsweisen durch die Abschwächung der Teilargumente aus der Absonderlichkeit
Autor
Julius Sieboldt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V380947
ISBN (eBook)
9783668578708
ISBN (Buch)
9783668578715
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Subjektivität der Werke John Leslie Mackie Werte Argument Absonderlichkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julius Sieboldt (Autor:in), 2017, Auseinandersetzung mit John Leslie Mackies "Die Subjektivität der Werte". Alternative Betrachtungsweisen durch die Abschwächung der Teilargumente aus der Absonderlichkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/380947
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum