Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Didactique de l'Allemand - Pédagogie, Linguistique

Interkulturelles Lernen im Deutschunterricht. Der Dialekt Kiez-Deutsch

Titre: Interkulturelles Lernen im Deutschunterricht. Der Dialekt Kiez-Deutsch

Dossier / Travail , 2017 , 19 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Fenja Jensen (Auteur)

Didactique de l'Allemand - Pédagogie, Linguistique
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Im Rahmen des Seminars ,,Interkulturalität- Kommunikation und Reflexion“ an der Europauniversität Flensburg wurde die These ,,Interkulturelle Kommunikation spielt im Unterrichtsgeschehen des Deutschunterrichts der Sekundarstufe keine Rolle“ aufgestellt und diskutiert. Es soll dargestellt und erläutert werden, wie diese These widerlegt werden kann und welche Rolle ,,Interkulturelle Kommunikation“ verbunden mit dem ,,Interkulturellen Lernen“ im Deutschunterricht einnehmen kann. Als Beispiel wird dafür der Dialekt ,,Kiez-Deutsch“ genauer betrachtet und beschrieben.

Dabei werden zunächst die Begriffe ,,Kultur“, ,,Interkulturalität“ und ,,Interkulturelle Kommunikation“ definiert und verdeutlicht, was unter diesem Begriff zu verstehen ist. Anschließend wird dargestellt, in welchem Zusammenhang ,,Interkulturalität“ und Schule stehen, wie dies im Lehrplan verankert ist und dabei besonders auf interkulturelles Lernen und interkulturelle Kompetenz eingegangen. In einer Sachanalyse folgt dann die Beschreibung und Erklärung von Kiez-Deutsch, wo sich insbesondere auf den Begriff, auf die Sprecherinnen und Sprecher und die grammatischen Merkmale konzentriert wird. Danach werden dann unter dem Punkt ,,Methodische Überlegungen“ die Was- und Wie-Entscheidungen beschrieben und Überlegungen zum Kiez-Deutsch im Unterricht dargestellt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffe und Definitionen

3. Interkulturelle Kompetenz in der Schule

4. Sachanalyse- Kiez-Deutsch

4.1 Der Begriff ,,Kiez-Deutsch“

4.2 Wer spricht Kiez-Deutsch?

4.3 Merkmale und grammatische Innovationen

4.3.1 Neue Ortsangaben

4.3.2 Verkürzungen

4.3.3 Neue Aufforderungswörter und Partikel:

4.3.4 Wortstellung

4.3.5 Funktionsverbgefüge

4.3.6 Neue Ausdrücke

5. Methodische Überlegungen

6. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die These zu widerlegen, dass interkulturelle Kommunikation im Deutschunterricht der Sekundarstufe keine Rolle spiele. Dabei wird untersucht, wie interkulturelles Lernen durch die Thematisierung von Kiez-Deutsch, als ein aus der kulturellen Heterogenität entstandener Dialekt, sinnvoll in den Unterricht integriert und zur Förderung interkultureller Kompetenz genutzt werden kann.

  • Grundlagen der interkulturellen Kommunikation und Kompetenz in der Schule
  • Sachanalyse zum Dialekt Kiez-Deutsch (Definition, Sprecher, grammatische Merkmale)
  • Didaktische Konzepte für einen integrativen Grammatikunterricht
  • Verknüpfung von Sprachreflexion mit interkulturellen Lernzielen
  • Förderung der Perspektivübernahme und Toleranz im Unterricht

Auszug aus dem Buch

4.3.3 Neue Aufforderungswörter und Partikel:

Im Kiez-Deutschen sind auch aus der Verkürzung und dem informellen Sprachgebrauch neue Aufforderungswörter entstanden. Modalverben und das anschließende Personalpronomen wurden zusammengefügt und ein neues Wort ist entstanden ,,Lassma Kino gehen“ ,,Musstu Schule gehen“.

Diese Wörter signalisieren zu Beginn des Satzes, dass eine Aufforderung oder ein Vorschlag folgt. Bei der Verwendung des Wortes ,,Lassma“ bezieht sich der Sprecher automatisch mit ein (sprecherinklusiv) , ,,musstu“ ist hingegen als Aufforderung für den Hörer zu verstehen (sprecherexklusiv). Diese Wörter nehmen die Form eines Partikels ein, da sie im Satz nicht durch Flexion verändert werden können. Zudem stehen sie immer in einer Infinitivkombination, da sie von den Verben ,,müssen“ und ,,lassen“ kommen, die im Standarddeutschen ebenfalls einen Infinitiv verlangen.

Im Standarddeutschen kennen wir Sätze, in denen ein Partikel + ein Infinitiv zusammen stehen, wie z.B. ,,Bitte aussteigen“. Sätze, wie ,,Lassma Kino gehen“ oder ,,Musstu Schule gehen“ sind dazu im Aufbau parallel.

Neben ,,lassma“ und ,,musstu“ gibt es im Kiez-Deutsch weitere neue Partikel, wie ,,ischwör“ oder ,,gibs“.

,,Ischwör“ stammt von dem Verb ,,schwören“ und wird dazu benutzt, den Wahrheitsgehalt von Aussagen hervorzuheben und sie besonders zu betonen (Wiese, 2012:70). Ihre Schwester ist voll schön. Ischwör. Ich hab 3 Stunden gebraucht, Alter. Ischwör.

Auch das Verb ,,glauben“ wurde im Kiez-Deutschen zu einem Partikel. Aus ,,glaube ich“ ist glaubich“. Genauso wie ,,ischwör“ bezieht sich der Partikel auf den Wahrheitsgehalt einer Aussage. ,,Glaubich“ schwächt hingegen die Aussage. Standardeutsch: Da hinten, glaube ich, kommt der Bus. Kiez-Deutsch: Da hinten kommt glaubich der Bus.

Ein letztes Beispiel für die Entstehung eines neuen Partikels ist das Wort ,,gibs“. Im informellen Sprachgebrauch des Deutschen ist es ganz normal, dass diese Form für den Ausdruck ,,es gibt“ verwendet wird. Im Kiez-Deutsch wurde diese Form dementsprechend zu einem festen Wort.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die kulturelle Vielfalt in Deutschland dar und leitet die Forschungsfrage ab, ob und wie interkulturelle Kommunikation im Deutschunterricht thematisiert werden kann.

2. Begriffe und Definitionen: Hier werden die theoretischen Grundlagen für die Begriffe Kultur, Interkulturalität und interkulturelle Kommunikation geschaffen.

3. Interkulturelle Kompetenz in der Schule: Dieses Kapitel erläutert die Verankerung interkulturellen Lernens in Lehrplänen und Bildungsstandards sowie dessen Bedeutung als Querschnittaufgabe der Schule.

4. Sachanalyse- Kiez-Deutsch: Das Kapitel bietet eine detaillierte sprachwissenschaftliche Untersuchung des Dialekts Kiez-Deutsch, inklusive seiner grammatischen Besonderheiten und lexikalischen Neuerungen.

5. Methodische Überlegungen: Es werden konkrete didaktische Wege aufgezeigt, wie Kiez-Deutsch induktiv und praxisnah im Grammatikunterricht behandelt werden kann.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Kiez-Deutsch ein geeignetes Mittel ist, um interkulturelle Kompetenz zu fördern und den Grammatikunterricht für Schüler motivierender zu gestalten.

Schlüsselwörter

Kiez-Deutsch, Interkulturelle Kompetenz, Deutschunterricht, Jugendsprache, Grammatikunterricht, Interkulturalität, Sprachreflexion, Sprachgebrauch, Mehrsprachigkeit, Multikulturelle Gesellschaft, Sprachliche Variation, Didaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Thema interkulturelle Kommunikation sinnvoll in den Deutschunterricht der Sekundarstufe integriert werden kann, um interkulturelle Kompetenz bei Schülern zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung interkultureller Begriffe, der Bildungsauftrag der Schule bezüglich Interkulturalität, eine linguistische Sachanalyse des Dialekts Kiez-Deutsch und dessen didaktische Umsetzung im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die These zu widerlegen, dass interkulturelle Kommunikation im Deutschunterricht keine Rolle spiele, und aufzuzeigen, wie Kiez-Deutsch als Lerngegenstand zur Förderung interkultureller Kompetenz genutzt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Aufarbeitung bestehender Begriffe und Literatur sowie auf eine linguistische Sachanalyse der sprachlichen Merkmale des Kiez-Deutschen, ergänzt durch didaktische Überlegungen für die Unterrichtspraxis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition zentraler Begriffe, die Darstellung der Bedeutung interkultureller Kompetenz in der Schule, eine detaillierte Sachanalyse der grammatischen und lexikalischen Innovationen des Kiez-Deutschen sowie eine Reflexion über methodische Umsetzungsmöglichkeiten im Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kiez-Deutsch, interkulturelle Kompetenz, Sprachreflexion, Grammatikunterricht und interkulturelles Lernen charakterisiert.

Warum wird gerade Kiez-Deutsch als Beispiel gewählt?

Kiez-Deutsch wird als Beispiel gewählt, weil es ein aus der kulturellen Heterogenität in Deutschland entstandener Dialekt ist, der unmittelbar aus der Lebenswelt der Jugendlichen stammt und somit hohes Motivationspotenzial für den Unterricht bietet.

Wie unterscheidet sich die methodische Herangehensweise von einem traditionellen Grammatikunterricht?

Im Gegensatz zum traditionellen Grammatikunterricht, der oft negativ wahrgenommen wird, schlägt die Autorin ein induktives, praxisnahes Vorgehen vor, bei dem Schüler ihre eigene Sprache und deren Wandel reflektieren, anstatt isolierte Regeln zu pauken.

Fin de l'extrait de 19 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Interkulturelles Lernen im Deutschunterricht. Der Dialekt Kiez-Deutsch
Université
University of Flensburg
Note
1,3
Auteur
Fenja Jensen (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
19
N° de catalogue
V380990
ISBN (ebook)
9783668575400
ISBN (Livre)
9783668575417
Langue
allemand
mots-clé
interkulturelles lernen deutschunterricht dialekt kiez-deutsch
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Fenja Jensen (Auteur), 2017, Interkulturelles Lernen im Deutschunterricht. Der Dialekt Kiez-Deutsch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/380990
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint