Der roi connétable im Politischen Testament Friedrichs II. von 1752. Die militärische Stellung des preußischen Königs


Hausarbeit, 2017
28 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Forschungsstand
1.2 Zur Person Friedrichs II.

2. Das Politische Testament von 1752
2.1. Entstehung, Anlass, Gattung und Überblick des Politischen Testamentes
2.2 Der roi connétable im Politischen Testament von 1752
2.2.1 Begriffserklärung: roi connétable
2.2.2 Roi connétable: gelehrt und erfahren
2.2.3 Roi connétable: verantwortlich, fürsorglich, vorbildlich
2.2.4 Zwischenfazit

3. Der roi connétable in anderen Selbstzeugnissen

4. Fazit

5. Bibliographie

Quellen

Literatur

Internet

1. Einleitung

Im Jahre 2006 veröffentlichte Wilhelm Bringmann das über 800 Seiten fassende Porträt Friedrich der Große über den gleichnamigen preußischen Herrscher. Allein der Blick ins Inhaltsverzeichnis unterstreicht die Vielschichtigkeit der historischen Persönlichkeit: „Friedrich, der Privatmann“, „der Machtpolitiker und Aggressor“, „der Feldherr“ oder „der tolerante Protagonist der Aufklärung“ sind nur einige Attribute, mit denen der preußische König umschrieben wird.[1]

Diese Vielfältigkeit ist einer der Gründe dafür, dass Friedrich II. noch Jahrhunderte nach seinem Ableben in Erinnerung geblieben ist. Hahn bezeichnet ihn gar als einen der am „besten untersuchten Repräsentanten deutscher Geschichte.“[2] Eines der bemerkenswertesten Vermächtnisse Friedrichs war das schon unter seinem Vater florierende Heerwesen und die damit verbundenen militärischen Konfrontationen. Durch die Erfolge in den Schlesischen Kriegen, infolgedessen Preußen zur europäischen Großmacht aufstieg, wurde Friedrich zu einem der Begründer des Deutschen Kaiserreiches stilisiert.[3] Zusätzliche Bewunderung rief hervor, dass Friedrich als König und Feldherr in Personalunion gegen die Feinde zu Felde zog. Das Kaiserreich, das sich als Erbe Preußens darstellte, rechtfertigte so mit der Glorifizierung Friedrichs seine eigenen Aufrüstungsbestrebungen. Zu diesem Zwecke wurde auch die Finanzpolitik des 1790 verstorbenen Königs, die die Basis der militärischen Erfolge gelegt hatte, instrumentalisiert.[4]

Dem überschwänglichen Lob zum Trotz darf nicht außer Acht gelassen werden, dass die militärpolitischen Entscheidungen des preußischen Monarchen nicht unumstritten waren. Durch z. T. verlustreiche Niederlagen während des Dritten Schlesischen Krieges, auch als Siebenjähriger Krieg bekannt, schwanden sein Nimbus der Unbesiegbarkeit sowie seine Unfehlbarkeit als Feldherr.[5] Nichtsdestoweniger postuliert Kunisch, „dass die politische und militärische Seite seines Lebenswerkes den eigentlichen Mittelpunkt seiner Biografie darstellt.“[6] Auch Friedrich war vom hohen Stellenwert des Militärs für den Staat überzeugt. Er selbst bezeichnete sich als roi connétable, angelehnt an das französische Amt des Heerführers, und intendierte damit auch seine eigene Stellung in der Armee.[7] Wie aber sah diese Stellung genau aus? Ordnete er sich seinen Generälen unter oder sorgte er selbst für die militärisch wichtigen Entscheidungen?

Beantwortet werden sollen diese Fragen mithilfe des Politischen Testamentes von 1752:[8] In diesem Zeugnis äußert sich der König zum Stand des preußischen Militärs, zu möglichen Verbesserungen und auch seiner eigenen Stellung in der Armee. Darüber hinaus fällt des Öfteren der Begriff connétable.[9] Daraus ergibt sich für die Arbeit folgendes Thema:

Das Bild des roi connétable im Politischen Testament Friedrichs II. von Preußen von 1752.

Dazu werden zunächst in aller Kürze biographische Angaben zum preußischen König gemacht, woraufhin das Testament aspektorientiert analysiert wird. Schließlich folgt ein Vergleich der Ergebnisse mit weiteren Schriften Friedrichs.

1.1 Forschungsstand

Die Literatur zum borussischen König besticht durch ihren großen Umfang. Belegt wird diese These u. a. durch die ca. 500 Einträge des Literaturverzeichnisses in Bringmanns Monumentalwerk Friedrich der Große, indem der Autor verschiedene Steckenpferde Friedrichs eingehend beleuchtet.[10] Vor allem die Biographienlandschaft ist ertragreich, wie z. B. Kunischs Werke von 2006 und 2011 oder Schieders Lebensdarstellung von 1983 bestätigen.[11] Kunischs Kurzausgabe von 2011 stützt sich vornehmlich auf militärisch-außenpolitische Meilensteine aus Friedrichs Leben.[12] Die preußische Armee ist in Junkelmanns Aufsatz Der Militärstaat in Aktion oder in Guddats Handbuch zur preußischen Militärgeschichte 1701–1786 Thema.[13]

Eine Abhandlung, die das Sujet der Hausarbeit aufgreift, ist derzeit noch inexistent. Stattdessen finden die Bereiche Politisches Testament von 1752 bzw. roi connétable eher unabhängig voneinander Beachtung, auch wenn bei der Charakterisierung von Friedrich als König-Feldherr z. T. auf das Dokument von 1752 verwiesen wird.[14] Das Konzept des roi connétable in Bezug auf Friedrich II. erklären sowohl Schieder als auch Bringmann in einem eigenen Kapitel.[15] Showalter und Füssel haben ebenfalls in diesem Bereich geforscht, wobei Letzterer vor allem die Wirkung des Bildes auf die Öffentlichkeit untersucht.[16]

Die Literaturliste bezüglich des Politischen Testamentes von 1752 ist dünn. Otto Hintze hat bereits Anfang der Vierzigerjahre eine grobe Analyse vorgenommen.[17] In den Sechzigern interpretierte Erika Bosbach das Dokument unter Berücksichtigung außenpolitischer Aspekte; der Fokus liegt hier auf dem Abschnitt der „rêveries politiques“.[18]

Dietrich, der nicht nur Friedrichs, sondern auch weitere politische Testamente der Hohenzollern abgedruckt hat, liefert ebenfalls einen Überblick über den Inhalt des Dokuments von 1752. Wie Hintze oder Hartung konzentriert er sich nicht auf einen bestimmten Sachverhalt, sondern kommentiert den Inhalt generell. Für das Testament ist die Ausgabe Dietrichs maßgeblich in dieser Arbeit. Zusätzlich stellt er jeweils die deutsche Übersetzung gegenüber.[19]

1.2 Zur Person Friedrichs II.

Friedrich wurde am 24. Januar 1712 in Berlin in die brandenburgisch-preußische Dynastie der Hohenzollern hineingeboren. Mit seinem als jähzornig bekannten Vater Friedrich Wilhelm, der in seiner Regierungszeit insbesondere das Heerwesen förderte,[20] was ihm nebst den geführten Kriegen den Beinamen „Soldatenkönig“ verschaffte,[21] geriet er schnell aneinander.

Der Thronfolger hatte nicht nur unter einer sehr strengen Erziehung zu leiden, sondern entwickelte auch schon bald eigene Interessen, die seinem Vater missfielen. So beschäftigte sich der Kronprinz mit der französischen Literatur, der Philosophie sowie der Musik. Der König aber verfolgte den Plan, Friedrich zu einem starken Soldaten zu erziehen, der auf musische oder literarisch-kulturelle Ablenkungen verzichtete. Dieser Gegensatz zerrüttete das Verhältnis von Vater und Sohn dermaßen, dass der Prinz 1730 gar erfolglos versuchte, aus Preußen zu fliehen und seinem tyrannischen Vater zu entkommen.[22]

Mit dem Tod Friedrich Wilhelms I. im Jahre 1740 bestieg dessen Sohn im Mai den preußischen Thron und schickte sich an, seine aufklärerischen Ideen in die Politik einfließen zu lassen. Er ordnete z. B. an, die ärmere Bevölkerung mit günstigem Getreide aus den staatlichen Magazinen zu versorgen oder die Folter abzuschaffen.[23]

Auch militärisch setzte sich der junge König früh in Szene, indem unter seiner Regie Schlesien 1742 von Österreich erobert und 1745 gehalten wurde. Noch größeren Bekanntheitsgrad besitzt der Siebenjährige Krieg, in welchem sich Preußen nach überraschenden Bündniswechseln gemeinsam mit dem Königreich Großbritannien u. a. den Monarchien Russlands, Österreichs und Frankreichs gegenübersah. Friedrich gewann im Zuge des Krieges einige Schlachten, musste sich aber auch ein ums andere Mal geschlagen geben. Immerhin konnte der preußische König mit dem Frieden von Hubertusburg 1963, nachdem das Zarenreich zuvor auf die preußische Seite gewechselt war, die territorialen Verhältnisse festschreiben, die vor dem Krieg gegolten hatten. Der deutsche Dualismus – Preußen und Österreich – war entstanden.[24]

In Folge dieses militärischen Kraftaktes lenkte der König ab 1963 seinen Fokus auf innere Aktivitäten: Zerstörte Gebäude im Land wurden wiederaufgebaut, die Verwaltung reformiert, die innere Wirtschaft unterstützt.[25] Im bayrischen Erbfolgekrieg (1778/79) wurde Preußen unter Friedrich noch einmal militärisch aktiv. Die wechselhafte Herrschaft des preußischen Monarchen fand mit seinem von Krankheit und Alter provoziertem Tod am 17. August 1786 ein Ende.

Friedrich II., der dank seiner militärischen Erfolge den Beinamen „der Große“ erhielt,[26] ist heute nicht nur durch die schlesischen Eroberungen berühmt, sondern auch wegen seiner kulturellen Hinwendung. Als z. T. isolierter und im hohen Alter launischer Charakter wahrgenommen, interessierte er sich seit seiner Jugend für die Idee der Aufklärung. So lockte er in seiner Regierungszeit einige Verfechter dieser Idee wie z. B. Voltaire an den Hof des von ihm selbst erbauten Schlosses Sanssouci. Er selbst komponierte Lieder und verfasste Gedichte.[27] Bekannt sind auch seine antimachiavellistische Schrift und seine Politischen Testamente von 1752 und 1768.

Vor allem aber ließ er aufklärerische Aspekte in seine Politik einfließen. Die Hybridisierung dieser fortschrittlichen Ideen mit den Maximen des Absolutismus wird als „aufgeklärter Absolutismus“ bezeichnet, dem z. B. auch Joseph II. von Österreich zuzuordnen ist.[28] Inwiefern der „Alte Fritz“, wie er in späteren genannt wurde, dieser Strömung entsprochen hatte, wird auch heutzutage diskutiert.[29] [30]

2. Das Politische Testament von 1752

2.1. Entstehung, Anlass, Gattung und Überblick des Politischen Testamentes

Friedrichs Pamphlet aus dem Jahre 1752, das dieser zwischen April und Juli verfasste,[31] war das erste Dokument seiner Art, das die Bezeichnung „Politisches Testament“ trug.[32] Bei dieser Quellengattung handelt es sich im Wesentlichen um den Versuch eines Herrschers oder Politikers, politische Vermächtnisse wie den Zustand des hinterlassenen Staates zu legitimieren sowie Handlungsoptionen und -anleitungen für Nachfolger zu hinterlassen.[33]

Die Zielsetzung seines Testamentes gibt Friedrich in der Einleitung selbst vor: Demnach wolle er seine eigenen Kenntnisse und Erfahrungen für seine Nachfolger sowie Mitbürger aufschreiben.[34] Der konkrete Anlass ist laut Bosbach nicht eindeutig.[35] Sie referiert zwei konkurrierende Hypothesen: Auf der einen Seite könnte das Politische Testament im Sinne eines Erbtestamentes verfasst worden sein, da der Autor mehrmals auf seinen Tod anspiele. Auf der anderen Seite könnte ihn die außenpolitische Lage zur Erstellung des Dokuments veranlasst haben.[36] Im Jahr 1752 befand man sich mitten in der Zwischenkriegszeit: Der zweite Schlesische Krieg war 1746 beendet worden, der Siebenjährige Krieg begann 1756. Trotz der augenscheinlich entspannten Situation war ein neuerlicher Krieg nach 1746 wahrscheinlich: In den ersten beiden Schlesischen Kriegen hatte Preußen Österreich Schlesien entrissen und es behauptet; es war nur eine Frage der Zeit, bis Maria Theresia die verlorenen Gebiete zurückgewinnen wollte.[37] Diese bedrohliche Lage habe den borussischen König dazu bewegen können, den Zustand seines Staates niederzuschreiben und den Nachfolgern Anleitungen zu liefern. Seine Erfahrungen und Ratschläge unterteilt er in vier Sparten, die für ihn die Säulen der Regierung ausmachen: Rechtspflege, Finanzwirtschaft, Militär und Politik. Die „administration de la justice“ wird dabei mit gut einer Buchseite am wenigsten behandelt.[38]

Friedrich strukturiert sein Werk in weitere Subthemen, denn auch die vier Hauptsäulen sind in mehrere Unterpunkte gegliedert. Im wirtschaftlichen Bereich bspw. differenziert er zwischen Ein- und Ausgaben, zudem widmet er jedem der „arrangements commancés“, wie z. B. den Manufakturen, Kanälen usw., eigene Absätze.[39]

Im Dokument wird klar, dass Friedrich auch Wünsche abgibt, die die Zukunft betreffen, wie z. B. in den „rêveries politiques“[40], die in den Bereich der Außenpolitik angesiedelt werden. In diesen Träumereien, mit denen sich Bosbach intensiv auseinandersetzt, malt sich Friedrich ein potenzielles, zukünftiges Preußen aus, was die Annexion anderer Regionen wie Mecklenburg oder Sachsen beinhaltet.[41] Das führt zu einer weiteren Hypothese bezüglich des Anlasses, nämlich als Friedrichs „Zeugnis des ungeheuren preußischen Machtbewusstseins“.[42]

Der Diskurs über die nicht geklärte Frage des Anlasses, der den preußischen König zur Niederschrift des testament politique geführt haben könnte, täuscht nicht über die Bedeutsamkeit dieser Art von Quelle hinweg. Auch Dietrich hebt den „hervorragenden Eindruck hervor“, den man anhand von politischen Testamenten über die Zielsetzungen der Verfasser in Bezug auf deren Absichten gewinnt.[43] Dem ist allein insofern zuzustimmen, als dass Friedrich in der Einleitung absteckt, welche „quatre points principaux“ eine Regierung ausmachen.[44]

So hoch der Quellenwert der politischen Testamente ist, so spät wurden das von 1752 in Gänze veröffentlicht. Zunächst konnten im 19. Jahrhundert lediglich Abschnitte publiziert werden, wie im Fall von Leopold von Ranke, der 1848 in seinen Neun Büchern Preußischer Geschichte mit einigen Passagen aufwartete.[45] Aus editionstechnischen Gründen war es bis 1919 nur erlaubt, Teile des Testamentes öffentlich zu machen.[46]

So erfolgte dann die erste, vollständige Ausgabe des testament politique in französischer Originalsprache bei Volz im Jahre 1920.[47] Eine deutsche Übersetzung von Friedrich von Oppeln-Bronikowski wurde beigefügt. Dietrich produzierte 1980 auf Grundlage des Originals im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz eine erneuerte Edition des Dokuments mit französischem und deutschen Text.[48] Diese Auflage wird auch in dieser Arbeit hinzugezogen.

2.2 Der roi connétable im Politischen Testament von 1752

2.2.1 Begriffserklärung: roi connétable

Durch die in dieser Arbeit vorzunehmende Fokussierung auf das Feldherrentum Friedrichs II. wird in hohem Maße der Abschnitt über das Militär analysiert.[49]

Zunächst jedoch bedarf es einer Definition des Begriffes des roi connétable, für den man eine äquivalente deutsche Entsprechung vergeblich sucht. Anknüpfungspunkt ist die Position des Connétables in Frankreich, der als Befehlshaber die Geschicke der französischen Armee lenkte.[50]

Friedrich war bekanntermaßen ausgesprochen frankophil, was sich u. a. in seinen Schriften in französischer Sprache oder bewundernden Kommentaren niederschlug. Auf Grundlage dessen begann er früh, sich sowohl als roi philosophe als auch als roi connétable zu deklarieren, wobei sich Ersteres auf seine aufklärerischen, philosophischen Tendenzen bezieht und Letzteres auf seine Stellung im Militär. Denn er war nicht nur politischer Souverän, sondern auch gleichzeitig Oberbefehlshaber der preußischen Armee: Luh nennt ihn „den König und Feldherrn“[51]. Ein wesentliches Merkmal des roi connétable ist es, mit seinen von ihm befehligten Soldaten in den Krieg zu ziehen.[52] Die Subtitel in Marian Füssels Aufsatz D er „roi connétable“ und die Öffentlichkeit lassen mögliche Funktionen des Titels erahnen, die bei Weitem nicht nur Strategie- oder Kampfkompetenzen einschließen: Der König fungiere u. a. als „beobachtender Feldherr“, als „Motivator und Orientierungsfigur“ sowie als „Kämpfer, Antreiber und Lenker“[53]. Friedrich gilt Mitte des 18. Jahrhunderts als der letzte Herrscher, der diesen Titel für sich beanspruchen kann und mit seinen Soldaten in die Schlacht zieht.[54] In der Literatur fällt bei der Listung von Vorgängern häufig der Name Karls XII. von Schweden.[55]

Als Empfänger von Füssels lobenden Attributen versäumt es Friedrich II. nicht, das Militärwesen ausführlich im Testament von 1752 zu beleuchten. Schließlich sei das Militär „la basse de Cet etat“.[56] Die Armee schütze demnach den gesamten Staat vor Feinden. In der Forschung ist man sich ohnehin einig, dass das Militärwesen im (nicht nur) friderizianischen Preußen eine tragende Säule bildete.[57] Die Analyse des Testamentes bestätigt diese These: Die größtenteils merkantilistische Wirtschaftspolitik ist stark auf das militärische System ausgerichtet: Kontributionen und Akzise fließen in die Kriegskasse, welche jährlich sieben Millionen Taler einnimmt und somit mehr als die Hälfte der gesamten Staatseinnahmen abdeckt.[58] Und auch Friedrichs eigene Einnahmen sind „presque toute absorbée par des entretiens Militaires“.[59] Warum der preußische König im Testament das Militärwesen hervorhebt, ist auch im Hinblick auf die in Punkt 2.1 angesprochene, außenpolitische Lage zu deuten: Das sich in der Zwischenkriegszeit befindende Preußen hatte Schlesien zwar annektiert, doch musste es um den Fortbestand dieses Besitzverhältnisses fürchten, was Friedrich im testament zugibt.[60]

[...]


[1] Bringmann, Wilhelm: Friedrich der Große. Ein Porträt. München 2006.

[2] Hahn, Peter-Michael: Friedrich der Grosse und die deutsche Nation. Geschichte als politisches Argument. Stuttgart 2007, S. 9.

[3] Vgl. ebd., S. 72f.

[4] Vgl. ebd., S. 72f.

[5] Vgl. Burgdorf, Wolfgang: Friedrich der Grosse. Ein biografisches Porträt. Freiburg im Breisgau 2011, S. 181.

[6] Kunisch, Johannes: Friedrich der Grosse. München 2011, S. 47.

[7] Vgl. Leonhard, Jörn: Bellizismus und Nation. Kriegsdeutung und Nationsbestimmung in Europa und den Vereinigten Staaten 1750–1914. München 2008, S. 185.

[8] Vgl. Friedrich II.: Testament Politique (1752), in: Dietrich, Richard: Die politischen Testamente der Hohenzollern (Veröffentlichungen aus den Archiven Preußischer Kulturbesitz, Bd. 20). Köln/Wien 1986, S. 254-461.

[9] Vgl. Testament 1752, S. 406 oder S. 412.

[10] Vgl. Bringmann.

[11] Vgl. Kunisch (Kleinausgabe) u. Kunisch, Johannes: Friedrich der Große. Der König und seine Zeit. München 2011 (Sonderausgabe). u. Schieder, Theodor: Friedrich der Große. Ein Königtum der Widersprüche. Berlin 1983.

[12] Vgl. Kunisch (2011), S. 7.

[13] Vgl. Guddat, Martin: Handbuch zur preußischen Militärgeschichte 1701–1786. Hamburg 2001.

[14] Vgl. Bringmann, S. 271.

[15] Vgl. Schieder, S. 341-364 u. Bringmann, S. 271-383.

[16] Vgl. Showalter, Dennis: Roi connétable und Kriegsherr. Friedrich II. (1712-1786), in: Förster, Stieg/ Pöhlmann, Markus/ Walter, Dierk (hrsg.): Kriegsherren der Weltgeschichte. 22 historische Porträts. München 2006, S. 147-167. u. Füssel, Marian: Der „roi connétable“ und die Öffentlichkeit in: Sösemann, Bernd/ Vogt-Spira, Gregor (hrsg.): Friedrich der Große in Europa. Geschichte einer wechselvollen Beziehung, Bd. 2. Stuttgart 2013, S. 199-215.

[17] Hintze, Otto: Das politische Testament Friedrichs des Großen von 1752, in: ders., Gesammelte Abhandlungen (Geist und Epochen der preußischen Geschichte, Bd. 3). Leipzig 1943, S. 463–481.

[18] Bosbach, Erika: Die <<Rêveries Politiques>> in Friedrichs des Großen Politischen Testament von 1752. Historisch-politische Erläuterung. Köln u. Graz 1960, S. 35.

[19] Angaben zur Editionsgeschichte werden in Kapitel 2.1 erörtert.

[20] Vgl. Burgdorf, S. 15f.

[21] Für ausführliche Informationen zu Friedrich Wilhelm I. Vgl. Kathe, Heinz: Der „Soldatenkönig“: Friedrich Wilhelm I., 1688–1740, König in Preußen – Eine Biographie. Berlin 1976 (2. Auflage).

[22] Vgl. Burgdorf, S. 33-44.

[23] Vgl. Holmsten, Georg: Friedrich II. Hamburg 2006 (15. Auflage), S. 40.

[24] Vgl. Burgdorf, S. 122-181.

[25] Vgl. Holmsten, S.136 ff.

[26] Vgl. Junkelmann, Marcus: Der Militärstaat in Aktion. Kriegskunst des Ancien Regime, in: Sösemann, Bernd/ Vogt-Spira, Gregor (Hrsg.): Friedrich der Große in Europa. Geschichte einer wechselvollen Beziehung, Bd. 2. Stuttgart 2013, S. 166-198, S. 166.

[27] Vgl. Holmsten, S. 76f.

[28] Für den europäischen aufgeklärten Absolutismus vgl. Reinalter, Helmut/ Klueting, Harm (Hrsg.): Der aufgeklärte Absolutismus im europäischen Vergleich. Wien 2002.

[29] Vgl. Kunisch (Kleinausgabe), S. 111.

[30] Zur Schreibweise „Politisches Testament“: Sofern es um die Werke Friedrichs geht, wird das Attribut ‚Politisch‘ großgeschrieben, da es sich um einen Eigennamen handelt. Steht aber allgemein die Gattung im Vordergrund, wird die Minuskel gewählt.

[31] Vgl. Bosbach, S. 35. u. Testament 1752, S. 254.

[32] Vgl. Dietrich, S. 3.; anzumerken ist, dass bereits in Frankreich und auch in Preußen politische Testamente angefertigt worden waren, jedoch unter anderen Bezeichnungen.

[33] Vgl. ebd., S. 92f.

[34] Vgl. Testament 1752, S. 254.

[35] Vgl. Bosbach, S. 35.

[36] Vgl. ebd., S. 37.

[37] Vgl. Kunisch (Sonderausgabe), S. 329f.

[38] Vgl. Testament 1752, S. 256-258.

[39] Vgl. ebd., S. 282ff.

[40] Ebd. S. 364.

[41] Vgl. ebd. S. 369.

[42] Bosbach, S. 38.

[43] Dietrich, S. 3.

[44] Testament 1752, S. 254.

[45] Vgl. Ranke, 9 Bücher preußischer Geschichte, 3 Bde. Berlin 1847–1848. nach Dietrich, S. 7.

[46] Vgl. Bosbach S. 38.

[47] Vgl. Dietrich, S. 7: Volz, Gustav Berthold (Hrsg.): Die politischen Testamente Friedrichs des Großen. Berlin 1920, S.1-109. (Politische Correspondenz Friedrichs des Großen, Ergänzungsband)

[48] Vgl. Testament 1752, S. 254-461.

[49] Vgl. ebd., S. 406-448.

[50] Vgl. http://www.duden.de/rechtschreibung/Konnetabel (letzter Aufruf: 21.06.2017).

[51] Luh, Jürgen: Der Große. Friedrich II. von Preussen. München 2011, S. 232.

[52] Vgl. Bringmann, S. 371.

[53] Füssel, S. 206ff.

[54] Vgl. Bringmann, S. 271.

[55] Vgl. Schieder, S. 341 u. Füssel, S. 199.

[56] Testament 1752, S. 407.

[57] Vgl. Junkelmann, S. 66.

[58] Vgl. Testament 1752, S. 264-276.

[59] Ebd., S. 278.

[60] Vgl. ebd., S. 330.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Der roi connétable im Politischen Testament Friedrichs II. von 1752. Die militärische Stellung des preußischen Königs
Hochschule
Universität Paderborn
Note
1,3
Autor
Jahr
2017
Seiten
28
Katalognummer
V381088
ISBN (eBook)
9783668582415
ISBN (Buch)
9783668582422
Dateigröße
522 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Friedrich der Große, Friedrich II., Preußen, Politisches Testament, Antimachiavell
Arbeit zitieren
Lars Marwinski (Autor), 2017, Der roi connétable im Politischen Testament Friedrichs II. von 1752. Die militärische Stellung des preußischen Königs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381088

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