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Warum es zum Irakkrieg kam

Title: Warum es zum Irakkrieg kam

Seminar Paper , 2005 , 18 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Markus Hujara (Author)

Politics - General and Theories of International Politics
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Eine Erklärung des jüngsten Irakkrieges anhand von nationalen, politischen, sozioökonomischen und ideologischen Identitäten. Besondere Betrachtung findet der Einfluss gesellschaftlicher Gruppen in den USA, wie die Christliche Rechte und neokonservative Think Tanks. Die Identitätskrise der Vereinigten Staaten nach den Anschlägen des 11. Septembers wird ebenso angeführt

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Ideationistischer Liberalismus

II. Einfluss gesellschaftlicher Gruppen

II.1. Die Christliche Rechte

II.2. Neokonservative Think Tanks

II.3. Die Parallele: der Kampf für das Gute

III. Entscheidende Identitätskrise nach dem 11.9.

IV. Die neue Identität

V. Die Identität des Irak

VI. Ergebnis und Kritik

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Irak-Krieg aus der Perspektive des Ideationistischen Liberalismus. Dabei wird analysiert, inwiefern eine identitätsbasierte Krisenwahrnehmung in den USA nach dem 11. September 2001 zu einer außenpolitischen Neuausrichtung und schließlich zum Krieg gegen den Irak führte.

  • Analyse der Rolle gesellschaftlicher Gruppen (Christliche Rechte, Neokonservative) bei der Identitätsbildung.
  • Untersuchung der Auswirkungen der Terroranschläge vom 11. September auf das US-amerikanische Selbstbild.
  • Evaluation der "Logik der Angemessenheit" als Motiv für den Regimewechsel.
  • Gegenüberstellung der US-Identitätskonstellation mit der Identität des irakischen Regimes unter Saddam Hussein.
  • Kritische Reflexion der Erklärungsreichweite des Ideationistischen Liberalismus im Vergleich zu machtpolitischen Ansätzen.

Auszug aus dem Buch

II.1. Die Christliche Rechte

„Die Christliche Rechte kann als eine politische und soziale Bewegung verstanden werden, die entscheidend zur Politisierung und Mobilisierung des amerikanischen protestantischen Fundamentalismus ab Mitte der siebziger Jahre beigetragen hat.“ Im bekennenden Evangelikalen Bush Junior sahen die Christlichen Rechten einen der ihren und ebneten ihm im Wahljahr 2000 mit ihren Stimmen maßgeblich den Weg ins Weiße Haus. Sie hatten sich in Bush nicht getäuscht, wie sich in der Personalbesetzung des neuen Präsidenten zeigen sollte. So wurde zum Beispiel John Ashcroft, Anhänger der Christlichen Rechte, mit dem Posten des Justizministers betraut.

Es gilt als sicher, dass die Christliche Rechte seither bei zahlreichen innenpolitischen Regierungsprogrammen und sogar Unterrichtsplänen ihre Hände im Spiel hat, um ihrem selbst erklärten Auftrag, traditionelle religiös-moralische und soziale Werte und Institutionen zu verteidigen, gerecht zu werden. So soll beispielsweise die umstrittene Initiative „Just wait“ US-amerikanischen Schülern den Wunsch nach vorehelichem Geschlechtsverkehr austreiben. Doch auch von einer guten Außenpolitik hat die Christliche Rechte klare Vorstellungen. Seit den 90er Jahren versucht sie, ihren moralischen Werten, die einer christlich-jüdischen Tradition entspringen, verstärkt auch in außenpolitische Fragen Geltung zu verschaffen. Minkenberg gelingt die für den Ideationistischen Liberalismus interessante Beobachtung: „In drei zentralen Bereichen operiert die Bush-Administration im Sinne der Christlichen Rechten: in ihrem nationalistischen Unilateralismus, in der Nahostpolitik und im Kampf gegen den Terror.“

Zusammenfassung der Kapitel

I. Ideationistischer Liberalismus: Einführung in die theoretische Denkschule, die internationale Konflikte durch subsystemische Identitäten und den innergesellschaftlichen Diskurs erklärt.

II. Einfluss gesellschaftlicher Gruppen: Untersuchung der Christlichen Rechten und neokonservativer Think Tanks als prägende Akteure für die außenpolitische Agenda der Bush-Administration.

III. Entscheidende Identitätskrise nach dem 11.9.: Analyse des 11. September als Auslöser für eine kollektive Identitätskrise, die eine Neudefinition US-amerikanischer Werte und Sicherheitsinteressen forcierte.

IV. Die neue Identität: Darstellung der veränderten US-Identität, die durch eine Mission zur Demokratisierung und die moralische Pflicht zum Kampf gegen das Böse geprägt ist.

V. Die Identität des Irak: Betrachtung des irakischen Führungszirkels um Saddam Hussein, dessen starre Ideologie eine Deeskalation und Kooperation mit den USA verhinderte.

VI. Ergebnis und Kritik: Resümee über die Validität des ideationistischen Ansatzes und Diskussion von dessen Grenzen im Kontext realpolitischer Machtinteressen.

Schlüsselwörter

Ideationistischer Liberalismus, USA, Irak-Krieg, Identitätsbildung, Bush-Administration, Christliche Rechte, Neokonservative, 11. September, Patriotismus, Außenpolitik, Identitätskrise, Demokratisierung, Saddam Hussein, Moral, Unilateralismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Ursachen des Irak-Krieges durch die Brille des Ideationistischen Liberalismus, um zu erklären, wie nationale Identitäten und gesellschaftliche Werte die Außenpolitik der USA beeinflussten.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?

Im Zentrum stehen die Identitätskonstruktion in der US-Gesellschaft nach den Anschlägen vom 11. September, der Einfluss rechtskonservativer Gruppen auf die Regierungsentscheidungen sowie die ideologische Positionierung des irakischen Regimes.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Frage lautet, inwiefern sich die US-amerikanische Identität durch den Diskurs nach dem 11. September so veränderte, dass neue außenpolitische Präferenzen entstanden, die einen Krieg gegen den Irak nicht nur ermöglichten, sondern als moralisch notwendig erscheinen ließen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine theoriegeleitete Analyse der Außenpolitik, basierend auf den Annahmen des Ideationistischen Liberalismus, ergänzt durch die Auswertung zeitgenössischer politischer Diskurse und Umfrageergebnisse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der relevanten Denkschule, die Analyse einflussreicher gesellschaftlicher Gruppen, die Untersuchung der krisenbedingten Identitätsveränderung in den USA und den Vergleich mit der statischen, ideologiebasierten Identität des Irak.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Ideationistischer Liberalismus, Identität, Patriotismus, Unilateralismus, Neokonservatismus und die Bush-Doktrin.

Welche Rolle spielen die "Neokonservativen" konkret für die Argumentation des Autors?

Sie werden als entscheidende ideelle Architekten der Außenpolitik dargestellt, deren Vision einer "Pax Americana" und deren Entschlossenheit zum Erstschlag das Selbstbild der US-Regierung maßgeblich mitgeformt haben.

Warum konnte Saddam Hussein den Krieg aus Sicht des Autors nicht verhindern?

Aufgrund seiner Selbstinszenierung als heroischer Widerstandsführer gegen den Westen war ein Einlenken für ihn identitätspolitisch unmöglich, da dies einem Kapitulationsgeständnis gleichgekommen wäre.

Wie bewertet der Autor die Grenzen des gewählten theoretischen Modells?

Er räumt ein, dass der Ideationistische Liberalismus allein zu kurz greift und durch utilitaristische sowie realistische Ansätze ergänzt werden muss, um wirtschaftliche Interessen und Machtkalküle vollständig zu erfassen.

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Details

Title
Warum es zum Irakkrieg kam
College
University of Tubingen  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Proseminar
Grade
1.0
Author
Markus Hujara (Author)
Publication Year
2005
Pages
18
Catalog Number
V38110
ISBN (eBook)
9783638372817
ISBN (Book)
9783638749572
Language
German
Tags
Warum Irakkrieg Proseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Hujara (Author), 2005, Warum es zum Irakkrieg kam, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38110
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