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Armut als Ursache für Kriminalität? Zusammenhang zwischen Bildung, Arbeitslosigkeit und kriminellem Verhalten

Título: Armut als Ursache für Kriminalität? Zusammenhang zwischen Bildung, Arbeitslosigkeit und kriminellem Verhalten

Trabajo Escrito , 2017 , 16 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Pascal Scharf (Autor)

Sociología - Derecho y Delincuencia
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In der vorliegenden Arbeit wird auf die Fragestellung eingegangen, inwiefern Armut als Ursache für Kriminalität gilt. Es werden genauer die Ursachen der Kriminalität erläutert, welche die sog. Kriminalitätstheorien darlegen. Es wird konkret auf die Bildung und Arbeitslosigkeit eingegangen und die Frage, inwieweit dies Gründe für kriminelles Verhalten sein könnte.

An dem Beispiel von Migration wird die Fragestellung erwähnt, ob deren auffälliges kriminelles Verhalten durch Armut durch eine fehlgeschlagene Integration oder durch andere Aspekte zu Stande kommt. Zur Gegenüberstellung und zum Vergleich die Gegenthese wird dargestellt, inwiefern Reichtum Einfluss auf Kriminalität hat und es wird deutlich gemacht, dass dabei das Dunkelfeld für die Polizeiliche Kriminalstatistik eine wesentliche Rolle spielt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Vorgehensweise

1.2. Begriffsbestimmungen

2. Kriminalitätstheorien

2.1. Biologische und psychische Kriminalitätstheorie

2.2. Soziologische Kriminalitätstheorien

3. Bildung und Arbeitslosigkeit im Ursache-Wirkungs-Schema

4. Migrationsspezifische Erklärungsansätze

4.1. Statistik und Kultur

4.2. Sozialstrukturelle Benachteiligung

5. Gegenthese – Wohlstand als Kriminalisierungsaspekt?

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den kausalen Zusammenhang zwischen Armut und Kriminalität, um zu klären, inwieweit prekäre Lebensverhältnisse als kriminogene Faktoren fungieren oder ob andere Mechanismen der sozialen Struktur diesen Zusammenhang beeinflussen.

  • Kriminalitätstheoretische Grundlagen (biologisch, psychologisch, soziologisch)
  • Die Rolle von Bildung und Arbeitslosigkeit bei delinquentem Verhalten
  • Migrationsspezifische Erklärungsansätze und der Einfluss sozio-ökonomischer Benachteiligung
  • Kriminalität im Kontext von Reichtum und Wohlstand (Gegenthese)

Auszug aus dem Buch

2.2. Soziologische Kriminalitätstheorien

Des Weiteren gibt es die soziologischen Kriminalitätstheorien. Kriminalität lässt sich hierbei auf sozialstrukturell bedingte Missstände zurückführen. Der französische Soziologe Emile Durkheim verfasste hierzu die Theorie der strukturell-funktionalen Bedingtheit der Kriminalität. Nach dieser Theorie geht kriminelles Verhalten aus einer Anomie hervor. Dies geschieht häufig in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche, wie z.B. Werteverfall oder Arbeitslosigkeit. Anomie entsteht da, wo gesellschaftliche, soziale Regeln keine Anerkennung mehr finden.

Die durch den US-amerikanischen Soziologen Robert K. Merton und dem Kriminologen Albert K. Cohen entworfene Anomietheorie geht nur zum Teil daraus hervor. Während Durkheim die Regellosigkeit sozialer Verhältnisse als dessen Ursprung sieht, geht Merton davon aus, dass Anomie damit zu tun hat, wie legitime gesellschaftlich anerkannte Ziele durch die Beschränkung der dafür erforderlichen Mittel erreicht werden können. Als Beispiel führt Merton die Jugendkriminalität auf. Seiner These nach geht kriminelles Verhalten davon aus, wenn die durch den Jugendlichen selbst angestrebten Ziele wie z.B. Reichtum oder Statussymbole durch die fehlenden Möglichkeiten nicht erreichbar sind. Besonders bei Jugendlichen aus der Unterschicht ist diese Divergenz von den eigenen Ansprüchen und der aussichtslosen Verwirklichung zu beobachten. Cohen bringt einen psychologischen Aspekt in diese These mit ein. Demnach kommt es bei delinquent auffälligen Jugendlichen häufig zur Bandenbildung, um den entstanden Schuldgefühlen zu entkommen bzw. den Versagensdruck zu lindern. Nach Cohan kommt es somit zur Entstehung einer eigenen Subkultur, welche ihr eigenes Normensystem hat. Die Anomietheorie besagt also, dass Menschen, die durch die Gesellschaft auf legalem Wege keinen Wohlstand oder Sachwerte erreichen können, eher zu kriminellen Delikten hingedrängt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, definiert das methodische Vorgehen und stellt die zentralen Fragestellungen der Arbeit vor.

2. Kriminalitätstheorien: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene wissenschaftliche Erklärungsansätze für kriminelles Verhalten, unterteilt in biologisch-psychische und soziologische Perspektiven.

3. Bildung und Arbeitslosigkeit im Ursache-Wirkungs-Schema: Es wird analysiert, wie mangelnde Bildungschancen und Arbeitslosigkeit als Motoren für kriminelle Karrieren, insbesondere bei Jugendlichen, wirken.

4. Migrationsspezifische Erklärungsansätze: Hier werden die Gründe für delinquentes Verhalten bei Zuwanderern untersucht, wobei zwischen Kulturkonflikten und sozialstrukturellen Benachteiligungen differenziert wird.

5. Gegenthese – Wohlstand als Kriminalisierungsaspekt?: Dieses Kapitel beleuchtet Kriminalität in wohlhabenden Schichten und arbeitet heraus, dass auch hier Straftaten existieren, die jedoch oft im Dunkelfeld verbleiben.

6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, wobei betont wird, dass Armut ein relevanter, aber nicht der einzige Faktor für Kriminalität ist.

Schlüsselwörter

Armut, Kriminalität, Kriminalitätstheorie, Anomietheorie, Sozialstruktur, Jugendkriminalität, Bildung, Arbeitslosigkeit, Migration, Dunkelfeld, Wohlstand, soziale Benachteiligung, Integration, Delinquenz, Polizeiliche Kriminalstatistik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht, inwieweit Armut als Ursache für Kriminalität betrachtet werden kann und welche sozialen Bedingungen kriminelles Handeln begünstigen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themen umfassen die Definition von Armut und Kriminalität, verschiedene Kriminalitätstheorien, den Einfluss von Bildung und Arbeitslosigkeit, Migrationskontexte sowie eine kritische Betrachtung von Kriminalität in wohlhabenden gesellschaftlichen Schichten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Armut und kriminellem Verhalten zu erörtern und zu klären, ob Armut allein als Ursache gilt oder komplexe soziale Faktoren ineinandergreifen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Der Autor nutzt eine Literaturanalyse, zieht Statistiken (z.B. der Polizei) heran und vergleicht verschiedene soziologische sowie psychologische Theorien, um die Fragestellung wissenschaftlich zu fundieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Kriminalitätsentstehung, eine Analyse der sozio-ökonomischen Faktoren wie Bildung und Arbeit sowie die Diskussion von Migrationsaspekten und einer Gegenthese zum Wohlstand.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Armut, Kriminalität, Anomietheorie, soziale Benachteiligung, Jugendkriminalität und das Dunkelfeld der Statistik.

Warum wird die Anomietheorie als Erklärungsansatz herangezogen?

Die Anomietheorie dient dazu zu erklären, warum Menschen, die aufgrund fehlender Möglichkeiten keinen legalen Wohlstand erreichen können, den Weg in die Kriminalität wählen, um Ziele dennoch zu erreichen.

Wie unterscheidet sich die Kriminalität von wohlhabenden Bürgern laut Autor?

Der Autor zeigt auf, dass Kriminalität in wohlhabenden Schichten oft seltener in die Statistik einfließt, da sie häufig in Form von Delikten wie Steuerbetrug oder Hinterlist stattfindet und seltener Gewalt involviert.

Welche Rolle spielt das „Dunkelfeld“ in dieser Analyse?

Das Dunkelfeld bezeichnet Straftaten, die der Polizei nicht bekannt werden; der Autor nutzt diesen Begriff, um aufzuzeigen, warum Kriminalität bei wohlhabenden Familien statistisch weniger sichtbar ist als bei der Unterschicht.

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Detalles

Título
Armut als Ursache für Kriminalität? Zusammenhang zwischen Bildung, Arbeitslosigkeit und kriminellem Verhalten
Universidad
University of Applied Sciences for Public Administration of North Rhine-Westphalia; Köln
Calificación
1,3
Autor
Pascal Scharf (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
16
No. de catálogo
V381108
ISBN (Ebook)
9783668582392
ISBN (Libro)
9783668582408
Idioma
Alemán
Etiqueta
armut ursache kriminalität zusammenhang bildung arbeitslosigkeit verhalten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Pascal Scharf (Autor), 2017, Armut als Ursache für Kriminalität? Zusammenhang zwischen Bildung, Arbeitslosigkeit und kriminellem Verhalten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381108
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