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Die Requiemsvertonungen von Gabriel Fauré und Maurice Duruflé

Eine vergleichende Analyse

Titel: Die Requiemsvertonungen von Gabriel Fauré und Maurice Duruflé

Masterarbeit , 2017 , 70 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Malte H. (Autor:in)

Musik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Den Requiemskompositionen von Gabriel Fauré (Op.48) und Maurice Duruflé (Op. 9) wird eine Ähnlichkeit hinsichtlich ihrer musikalischen Stilistik und inhaltlichen Ausrichtung nachgesagt. Diese Aufassung findet sich sowohl in Aufführungskritiken und CD-Booklets wie auch in der musikwissenschaftlichen Forschung. In dieser Arbeit wird diskutiert, inwieweit die Annahme einer stilistisch-musikalischen sowie inhaltlichen Verbundenheit der beiden Werke im Sinne einer (Stil-)Kopie Faurés durch Duruflé wissenschaftlich begründbar ist.

Zur Beantwortung dieser Fragestellung werden zuerst die Requien von Gabriel Fauré und Maurice Duruflé individuell analysiert sowie deren Entstehungsgeschichte skizziert. Im Folgenden werden Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen den Kompositionen herausgearbeitet und diese kritisch, unter Berücksichtigung des zeitgeschichtlichen Hintergrundes, evaluiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Zur Rezeption des Requiems Duruflés als musikalischer Rückbezug

2. Das Requiem Gabriel Faurés (Op. 48)

2.1 Biographie und kirchenmusikalische Ausbildung Gabriel Faurés

2.2 Kompositionsgeschichte, Fassungen und Rezeption

2.3 Formale Anlage und Text

2.4 Analyse der Einzelsätze

2.4.1 Introit et Kyrie

2.4.2 Offertoire

2.4.3 Sanctus

2.4.4 Pie Jesu

2.4.5 Agnus Dei

2.4.6 Libera me

2.4.7 In Paradisum

3. Das Requiem Maurice Duruflés (Op. 9)

3.1 Biographie und kirchenmusikalische Ausbildung Maurice Duruflés

3.2 Kompositionsgeschichte, Fassungen und Rezeption

3.3 Formale Anlage und Text

3.4 Zum Einsatz gregorianischer Melodien in der Komposition

3.5 Analyse der Einzelsätze

3.5.1 Introit

3.5.2 Kyrie

3.5.3 Domine Jesu Christe

3.5.4 Sanctus

3.5.5 Pie Jesu

3.5.6 Agnus Dei

3.5.7 Lux aeterna

3.5.8 Libera me

3.5.9 In Paradisum

4. Kritischer Vergleich der Requiemskompositionen

4.1 Ähnlichkeiten zwischen den Einzelwerken

4.2 Textauswahl und musikalische Rhetorik

4.3 Stilistik und Kompositionstechnik

4.4 Besetzung

4.5 Ein möglicher Erklärungsansatz für die erkennbaren Ähnlichkeiten

5. Fazit: Das Requiem Gabriel Faurés als „Prototyp-Werk“

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Requiemskompositionen von Gabriel Fauré (Op. 48) und Maurice Duruflé (Op. 9) im Hinblick auf die in der musikwissenschaftlichen Literatur und öffentlichen Wahrnehmung häufig unterstellte stilistische und inhaltliche Abhängigkeit des Werkes von Duruflé von dem Faurés. Ziel ist es, durch eine detaillierte Analyse der Kompositionsgeschichte, der Textauswahl sowie der musikalischen Stilistik und Technik nachzuweisen, dass eine individuelle Ähnlichkeit, die über einen gattungsspezifischen Kontext hinausgeht, nicht ausreichend belegbar ist und Duruflés Werk als eigenständig zu betrachten ist.

  • Vergleichende Analyse der Requiemskompositionen von Fauré und Duruflé
  • Untersuchung der Kompositionsgeschichte und Rezeptionsgeschichte beider Werke
  • Kritische Beleuchtung der Rolle gregorianischer Melodien
  • Diskussion über formale Anlage, Harmonik und Besetzung
  • Evaluation der These einer „unbewussten Kopie“ vor dem Hintergrund historischer Traditionen

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung: Zur Rezeption des Requiems Duruflés als musikalischer Rückbezug

Bei der Recherche nach musikwissenschaftlicher Literatur zur Vertonung der Requiemsmesse Op. 9 von Maurice Duruflé wird der Suchende fast zwangsläufig mit der Requiemskomposition des zirka 55 Jahre früher geborenen Gabriel Fauré konfrontiert. Die Requiemsvertonung Gabriel Faurés (Op. 48) ist populär und wird, als fester Bestandteil des kirchenmusikalischen Repertoires, häufiger gespielt als die Maurice Duruflés. Letzterer ist im Wesentlichen Hörern von Kirchenmusik oder Kirchenmusikern selbst bekannt, in erster Linie aufgrund der Tatsache, dass sich das Gesamtwerk des Komponisten fast ausschließlich auf Kirchen- und Orgelmusik beschränkt, wohingegen Faurés Werk, neben Kirchenmusik, auch beliebte Stücke des Liedgesanges sowie der Klavier- und Kammermusik umfasst.

In bereits vorliegenden Analysen zur Requiemsmesse Duruflés wird, aufgrund einer angeblich offensichtlichen stilistischen Ähnlichkeit, stets auf das Requiem Gabriel Faurés verwiesen. So formuliert beispielsweise Jörg Abbing in seinem Buch „Maurice Duruflé – Aspekte zu Leben und Werk“ in Bezugnahme auf das Stück, dass dieses „musikalisch […] wohl dem Requiem des französischen Romantikers Gabriel Fauré am nächsten steht“ und im Musiklexikon „Die Musik in Geschichte und Gegenwart“ (MGG) wird das Requiem von Maurice Duruflé als „mit seiner Introvertiertheit […] dem Fauréschen Gattungstypus verwandt“ beschrieben.

Die Tatsache, dass mit dem Musiklexikon „Die Musik in Geschichte und Gegenwart“ ein anerkanntes Standardwerk eine stilistische Parallele zwischen den beiden genannten Werken beschreibt, steht beispielhaft für die vorherrschende, „allgemein gültige“ Annahme über die inhaltliche Verbundenheit der beiden Kompositionen in einer Form, die über den bloßen Gattungsbezug hinausgeht. Diese Annahme findet sich nicht nur in der musikwissenschaftlichen Forschung wieder, sondern setzt sich auch in der allgemeinen Diskussion, in Konzertführern, in CD-Booklets sowie in Aufführungskritiken fort. Die Analyse der besagten Verwandtschaft der beiden Requiemsvertonungen bleibt in Literatur und öffentlicher Diskussion jedoch in den meisten Fällen oberflächlich, da allgemein lediglich auf die „Introvertiertheit“, den „tröstenden Charakter“ oder die generelle „Sanftheit“, die beide Werke unabhängig voneinander aufweisen, verwiesen wird. Allein diese - angeblich für jedermann offensichtliche – stilistische Ähnlichkeit reicht offenkundig aus, um den Werken eine inhaltliche Verbundenheit zu attestieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Zur Rezeption des Requiems Duruflés als musikalischer Rückbezug: Einführung in die Problematik der oft unkritisch angenommenen stilistischen Abhängigkeit des Requiems von Duruflé gegenüber Fauré.

2. Das Requiem Gabriel Faurés (Op. 48): Detaillierte Betrachtung der Biografie Faurés, der Kompositionsgeschichte seines Requiems und Analyse der musikalischen Struktur der einzelnen Sätze.

3. Das Requiem Maurice Duruflés (Op. 9): Untersuchung von Duruflés Biografie und Werksgenese sowie eine fundierte Analyse seiner spezifischen Verwendung gregorianischer Themen und musikalischer Gestaltung.

4. Kritischer Vergleich der Requiemskompositionen: Gegenüberstellung beider Werke zur Widerlegung der These einer bewussten oder unbewussten Stilkopie durch Analyse stilistischer, formaler und technischer Parameter.

5. Fazit: Das Requiem Gabriel Faurés als „Prototyp-Werk“: Zusammenfassende Erkenntnis, dass beide Werke in einer gemeinsamen Tradition stehen, Duruflés Werk jedoch als eigenständige Komposition zu werten ist.

Schlüsselwörter

Gabriel Fauré, Maurice Duruflé, Requiem, Kirchenmusik, Kompositionsanalyse, Stilvergleich, Gregorianik, musikalische Rezeption, französisches Requiem, Musik des 20. Jahrhunderts, Formanalyse, Harmonik, Liturgie, Totenmesse, Gattungsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Requiemskompositionen von Gabriel Fauré und Maurice Duruflé und analysiert kritisch die häufig anzutreffende Annahme, dass Duruflés Werk lediglich als stilistischer Rückbezug oder sogar Kopie von Faurés Requiem zu betrachten sei.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind der stilistische und formale Vergleich beider Requien, die Rolle des gregorianischen Chorals in beiden Werken, die Einflüsse von Zeitgeschichte und Ausbildung auf die Komponisten sowie die kritische Hinterfragung ihrer Rezeptionsgeschichte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, eine individuelle, stilistische Ähnlichkeit zwischen den Werken nachzuweisen oder diese begründet zu widerlegen, um die „allgemein gültige“ Annahme einer exklusiven Abhängigkeit Duruflés von Fauré wissenschaftlich zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende musikwissenschaftliche Analyse der Kompositionen durchgeführt, die neben der Kompositionsgeschichte auch Aspekte wie Harmonik, Besetzung und Textauswahl unter Einbeziehung der einschlägigen Fachliteratur beleuchtet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine individuelle Analyse beider Requien (Kapitel 2 und 3) und einen darauf folgenden kritischen Vergleich (Kapitel 4), in dem die Sätze, die Besetzung, der Text und die Kompositionstechnik gegenübergestellt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Gabriel Fauré, Maurice Duruflé, Requiem, gregorianische Melodien, Kompositionsstil und Rezeptionsgeschichte.

Wie bewertet der Autor die Verwendung gregorianischer Melodien bei Duruflé?

Der Autor argumentiert, dass Duruflé die Gregorianik durch direkte Zitate aus dem Graduale Triplex in seine Werke einbindet, was einen bewussten, stilbildenden Charakter hat, während Fauré sich bei der Melodiefindung eher lose am Klanggestus orientiert.

Welchen Einfluss hatte das „Vichy-Regime“ auf die Entstehung von Duruflés Requiem?

Duruflé begann sein Requiem im Rahmen einer offiziellen Ausschreibung des „Vichy-Regimes“ während der deutschen Besatzungszeit, jedoch betont der Autor, dass keine inhaltlichen oder stilistischen Vorgaben seitens des Regimes nachweisbar sind.

Warum wird Faurés Requiem als „Prototyp-Werk“ bezeichnet?

Der Autor ordnet Faurés Werk in eine Tradition französischer Totenmessen ein, die bei Camille Saint-Saëns beginnt. Als meistrezipiertes Werk dieser Tradition dient Faurés Requiem als Referenzmodell, ohne dabei jedoch das einzigartige Werk seiner Art zu sein.

Ende der Leseprobe aus 70 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Requiemsvertonungen von Gabriel Fauré und Maurice Duruflé
Untertitel
Eine vergleichende Analyse
Note
2,0
Autor
Malte H. (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
70
Katalognummer
V381119
ISBN (eBook)
9783668576803
ISBN (Buch)
9783668576810
Sprache
Deutsch
Schlagworte
requiem faure durufle Kirchenmusik komposition
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Malte H. (Autor:in), 2017, Die Requiemsvertonungen von Gabriel Fauré und Maurice Duruflé, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381119
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Leseprobe aus  70  Seiten
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