Um die Fragestellung im Titel zu beantworten, werden zunächst wichtige Grundlagen und die nötigen Termini erläutert.
Diese Termini sind die Bildung und die damit verbundene Bildungsgerechtigkeit und Benachteiligung. Es wird zudem ein Blick auf die Begriffe Heterogenität und Integration geworfen, da diese auf die Begriffsdefinition der Inklusion vorbereiten, sich mit dieser aber nicht komplett decken.
Anschließend wird ein kurzer Überblick über die Geschichte der Inklusion und dem heutigen Stand gegeben, um in einem nächsten Schritt mögliche Weiterentwicklungen der Schulen zu diskutieren. Dabei wird vor allem die UN-BRK und die Salamanca Erklärung beleuchtet, da diese herausragende Punkte in der Geschichte der Inklusion sind.
Im letzten Kapitel soll betrachtet werden, wie sich das System Schule weiterentwickeln muss, damit Inklusion möglich wird und welche Veränderungen Schüler und auch Lehrer durchlaufen müssen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlegende Begriffe
2.1. Bildung- Gerechtigkeit und Benachteiligung
2.2. Heterogenität
2.3. Integration und Inklusion
3. Geschichtlicher Rückblick: Integration und Inklusion vor und nach der Salamanca Erklärung und UN-BRK.
4. Das System Schule weiterentwickeln
4.1. Index für Inklusion
4.2. Weiterentwicklung der Schülerrolle
4.3. Weiterentwicklung der Lehrerrolle
5. Inklusive Schulentwicklung am Beispiel des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Pulheim
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie sich das deutsche Schulsystem transformieren muss, um eine echte inklusive Bildung zu ermöglichen, die jedem Kind Teilhabe und Chancengleichheit garantiert. Dabei steht die Forschungsfrage im Fokus, welche strukturellen und pädagogischen Veränderungen auf systemischer Ebene sowie bei Schülern und Lehrern notwendig sind.
- Grundlagen der Bildungsgerechtigkeit und Heterogenität im schulischen Kontext
- Abgrenzung der Konzepte von Integration und Inklusion
- Historische Meilensteine wie die Salamanca-Erklärung und die UN-Behindertenrechtskonvention
- Einsatz des "Index für Inklusion" als Instrument der Schulentwicklung
- Praxisbeispiel einer erfolgreichen inklusiven Schule
Auszug aus dem Buch
2.3. Integration und Inklusion
Die Betrachtungen der Heterogenität leiten über zur Inklusion. Es gibt zwar unzählige Definitionen von Inklusion, aber in jeder taucht die Heterogenität der Schulklassen auf, die das Zentrum bildet. Es wird dabei darauf bestanden, dass Inklusion nicht nur Schüler mit Behinderung betrifft, sondern eine Behinderung nur ein Aspekt der Heterogenität neben den geschlechtlichen, kulturellen oder sozialen Aspekten ist.15 Da die Inklusion oft mit der Integration synonym verwendet wird, sie sich aber dennoch unterscheiden, sollen diese beiden Begriffe zunächst voneinander abgegrenzt werden, damit keine Verwirrungen entstehen.16 In der neueren Literatur wird zunehmend der Begriff Inklusion verwendet, der Unterschied zur Integration aber nicht immer transparent gemacht.17
Integration
Der Begriff Integration kommt aus dem Lateinischen „Integratio“ und bedeutet die „Wiederherstellung eines Ganzen.“18 Der Begriff wird auch in anderen wissenschaftlichen Disziplinen, wie der Ökonomie benutzt, aber für die Erziehungswissenschaft ist der soziologische Zugang zur Integration entscheidend.19 Dabei wird sich mit der Frage beschäftigt, wie eine Einheit aus einer Vielzahl von Personen entstehen kann und wie der innere Zusammenhalt einer Gesellschaft organisiert wird. Es findet somit ein Eingliedern statt und es wird zuvor getrenntes zusammengeführt. Dadurch entsteht eine Gemeinschaft, die aber nebeneinander existiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Situation der Inklusion im deutschen Schulsystem und leitet die zentrale Forschungsfrage der Arbeit ab.
2. Grundlegende Begriffe: Dieses Kapitel klärt essenzielle Termini wie Bildung, Bildungsgerechtigkeit, Heterogenität sowie die fachliche Abgrenzung zwischen Integration und Inklusion.
3. Geschichtlicher Rückblick: Integration und Inklusion vor und nach der Salamanca Erklärung und UN-BRK.: Es wird der geschichtliche Werdegang der Inklusionsdebatte anhand internationaler Abkommen und deren Einfluss auf die Bildungslandschaft analysiert.
4. Das System Schule weiterentwickeln: Der Fokus liegt auf praktischen Ansätzen wie dem "Index für Inklusion" sowie notwendigen Rollenanpassungen für Lehrkräfte und Schüler innerhalb eines inklusiven Systems.
5. Inklusive Schulentwicklung am Beispiel des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Pulheim: Das Kapitel veranschaulicht anhand eines konkreten Praxisbeispiels, wie inklusive Schulentwicklung erfolgreich in den Schulalltag integriert werden kann.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit einer umfassenden Systemänderung zusammen und betont, dass Inklusion ein gesamtgesellschaftlicher Prozess ist.
Schlüsselwörter
Inklusion, Integration, Bildungsgerechtigkeit, Schulsystem, Heterogenität, Schulentwicklung, UN-Behindertenrechtskonvention, Salamanca-Erklärung, Regelschule, Sonderpädagogik, Team-Teaching, Schülerschaft, Lehrrolle, Barrierefreiheit, Inklusive Pädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der notwendigen Transformation des deutschen Schulsystems, um den Anforderungen an eine inklusive Bildung gerecht zu werden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Inklusion, die historische Entwicklung durch UN-Konventionen sowie praktische Umsetzungsstrategien für Schulen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Ziel ist es zu ergründen, welche konkreten Veränderungen auf struktureller und pädagogischer Ebene nötig sind, damit Inklusion in Deutschland flächendeckend gelingen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer Fallstudie, welche die praktische Umsetzung der Inklusion an einem Gymnasium beleuchtet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition grundlegender Begriffe, eine historische Einordnung der Inklusion, Instrumente zur Schulentwicklung sowie eine Analyse der Rollenveränderungen bei Schülern und Lehrern.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Inklusion, Bildungsgerechtigkeit, Schulentwicklung und heterogene Lerngruppen charakterisiert.
Welche Rolle spielt der "Index für Inklusion" in der Untersuchung?
Der Index dient als zentrales Instrument zur Bildungsplanung und Selbstevaluation von Schulen, um inklusive Kulturen, Strukturen und Praktiken systematisch aufzubauen.
Warum wird das Geschwister-Scholl-Gymnasium als Beispiel angeführt?
Die Schule dient als Best-Practice-Beispiel, da sie durch Maßnahmen wie Team-Teaching und flexible Lernzeiten erfolgreich Inklusion unter einem anspruchsvollen Schulleitbild realisiert.
- Arbeit zitieren
- Johanna Lauer (Autor:in), 2017, Wie muss sich das System Schule in Deutschland ändern, damit Inklusion möglich wird?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381142