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Ist die Lehre von der Dreifaltigkeit Gottes ein Thema für die Grundschule?

Title: Ist die Lehre von der Dreifaltigkeit Gottes ein Thema für die Grundschule?

Term Paper , 2016 , 13 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Johanna Lauer (Author)

Didactics - Theology, Religion Pedagogy
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Für viele Menschen ist die göttliche Trinitätslehre auf den ersten Blick ein unlogisches und widersprüchliches Konzept, das eher lebensfern zu sein scheint, sodass in der Grundschulpädagogik eine besondere Herangehensweise notwendig ist. Wir Christen glauben an einen Gott, doch wie lässt es sich dann erklären, dass die Dreifaltigkeit Gottes einen zentralen Stellenwert hat? Wie können wir überzeugend einen dreieinigen Gott verkünden und zudem zeigen, dass unser Glaube ein monotheistischer Glaube ist? Ist Gott der eine, der sich in drei Personen entfaltet? Oder ist er drei, die erst später zu einem Gott werden?

Diese Fragen sind selbst für gläubige Christen oft nicht sofort zu beantworten. Noch schwieriger ist es im Religionsunterricht in den Schulen. Kann man überhaupt schon Kindern im Grundschulalter zeigen, welche Bedeutung der Glaube an den dreieinigen Gott für ihr Leben hat? Wie kann man die Relevanz der Trinitätslehre für Kinder versteh- und erkennbar machen?
Diesen Fragen sollen untersucht werden, um feststellen zu können, ob die zentrale Lehre der Dreifaltigkeit Gottes schon in der Grundschule besprochen werden kann und für die Kinder begreifbar ist.

Dazu wird zunächst ein Überblick über die Dreifaltigkeit Gottes mit Aspekten der Theologie von Hans Urs von Balthasar gegeben und die Grundsätze der Bibel und der Konzilien zur Trinitätslehre kurz dargestellt. Dann wird der Rahmenplan für die Grundschulen in Hessen betrachtet, um aufzuzeigen, wie das Thema in der Grundschule behandelt werden kann.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Dreifaltigkeit Gottes und die personale Liebe im trinitarischen Modell von Hans Urs von Balthasar

3. Dreifaltigkeit als Thema in der Grundschule

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale theologische Frage, inwiefern die komplexe Lehre von der Dreifaltigkeit Gottes bereits im Religionsunterricht der Grundschule thematisiert und für Kinder begreifbar gemacht werden kann.

  • Trinitätslehre im christlichen Glaubensverständnis
  • Personale Liebe im trinitarischen Modell von Hans Urs von Balthasar
  • Didaktische Vermittlung der Dreifaltigkeit im Grundschulalter
  • Korrelierendes Lernen als religionspädagogischer Ansatz
  • Die Symbole Vater, Sohn und Heiliger Geist als Zugangsweg

Auszug aus dem Buch

2. Die Dreifaltigkeit Gottes und die personale Liebe im trinitarischen Modell von Hans Urs von Balthasar

Das christliche Bild von Gott hat sich durch unterschiedliche Erfahrungen und den Dialog darüber in einem Prozess über die Jahre hinweg entwickelt. Am Anfang sprach man „über den einen Gott ( De Deo uno)“ und erst später über den „Dreifaltigen Gott (De Deo trino).“ Es wurde demnach zunächst ein allgemeines Gefühl für Gott und die Transzendenz entwickelt und erst später durch Erfahrungen des Jesus von Nazareth, der im Heiligen Geist Gottes wirkt, der Beziehungscharakter Gottes erfasst. Die daraus resultierenden Formulierungen auf den Konzilien von Nizäa (325) und Konstantinopel (381) halten die wichtigsten Punkte der Dreifaltigkeitslehre fest. Das Konzil von Nizäa legt fest, dass Gottes Wort in Jesus Christus Mensch geworden ist. Auf dem Konzil in Konstantinopel wurde anschließend die Beziehung zum Heiligen Geist festgelegt. Dieser kommt vom Vater und wird als göttlicher Geist mit dem Vater und dem Sohn angebetet. Die Konzilien stellen somit dar, was wir heute als Glaubensbekenntnis aussprechen.

Durch diese Neuerungen der Dreifaltigkeitslehre, wird Gott als ein Beziehungswesen aufgefasst und kommuniziert mit den Menschen durch seinen Sohn Jesus Christus, der heilend durch den Heiligen Geist Gottes wirkt. Diese Lehre ist aber nicht durch menschliche Vorstellungen entstanden, sondern ist durch die Selbstoffenbarung Gottes begründet. Er geht als Schöpfer eine Beziehung zu der Welt und den Geschöpfen ein, die auf dieser Welt leben und erfüllt sie mit seiner endlosen Liebe und Güte. Die gegenseitige Beziehung ist nicht wegzudenken. „Es muss also die Liebe (amor) sich zum anderen hinwenden, um selbstlose, eigentliche Liebe (caritas) zu sein.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Trinität als Fundament des christlichen Glaubens ein und stellt die zentrale Problemstellung hinsichtlich ihrer Vermittelbarkeit im Grundschulunterricht vor.

2. Die Dreifaltigkeit Gottes und die personale Liebe im trinitarischen Modell von Hans Urs von Balthasar: Dieses Kapitel erläutert die dogmatische Entwicklung der Trinitätslehre und beleuchtet insbesondere den Ansatz von Hans Urs von Balthasar, der die personale Liebe Gottes in das Zentrum stellt.

3. Dreifaltigkeit als Thema in der Grundschule: Hier wird dargelegt, wie ein kleinschrittiger, symboldidaktischer Ansatz über die Symbole Vater, Sohn und Geist einen kindgerechten Zugang zum Geheimnis der Dreifaltigkeit ermöglichen kann.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Thematisierung der Dreifaltigkeit in der Grundschule durch die Deutung konkreter Gotteserfahrungen möglich ist, auch wenn die volle Komplexität erst in späteren Schuljahren erschlossen werden kann.

Schlüsselwörter

Dreifaltigkeit, Trinität, Hans Urs von Balthasar, Grundschule, Religionsunterricht, Personale Liebe, Symbol, Vater, Sohn, Heiliger Geist, Christentum, Gottesoffenbarung, Korrelation, Glaubensvermittlung, Katechismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und wie die komplexe Lehre von der Dreifaltigkeit Gottes im Religionsunterricht der Grundschule als zentrales Glaubenselement vermittelt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft dogmatische Aspekte der Trinitätstheologie (nach Hans Urs von Balthasar) mit didaktischen Strategien für den Grundschulbereich, insbesondere unter Verwendung symboldidaktischer Ansätze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob Kinder im Grundschulalter die Bedeutung der Trinitätslehre für ihr Leben erfassen können, ohne dabei auf überfordernde, abstrakte Lehrsätze zurückgreifen zu müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theologisch-pädagogische Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung von Rahmenplänen sowie religionsdidaktischen Konzepten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert zunächst das trinitarische Modell von Hans Urs von Balthasar und leitet daraus didaktische Möglichkeiten ab, um Gott über die Symbole Vater, Sohn und Geist als Beziehungswesen erfahrbar zu machen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Dreifaltigkeit, personale Liebe, Religionsunterricht, Symboldidaktik und Gotteserfahrung.

Warum ist das traditionelle Katechismusmodell für Grundschüler problematisch?

Das reine Auswendiglernen abstrakter Lehrsätze überfordert Grundschüler und verhindert eine echte Auseinandersetzung mit der Bedeutung des Glaubens für ihre eigene Lebenswelt.

Wie kann Gott als „Dreifaltiger“ im Unterricht konkret greifbar gemacht werden?

Durch die Korrelation von eigenen Alltagserfahrungen der Schüler mit den biblischen Symbolen von Vater, Sohn und Geist, die jeweils unterschiedliche Wirkungsweisen Gottes in Beziehung zu den Menschen verdeutlichen.

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Details

Title
Ist die Lehre von der Dreifaltigkeit Gottes ein Thema für die Grundschule?
College
Justus-Liebig-University Giessen
Grade
1,0
Author
Johanna Lauer (Author)
Publication Year
2016
Pages
13
Catalog Number
V381145
ISBN (eBook)
9783668576131
ISBN (Book)
9783668576148
Language
German
Tags
Trinitätslehre Religionsdidaktik Hans Urs von Balthasar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johanna Lauer (Author), 2016, Ist die Lehre von der Dreifaltigkeit Gottes ein Thema für die Grundschule?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381145
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