Die sprachwissenschaftliche Forschung behandelt heutzutage viele unterschiedliche Kategorien wie das noch junge Untersuchungsgebiet der Wissenschaftssprachforschung. Hierbei mangelt es zwar noch an einer einheitlichen Wissenschaftssprachtheorie, jedoch gibt es bereits zahlreiche sprachliche Untersuchungen und Analysen zu diesem Teilgebiet. Es ist allgemein bekannt, dass wissenschaftliche Texte im Vergleich zur Allgemeinsprache bestimmte sprachliche Merkmale aufweisen. Basierend auf dieser Erkenntnis sollen in der vorliegenden Arbeit bestimmte sprachliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zweier Fachgebiete erarbeitet werden. In diesem Zusammenhang wird jeweils ein wissenschaftlicher Text der Fachgebiete Mathematik und Linguistik hinsichtlich der Verwendung bestimmter graphischer, syntaktischer und morphologischer Merkmale untersucht, wobei versucht wird die Selektion bestimmter sprachlicher Eigenschaften in Bezug auf zwei konkrete wissenschaftliche Fachgebiete aufzuzeigen. Zu Beginn der Arbeit soll jedoch ein kurzer Einblick in die theoretischen Grundlagen der betrachteten Systemeigenschaften von Wissenschaftstexten gegeben werden. Dazu werden die Charakteristika der Graphematik, der Syntax und der Morphologie in Bezug auf die Erforschung wissenschaftlicher Sprache dargestellt. Anschließend wird diese Theorie auf die Analyse ausgewählter wissenschaftlicher Texte angewandt und die Ergebnisse beurteilt. Der Schluss der Arbeit wird die wichtigsten Resultate zusammenfassen und sich kritisch mit der Problemlösung auseinandersetzen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Graphematik
2.2 Syntax
2.3 Morphologie
3. Analyse bestimmter sprachlicher Merkmale anhand zweier wissenschaftlicher Texte unterschiedlicher Fachgebiete
3.1 Analyse eines mathematischen Wissenschaftstextes hinsichtlich der verwendeten graphischen, syntaktischen und morphologischen Merkmale
3.2 Analyse eines sprachwissenschaftlichen Textes hinsichtlich der verwendeten graphischen, syntaktischen und morphologischen Merkmale
3.3 Beurteilung bestimmter Gemeinsamkeiten und Unterschiede der ausgewählten Textsorten
4. Schlussbemerkung
5. Anhang
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht sprachliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen wissenschaftlichen Fachtexten aus den Gebieten der Mathematik und der Linguistik, um die Selektion spezifischer Merkmale in unterschiedlichen Fachdisziplinen aufzuzeigen.
- Grundlagen der fachsprachlichen Graphematik, Syntax und Morphologie
- Analyse eines mathematischen Fachtextes hinsichtlich sprachlicher Spezifika
- Analyse eines sprachwissenschaftlichen Fachtextes hinsichtlich sprachlicher Spezifika
- Vergleichende Beurteilung der Ergebnisse
Auszug aus dem Buch
3.1 Analyse eines mathematischen Wissenschaftstextes hinsichtlich der verwendeten graphischen, syntaktischen und morphologischen Merkmale
Beginnend mit der Betrachtung der Graphematik des Textes werden nun anhand der im ersten Teil der Arbeit behandelten Grundlagen wissenschaftssprachliche Besonderheiten herausgearbeitet. Hierbei fällt auf, dass Kursive und Anführungsstriche gebraucht werden, um Fachausdrücke, Metasprachliches und Bezeichnungen wie „ángulos suplementarios“ (Z.74) und „la línea AB“ (Z.10) anzuführen. Diese wirken desintegrierend und dienen somit auch der Abgrenzung und Hervorhebung bestimmter Ausdrücke. Zur Übersichtlichkeit werden im gesamten betrachteten Abschnitt Einzüge und Zifferngrapheme wie „22-3“ (Z.30) und „Figura 22-2“ (Z.20) als Zahlzeichen und Ordnungsangaben eingesetzt.
Außerdem wird des Öfteren in wissenschaftlichen Texten das Mittel der Versalsetzung für Überschriften, hier „ángulos“ (Z.30), verwendet, um diese hervorzuheben und zu betonen. Als letzte graphische Besonderheit stechen beim Wissenschaftstext der Mathematik Formeln wie „ABC < DEF = 180°“ (Z.75 f.) hervor, die als Sonderzeichen zur Veranschaulichung wissenschaftlicher Zusammenhänge zu verstehen sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Forschungsgebiet der Wissenschaftssprache ein und erläutert die Zielsetzung, sprachliche Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen linguistischen und mathematischen Fachtexten zu untersuchen.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert die theoretische Basis zu den graphematischen, syntaktischen und morphologischen Charakteristika wissenschaftlicher Texte im Vergleich zur Allgemeinsprache.
3. Analyse bestimmter sprachlicher Merkmale anhand zweier wissenschaftlicher Texte unterschiedlicher Fachgebiete: Der praktische Hauptteil widmet sich der konkreten Untersuchung und dem Vergleich der beiden ausgewählten Fachtexte anhand der zuvor definierten Kriterien.
3.1 Analyse eines mathematischen Wissenschaftstextes hinsichtlich der verwendeten graphischen, syntaktischen und morphologischen Merkmale: In diesem Unterkapitel wird die sprachliche Struktur eines mathematischen Textes auf die Verwendung von Sonderzeichen, Satzbau und morphologischen Besonderheiten hin analysiert.
3.2 Analyse eines sprachwissenschaftlichen Textes hinsichtlich der verwendeten graphischen, syntaktischen und morphologischen Merkmale: Hier erfolgt die analoge Untersuchung für den sprachwissenschaftlichen Beispieltext, um spezifische fachliche Ausprägungen freizulegen.
3.3 Beurteilung bestimmter Gemeinsamkeiten und Unterschiede der ausgewählten Textsorten: Abschließend werden die Ergebnisse der Einzelanalysen gegenübergestellt und die Divergenzen sowie Konvergenzen in der Sprachverwendung bewertet.
4. Schlussbemerkung: Die Arbeit fasst zusammen, dass fachsprachliche Merkmale zwar oft fachübergreifend sind, jedoch disziplinspezifische Unterschiede bestehen, und betont die begrenzte Repräsentativität der Analyse.
5. Anhang: Der Anhang enthält die zugrunde liegenden Originaltexte aus den Fachgebieten der Mathematik und der Linguistik.
Schlüsselwörter
Wissenschaftssprache, Fachsprachen, Graphematik, Syntax, Morphologie, Sprachwissenschaft, Mathematik, Fachtextanalyse, Sprachvergleich, Linguistik, Objektivierung, Anonymisierung, Fachausdrücke, Flexion, Wortbildung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie wissenschaftliche Fachtexte aus unterschiedlichen Disziplinen sprachlich gestaltet sind und welche Gemeinsamkeiten oder Unterschiede sie aufweisen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit fokussiert sich auf die drei sprachwissenschaftlichen Kernbereiche Graphematik, Syntax und Morphologie im Kontext wissenschaftlicher Kommunikation.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Verwendung fachsprachlicher Merkmale in einem mathematischen und einem linguistischen Text empirisch zu vergleichen und zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine kontrastive Analyse zweier spezifischer Fachtextabschnitte nach den theoretischen Vorgaben der Fachsprachenforschung durchgeführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der beiden Beispieltexte sowie deren abschließende vergleichende Auswertung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wissenschaftssprache, Fachtextanalyse, Graphematik, Syntax und Fachsprachenvergleich charakterisiert.
Warum wurde ein mathematischer Text für die Analyse gewählt?
Die Wahl fiel auf die Mathematik, da aufgrund der großen fachlichen Distanz zu den Geisteswissenschaften signifikante Unterschiede in der sprachlichen Ausprägung erwartet wurden.
Welches Fazit zieht die Autorin oder der Autor hinsichtlich der Repräsentativität?
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die analysierten kurzen Textabschnitte nicht als repräsentativ für das gesamte Fachgebiet gelten, sondern lediglich als beispielhafte Grundlage dienen.
- Citation du texte
- Julia Sinz (Auteur), 2014, Systemeigenschaften von Wissenschaftssprache. Untersuchung bestimmter sprachlicher Unterschiede und Gemeinsamkeiten in mathematischen und linguistischen Wissenschaftstexten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381337