Diese Hausarbeit hat zum Thema „Ambulante Eingliederungshilfe – Chancen und Grenzen des Arbeitsfeldes beim Abbau von sozialer Ungleichheit“. Was versteht man eigentlich unter Behinderung und was ist mit sozialer Ungleichheit gemeint? Sind Menschen mit Behinderung auch von sozialer Ungleichheit betroffen und wenn ja: In welchen Bereichen macht sich das bemerkbar?
Diese Hausarbeit möchte sich genau mit diesen Fragen beschäftigen und versuchen, darauf Antworten zu finden.
Inhaltsverzeichnis
1. Behinderung und soziale Ungleichheit
1.1 Was versteht man unter Behinderung?
1.2 Was versteht man unter sozialer Ungleichheit?
1.3 Behinderung und soziale Ungleichheit
2. Inklusion
3. Die rechtliche Situation
3.1. Die UN-Behindertenrechtskonvention und die Aufgabe der Inklusion
3.2 Das Bundesteilhabegesetz
3.3 Die rechtlichen Grundlagen der (ambulanten) Eingliederungshilfe
4. Das Arbeitsfeld der ambulanten Eingliederungshilfe
4.1 Die Inhalte des Arbeitsfeldes
4.2 Die Chancen der Ambulanten Eingliederungshilfe beim Abbau von sozialer Ungleichheit
4.3 Die Grenzen des Arbeitsfeldes beim Abbau von sozialer Ungleichheit
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Rolle der ambulanten Eingliederungshilfe als Instrument zur Verringerung sozialer Ungleichheit bei Menschen mit Behinderungen. Dabei wird analysiert, inwieweit das Arbeitsfeld Möglichkeiten zur Förderung von Teilhabe und Inklusion bietet und welche Barrieren oder strukturellen Grenzen den Abbau von Ungleichheit hemmen können.
- Behinderung im Kontext sozialer Ungleichheit
- Die Bedeutung von Inklusion und Empowerment
- Rechtliche Rahmenbedingungen wie die UN-BRK und das BTHG
- Methoden der ambulanten Eingliederungshilfe
- Chancen und Grenzen für den sozialen Abbau von Ungleichheit
Auszug aus dem Buch
1.1 Was versteht man unter Behinderung?
Als Einstieg soll zunächst die gesetzliche Definition von Behinderung dargestellt werden. So heißt es in § 2 Satz 1 SGB IX, dass ein Mensch als behindert gilt, wenn er in seiner körperlichen Funktion, geistigen Fähigkeit oder seiner seelischen Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit für länger als sechs Monate von seinem Lebensalter typischen Zustand abweicht und daher die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Menschen gelten als von Behinderung bedroht, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist.
Die Definition des SGB IX bezog dabei wesentliche Aspekte der „Internationalen Klassifikation von Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit“ (ICF) mit ein. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat mit der ICF die 1980 veröffentlichte „International Classification of Impairments, Disabilities and Handicaps“ (ICIDH) aktualisiert. Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) schreibt zum Thema ICF:
„Die ICF ist dank des zugrundeliegenden bio-psycho-sozialen Modells nicht primär defizitorientiert, also weniger eine Klassifikation der "Folgen von Krankheit". Vielmehr klassifiziert sie "Komponenten von Gesundheit": Körperfunktionen, Körperstrukturen, Aktivitäten und Partizipation (Teilhabe) sowie Umweltfaktoren.
Sie ist damit auch ressourcenorientiert und nimmt bezüglich der Ätiologie einen neutralen Blickwinkel ein. Die ICF kann daher auf alle Menschen bezogen werden, nicht nur auf Menschen mit Behinderungen. Sie ist universell anwendbar.“ (DIMDI 2017, Quelle Internet)
Dem ICF liegt ein bio-psycho-soziales Modell zugrunde, das im Gegensatz zum ICIDH den Lebenshintergrund der Betroffenen berücksichtigt und somit versucht, die gesamte Lebenswirklichkeit der Menschen zu erfassen (vgl. WHO 2005, S. 4).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Behinderung und soziale Ungleichheit: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Behinderung sowie soziale Ungleichheit und beleuchtet die Zusammenhänge anhand der Bereiche Arbeit, Bildung und Wohnen.
2. Inklusion: Das Kapitel erläutert den Inklusionsansatz als gesellschaftliche Aufgabe zur Barrierefreiheit und betont die notwendige Abkehr von defizitorientierten Modellen hin zu gesellschaftlicher Teilhabe.
3. Die rechtliche Situation: Es werden die zentralen rechtlichen Rahmenbedingungen wie die UN-Behindertenrechtskonvention und das Bundesteilhabegesetz (BTHG) sowie deren Bedeutung für die Eingliederungshilfe dargestellt.
4. Das Arbeitsfeld der ambulanten Eingliederungshilfe: Hier werden die Inhalte der täglichen Arbeit, die Chancen der sozialraumorientierten Praxis sowie die Grenzen des Arbeitsfeldes beim Abbau von sozialer Ungleichheit analysiert.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Eingliederungshilfe ein wichtiges Instrument für Inklusion ist, jedoch kritische Reflektion und politische Einmischung erfordert, um exkludierende Mechanismen zu verhindern.
Schlüsselwörter
Ambulante Eingliederungshilfe, Soziale Ungleichheit, Behinderung, Inklusion, UN-Behindertenrechtskonvention, Bundesteilhabegesetz, BTHG, Empowerment, Sozialraumorientierung, Teilhabe, Lebenswelt, Exklusion, SGB IX, Hilfeplanung, Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der ambulanten Eingliederungshilfe und deren Potenzial, zur Reduzierung von sozialer Ungleichheit bei Menschen mit Behinderungen beizutragen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die theoretische Bestimmung von Behinderung und sozialer Ungleichheit, die rechtlichen Grundlagen durch UN-BRK und BTHG sowie die konkrete Ausgestaltung und Wirksamkeit der ambulanten Unterstützung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, Chancen und Grenzen der ambulanten Eingliederungshilfe zu identifizieren, um zu verstehen, wie diese im Alltag aktiv am Abbau gesellschaftlicher Benachteiligung mitwirken kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Autorin oder der Autor verwendet eine Literaturanalyse, die theoretische Ansätze zur Ungleichheit (z.B. Bourdieu) mit aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen und fachpraktischen Diskursen verknüpft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Behinderung/Ungleichheit), eine rechtliche Analyse der Gesetzeslage und eine praxisorientierte Beschreibung des Arbeitsfeldes inklusive Chancen und Grenzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Schlüsselbegriffe sind vor allem Inklusion, soziale Ungleichheit, Eingliederungshilfe, Bundesteilhabegesetz und Sozialraumorientierung.
Wie bewertet der Text das Bundesteilhabegesetz (BTHG)?
Das BTHG wird grundsätzlich als sinnvolles Instrument begrüßt, das die Autonomie stärkt; kritisch werden jedoch die "5-von-9"-Regelung und die Gefahr von neuen exkludierenden Strukturen gesehen.
Welche Bedeutung kommt dem Empowerment-Ansatz in der Arbeit zu?
Empowerment wird als zeitgemäßes Instrument einer inklusiven Behindertenarbeit hervorgehoben, das darauf abzielt, die Selbstverfügungskräfte der Klienten zu stärken und sie aus einer passiven Versorgungsrolle herauszulösen.
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- Anonym (Author), 2017, Die Ambulante Eingliederungshilfe. Chancen und Grenzen des Arbeitsfeldes beim Abbau von sozialer Ungleichheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381360