In der folgenden Arbeit ging es darum, einen Fragebogen zur Erfassung der spezifischen Gesundheitsprobleme und Belastungsschwerpunkte für ein Unternehmen zu erstellen. Dieser Fragebogen sollte dem Unternehmen angepasst sein und mindestens einen Umfang von 20 Items enthalten. Desweiteren wird der Fragebogen im späteren Verlauf der Arbeit ausgewertet und analysiert.
Die vorliegende Gesundheitsbefragung wurde an einem seit dem Jahr 2000 in Dinslaken bestehendem Unternehmen durchgeführt. Das Gesundheitszentrum A deckt viele Geschäftsfelder ab, von der REHA-Technik bis hin zu dem ambulanten orthopädischen und neurologischen Reha Zentrum mit Physiotherapie, Physikalischer Therapie, Rehabilitati-onsnachsorge (IRENA), Ernährungsberatung, Reha Sport, Ergotherapie und Logopädie.
Inhaltsverzeichnis
1 FRAGEBOGENENTWICKLUNG
1.1 Kurze Vorstellung des Unternehmens
1.2 Aufbau des Fragebogens
1.3 Zielsetzung der Erhebung
2 AUSWERTUNG MITARBEITERBEFRAGUNG
2.1 Allgemeiner Teil des Fragebogens und Personendaten
2.2 Auswertung zu der Belastungssituation am Arbeitsplatz
2.3 Auswertung zu den Gesundheitsprobleme der Mitarbeiter
2.4 Kurze Diskussion der Ergebnisse
3 ABLEITUNG VON HANDLUNGSSCHWERPUNKTEN
3.1 Bestimmung und Priorisierung der Handlungsschwerpunkte
4 PROBLEME DER FELDFORSCHUNG UND DES DATENSCHUTZES
4.1 Probleme der Feldforschung
4.2 Datenschutz bei Befragungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, spezifische Gesundheitsprobleme und Belastungsschwerpunkte der Mitarbeiter eines Gesundheitszentrums durch eine zielgerichtete Befragung zu erfassen, um daraus fundierte, priorisierte Handlungsmaßnahmen für das Betriebliche Gesundheitsmanagement abzuleiten.
- Entwicklung eines maßgeschneiderten Fragebogens zur Arbeitsplatzanalyse
- Auswertung der physischen und psychischen Belastungssituation in verschiedenen Abteilungen
- Identifikation und Priorisierung von Handlungsfeldern zur Gesundheitsförderung
- Reflexion methodischer Herausforderungen bei der Feldforschung und Relevanz des Datenschutzes
Auszug aus dem Buch
4.1 Probleme der Feldforschung
Die erhobenen Daten einer Feldforschung lassen sich besser auf den eigentlichen Kontext beziehen, da die Erhebung in der natürlichen Umgebung stattfindet. Problematisch ist jedoch, je nach Untersuchungsmethode die doppelte „Beobachter-Teilnehmer“ Rolle des Forschers. Da er zum einen die Distanz wahren muss um subjektiv beobachten zu können und zum anderen jedoch Kontakt zu den Teilnehmer aufnehmen muss um die Forschung durchzuführen (Bortz & Döring, 1995).
Eine weitere große Problematik stellt die Repräsentativität der Stichprobe dar. Denn die Zielpopulation weicht oft von der Auswahlpopulation ab. Diese Problematik unterliegt mehreren Faktoren, zum einen zählt der Non-Respons-Fehler dazu. Dieser Fehler beschreibt die Abweichung zwischen der geplanten Stichprobe und der tatsächlich durchgeführten Stichprobe. Ursache dafür können mangelnde Erreichbarkeit der Teilnehmer oder Desinteresse aus verschiedensten Gründen der Teilnehmer sein (Bortz & Döring, 2006).
Eine weitere Problematik, bzw. ein nicht kontrollierbarer Faktor in der Feldforschung ist der Teilnehmer. Bei den Instrumenten Fragebogen und Beobachtung ist es nicht möglich, festzustellen ob die Teilnehmer wahrheitsgemäß und realitätsbezogen handeln oder antworten. Der Hawthorne-Effekt beschreibt das Phänomen, dass Menschen oft anders handeln wenn sie wissen, dass sie beobachtet werden. Auch bei der schriftlichen Befragung stellt die Beantwortung der Teilnehmer ein großes Risiko der Ergebnisverfälschung da.
Zusammenfassung der Kapitel
1 FRAGEBOGENENTWICKLUNG: Dieses Kapitel erläutert die Konzeption des Fragebogens, die Vorstellung des Unternehmens und die Zielsetzung der Erhebung zur Ermittlung von Belastungsschwerpunkten.
2 AUSWERTUNG MITARBEITERBEFRAGUNG: Hier werden die erhobenen Daten der Mitarbeiterbefragung strukturiert ausgewertet, wobei die Bereiche Sauna und Service differenziert betrachtet und diskutiert werden.
3 ABLEITUNG VON HANDLUNGSSCHWERPUNKTEN: Auf Basis der Auswertung werden drei priorisierte Handlungsschwerpunkte definiert und konkrete Interventionsmaßnahmen zur Verbesserung der Situation vorgestellt.
4 PROBLEME DER FELDFORSCHUNG UND DES DATENSCHUTZES: Das Kapitel behandelt wissenschaftliche Herausforderungen bei der Datenerhebung in der Feldforschung sowie die notwendigen datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen bei Befragungen.
Schlüsselwörter
Betriebliches Gesundheitsmanagement, Mitarbeiterbefragung, Fragebogenentwicklung, Belastungsanalyse, Gesundheitsförderung, Prävention, Personalentwicklung, Feldforschung, Datenschutz, Arbeitsplatzgestaltung, Lustlosigkeit, Arbeitsbelastung, Ergonomie, Motivationsförderung, Qualifizierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Durchführung einer Gesundheitsbefragung in einem Gesundheitszentrum, um Belastungen der Mitarbeiter zu analysieren und konkrete Maßnahmen für ein Betriebliches Gesundheitsmanagement abzuleiten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Fragebogengestaltung, die Analyse von Arbeitsbelastungen und Gesundheitsproblemen sowie die Entwicklung von Lösungsansätzen für das Personalmanagement.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den größten Handlungsbedarf im Unternehmen zu identifizieren und Maßnahmen zu priorisieren, um die Motivation zu steigern und gesundheitliche Probleme zu mindern.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine quantitative Befragung mittels eines selbst entwickelten Fragebogens in der Sauna- und Serviceabteilung des Unternehmens durchgeführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Befragung, die detaillierte Auswertung der Ergebnisse hinsichtlich Belastungssituationen und Beschwerden sowie die Ableitung von Handlungsschwerpunkten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen zählen Betriebliches Gesundheitsmanagement, Mitarbeiterbefragung, Prävention, Belastungsanalyse und Handlungsbedarf.
Welche spezifische Problematik wurde bei der Skalierung des Fragebogens festgestellt?
Der Autor stellt fest, dass die Skalierung mit „1“ für „nie“ unpräzise war, da sie nicht zwischen „nie“ und „0 Tagen“ differenzieren konnte, was zu leicht erhöhten Werten in der Auswertung führte.
Welchen Zusammenhang vermuten die Mitarbeiter zwischen ihrer Arbeit und ihren Beschwerden?
Es zeigt sich ein deutlicher Unterschied: Während 60% der Saunamitarbeiter einen Zusammenhang zwischen Beschwerden und Arbeit vermuten, tun dies im Servicebereich nur 23%.
- Quote paper
- Dana Springborn (Author), 2017, Entwicklung und Auswertung eines Fragebogens. Betriebliches Gesundheitsmanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381428