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Interkulturelle Kommunikation in Sten Nadolnys "Selim oder die Gabe der Rede". Die Relevanz von Literatur für das Fremdverstehen

Título: Interkulturelle Kommunikation in Sten Nadolnys "Selim oder die Gabe der Rede". Die Relevanz von Literatur für das Fremdverstehen

Trabajo , 2014 , 25 Páginas

Autor:in: Anna Göbel (Autor)

Medios / Comunicación - Comunicación intercultural
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Lernprozesse werden von allen in einer Gesellschaft zusammenlebenden Individuen erwartet, sowohl von den Einheimischen als auch von den Fremden. Wenn ein Individuum sich das Ziel gesetzt hat, im Umgang mit den Menschen einer anderen Kultur deren spezifisches Orientierungssystem der Wahrnehmung, des Denkens, des Wertens und Handelns zu verstehen, dieses in das eigenkulturelle Orientierungssystem zu integrieren und auf sein Denken und Handeln im fremdkulturellen Handlungsfeld anzuwenden, dann spricht man vom Interkulturellen Lernen.

Sten Nadolnys "Selim oder die Gabe der Rede" ist ein zeitgenössischer Roman, der sich mit dem "Fremden" in unserer Gesellschaft auseinandersetzt. Die vorliegende Arbeit untersucht, ob und inwiefern dieser Roman als Beispiel für interkulturelles Lernen dienen kann.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1.Definition: Interkulturelles Lernen

2. Interkulturelle Bildung als Erziehungsauftrag an deutschen Schulen

3. Interkulturelles Lernen anhand von Literatur

4. Gründe für den Einsatz von Literatur im Interkulturellen Lernen

5. Die Relevanz von Literatur für das Fremdverstehen

6. Zusammenfassung „Selim oder die Gabe der Rede“

6. 1. Erzählstil

6.2. Inhalt

7. Entwicklung der beiden Protagonisten

7.1 Gemeinsamkeiten- Unterschiede

8. Aspekt des „Fremden“ in Nadolnys Roman

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit Sten Nadolnys Roman „Selim oder die Gabe der Rede“ als ein gelungenes Beispiel für interkulturelle Kommunikation dienen kann. Dabei wird analysiert, wie die literarische Darstellung von kultureller Fremdheit und Identität dazu beitragen kann, Vorurteile abzubauen und das Fremdverstehen zu fördern.

  • Grundlagen des interkulturellen Lernens und Fremdverstehens
  • Die Rolle der Literatur im interkulturellen Deutschunterricht
  • Analyse der Romanfiguren und ihrer Entwicklung im Kontext von Fremdheit
  • Die Thematisierung der Gastarbeiter-Erfahrungen im 20. Jahrhundert
  • Perspektivwechsel und die Überwindung von Stereotypen durch erzählerische Mittel

Auszug aus dem Buch

6. 1. Erzählstil

Sten Nadolnys Roman „Selim oder die Gabe der Rede“, erschienen im Jahr 1990, erzählt die Lebensgeschichte verschiedener Protagonisten, deren Lebenswege sich treffen und gegenseitig beeinflussen. Gleichzeitig ist es ein zeitgeschichtlicher Roman, der die deutschen politischen Geschehnisse von 1965 bis 1989 thematisiert. Im Vordergrund stehen die beiden Hauptpersonen, der 19 jährige Wehrdienstleistende und spätere Student Alexander und Selim, der 22 jährige Gastarbeiter, der 1965 mit anderen türkischen Gastarbeitern von der Türkei nach Deutschland kommt.

Am Anfang des Romans wird ein auktorialer Erzählstil eingeführt. Die beiden Hauptpersonen treffen sich das erste Mal im Zug, Alexander will zurück zur Bundeswehr nach Göttingen, Selim und die anderen türkischen Gastarbeiter sind auf dem Weg nach Kiel. Aufgrund von Verständigungsproblemen kommt es aber nicht zu einer Kommunikation zwischen den beiden, erst zwei Jahre später in Berlin freunden Alexander und Selim sich an. Schon im ersten Teil tauchen Tagebucheinschübe von Alexander auf, die zeitlich schon mehrere Jahre voraus liegen und Einblicke in Alexanders Gefühlsleben geben.

Nicht nur stilistisch variiert Nadolny durch das Einsetzen mehrer Erzählstile, der Romanerzählung mit einem auktorialen Erzähler, abwechselnd aus der Sicht von Alexander und Selim und den Tagebucheintragungen bzw. Notizen Alexanders. Auch zeitlich werden mehrere Ebenen eingeführt, die Romanhandlung beginnt 1965 und endet 1989, die Tagebucheintragungen beginnen etwas später im Jahr 1979 und Enden ebenfalls 1989.

Dieser mehrsträngige und multiperspektivische Erzählstil bietet dem Leser die Möglichkeit, sich in beide Protagonisten hineinzuversetzen. Als deutscher Leser bekommt man durch die Sicht von Alexander einen Einblick in das „Fremde“, kann diese „Fremde“ aber aus Selims Sicht als etwas „Bekanntes und „Eigenes“ wahrnehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Definition: Interkulturelles Lernen: Erläutert den Kulturbegriff als dynamisches Orientierungssystem und definiert das interkulturelle Lernen als Prozess des Perspektivwechsels.

2. Interkulturelle Bildung als Erziehungsauftrag an deutschen Schulen: Diskutiert die schulische Verpflichtung zur Vermittlung interkultureller Kompetenzen und den Umgang mit kultureller Vielfalt in der Bundesrepublik.

3. Interkulturelles Lernen anhand von Literatur: Beleuchtet die theoretischen Grundlagen des Fremdverstehens im Literaturunterricht und die Herausforderung, die Andersheit des Fremden zu erfassen.

4. Gründe für den Einsatz von Literatur im Interkulturellen Lernen: Nennt didaktische Funktionen literarischer Texte, wie die kommunikative Förderung und den Beitrag zur Selbst- und Weltbildung.

5. Die Relevanz von Literatur für das Fremdverstehen: Zeigt auf, wie literarische Texte Stereotypen hinterfragen und Wege zur Überwindung von Fremdheit ebnen können.

6. Zusammenfassung „Selim oder die Gabe der Rede“: Analysiert den multiperspektivischen Erzählstil und den inhaltlichen Verlauf des Romans unter Berücksichtigung der Zeitgeschichte.

7. Entwicklung der beiden Protagonisten: Vergleicht die gegensätzlichen Charaktere von Alexander und Selim und analysiert ihre gemeinsame Suche nach Wahrheit und Erfolg.

8. Aspekt des „Fremden“ in Nadolnys Roman: Untersucht die Darstellung der Gastarbeiter-Problematik und das Aufbrechen von Klischees durch ironische Erzählweisen.

9. Fazit: Kommt zu dem Schluss, dass der Roman durch seine ausgewogene Darstellung ein gelungenes Beispiel für interkulturelle Kommunikation darstellt.

Schlüsselwörter

Interkulturelles Lernen, Fremdverstehen, Literaturdidaktik, Sten Nadolny, Selim oder die Gabe der Rede, Gastarbeiter, Identität, Perspektivwechsel, Stereotype, Deutschunterricht, kulturelle Bildung, Mehrsprachigkeit, Integration, Romananalyse, interkulturelle Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, ob Sten Nadolnys Roman „Selim oder die Gabe der Rede“ ein geeignetes Medium ist, um interkulturelle Kommunikation und Verständnis zu vermitteln.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Konzepten des interkulturellen Lernens, der Didaktik des Fremdverstehens durch Literatur sowie der soziokulturellen Analyse des Romans im Kontext der Gastarbeiter-Geschichte.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Ist Sten Nadolnys Roman „Selim oder die Gabe der Rede“ ein gelungenes Beispiel für interkulturelle Kommunikation?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturbasierte Analyse durchgeführt, die theoretische Konzepte der Interkulturellen Germanistik auf die fiktive Romanhandlung und deren Figuren anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zum interkulturellen Lernen und eine detaillierte textanalytische Untersuchung von Erzählstil, Inhaltsaspekten und der Charakterentwicklung der Protagonisten im Roman.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Fremdverstehen, interkulturelles Lernen, Gastarbeiter-Thematik und Perspektivwechsel geprägt.

Wie unterscheidet sich die Darstellung von Alexander und Selim im Roman?

Alexander wird als theoretischer, oft unsicherer Suchender gezeichnet, während Selim als optimistischer, praktischer Geschichtenerzähler auftritt. Nadolny stellt beide jedoch als gleichwertige Charaktere dar.

Zu welchem Fazit kommt die Autorin bezüglich des Romans?

Die Autorin bewertet den Roman als gelungenes Beispiel für interkulturelle Kommunikation, da Nadolny durch situationskomische und ironische Elemente eine abwertende Darstellung vermeidet und dem Leser einen vorurteilsfreien Perspektivwechsel ermöglicht.

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Detalles

Título
Interkulturelle Kommunikation in Sten Nadolnys "Selim oder die Gabe der Rede". Die Relevanz von Literatur für das Fremdverstehen
Universidad
University of Cologne
Autor
Anna Göbel (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
25
No. de catálogo
V381438
ISBN (Ebook)
9783668582255
ISBN (Libro)
9783668582262
Idioma
Alemán
Etiqueta
Interkulturell
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anna Göbel (Autor), 2014, Interkulturelle Kommunikation in Sten Nadolnys "Selim oder die Gabe der Rede". Die Relevanz von Literatur für das Fremdverstehen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381438
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