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Organisationales Lernen und Wissensmanagement - 3 Konzepte im Vergleich

Title: Organisationales Lernen und Wissensmanagement - 3 Konzepte im Vergleich

Essay , 2005 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sebastian Wiesnet (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Jede Theorie verlangt nach Selektion und jede Selektion beeinträchtigt das Erkenntnispotent ial und den Gültigkeitsbereich der Theorie. Nähert man sich einem äußerst komplexen und umfassenden Untersuchungsobjekt so wird bei dessen Analyse die Zahl derjenigen Aspekte, die man nicht berücksichtigen kann, wohl oder übel ein Ausmaß annehmen, das uns nicht wirklich erfreuen kann. Eine Organisation ist solch ein Untersuchungsobjekt. Man kann sich ihr aus verschiedenen (wissenschaftlichen) Blickwinkeln und mit unterschiedlichen Methoden nähern, um einem von vielen möglichen Erkenntnisinteressen nachzugehen. Der Gegenstand der Erkenntnis, welcher in dieser Arbeit im Mittelpunkt stehen soll, ist dabei relativ abstrakt; der Laie mag seine Existenz gänzlich bestreiten und die Experten sind sich uneins darüber, wie genau dieser Gegenstand beschaffen ist und wie er funktioniert: es geht um die Frage, wie Organisationen lernen (können). Um dieses Problem klären zu können, sollen im Folgenden die drei bekanntesten Konzepte von organisationalem Lernen und Wissensmanagement skizziert und anschließend kritisch beleuchtet werden, um deren Plausibilität und Wahrheitsgehalt – kurz: deren Erkenntnispotential – annähernd bestimmen zu können. Es handelt sich um das Konzept des Einschliefen- und Doppelschleifen-Lernens nach Argyris und Schoen (Kap. 1), die Theorie der Wissensbescha ffung im Unternehmen nach Nonaka und Takeuchi (Kap. 2), und um die Ausführungen von Karl Weick, der in der Auseinandersetzung mit der CODEStudie argumentiert, dass das Design einer Organisation keine stabile Gegebenheit, sondern eine fortwährende Improvisation ist. Aus dieser Annahme ergeben sich weitreichende Konsequenzen für das Verständnis von organisationalem Lernen und, damit verbunden, organisationalem Wandel. (Kap. 3)

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Inhaltsverzeichnis

1. Einschleifen-, Doppelschleifen- und Deuterolernen nach Argyris/Schoen

2. Theorie der Wissensbeschaffung im Unternehmen nach Nonaka/Takeuchi

3. Organisationales Design als Improvisation nach Weick

4. Vergleichende Kritik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit vergleicht drei einflussreiche theoretische Konzepte zum organisationalen Lernen und Wissensmanagement, um deren Erkenntnispotential für das Verständnis von organisationalem Wandel zu bewerten und kritisch zu hinterfragen.

  • Vergleich der Lernmodi nach Argyris und Schoen (Einschleifen-, Doppelschleifen- und Deutero-Lernen).
  • Analyse des Wissensschaffungsprozesses und der Wissensumwandlung nach Nonaka und Takeuchi.
  • Untersuchung des Konzepts der Organisation als fortwährende Improvisation nach Karl Weick.
  • Kritische Reflexion über die Anwendbarkeit und die theoretischen Grenzen der vorgestellten Konzepte.

Auszug aus dem Buch

3. Organisationales Design als Improvisation nach Weick

Während sich Argyris und Schoen einerseits und Nonaka und Takeuchi andererseits mit innerorganisatorischen Lernprozessen und -abläufen beschäftigt haben, entwickelte Karl Weick eine völlig neue Sichtweise: in der Auseinandersetzung mit der CODE-Studie stellt er das herkömmliche Bild einer Organisation fast vollständig auf den Kopf und gelangt somit zu Ergebnissen, die der bisherigen Forschung teilweise völlig widersprechen. Dabei beschäftigt er sich weniger mit den Wissensschaffungsprozessen als mit der Beschaffenheit einer Organisation an sich, die sich im weiteren auf das organisationale Lernen und das Wissensmanagement auswirken. Sein Grundaxiom verlangt, das Design einer Organisation nicht – wie bislang – als „Architektur“, sondern als „Improvisation“ aufzufassen. Es würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen, alle Ableitungen aus dieser Grundannahme und deren Unterschiede zu der bisherigen Auffassung darzustellen. Es sollen daher nur diejenigen Gesichtspunkte herausgearbeitet werden, die für das grundlegende Verständnis von Weicks Position sowie für die Frage nach dem organisationalen Lernen von Bedeutung sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einschleifen-, Doppelschleifen- und Deuterolernen nach Argyris/Schoen: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Lernmodi, wobei zwischen der reinen Anpassung auf Handlungsebene und der grundlegenden Reflexion von Handlungsnormen unterschieden wird.

2. Theorie der Wissensbeschaffung im Unternehmen nach Nonaka/Takeuchi: Hier wird der Prozess der Wissensgenerierung als ein Spiralprozess zwischen implizitem und explizitem Wissen beschrieben, der zur kontinuierlichen Wissensumwandlung innerhalb eines Unternehmens führt.

3. Organisationales Design als Improvisation nach Weick: Der Autor präsentiert hier eine Gegenposition zum klassischen Architekturverständnis und beschreibt Organisationen als fließende Prozesse, die durch ständige Improvisation und Aufmerksamkeit charakterisiert sind.

4. Vergleichende Kritik: Dieses Kapitel fasst die theoretischen Schwächen der untersuchten Ansätze zusammen und hinterfragt kritisch deren empirische Belastbarkeit sowie die Anwendbarkeit in der Praxis.

Schlüsselwörter

Organisationales Lernen, Wissensmanagement, Lernmodi, Argyris und Schoen, Nonaka und Takeuchi, Karl Weick, Wissensumwandlung, Sozialisation, Externalisierung, Kombination, Internalisierung, Organisationales Design, Improvisation, Handlungstheorie, Wissenstransfer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht drei bekannte wissenschaftliche Konzepte, die untersuchen, wie Organisationen lernen und Wissen managen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind organisationale Lernprozesse, die systematische Generierung von Wissen in Unternehmen sowie das Design von Organisationen als dynamische Systeme.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Gegenüberstellung und kritische Beleuchtung der Theorien von Argyris/Schoen, Nonaka/Takeuchi und Weick, um deren Plausibilität für das Verständnis von organisatorischem Wandel zu bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, die theoretische Ansätze skizziert und diese einer kritischen Bewertung unterzieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der drei Konzepte – Lernmodi, Wissensspirale und Improvisations-Design – gefolgt von einer kritischen Reflexion.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wichtige Fachbegriffe sind unter anderem das Doppelschleifen-Lernen, die Wissensumwandlung, implizites und explizites Wissen sowie der Begriff des Bricolage im Kontext von Improvisation.

Was unterscheidet das Lernen erster und zweiter Ordnung bei Argyris und Schoen?

Lernen erster Ordnung bezieht sich auf die Modifikation von Handlungsstrategien innerhalb bestehender Normen, während das Deutero-Lernen (zweite Ordnung) das Lernen über das Lernen selbst, also die kritische Reflexion der Lernstrategien, umfasst.

Warum hält der Autor Weicks Konzept für „problematisch“?

Der Autor bemängelt, dass Weicks Modell keine Erklärung für die konkreten Abläufe interner Lernprozesse liefert und die Organisation isoliert betrachtet, indem sie ihre Macht zur Gestaltung der Umwelt überschätzt.

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Details

Title
Organisationales Lernen und Wissensmanagement - 3 Konzepte im Vergleich
College
University of Bamberg
Grade
1,0
Author
Sebastian Wiesnet (Author)
Publication Year
2005
Pages
16
Catalog Number
V38251
ISBN (eBook)
9783638373715
ISBN (Book)
9783638848480
Language
German
Tags
Organisationales Lernen Wissensmanagement Konzepte Vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Wiesnet (Author), 2005, Organisationales Lernen und Wissensmanagement - 3 Konzepte im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38251
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