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Der Steppenwolf als absurdes Werk. Ein Vergleich der Camus'schen Philosophie mit der Literatur Hermann Hesses.

Title: Der Steppenwolf als absurdes Werk. Ein Vergleich der Camus'schen Philosophie mit der Literatur Hermann Hesses.

Seminar Paper , 2013 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Laura Horst (Author)

Literature - Modern Literature
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Ziel dieser Arbeit ist es, das Absurde in dem erstmals 1927 erschienenen Roman Der Steppenwolf von Hermann Hesse aufzuzeigen. Der Steppenwolf, der das Leben des Protagonisten Harry Haller beschreibt, weist einige thematische Parallelen zum Mythos des Sisyphos auf, die in dieser Arbeit herausgearbeitet werden sollen.

Dazu gehören insbesondere der Selbstmord, die Ewigkeit und die Rolle der Kunst hinsichtlich des Absurden. In einem Vergleich der beiden ebengenannten Werke soll geklärt werden, an welchen Stellen sie übereinstimmen bzw. voneinander abweichen.

Beantwortet werden soll die Frage, inwiefern Harry Haller als eine absurde Figur betrachtet werden kann und ferner, ob der Steppenwolf als ein absurdes Werk aufzufassen ist. Anhand des Camus’schen Weks Der Mythos des Sisyphos soll zunächst das Absurde genauer erläutert werden, bevor dieses in Hesses Steppenwolf ausfindig gemacht werden soll.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Absurde nach Camus

3. Das Absurde bei Hermann Hesse

3.1 Das Absurde und der Selbstmord

3.2 Die Ewigkeit

3.3 Das Schöne und das Göttliche

4. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern der Roman "Der Steppenwolf" von Hermann Hesse als absurdes Werk im Sinne der Philosophie von Albert Camus betrachtet werden kann, indem sie die Parallelen und Divergenzen in der Behandlung existentieller Fragen analysiert.

  • Die philosophische Konzeption des Absurden bei Albert Camus
  • Die Figur Harry Haller als Ausdruck existentieller Krisen
  • Der Vergleich der Haltung zum Selbstmord in beiden Werken
  • Die Rolle der Ewigkeit und des Metaphysischen
  • Die Bedeutung von Kunst und dem Schönen als Sinnstiftung

Auszug aus dem Buch

3. Das Absurde bei Hermann Hesse

Der Steppenwolf von Hermann Hesse, der erstmals 1927 veröffentlicht wurde, beschreibt das Leben des Protagonisten Harry Haller. Haller ist ein Gelehrter und Publizist, der zur Zeit der Handlung zwei Zimmer in einem bürgerlichen Haushalt angemietet hat und keiner geregelten beruflichen Tätigkeit nachgeht. Er besucht hin und wieder Konzerte und Bibliotheken, lebt ansonsten sehr zurückgezogen. Haller betrachtet sich selbst als gesellschaftlichen Außenseiter, da er die bürgerlichen Werte und Ziele nicht teilen kann: „Ach, es ist schwer, diese Gottesspur zu finden inmitten dieses Lebens, das wir führen, inmitten dieser so sehr zufriedenen, so sehr bürgerlichen, so sehr geistlosen Zeit, im Augenblick dieser Architekturen, dieser Geschäfte, dieser Politik, dieser Menschen! Wie sollte ich nicht ein Steppenwolf und ruppiger Eremit sein inmitten einer Welt, von deren Zielen ich keines teile, von deren Freuden keine mir entspricht! […] Ich kann all diese Freuden, die mir ja erreichbar wären und um die tausend andre sich mühen und drängen, nicht verstehen, nicht teilen.“ (Hesse 2012, 39)

Er bezeichnet sich selbst als ‚Steppenwolf‘, da die Welt ihm fremd und unverständlich erscheint und er sich wie ein verirrtes Tier fühlt, „das seine Heimat, Luft und Nahrung nicht mehr findet“ (Hesse 2012, 41). Haller kritisiert nicht nur seine Mitmenschen, sondern auch sich selbst dafür, dass er die bürgerlichen Ziele nicht nachvollziehen und ihnen keinen Sinn abgewinnen kann. Dieser Konflikt löst in ihm eine große Unzufriedenheit aus, gleichzeitig fühlt er sich vereinsamt und isoliert. In diesen krisenhaften Momenten tritt das Absurde in sein Leben, das ihn auch über den Selbstmord nachdenken lässt. Im Folgenden soll das Gefühl der Absurdität in Hallers Leben konkret aufgezeigt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Fragestellung der Arbeit und führt in die Thematik der Verbindung zwischen Camus’ philosophischem Essay und Hesses literarischem Roman ein.

2. Das Absurde nach Camus: Dieses Kapitel erläutert Camus’ Verständnis des Absurden als Ergebnis des Konflikts zwischen menschlichem Sinnbedürfnis und dem Schweigen der Welt sowie seine Ablehnung des Selbstmords.

3. Das Absurde bei Hermann Hesse: Dieser Hauptteil analysiert Harry Hallers Lebenssituation und vergleicht dessen Krisen sowie Lösungsansätze mit der Philosophie des Absurden.

3.1 Das Absurde und der Selbstmord: Es wird untersucht, wie Haller die Mechanik des Alltags wahrnimmt und inwieweit seine Gedanken über den Freitod als philosophischer Selbstmord zu werten sind.

3.2 Die Ewigkeit: Dieses Kapitel beleuchtet den Rückzug der Figuren in metaphysische Vorstellungen von Ewigkeit und Jenseits als Gegensatz zur absurden Konfrontation.

3.3 Das Schöne und das Göttliche: Die Analyse zeigt auf, wie Musik und Kunst für Haller als Sinnstifter dienen und ihn letztlich vom strikt absurden Pfad Camus’ entfernen.

4. Schlussbemerkungen: Das Fazit stellt fest, dass der Roman zwar absurde Züge trägt, aber aufgrund der metaphysischen Zuflucht der Figuren nicht als rein absurdes Werk gelten kann.

Schlüsselwörter

Albert Camus, Hermann Hesse, Der Steppenwolf, Der Mythos des Sisyphos, das Absurde, Existentialismus, Harry Haller, Selbstmord, Ewigkeit, Metaphysik, Sinnstiftung, Freiheit, Entfremdung, Auflehnung, Philosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht das literarische Werk "Der Steppenwolf" von Hermann Hesse im Kontext der absurden Philosophie von Albert Camus.

Welche zentralen Themen werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Begegnung des Menschen mit dem Absurden, die Frage nach dem Sinn des Lebens, die Rolle des Selbstmords und die Suche nach Transzendenz durch Kunst und Ewigkeit.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Es wird analysiert, ob der Protagonist Harry Haller als absurde Figur zu bezeichnen ist und ob der Roman "Der Steppenwolf" insgesamt als ein absurdes Werk eingeordnet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer vergleichenden Literatur- und Philosophieanalyse, die Hesses Roman mit den theoretischen Ausführungen von Camus in "Der Mythos des Sisyphos" kontrastiert.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Hallers Außenseitertum, seinen Umgang mit dem Suizidgedanken, seinen Glauben an das Ewige sowie die Bedeutung, die er dem Göttlichen und der Musik beimisst.

Welche Keywords charakterisieren die Analyse?

Die wichtigsten Begriffe sind das Absurde, Existentialismus, Freiheit, Hoffnung, Entfremdung und die philosophische Auseinandersetzung mit der Endlichkeit.

Warum entscheidet sich Haller letztlich nicht für den Selbstmord?

Haller findet in der Musik, im Schönen und im Glauben an eine "göttliche Spur" einen Sinn, der ihn vom endgültigen Schritt in den Tod abhält, auch wenn dies im Sinne Camus' als Flucht ins Metaphysische gewertet wird.

Welche Rolle spielt die Figur der Hermine?

Hermine fungiert als Gegenentwurf zur Hoffnungslosigkeit Hallers; sie lebt mehr im Hier und Jetzt, erliegt jedoch ebenfalls dem Trost des Ewigkeitsgedankens, was sie aus Sicht Camus' nicht zur vollkommen absurden Figur macht.

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Details

Title
Der Steppenwolf als absurdes Werk. Ein Vergleich der Camus'schen Philosophie mit der Literatur Hermann Hesses.
College
University of Koblenz-Landau
Grade
1,3
Author
Laura Horst (Author)
Publication Year
2013
Pages
15
Catalog Number
V383019
ISBN (eBook)
9783668621893
ISBN (Book)
9783668621909
Language
German
Tags
steppenwolf werk vergleich camus philosophie literatur hermann hesses
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Laura Horst (Author), 2013, Der Steppenwolf als absurdes Werk. Ein Vergleich der Camus'schen Philosophie mit der Literatur Hermann Hesses., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/383019
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