Eine Darstellung der arabischen Präpositionen


Masterarbeit, 2017

77 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Medrese in der osmanischen Zeit

3. Die Syntaxbücher Awamilal-mi’a von Gurganï und ‘Awamilal-BirgiwTvon Birgiwï
3.1. Die Präposition bä'
3.2. Die Präposition min
3.3. Die Präposition ilä
3.4. Die Präposition f
3.5. Die Präposition läm
3.6. Die Präposition rubba
3.7. Die Präposition alä
3.8. Die Präposition ‘an
3.9. Die Präposition käf
3.10. Die Präpositionen mud und mundu
3.11. Die Präposition hattä
3.12. Die Präpositionen wäw al-qasam, tä ’ al-qasam und bä ’ al-qasam
3.13. Die Präpositionen häšä, halä und ‘adä
3.14. Die Präposition law-lä
3.15. Die Präposition kay
3.16. Die Präposition laälla
3.17. Die Präposition matä
3.18. Die Tabellarische Zusammenfassung der Bedeutungen

4. Die Syntaxbücher Izhär al-asrar fT n-nahw von Birgiwï und al-Idäb ‘an qawäid al-i'mb von Ibn Hišäm
4.1. Präpositionen mit oder ohne modifiziertem Verb (mutaällaq)
4.2. Genitive (magrür) durch Präpositionen
4.3. Entfernung des modifizierten Verbs (muta ällaq)
4.4. Entfernung von Präpositionen
4.5. Zwei Präpositionen mit gleicher Bedeutung dürfen bei einem modifizierten Verb (mutaällaq) nicht Zusammenkommen
4.6. Der Genitiv und seine Präposition (al-gärr wa-l-magrür) nach bestimmtem (ma'rifa) und unbestimmtem (nakira) Nomen
4.7. Der Genitiv und seine Präposition als Adjektiv, Relativsatz, Prädikat oder Zustandsakkusativ
4.8. Fälle, in denen der Genitiv und seine Präposition das Subjekt in den Nominativ setzen
4.9. Die Ähnlichkeit des Genitivs und seine Präposition zum Adverb (zarf)

5. Die Syntaxbücher al-Kafìya von Ibn al-Hägib, al-Fawa’idaz-ziyä’iyya von Mulla Gami und Šarh al-mugm von al-Maylanï

6. Einige Verben, die in Verbindung mit bestimmten Präpositionen eine neue Bedeutung gewinnen

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis
8.1. Primärliteratur
8.2. Sekundärliteratur

Tabellenverzeichnis

1. Tabelle: Hauptaufteilung der Fächer

2. Tabelle: Die Fächer und ihre Lehrbücher in den Medresen

3. Tabelle: Die Präpositionen und ihre Reihenfolge in verschiedenen Grammatikbüchern

4. Tabelle: Weitere Bedeutungen von bä’

5. Tabelle: Weitere Bedeutungen von min

6. Tabelle: Weitere Bedeutungen von ilä

7. Tabelle: Weitere Bedeutungen von f

8. Tabelle: Weitere Bedeutungen von läm

9. Tabelle: Weitere Bedeutungen von aiä

10. Tabelle: Weitere Bedeutungen von an

11. Tabelle: Weitere Bedeutungen von käf

12. Tabelle: Die Präpositionen und ihre Bedeutungen

13. Tabelle: Die Präpositionen nach ihren Genitiven

14. Tabelle: Die Präpositionen nach ihren Anwendungen

15. Tabelle: Die Präpositionen nach Annahme von modifiziertem Verb

16. Tabelle: Verben, die im Zusammenhang mit Präpositionen eine unterschiedliche Bedeutung gewinnen

1. Einleitung

Die arabische Sprache kennt nur drei Wortarten; das Nomen al-ism, das Verb al-fi Ί und die Partikel al-harf.[1] Die Partikeln[2] spielen im arabischen Satzbau eine zentrale Rolle. Wenn wir den Satzbau mit einem Mauerwerk vergleichen, würden die Partikeln der Funktion des Mörtels entsprechen. Einen wichtigen Bestandteil der Partikel stellen die Präpositionen dar. Im Arabischen werden die Präpositionen in primäre und sekundäre Präpositionen unterteilt.[3] Thema dieser Arbeit werden die primären Präpositionen (Genitivpartikeln) hurüf al-garr oder hurüf al-hafd[4] sein, in der Reinfolge, wie sie in den unten erwähnten Büchern aufgelistet sind. Weil sie einerseits unterschiedliche Bedeutungen und reichhaltige Anwendungen haben, es andererseits umfangreiche Regeln gibt, in welchen sie erklärt werden, ist es für alle Arabisch Lernenden äußerst wichtig sie sich anzueignen. Nur durch die Beherrschung dieser Regeln, durch hinreichende Kenntnisse ihrer Bedeutungen und viel Übung ist es möglich, arabische Texte richtig zu verstehen bzw. sie zu übersetzen. Sogar einige Streitfälle unter den Gelehrten islamischer Rechtsschulen sind allein aus der unterschiedlichen Auffassung und Deutung von Präpositionen entstanden.[5]

Die Knappheit der Literatur im deutschsprachigen Raum und der Bedarf unter den Arabisch Lernenden hat mir den Anlass gegeben, mich mit diesem Thema zu befassen.

Dabei bezieht sich meine Untersuchung auf die arabische Sprachlehre, wie sie in der osmanischen Schultradition vermittelt wurde, wo sie seit Anfang der Gründung des osmanischen Reiches im Jahre 1299 eine fundamentale Rolle spielte. In Kapitel 2 wird näher auf die Tradition der Medresen im Osmanischen Reich eingegangen.

Die Präpositionen werden nach den didaktischen Gesichtspunkten der osmanischen Schultradition abschnittsweise bearbeitet, wobei erst ihre elementaren Funktionen dargestellt werden, um dann detaillierter auf ihre Besonderheiten einzugehen. Aufgrund der Beschränkung des Umfangs, der eine Masterarbeit unterliegt, konnten nicht alle innerhalb dieser Schultradition unterrichteten Grammatikbücher berücksichtigt werden.

Die hier als Primärliteratur ausgewählten Bücher haben sich im langen Bestehen der Medresen im Osmanischen Reich wegen ihres einfachen, leicht verständlichen und systematischen Aufbaus durchgesetzt. Weil sie in den Medresen in der unten aufgeführten Reihenfolge unterrichtet worden sind, wurden sie hier nicht chronologisch untersucht. Wegen der strukturellen Ähnlichkeit wurden sie teils paarweise teils zu dritt in einem Kapitel behandelt, z.B. finden sich Awämil al-Birgiwî und Awämil al-miri in Kapitel 3, Izhär al-asrär und al- Iräb ‘an qawä'id al-ifäb i Kapitel 4 und al-Käfiya, al-Fawä’id az-ziyä ’iyya und Sarh al-mugnî im fünften Kapitel.

1. Awämil al-miri von 'Abdalqahir b. 'Abdarrahman b. Muhammad al-Gurgariî (st. 1078).[6]
2. Awämil al-Birgiwî von Muhammad b. Pîr 'Alî al-Birgiwî (st. 1573).[7]
3. al-Iräb An qawä'id al-ifäb von Abü Muhammad Gamal ad-DTn b. Yüsuf b. Ahmad b. 'Abdallah b. Hišam al-Ansarî (st. 1360).[8]
4. Izhär al-asrär von Muhammad b. Pîr 'Ali al-Birgiwî (st. 1573).
5. al-Käfiya von 'Utman b. 'Umar b. Abü Bakr Gamal ad-DTn b. al-Hagib (st. 1249).[9]
6. Sarh al-mugriî von Muhammad b. 'Abdarrahîm b. Muhammad Badr ad-DTn al- 'UmarT al-MaylanT (st. 1408).[10]
7. SarhMullä Gämí, al-Fawä’idaz-ziyä ’iyya von 'Abdarrahman b. Ahmad Nür ad-DTn al-GämT (st. 1492).[11]

Die Bücher sowie ihre Autoren werden an den entsprechenden Stellen kurz dargestellt.

Zusätzliche Erläuterungen zu einzelnen Präpositionen werden nach Bedarf aus anderen Quellen eingefügt. Hierzu habe ich die Bücher der Grammatiker wie Sîbawayh (st. 796), as-Suyütî (st. 911), ar-Rummani (st. 994), Ibn al-Anbañ (1181), Ibn Manzür (1311), al-Muradî, (st. 1348), al- MalaqT (st. 1399), Abü al-Baqa (st. 1683), al-GalayrnT (st. 1944), al-Irbilî (st.?) u.a. verwendet.

Am Ende der Arbeit werden einige Verben aufgelistet, um deren Bedeutungswandel in Verbindung mit bestimmten Präpositionen aufzuzeigen.

Die Arbeit soll dem Leser zum einen ein umfangreiches Wissen über die primären arabischen Präpositionen vermitteln und anhand mancher Beispiele erkennbar machen, wie bestimmte Präpositionen die Bedeutung des Verbs verändern können, und zum anderen gibt sie einen kurzen Überblick über die Praxis des arabischen Sprachunterrichts in der osmanischen Zeit.

Für die angeführten Beispielsätze werden hauptsächlich Qur’änverse, Hadíte, Verse aus der arabischen Dichtung und die in den untersuchten Grammatikbüchern angegebenen Beispiele benutzt.

Die Qur’änzitate stammen vor allem aus der deutschen Übersetzung von Rudi Paret.[12] An bestimmten Stellen, an denen nicht deutlich auf die grammatikalischen Unterschiede hingewiesen wurde, habe ich selbst frei übersetzt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Medrese in der osmanischen Zeit

Hier wird zunächst in Grundzügen ein kurzer Überblick über das traditionelle Bildungssystem in den osmanischen Medresen gegeben. In der islamischen Bildungsgeschichte finden wir die ersten Einrichtungen von Medresen in der Prophetenzeit in Mekka und Medina. Die ersten Muslime haben erstmals in Mekka, in einem Haus namens dar al-arkam,[13] und später in Medina, in der Prophetenmoschee masgid an-nabawi (623), speziell im dar as-suffa[14] und in einem Haus mit der Bezeichnung dar al-qurrä\[15] Qur’an und Hadît gelernt. Die Moscheen fungierten von Anfang an neben ihrer Hauptfunktion als Gebetsstätte auch als Schule und Bildungsstätte. Eines der ersten Häuser mit dem Namen „Medrese“ war das dar as-sunna des Hadîtgelehrten Abü Bakr Ahmad b. Ishaq as-Sibgî (st. 954) das in der Stadt Nischapur errichtet wurde.[16] Die Medresen wurden meistens entweder von Gouverneuren oder von Reichen, manchmal auch vom mudarris[17] selber als Stiftung errichtet. Die Ausgaben sowie der Unterhalt des mudarris und der Schüler wurden aus dieser Stiftung finanziert.[18]

Seit der mittleren Periode wurde arabische Grammatik im Rahmen des Studiums an der von Nizam al-Mulk (st. 1092) gegründete Nizamiyya Medresen unterrichtet. Er war Wesir der beiden seldschukischen Herrscher Alp Arslan (reg. 1063-1072) und Malik Sah (reg. 1072­1092), durch ihn hat die Medrese ein wichtiges Niveau erreicht.[19]

Im Iran und im unteren Mesopotamien gründete Nizam al-Mulk eine Schule und im oberen Mesopotamien, Damaskus und Ägypten waren es Nüraddîn Mahmüd Zanki (reg. 1118-1174) und SalähaddTn AyyübT (reg. 1171-1193). Metin Sözen berichtet von 139 Medresen, die in Anatolien in der Zeit der Rum-Seldschuken und der türkischen Fürstentümer (türk. beylikler) gegründet wurden, wovon eine große Anzahl von Gebäuden bis heute erhalten geblieben sind.[20]

Die Osmanen gründeten schon im 14. Jahrhundert Medresen. Als erste gilt die von Orhan Gazi (reg. 1281-1362), die in Iznik im Jahr 1331 mit dem Namen „Iznik Orhaniyesi“ gegründet worden war. [21]

Ihr Hauptgelehrter (türk. baçmüderris) war ein in Ägypten studierter Däwüd-i Qaysari (st. 1350). Am Anfang der Osmanenzeit wie auch in der Zeit der Seldschuken wurden Studenten, nachdem sie ihr Vorstudium in Anatolien vollendet hatten, nach Ägypten, in die Levante, in den Iran, nach Samarkand oder Buchara geschickt und kamen nach ihrem dortigen Studium wieder zurück. Anschließend unterrichteten sie in den Medresen als mudarris. In späteren Zeiten konnten die Studenten dann ihre gesamte Ausbildung in den Medresen osmanischer Städte, so z.B. in Istanbul, Sivas, Erzurum, Konya usw., absolvieren.[22] Jeder osmanische Sultan hat zur Weiterentwicklung der Medrese beigetragen und neue Medresen unter seinem Namen gegründet. Nach der Eroberung von Istanbul errichtete Mehmet II. (reg. 1444-46 und 1451-81) im Jahr 1470 die Sahn-i Taman Medresen im Fatih Komplex (türk. Fatih Külliyesi)[23] Ungefähr ein Jahrhundert später wurden 1557 weitere Medresen in dem Sulaymaniya Komplex gegründet, die höchstes Niveau erreichten.[24]

Bei den Osmanen deckte die Medrese das mittlere und höhere Schulwesen ab. Bis ins 16. Jahrhundert gab es folgende drei Klassifizierungen: 1. Nach den unterrichteten Büchern: hašiya-i tagrid, hašiya-i miftah und hašiya-i talwih, 2. Nach dem täglichen Honorar, das an Lehrer bezahlt wurde: yirmili (zwanziger), otuzlu (dreißiger), kirkli (vierziger), ellili (fünfziger) und altmišli (sechziger), 3. Nach dem Status der Medrese: harig, dahil, sahn und dar al-hadit. Die mit dem Status harig bezeichneten Medresen wurden z.B. vor dem 16. Jahrhundert von früheren Sultanen oder Wesiren errichtet, den Status dahil hatten die später errichteten.[25] Die beigefügte Zahl (zwanziger, dreißiger usw.) gibt das Honorar für die Gelehrten an und dient gleichzeitig als Kennzeichnung einer Medrese und ihrer Qualitätsstufe.

Ahmed Cevdet Pa§a berichtete, dass ab dem 18. Jahrhundert das System erweitert wurde und dass das Medresen-System bis Ende des 19. Jahrhunderts erhalten blieb. Demnach gab es folgende Medresen mit dem angegebenen Bildungsweg:

1. ibtida-i harig, 2. haraka-i harig, 3. ibtida-i dahil, 4. haraka-i dahil, 5. müsila-i sahn, 6. sahn- i taman, 7. ibtida-i altmiçli (sechziger), 8. haraka-i altmiçli, 9. müsila-i sulaymaniya, 10. sulaymaniya, 11. hamis-i sulaymaniya und 12. dar al-hadit.[26] Bei dieser Aufzählung hat er die Medresen kirkli (vierziger) und darunterliegende nicht mitaufgezählt.[27]

In den osmanischen Medresen nahm bis ins 16. Jahrhundert der Gelehrte (mudarris) eine zentrale Rolle ein, was als System von den Seldschuken übernommen worden war. Dementsprechend bestimmte das Bildungssystem und die Festlegung der Unterrichtsfächer nicht der Staat, sondern er übernahm nur die Kontrolle, ohne sich dabei direkt einzumischen.

Das Versetzungssystem in den Medresen war nicht nach Schuljahr eingeteilt. Die Studenten wurden unter der Aufsicht des mudarris mit Hilfe bestimmter Bücher unterrichtet. Sobald der Student ein Buch erfolgreich beendet hatte, bekam er die Erlaubnis (igäza), es zu lehren. Erst danach war es möglich, im darauffolgenden Buch Unterricht zu bekommen. Er bekam auch gleichzeitig die Befugnis, untere Semester mit dem von ihm bearbeiteten Buch zu unterrichten. In jedem Fach gab es eine umfangreiche Auswahl einfacher bis tiefgreifender Bücher mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Die Schüler wurden, je nach ihrem Talent und Erfolg, in den entsprechenden Büchern unterrichtet.[28] In den unteren Stufen der Medresen wurden die Unterrichtsbücher mehr aus den Epitomen (muhtasar) ausgewählt, während in den höheren Stufen die detaillierteren Bücher (mufassal) besprochen wurden.[29]

In den Medresen trugen die Studenten allgemein den Titel faqqa bzw. faqi. Es gab eine feste Hierarchie unter den Studenten. Jeder höhere war für den niedrigeren gleichzeitig als sayda [30] (höchster Lehrer) zuständig. Am Anfang war ein Student mubtadi' (Anfänger), später mutawassit (von mittlerer Kenntnis) und zum Schluss muntahï (Fortgeschrittener). Die Betitelung richtete sich nach der Bearbeitung der festgelegten Bücher. Jedoch stößt man in der Literatur auch auf andere Titel wie mulla[31], tälib[32] oder muid (Assistent).[33]

Bis sich ein Student mit dem Buch al-Fawä’idaz-ziyä'iyya auseinandersetzen durfte, wurde er faqi genannt und nur von höheren Studenten unterrichtet. Er musste sich auch an den Haushaltsarbeiten in der Medrese beteiligen. Sobald er aber anfing, al-Fawä’idaz-ziyä'iyya zu lesen, bekam er den Titel tälib, wurde direkt vom höchsten sayda unterrichtet und war von den Haushaltsarbeiten befreit.[34]

In den osmanischen Medresen waren die Fächer grundsätzlich nach flüm al-aliya (propädeutische Lehren) und nach flüm al- 'aliya[35] (aufbauende Lehren) aufgeteilt. In ersteren wurden die Fächer Dogma, Logik, Rhetorik, Syntax, Morphologie, Ingenieurwesen, Arithmetik, Astronomie, Philosophie, Geschichte und Geographie und in letzteren all die restlichen islamwissenschaftlichen Fächer unterrichtet.[36] Nachdem die Medresen im osmanischen Reich gut siebenhundert Jahre Bestand hatten, wurden sie nach der Gründung der Türkischen Republik am 3. März 1924 offiziell verboten.[37] Bis heute haben die Medresen keine amtliche Anerkennung. In den wenigen Medresen, die ihre Tätigkeiten und Bildungsaktivitäten trotz des Verbotes eine Zeit lang unter verschiedenen Stiftungsnamen heimlich fortführten, unterrichtete man überwiegend islamwissenschaftliche Fächer, arabische Grammatik[38], Logik und Dogma.[39] Die Gebiete, die bis heute gelehrt werden, kann man in folgende zwölf Fächer auflisten.[40]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Tabelle: Hauptaufteilung der Fächer

Cahit Baltaci hat in seiner Studie aus den Kodizes (türk. kanunname) und Biografien von Gelehrten, die im 15. und 16. Jahrhundert unter osmanischer Herrschaft gelebt haben, die folgende Tabelle mit Fächern und den entsprechenden Büchern zusammengestellt. Darin sind jedoch für jede Medrese nicht alle Fächer aufgeführt. Zum Beispiel hat er für die yirmili (zwanziger) Medresen nur folgende Fächer angegeben: kalam, fiqh und balaga. Es kann sich allerdings nicht nur um diese drei Fächer handeln, denn ein Student musste davor Morphologie, Syntax, Logik und Rhetorik belegen. Außerdem erforderte z.B. das Studium der Morphologie die Bearbeitung folgender Bücher: Amtila (Autor anonym), Bina ’ (Autor anonym), Maqsüd (Autor anonym), Izz!(Tzzaddln 'Abdalwahhäb b. Ibrahim az-Zingänl, st. 1257) undMarah al- arwah (Ahmad b. 'Al! b. Mas’üd (?)). Dasselbe gilt für das Fach nahw (Syntax). Die dafür vorgesehene Literatur ist z.T. in meiner Primärliteratur aufgeführt. Auch in Logik und Methodologie wurden die Studenten mit Hilfe verschiedener Bücher unterrichtet, die in der Tabelle fehlen.[41]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Tabelle: Die Fächer und ihre Lehrbücher in den Medresen.[42]

3. Die Syntaxbücher ‘Awamil al-mi’a von Gurgani und ‘Awamil al-BirgiwT von Birgiwi

Durch das Aufkommen und die Verbreitung des Qur’äns und seiner unterschiedlichen Lesarten entstand unter den ersten Muslimen recht schnell das Bedürfnis nach einer Vereinheitlichung und Systematisierung der arabischen Sprache, um eventuellen Mehrdeutigkeiten und Missverständnissen entgegenzuwirken. Dies bezog sich natürlich auch auf die arabische Grammatik (nahw), weshalb 'Ali b. Abi Talib (reg. 565-661), der Stiefsohn des Propheten Muhammad, Abü al-Aswad ad-Du’alî (st. 688) damit beauftragte, ein Grammatikbuch zu schreiben. Dies soll der Anfang der ersten grammatikalischen Arbeiten von Seiten der Muslime gewesen sein.[43]

Seit den ersten Grammatikbüchern wurde in der Grammatik zwischen sarf (Morphologie), nahw (Syntax) und halaga (Rhetorik) unterschieden, wobei aber nahw auch gleichzeitig als Überbegriff für die gesamte Grammatik galt, unter dem die einzelnen Teilgebiete behandelt wurden. Im 9. Jahrhundert wurde dann die Morphologie ein separates Fach unter dem Namen sarf, so dass der Begriff nahw seine heutige engere Bedeutung von Syntax erhielt. Die ersten Grammatikwerke bildeten das Rohmaterial für die spätere Weiterbearbeitung und Systematisierung der arabischen Grammatik durch die Philologen. Als Beispiel für einen solchen Text und das erste umfangreiche Grammatikwerk, welches bis heute erhalten geblieben ist, gilt das berühmte Buch al-Kitab von Sibawayh.[44] Später, im 8. und 9. Jahrhundert, begannen in den Grammatikschulen von Basra und Kufa die gelehrten Philologen damit, die Grammatik in ein verständliches Lehrsystem zu bringen, das Vokabular zu systematisieren und in lexikalischen Werken niederzulegen.[45] In derselben Phase wurden die ersten separaten Schriften zu ‘awamil (Regens) verfasst und Abschnitte mit diesem Namen fanden Eingang in die Grammatikwerke. So wird zum Beispiel dem Autor des ersten arabischen Lexikons Kitab al- 'ayn, Halil b. Ahmad al-Farahîdï (st. 786), ein Traktat über ‘awamil zugeschrieben. Auch in dem Buch al-Kitab seines Schülers Sibawayh stößt man oft auf Begriffe wie Amil (Regens), ma'mül (Rektum), ‘amal (Rektion) und i'rab (Flexion).[46]

Das Wort ‘awamil ist der Plural des Partizip-Aktivs von ‘amil und stammt von dem dreiradikaligen Wurzel -m-l. Lexikalisch hat es die Bedeutung „er (sie, es) macht, wirkt, tut, leistet, funktioniert, handelt usw.“. In der arabischen Grammatik spielen die Regens ( ‘awämil) eine zentrale Rolle. Um einen arabischen Text verstehen zu können, benötigt man neben den Bedeutungen der einzelnen Wörter auch die Funktionalität des Regens und ihre Auswirkungen auf die darauffolgenden Wörter, um sie entsprechend flektieren zu können.[47] Wegen der Bedeutsamkeit des Regens haben sich einige Grammatiker damit auseinandergesetzt und Listen von Regens erstellt. Dazu wurden zahlreiche ‘awämil Bücher geschrieben.[48] Zwei davon werden bis heute in den Medresen unterrichtet. Eines ist das ‘Awämil al-mi a von 'Abdalqahir b. ‘Abdarrahman b. Muhammad al-Gurganî und das andere ist das Awämil al-Birgiwî von Muhammad b. Pïr 'Alî al-Birgiwî.[49] Beide Bücher sind in den Medresen unter dem Namen Awämil berühmt geworden. Um sie voneinander zu unterscheiden, wird das von al-Gurganî Awämil al-gurgäníya oder Awämil al- ‘atîq genannt und das von Birgiwï Awämil al-Birgiwî oder Awämil al-gadîd[50]

1. 'Abdalqahir b. 'Abdarrahman b. Muhammad al-Gurganï

Über die Lebensgeschichte von al-Gurganî weiß man nicht viel. Er ist in Gurgan auf iranischem Territorium geboren, einer Stadt, welche damals eine der Kulturzentren war. Dort hat er sein ganzes Leben verbracht. Arabische Grammatik hat er von Abü al-Husayn Muhammad b. Hasan al-Farisî (st.?), dem Enkel des berühmten Grammatikers Abü ‘Alî al-Farisî (st. 987), gelernt. Außerdem ist übermittelt, dass er von Qadi Abü al-Hasan ‘Alî b. ‘Abdafazîz (st. 1001) Unterricht bekommen hat. Nachdem er seine Ausbildung vollendete, begann er in Gurgan zu unterrichten. Nach kurzer Zeit wurde er berühmt und Studenten strömten seinetwegen nach Gurgan. Obwohl er aus einer persisch-sprachigen Region stammte, schrieb er seine Bücher auf Arabisch. Insbesondere dem seldschukischen Wesir Nizam al-Mulk und vielen anderen hat er Qasîden gewidmet. Leider bekam er aber nicht den Lohn, welchen er erwartet hatte. Sein Missfallen kann man in seinen Gedichten deutlich erkennen. Höchstwahrscheinlich ist er im Jahr 1078-79 in seiner Geburtsstadt Gurgan gestorben.[51]

Der Grund, warum er imäm an-nuhät (Imam der Grammatiker) genannt wurde, war nicht, weil er grammatikalische Regeln festgelegt hatte, sondern wegen seiner philosophischen Auffassung über die arabische Grammatik. Er war neben Gahiz (st. 869) auf dem Gebiet der Rhetorik ( 4lm al-baläga) und Poetik (ši'riyya) ebenfalls ein Vertreter der kritischen Sparte. Allein die von

Fahr ad-Din ar-Razi (st. 1209) geschriebenen Zusammenfassungen (talhisat) seiner Bücher Asrar al-balaga und Dalail al-igaz zeigen, was für ein hervorragender Rhetoriker er war.[52]

2. Muhammad b. Pïr 'Alï al-Birgiwï

Birgiwî, mit dem Vornamen Muhammad[53], Sohn des mudarris Pîr 'Alî wurde am 27. März 1523 in Balikesir geboren. Arabisch, Logik und andere Disziplinen erfuhr er von seinem Vater. Zur selben Zeit lernte er den Koran auswendig. Anschließend absolvierte er in Istanbul, in der berühmten Hasakî Medrese, seine Ausbildung und erhielt dort die Lehrerlaubnis (igaza), gleich zu unterrichten. Anschließend assistierte er dem berühmten Gelehrten 'Abdarrahman Efendi (st.?), bei dem er auch einen höheren Gelehrtengrad erwarb. Birgiwî hat auch in der Zeit von Sulayman I. (reg. 1520-1566) als Heeresrichter von Edirne gearbeitet. Schließlich wurde er in der Stadt Birgi, in der Medrese, welche vom Lehrer Selims II. (reg. 1566-1574) errichtet worden war, als mudarris eingesetzt. Sein restliches Leben verbrachte er in Birgi mit Lehren und dem Schreiben von Büchern. Wegen seines langen Aufenthalts in Birgi wurde er unter dem Namen Birgiwî berühmt. Birgiwî hatte einen ausgezeichneten Ruf in der Bevölkerung und viele Studenten wollten an seinem Unterricht teilnehmen. Er starb im September 1573.[54]

Birgiwî schrieb auf verschiedenen Gebieten und in verschiedenen Sprachen (Arabisch, Türkisch und Persisch) zahlreiche Bücher, so schrieb er z.B. in Arabisch die Bücher ‘Awamil und Izhar al-asmr über die arabische Grammatik und über Ethik und Mystik das Buch at- Tariqat al-muhammadiyya, und über das Recht verfasste er in Türkisch das Buch Vasiyyetname .[55]

Der ca. 440 Jahre nach al-Gurganîs Tod geborene Birgiwî bezog sich in seinem Buch ‘Awamil al-Birgiwi auf andere Grammatikwerke wie az-Zamahšarí‘s (st. 1143) al-Mufassalfian-nahw, al-Mutarrizî‘s (st. 1213) al-Misbahfi an-nahw, as-Sakkakî‘s (st. 1228)Miftah al- hlüm, Ibn al- Hagib‘s (st. 1249) al-Kafiya, Isfarayîriî‘s (st. 1285) Lubab al-Vrab, aber gewiss auch auf das Buch von Gurganî Awamil al-mi'a.[56] Birgiwî stellte den Aufbau der arabischen Satzglieder systematisch nach 60 Amil, 30 ma^mül und 10 Amal oder Vrab in drei Kapiteln zusammen. Dagegen hat Gurganî hundert amil systematisch dargestellt und erläutert. Beide Bücher weichen in System und Struktur stark voneinander ab.[57] Die 17 Präpositionen aus Awamil al- miä bilden das Untersuchungsthema dieser Arbeit. Hier werden sie detaillierter als in Awämil al-Birgiwi bearbeitet und ihre verschiedenen Bedeutungen mit Beispielsätzen erläutert. Weil BirgiwTs Awämil gezielt für Anfänger geschrieben ist und in den Medresen als erstes Syntaxbuch unterrichtet wird, sind die unter dem Namen hurüf al-garr[58] und hurüf al-idäfa[59] aufgezählten 20 Präpositionen sehr kurz und mit ihrer meistverwendeten Bedeutung in knappen Beispielsätzen dargestellt. Er hat sie jedoch etwas detaillierter in Izhär al-asrär weiter erläutert. In dieser Arbeit werden die Präpositionen in der Reihenfolge des al- 'Awämilal-miä aufgeführt. Die Themen wurden mit Zusatzinformationen und weiteren Präpositionen und Bedeutungen, die auf bekannten Quellen beruhen, ergänzt.

Alle Präpositionen sind nur an ein Nomen gebunden und werden mit dem Genitiv verbunden.

Wie unten zu sehen, sind in beiden Büchern die Präpositionen unter der Kategorie des Regens ( ‘awämil) aufgeführt.[60]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[61] [62] [63] [64]

3. Tabelle: Die Präpositionen und ihre Reihenfolge in verschiedenen Grammatikbüchern.

3.1. Die Präposition bä

Die Präposition bä [65] hat, wie auch die anderen, viele Bedeutungen. Gurgän! schrieb davon nur die meistbenutzten neun in seinem Buch nieder. In den Grammatikquellen wie z.B. denen von[66]

Sîbawayh, as-Suyütî, al-Murädľ, Ibn Hišäm, al-Malaqï, Abü al-Baqä, u.a. findet man noch viele weitere Bedeutungen der Präposition bä\ Sie sind mit kurzen Beispielen unten dargelegt.66 Die primäre Bedeutung von bä ’ ist ilsäq.[67] Bä’ wird sowohl als eigentliche (aslT) als auch als redundante (zä ’ida) Präposition benutzt. Sie kann vor Nomen und vor Personalpronomen (als Personalsuffix) geschrieben werden.[68]

1. Li-l-ilsäq (verbindend): Lexikalisch bedeutet das Wort ilsäq „verbinden, vereinigen, kleben, übermitteln“, terminologisch heißt es: das Übermitteln der Bedeutung des Verbes an das Objekt, z.B.: marartu bi-Zaydin „ich habe Zayd besucht“. Die Präposition bä ’ übermittelt in diesem Fall meine Tat „besuchen“ an das Objekt „Zayd“.[69]

2. Li-l-istiäna (instrumental): Lexikalisch bedeutet das Wort istiäna „um Hilfe rufen, zu Hilfe nehmen“, terminologisch steht es für „vermittels, mit Hilfe von“[70]. Es findet überwiegend bei der Benutzung von Werkzeugen seine Anwendung, z.B. katabtu bi-l-qalami „ich schrieb mit dem Stift“. Das heißt „... mit Hilfe des Stiftes geschrieben“.[71]

3. Li-l-musähaba (begleitend): (in manchen Grammatikbüchern auch unter maa zu finden[72] ): Lexikalisch bedeutet das Wort musähaba „anfreunden, sich nähern, begleiten, zusammen sein“. Das bä’ deutet an dieser Stelle „in Begleitung von jmd. oder etw. sein“, z.B.: haraga Zaydun bi- äšíratihí „Zayd ging zusammen mit seiner Sippe heraus“ oder „er ging in Begleitung seiner Sippe heraus“.[73] Zur Kontrolle setzt man die Präposition maä anstelle von bä’ und die Bedeutung ändert sich nicht.[74]

4. Li-l-muqäbala (äquivalent): (in manchen Grammatikbüchern auch unter al-badal[75] (Apposition) und at-tawid[76] (Erstattung, Ersatz) zu finden)[77] Das Wort muqäbala bedeutet „sich mit jmd. treffen, vergleichen, übereinstimmen, gleichen, entgelten, ersetzen, vertauschen“. Beispielsatz: biiu hada bi-hädä „ich habe das mit diesem gekauft“ bedeutet auch „ich habe das durch dieses ersetzt“.[78]

5. Li-t-tadiya (transtivierend): Dieses bä’ wandelt das intransitive (lazim) Verb in das transitive (mutaäddi) Verb um. Dadurch kann zu einem intransitiven Verb ein Akkusativobjekt angefügt werden. Beispiel: dahabtu bi-Zaydin heißt adhabtuhu „ich habe Zayd hingebracht“.[79] Das intransitive Verb „gehen“ wird durch das bä>[80] zu „hinbringen oder beheben, beseitigen“. Hierzu ein Beispiel im Qur’an: dahaba llähu bi-nurihim „Allah nahm ihr Licht weg“ (Q 2, 17).

6. Li-'Z-zarfiyya (adverbial für Ort und Zeit): Bä’ wird in der Bedeutung als Präposition fi auch als Orts- und Zeitangabe benutzt. Beispiel für Ort: galastu bi-l-masgidi heißt galastufil-masgidi „ich saß in der Moschee“.[81] Beispiel für Zeit: naggaynähum bi-saharin „wir erretteten sie bei der Morgendämmerung“ (Q 54, 34).

7. Zäida (emphatisch/pleonastisch):[82] Die Präposition bä’ fungiert in bestimmten Situationen redundant als Verstärkungspartikel, z.B.: halZaydun bi-qäiminist gleichbedeutend wie hal Zaydun qäimun „steht Zayd?“ Zweites Beispiel: kafä bi-llähi šahidan bedeutet auch kafä llähu šahidan „Gott genügt als Zeuge“ (Q 10, 29).[83] Bei dem zweiten Beispiel dient das bä’ zur Steigerung der Bedeutung.[84]

8. Li-t-tafdiya: Das Verb faddä stammt von fadä und fadä fulänan bi-hayätihi bedeutet „sein Leben für jmdn. hingeben“. Bi-abi wa-ummi heißt auch fadäka abi wa-ummi „ich würde meinen Vater und meine Mutter für dich hingeben“.

9. Li-l-qasam: Bä’ als Schwurpartikel. Beispiel: bi-llahi la- äfälanna kadä „Bei Gott!

Ich werde es so machen“.[85]

Neben diesen erwähnten neun Bedeutungen gibt es in der Sekundärliteratur noch weitere Anwendungsmöglichkeiten von bä’.[86] Eine Erklärung über die Häufigkeit und Relevanz der Präpositionen folgt im Fazit.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4. Tabelle: Weitere Bedeutungen von ba’.[87]

3.2. Die Präposition min

Von den vielen Bedeutungen der Präposition min sind in Awämil al-mid nur fünf erwähnt. Fischer nennt zwei Anwendungsbereiche von min: „ein Teil von“ und „von ... her“, „von ... weg“.[88] Min ist eine der meistbenutzten Präpositionen und wird hauptsächlich als eigentliche Präposition eingesetzt, wird aber manchmal auch redundant benutzt. Min wird sowohl vor Nomen als auch vor Personalpronomen angewendet.[89]

1. Li-ibtidä’ al-gäya: Dieses min gibt den Beginn oder Anfang der Absicht, das Vorhaben oder die Intention an[90] und bedeutet „von, vom“. Durch das Ersetzen von min, mit dem Wort al-ibtidä ’ kann man den richtigen Einsatz der Präposition mit der Bedeutung ibtidä ’ al-gäya kontrollieren. Beispiel: sirtu mina l-Basrati ilä l-Küfati „ich ging von Basra nach Kufa“ heißt „meine Reise begann in Basra“. Die Grammatiker sind sich darüber einig, dass ibtidä’ al- gäya die Hauptbedeutung von min ist.[91]

2. Li-t-tabym al-gins: Deutung der Art und Gattung. Min wird auch min al-bayäniyya benannt.[92] Hierzu zwei Beispiele: fa-gtanibü r-rigsa mina l-awtäni „also meidet das Unreine von den Götzen“ (Q 22, 30). [93] Hier wird angedeutet, dass die Götzen eine Art von Verunreinigung sind. Zweites Beispiel: hätimun minfiddatin „ein Ring aus Silber“. Für dieses min kann alladi als Synonym zur Kontrolle benutzt werden.[94]

3. Li-t-tabTd (partitiv): Das Wort tabld bezeichnet die Zugehörigkeit zu einer größeren Einheit oder „etwas vom Ganzen“, „ein Teil von“.[95] Beispiel: šaribtu mina l-mäl „ich trank von dem Wasser“ heißt auch „. trank etwas von dem Wasser“. Hierfür steht das Synonym al- ba’d[96] Die Benutzung von min in diesem Zusammenhang ist sehr geläufig. Viele Grammatiker anerkennen sie als zweite Anwendung von min[97]

4. Min in der Bedeutung vonß(adverbial für Ort und Zeit): Wird auch als örtliches und zeitliches Adverb im Sinn von „in, innerhalb, während“ benutzt. Beispiel für ein zeitliches

Adverb: idä nüdiya li-s-saläti minyawmi l-gum‘ati „wenn (ihr) am Freitag zum Gebet gerufen werdet“ (Q 62, 9),[98] heißt ... fi yawmi l-gum ‘ati [99] Beispiel für ein örtliches Adverb: arünimädä halaqü mina l-ardi „zeigt mir, was sie (die Götzen) von der Erde erschaffen haben“ (Q 35, 40).

5. Zabida (emphatisch/pleonastisch): Die Präposition min fungiert auch wie das bä’ und käf in bestimmten Situationen redundant als Verstärkungspartikel. Beispiel: mägaanimin ahadin ist gleichbedeutend wie mä gä’ani ahadun „zu mir kam keiner“. Die Identität von redundanten Präpositionen kann man prüfen, indem man sie weglässt. Wenn in beiden Fällen keine unterschiedlichen Bedeutungen zu verstehen sind, kann man sie als redundant akzeptieren. Außer bei dem Grammatiker al-Ahfaš und bei den Linguisten, die der Kufa-Schule zugehören, ist das min redundant, wenn es nach einer Negation kommt.[100]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[101]

5. Tabelle: Weitere Bedeutungen von min.[102]

3.3. Die Präposition ilä

Gurgänt hat zwei Bedeutungen von ila niedergeschrieben. Im Allgemeinen gibt Fischer folgende Bedeutungen an: „in Richtung auf, nach ... hin, ... bis“.[103] Ila kann sowohl vor einem Nomen als auch vor Personalpronomen stehen. Ila wird auch als eigentliche (asli) und auch als redundante (zä'ida) Präposition benutzt.[104]

1. Li-intihä ’ al-gäya: Deutet auf das Ende des Ziels hin. Beispiel: sirtu mina l-Basrati ilä l-Kufati „ich ging von Basra nach Kufa“ heißt „meine Reise endete in Kufa“. Das Ende kann sowohl ein zeitliches als auch ein örtliches Ziel sein.[105]

2. Ilä in der Bedeutung von ma'a: Das Wort hat die Bedeutung „zusammen mit, gleichzeitig mit“.[106] Hier findet die Präposition ilä selten Anwendung. Zwei Beispiele von Qur’än: wa-yazidkum quwwaten ilä quwwatikum „(Alläh wird) eure Kraft durch zusätzliche Kraft mehren“ (Q 11, 52) heißt „zusammen mit eurer Kraft“. Wa-lä ta^kulñ amwälahum ilä

[...]


[1] Slbawayh, Abü Bišr ‘Amr b. ‘ütman b. Qanbar (1988): al-Kitäb. Ed. ‘Abdassalam Muhammad Harm. Bd. 1. S. 12. 3. Aufl. Kairo.

[2] Der Begriff al-harf hat im Arabischen zwei Bedeutungen; 1. hurüf al-mabäni, das sind die 28 Buchstaben des Alphabets, 2. hurüf al-maäm sind die Partikeln, die nicht zu den Nomina und Verben gehören. (Slbawayh: al- Kitäb. Bd. 1. S. 12).

[3] Fischer, Wolfdietrich (1972): Grammatik des klassischen Arabisch. S. 134. Wiesbaden.

[4] al-Galaylnl, Mustafa (1994): Gämi' ad-durüs al- 'arabiyya. Ed. ‘Abdalmun‘im Hafaga. Bd. 3. S. 168. 30. Aufl. Beirut: Manšhrät al-Maktabat al-‘Arabiyya.

[5] Yüksel, Ahmet (1995): Arap Dilinde Harfi Cerler. S. II. Samsun.

[6] Brockelmann: GAL. Bd. 1. S. 341-342; Sezgin, Fuat (1984): Geschichte des arabischen Schrifttums. Bd. 9. S. 1­2. Leiden.

[7] Brockelmann, Carl (1895-1949): Geschichte der arabischen Litteratur. Bd. 2. S. 583-586. Leiden.

[8] Brockelmann: GAL. Bd. Suppl. 2. S. 16-20.

[9] Brockelmann: GAL. Bd. 1. S. 367-373.

[10] Brockelmann: GAL. Bd. Suppl. 2. S. 257.

[11] Brockelmann: GAL. Bd. 2. S. 266-267.

[12] Paret, Rudi (1996): Der Koran Übersetzung. 7. Aufl. Stuttgart, Berlin, Köln.

[13] Yildmm, Muhammed Emin (2016): Nebevi Egitim Modeli Darü ’l-Erkam. S. 45. 9. Aufl. Istanbul.

[14] Tottoli, Roberto (2009): “Ahl as-suffa”. In: EI3. Bd. 1. S. 48-49.

[15] Bozkurt, Nebi (2003): „Medrese“ In: Islam Ansiklopedisi. Bd. 28. S. 324. Istanbul.

[16] Bozkurt: „Medrese“. S. 324.

[17] Direktor einer Medrese, Gelehrter. In den heutigen Medresen im Osten bzw. Südosten der Türkei werden die Hauptgelehrten mit dem Namen sayda benannt. Die mudarrisun sind diejenigen Gelehrten, die alle Pflichtbücher gelesen und die Lehrerlaubnis (igaza) erhalten haben. (Içikdogan, Davut (2012): „Güneydogu Medreselerinde Egitim-Ögretim Faaliyetleri: Mardin Örnegi“. In: Ankara Üniversitesi ilahiyat Fakultesi Dergisi. Bd. 53/2. S. 51-

[18] Ipçirli, Mehmet (2003): „Medrese - Osmanli Dönemi“. In: Islam Ansiklopedisi. Bd. 28. S. 327. Istanbul; Ipçirli, Mehmet (1991): „Anadolu“. Bd. 3. S. 129. Istanbul.

[19] Im Osmanischen bezeichnet der Begriff Külliye eine sozio-religiöse Stiftung, die zu einer großen Moschee gehört und oft wissenschaftlichen, sozialen und karitativen Zwecken dient. In osmanischen Urkunden wurde ein solcher Komplex meist als Imaret mit Freitagsmoschee bezeichnet. (Necipoglu, Gülru (2005): The Age of Sinan. Architectural Culture in the Ottoman Empire. S. 71. London).

[20] Ipçirli: „Medrese“. S. 328.

[21] Ipçirli: „Medrese“. S. 330.

[22] Ahmed Cevdet Paça (1895): Tarih. Bd. I. S. 111. Istanbul.

[23] Hizli, Mefail (2008): „Osmanli Medreselerinde Okutulan Dersler ve Eserler“. In: Uludag Üniversitesi Ilahiyat Fakultesi Dergisi. Bd. 17/1. S. 28.

[24] Unat, F. Reçit (1964): Türkiye Egitim Sisteminin Geli§mesine Tarihi Bir Baki§. S. 35. Ankara; Içikdogan: „Güneydogu Medreselerinde Egitim“ S. 47-48.

[25] Uzunçarçili (1988): Osmanli Devletinin ilmiye Te§kilâti. S. 39. Ankara.

[26] Siehe Fn. 17.

[27] Das eingedeutschte Wort „Mullah“ ist ein Ehrentitel eines islamischen Religionsgelehrten. Abgeleitet wird die Bezeichnung aus dem Arabischen mawlä: „Herr oder Meister“.

[28] Partizip-Aktiv von t-l-b : „fordern, verlangen oder streben“, tälib : derjenige, der nach Wissen strebt, Student oder Schüler.

[29] Içikdogan: „Güneydogu Medreselerinde Egitim“. S. 52.

[30] Çelik, Muzaffer (2010): „Doç. Dr. Mehmet Yalar ile Soyleçi“. In: e-§arkiyat Ílmi Ara§tirmalan Dergisi /Journal of Oriental Scientific Research. Bd. 4. S. 163.

[31] Mit dem Anfangsbuchstaben 'ayn. Das Wort 'aliya ist das Adjektiv von 'aliyi und bedeutet „hoch“.

[32] Uzunçarçili: ilmiye Te§kilâti. S. 20.

[33] Ipçirli: „Medrese“. S. 332.

[34] In der heutigen Praxis wird der Student während seines gesamten Studiums in arabischer Grammatik unterrichtet. Içikdogan: „Güneydogu Medreselerinde Egitim“. S. 59.

[35] Içikdogan: „Güneydogu Medreselerinde Egitim“. S. 45, 56-57.

[36] Hizli: „Osmanli Medreselerinde Okutulan Dersler“. S. 33-39.

[37] Kizikli, Zafer (2006): „Ebu’l-Esved Ed-Du’eli’nin Arap Gramer Tarihindeki Yeri ve Önemi“. In: Dini Ara§tirmalar Dergisi /Religious Studies. Bd. 9/25. S. 273. Ankara.

[38] Baltaci, Cahit (1976): XV-XVI Asirlarda Osmanli Medreseleri. S.37-43. Istanbul; eine erweiterte Tabelle über die Fächer und die darin unterrichteten Bücher findet man in dem Artikel „Osmanli Medreselerinde Okutulan Dersler“ von Hizli In: Uludag Üniversitesi Ilahiyat Fakultesi Dergisi. Bd. 17/1. S. 43-46.

[39] Zur Bedeutung dieser Zahlenangaben siehe S. 5.

[40] Arslan, Ahmet Turan (1996): „Arap Gramerinde iki ‘Awamil Risalesi ve Bunlarin Mukayesesi“. In: ILAM Arastirma Dergisi. Bd. 1/2. S. 162.

[41] Dayf, Šawqi (1960-1995): Tarlh al-adab al- 'arabi. Bd. 3. S. 118-126. 1. Aufl. Kairo: ad-Dar al-Ma‘arif; Fischer: Grammatik. S. 1.

[42] al-Gurgani: ?Awamil. S. 7.

[43] Fischer: Grammatik S. 140-141.

[44] al-Gurgani: ?Awamil. S. 7; al-Malaqi. Ra?f al-mabani. S. 323.

[45] Sïbawayh: al-Kitab. Bd. 1. S. 128. Bd. 2. S. 131, 315; Dayf, Šawqi (1968): al-Madaris an-nahwiyya. S. 63. 165, 205. 7. Aufl. Kairo: ad-Dar al-Ma‘arif

[46] Dayf: Tärih. Bd. 3. S. 124.

[47] Durmuç, Ismail (1991): “‘Awämil al-mla”. In: IslamAnsiklopedisi. Bd. 4. S. 106-107. Istanbul.

[48] Arslan: “Iki ‘Awamil Risalesi”. S. 163.

[49] Arslan: “Iki ‘Awamil Risalesi”. S. 164.

[50] Hacimüftüoglu, Nasrullah (1988): “‘Abdalqahir al-Gurganï”. In: Islam Ansiklopedisi. Bd. 1. S. 247. Istanbul.

[51] Hacimüftüoglu: “al-Gurgam”. S. 247.

[52] In manchen Büchern auch unter „Zayn ad-Din oder Taqiyy ad-Din Muhammad“ zu finden.

[53] Yüksel, Emrullah (1992): “Birgiwî”. In: Islam Ansiklopedisi. Bd. 6. S. 191-192. Istanbul.

[54] Yüksel: “Birgiwî”. S. 193-194.

[55] Arslan: “Iki 'Awamil Risalesi”. S. 163.

[56] Für eine detaillierte Untersuchung siehe den Artikel von Arslan: „Arap Gramerinde iki 'Awamil Risalesi ve Bunlarin Mukayesesi“.

[57] Wörtliche, formale oder verbale (lafzi) Funktion der Präpositionen, d.h. Genitivsetzung des regierten Nomens (Genitiv).

[58] Begriffsmäßige (ma 'nawi) Funktion der Präposition, d.h. das Verbinden der Bedeutung des modifizierten Verbs mit dem regierten Nomen (Genitiv).

[59] Arslan: „Iki ‘Awämil Risalesi“. S. 164, 167.

[60] Alle wörtlichen Regens, die man im Satz sieht, z.B. die Präpositionen.

[61] Begriffliche, unsichtbare Regens, die man im Satz nicht sieht, z.B. das Nominal-Subjekt (mubtada’) und Prädikat (habar), sowie das Verb im Präsens (fi'l al-mudäri') werden durch so ein Regens in den Nominativ gesetzt.

[62] Alle wörtlichen Regens, die man vom Hörensagen als Regens akzeptiert, z.B. die Präpositionen oder Konjunktivpartikeln (hurüf an-nasb).

[63] Regens, die einer festen Regelung unterliegen, z.B. das Verb. Alle Verben regieren, indem sie das Verbalsubjekt in den Nominativ und das Objekt in den Akkusativ setzen.

[64] al-Gurganï, ‘Abdalqähir b. ‘Abdarrahmän b. Muhammad (o.J): ’Awämil al-mi’a. S. 5-6. (o.O.); al-Maylanï, Muhammad b. ‘Abdarrahïm b. Muhammad Badr ad-Dïn al-‘Umarï (2012): Šarh al-mugni. S. 88. Istanbul: §ifa Yayinevi; al-Gamï, ‘Abdarrahmän b. Ahmad Nûr ad-Dïn (2009): Šarh Mullä Gämi, al-Fawä1id az-ziyä ’iyya. Ed. Ahmad ‘Azw ‘Inäya und ‘Alï Mustafa. Bd. 2. S. 368-370. Beirut: ad-Där Ihyä’ at-Turät al-‘Arabiyya.

[65] al-Gurgäm: Awämil. S. 6. Fn. 2.

[66] Yüksel: Harfi Cerler. S. 38; Bei Sîbawayh heißt es al-ilzäq und für ihn hat das bä1 nur diese einzige Bedeutung. (Sîbawayh: al-Kitäb. Bd. 4. S. 217); Ibn Hišäm unterteilt al-ilsäq unter reell (haqTqT): „amsaktu bi-Zaydin“ und figurativ (magäzT): „marartu bi-Zaydin“ (Ibn Hišäm, Abü Muhammad Gamäl ad-Dïn b. Yüsuf b. Ahmad b. ‘Abdalläh al-Ansän (1964): MugnT al-labTb 'an kutub al-a'ärib. Ed. Mäzün al-Mubärak, Muhammad ‘Alî Hamdalläh, Bd.2, S.106 Damaskus: ad-Där al-Fikr).

[67] Yüksel: Harfi Cerler. S. 38.

[68] Ibn Manzür, Muhammad b. Mukarram (1981): Lisän al- 'arab. Ed. ‘Abdalläh ‘Alî al-Kabïr, Muhammad Ahmad, Häšim Muhammad aš-ŠädalL Bd. 1. S. 197. Kairo: ad-Där al-Ma‘ärif.

[69] Fischer: Grammatik. S. 137; Für einige Grammatiker wie Ibn Hišäm und al-Murädï hat das bä1 bei der basmala auch die Bedeutung isti'äna. (Ibn Hišäm: MugnT al-labTb. Bd. 1 S. 108; al-Muradî, al-Hasan b. Qäsim (1992): al- GanaddänTfT huruf al-ma'änT. Ed. Fahr ad-Dîn Qabäwah, Muhammad Nadîm Fädil. S. 38. Beirut: ad-Där al- ‘Ilmiyya).

[70] Ibn Manzür: Lisän al-'arab. Bd. 1. S. 196; al-Mälaqr Ahmad b. ‘Abdannür (1974): Rasf al-mabänTfT šarh huruf al-ma 'änT. Ed. Ahmad Muhammad Harrät. S. 143. Damaskus.

[71] al-Mälaqü Rasf al-mabänT. S. 144; Yüksel: Harfi Cerler. S. 41; Çelen, Mehmet (1991): Arapça’da Edatlar (Huruf al-ma'änT). S. 40. Istanbul; Abü al-Baqä benennt es auch bä1 al-muläbasa (Anziehen). (Abü al-Baqä, Ayyüb b. Müsä al-Husaynî al-Kufawî (1998): al-Kulliyyät mu 'gam fT al-mustalihät wa-l-furuq al-lugawiyya. S. 227. 2. Aufl. Beirut: Mu’assasat ar-Risäla).

[72] Ibn Manzür: Lisän al- 'arab. Bd. 1. S. 196.

[73] Yüksel: Harfi Cerler. S. 41.

[74] Uralgiray, Yusuf (1986): Arapça Ilk ve Ileri Dilbilgisi. Bd. 1. S. 372. Riyad; Yüksel: Harfi Cerler. S. 43.

[75] Çelen: Edatlar. S. 40; Yüksel: Harfi Cerler. S. 41.

[76] Fischer schrieb li-l-isti'äna, li-l-muqñbala und li-t-tafdiya zusammen unter einem Punkt. (Fischer: Grammatik. S. 137).

[77] Abü al-Baqä: al-Kulliyyät. S. 229.

[78] Ibn Manzür: Lisän al- 'arab. Bd. 1. S. 196.

[79] al-Mälaqi und Abü al-Baqa sind der Meinung, dass dieses bä1 in der Funktion, das intransitive Verb in ein transitives umzuwandeln, gleich wie Hamza ist. (al-Mälaqi: Rasf al-mabäni. S. 143; Abü al-Baqa: al-Kulliyyät. S. 228).

[80] Ibn Manzür: Lisän al- 'arab. Bd. 1. S. 196; al-Mälaql: Rasf al-mabäni. S. 145.

[81] Wenn eine Präposition als redundant fungiert, braucht sie kein modifiziertes Verb (muta 'allaq), weil sie in diesem Fall nicht adverbial (zarf) ist. (al-Gurgänr: Awämil. S. 6. Fn. 1); Das Thema „Präpositionen mit und ohne modifiziertem Verb“ werden unter 4.1 untersucht.

[82] Ibn Manzür: Lisän al- 'arab. Bd. 1. S. 196.

[83] Das bä1 kann als Verstärkungspartikel vor folgende Satzglieder kommen: 1. Nominal-Subjekt al-mubtada \ 2. Prädikat habar, 3. Verbal Subjekt fä 'il, 4. Objekt maf'ul, 5. Sinngemäße Verstärkungswörter (z.B. nafs, 'ayn, u.ä. (al-Murädl: al-Ganaddäni. S. 55)). (Yüksel: Harfi Cerler. S. 45-49).

[84] Gurgäm hat diese Bedeutung von ba ’ unter den anderen Schwurpartikeln wäw und ta ’ aufgeführt.

[85] Ibn Hišäm: Mugni al-labib. Bd. 2. S. 106-118; al-Mälaqi: Rasfal-mabani. S. 143-151; Abü al-Baqä: al-Kulliyyat. S. 227-230; Yüksel: Harfi Cerler. S. 38-49; Çelen: Edatlar. S. 39-41; Uralgiray: Arapça Dilbilgisi Bd. 1. S. 372­374.

[86] al-Gurgani: 'Awämil. S. 7-8; al-Maylam: Šarh al-mugni. S. 87; al-Gami: al-Fawa ’id az-ziya ’iyya. Bd. 2. S. 364­366.

[87] Fischer: Grammatik. S. 140.

[88] Yüksel: Harfi Cerler. S. 108.

[89] Der Anfang kann sowohl örtlich als auch zeitlich sein (Ibn Hišam: Mugni al-labib. Bd. 1. S. 353; Uralgiray: Arapça Dilbilgisi. Bd. 1. S. 364).

[90] Yüksel: Harfi Cerler. S. 108.

[91] Abü al-Baqa: al-Kulliyyät. S. 832.

[92] Ibn Hišam: Mugni al-labib. Bd. 1. S. 354.

[93] al-Gurganl: 'Awämil. S. 7.

[94] Fischer: Grammatik S. 140-141.

[95] al-Gurganl: 'Awämil. S. 7; al-Malaql. Rasf al-mabäni. S. 323.

[96] Yüksel: Harfi Cerler. S. 110.

[97] Ibn Hišam: Mugni al-labib. Bd. 1. S. 356.

[98] al-Gurganr: ‘Awämil. S. 7; Ibn Hišam: Mugni al-labib. Bd. 1. S. 356-357.

[99] Für die Mehrheit der Linguisten der Basra-Schule sind zwei Bedingungen notwendig damit min als redundant gilt. 1. Min soll nach einer Negation (an-nafyu oder an-nahyu) oder nach einem der Fragewörter stehen, 2. Der Genitiv soll unbestimmt (nakira) sein (Çelen: Edatlar. S. 44-45); Ibn Hišam stellt eine weitere Bedingung, und zwar der Genitiv muss entweder Nominal-Subjekt (mubtada ’) oder verbal Subjekt fa ‘il) oder Objekt (mafül) sein (Ibn Hišam: Mugni al-labib. Bd. 1. S. 358).

[100] Ibn Hišam: Mugni al-labib. S. 353-358; al-Mälaql: Rasf al-mabäni. S. 322-326; al-Muradl: Hurüf al-ma ‘äni.

[101] S. 308-321; Abü al-Baqa: al-Kulliyyät. S. 831-833; Çelen: Edatlar. S. 42-45; Uralgiray: Arapça Dilbilgisi. Bd. 1. S. 364-366; Yüksel: Harfi Cerler. S. 108-119.

[102] al-Gurgäm: Awämil. S. 8; al-Mayläm: Šarh al-mugni. S. 88; al-Gäml: al-Fawä’idaz-ziyä’iyya. Bd. 2. S. 366.

[103] Fischer: Grammatik. S. 144-145.

[104] Yüksel: Harfi Cerler. S. 32.

[105] Abü al-Baqä: al-Kulliyyät. S. 169; Ibn Hišäm: Mugni al-labib. Bd. 1. S. 78.

[106] Fischer: Grammatik. S. 140.

Ende der Leseprobe aus 77 Seiten

Details

Titel
Eine Darstellung der arabischen Präpositionen
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Arabistik)
Note
1
Autor
Jahr
2017
Seiten
77
Katalognummer
V383115
ISBN (eBook)
9783668586383
ISBN (Buch)
9783668586390
Dateigröße
1480 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Präpositionen, Awāmil al-mi, Awāmil al-Birgiwī, Iẓhār al-asrār fī n-naḥw, al-Iʿrāb ʿan qawāʿid al-iʿrāb, al-Kāfiya, al-Fawāʾid az-ziyāʾiyya, Šarḥ al-muġnī
Arbeit zitieren
Rüstü Kantar (Autor), 2017, Eine Darstellung der arabischen Präpositionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/383115

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