Zunehmend bewusster wird der heutigen Wirtschaft der Stellenwert zufriedener Mitarbeiter, denn diese sind nicht nur leistungsfähiger, sondern sie identifizieren sich auch mit dem Unternehmen. Begriffe wie „Work-Life-Balance“ werden immer bewusster wahrgenommen und gewinnen mit steigenden Burn-out-Raten zunehmend an Bedeutung. Niedrigere Ausfallraten und weniger Krankheitstage zählen unter anderem zu den Zielen der-artiger Kampagnen. Im Fokus stehen dabei die Gesundheit, die Zufriedenheit und die Motivation der Mitarbeiter.
Diese Arbeit untersucht die Wirkung von Hunden am Arbeitsplatz und stellt ihre positive Wirkung auf den Mitarbeiter und das Arbeitsumfeld dar.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.2.1 Mitarbeitermotivation
1.2.2 Stressreduzierung
2 Vorstellung des Unternehmens „Issacana GmbH“
2.1 Gründe für den Einsatz eines Hundes
2.2 Umsetzung
2.3 Konsequenz für den Arbeitgeber
3 Grundlegendes zur Hund-Mensch-Beziehung
3.1 Hunde-Population in Deutschland
3.2 Mensch-Hund-Interaktion
3.2.1 Entwicklung
3.2.2 Nutzen für den Menschen
4 Voraussetzungen
4.1 Rechtliche Rahmenbedingungen
4.2 Arbeitsplatz
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Bürohunden als Maßnahme zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit und zur Stressreduktion. Anhand eines Praxisbeispiels bei der Issacana GmbH wird analysiert, welche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung erfüllt sein müssen und wie Unternehmen ohne finanziellen Mehraufwand die Arbeitsatmosphäre verbessern können.
- Intrinsische Mitarbeitermotivation durch verbesserte Rahmenbedingungen
- Physiologische Auswirkungen der Hund-Mensch-Interaktion (Oxytocin-Ausschüttung)
- Rechtliche Anforderungen an Tierhaltung am Arbeitsplatz
- Herausforderungen in der praktischen Umsetzung und Konfliktprävention
- Bedeutung der Dogpolicy als Arbeitgeberattraktivitätsfaktor
Auszug aus dem Buch
3.2.2 Nutzen für den Menschen
Wenn der Mensch dazu bereit ist, entsprechend viel finanzielle Mittel für einen Hund auszugeben, muss er daraus auch vermutlich einen Nutzen ziehen können. Eine wichtige Rolle spielen dabei die hormonell bedingten Einflüsse auf den Menschen. Das Hormon Oxytocin, dessen Definition im Folgenden vereinfacht dargestellt wird, trägt maßgeblich zu der Bindung zwischen Mensch und Hund bei.
„Oxytocin (auch Ocytocin, von (altgriech.) ὠκύς, ōkys ‚schnell‘ und τόκος tokos ‚Geburt‘: okytokos ‚leicht gebärend‘; im Deutschen manchmal auch Oxitozin genannt) ist ein Hormon, welches eine wichtige Bedeutung beim Geburtsprozess einnimmt. Gleichzeitig beeinflusst es nicht nur das Verhalten zwischen Mutter und Kind sowie zwischen Geschlechtspartnern, sondern auch ganz allgemein soziale Interaktionen […] Oxytocin verringert den Blutdruck und den Kortisolspiegel, wirkt sedierend und kann zu Gewichtszunahme und verbesserter Wundheilung führen. […] Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Oxytocin durch Einwirkung auf die sogenannte HPA-Achse (hypothalamic-pituitary-adrenocortical axis) die Auswirkung von Stress verringert. […] In der neurochemischen Forschung wird Oxytocin beim Menschen mit psychischen Zuständen wie Liebe, Vertrauen und Ruhe in Zusammenhang gebracht. Diese Annahmen beruhen auf Experimenten, wie sie von Michael Kosfeld an der Universität Zürich durchgeführt wurden. […] Es zeigte sich, dass die Personen mit einem erhöhten Oxytocinspiegel mehr Vertrauen ihren Spielpartnern gegenüber an den Tag legten. […] Die Ergebnisse der Studie legen eine beruhigende und deeskalierende Wirkung des Neuropeptids nahe“ (Wikipedia 2017: Web).
Oxytocin wird bei der Interaktion mit Hunden ausgeschüttet und beeinflusst diese positiv. Eine Interaktion von kurzer Dauer reicht hierbei bereits aus, um den Anstieg des Hormons zu bewirken (vgl. Abbildung 4). In diesem Zusammenhang sind nennenswerte positive Eigenschaften von Oxytocin wie folgt zu beschreiben:
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit durch die Duldung von Bürohunden.
2 Vorstellung des Unternehmens „Issacana GmbH“: Dieses Kapitel erläutert die Struktur der Issacana GmbH und beschreibt den praktischen Prozess sowie die Beweggründe für die Einführung eines Bürohundes im Unternehmen.
3 Grundlegendes zur Hund-Mensch-Beziehung: Hier wird der wissenschaftliche Hintergrund der Mensch-Hund-Interaktion beleuchtet, wobei insbesondere hormonelle Effekte und die soziale Bedeutung der Hundehaltung im Vordergrund stehen.
4 Voraussetzungen: Dieses Kapitel behandelt die essenziellen rechtlichen Rahmenbedingungen sowie betriebliche Anforderungen, die bei der Etablierung einer Hundehaltung im Büro beachtet werden müssen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und dient als Entscheidungshilfe, unter welchen Bedingungen die Haltung von Bürohunden ein erfolgreiches Instrument der Unternehmensführung darstellt.
Schlüsselwörter
Mitarbeitermotivation, Stressreduzierung, Hund-Mensch-Beziehung, Bürohund, Issacana GmbH, Oxytocin, Arbeitsrecht, Dogpolicy, Betriebsklima, Arbeitszufriedenheit, Gesundheitsvorsorge, Tierhaltung am Arbeitsplatz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, inwiefern die Anwesenheit von Hunden in Büroräumen dazu beitragen kann, die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern und das allgemeine Stresslevel am Arbeitsplatz zu senken.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen umfassen die psychologischen und physiologischen Auswirkungen der Mensch-Hund-Interaktion, die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland sowie die betriebswirtschaftlichen Vorteile für Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel besteht darin, eine Entscheidungshilfe für Unternehmen zu entwickeln, die aufzeigt, unter welchen Voraussetzungen die Implementierung einer Hundehaltung am Arbeitsplatz sinnvoll und erfolgreich umsetzbar ist.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Studien zur Hund-Mensch-Beziehung, ergänzt durch ein Praxisbeispiel bei der Issacana GmbH zur Veranschaulichung der praktischen Umsetzbarkeit.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Unternehmens, die theoretischen Grundlagen der Hund-Mensch-Beziehung sowie die detaillierte Darstellung der rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen für Bürohunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mitarbeitermotivation, Stressreduzierung, Bürohund, Dogpolicy und Gesundheitsvorsorge definiert.
Welche Rolle spielt Oxytocin bei der Untersuchung?
Oxytocin fungiert als zentraler wissenschaftlicher Beleg für die positiven Auswirkungen der Interaktion mit Hunden, da es nachweislich stressreduzierend und vertrauensfördernd auf den Menschen wirkt.
Ist die Haltung von Bürohunden rechtlich in Deutschland geregelt?
Nein, es gibt in Deutschland keine explizite gesetzliche Regelung für Hunde am Arbeitsplatz. Daher sind individuelle betriebliche Vereinbarungen oder eine sogenannte Dogpolicy erforderlich.
Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur bei diesem Thema?
Die Unternehmenskultur ist entscheidend, da die Akzeptanz aller Mitarbeiter, auch derjenigen ohne Hund, eine Grundvoraussetzung für ein funktionierendes System darstellt, um interne Konflikte zu vermeiden.
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- Denise Friedrich (Author), 2016, Auf den Hund gekommen. Grundlegende Überlegungen zur Motivation durch Tiere am Arbeitsplatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/383171