Hauptaufgabe dieser Projektarbeit ist die Darstellung des Beschaffungsprozesses im Eventbereich, von der Lieferantenauswahl bis hin über den Punkt, wie man Verhandlungen führt. Da es viele Ausnahmen, rechtliche Sonderreglungen und interne Verhaltensgrundsätze gibt, werden dabei nur die Grundsatzfragen beantwortet. Dabei wird auf die Compliance und Nachhaltigkeit eingegangen. In der Lieferantenauswahl werden dann auch Punkte wie Lieferantenzuverlässigkeit, Qualität und Preise berücksichtigt.
Im letzten Punkt wird explizit auf unterschiedliche Verhandlungskonzepte, wie zum Beispiel das Harvard-Konzept und andere Verhandlungsstrategien eingegangen. Wichtig hierbei ist die Skizzierung der Verhandlungsführung von der Vorbereitung bis zur Durchführung.
Abschließend wird dann eine Betrachtung vom allgemeinen Beschaffungsprozess vertiefend vorgenommen. Dabei werden die Unterschiede zwischen Einzel- und Rahmenbestellungen vorgestellt, sowie Vor- und Nachteile der Beschaffungsstrategien beleuchtet. Zum Abschluss dieses Kapitels wird dann auf die Dimensionen, Determinanten und Konsequenzen der industriellen Beschaffung eingegangen.
Die Ergebnisse dieser Betrachtung werden dann in einem Fazit abschließend zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema und Überblick
1.2 Gang der Arbeit
2 Lieferantenauswahl
2.1 Anforderungen an die Lieferantenauswahl
2.2 Zielsysteme bei der Lieferantenauswahl
2.3 Lieferantenauswahlprozess
2.3.1 Vorselektion von Lieferanten
2.3.2 Vorgehensweise bei der Lieferantenbewertung am Beispiel der NWA
3 Verhandlungsführung
3.1 Grundlagen der Einkaufsverhandlung
3.2 Bestandteile eines systematischen Verhandlungsmanagements
3.2.1 Analyse, Organisation und Verhandlungsvorbereitung
3.2.2 Verhandlungsführung
3.2.3 Verhandlungscontrolling
3.3 Verhandlungsstrategien
3.4 Havard-Konzept
4 Der Beschaffungsprozess
5 Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die ganzheitliche Analyse des Beschaffungsprozesses im Eventeinkauf, wobei insbesondere die Kriterien der Lieferantenauswahl und die Anwendung systematischer Verhandlungsstrategien untersucht werden, um den Unternehmenserfolg nachhaltig zu sichern.
- Systematische Kriterien und Methoden der Lieferantenauswahl
- Aufbau eines strukturierten Verhandlungsmanagements
- Vergleich und Anwendung verschiedener Verhandlungsstrategien
- Einsatz des Harvard-Konzepts in der Beschaffungspraxis
- Analyse der prozessualen Zusammenhänge im Einkauf
Auszug aus dem Buch
3.4 Havard - Konzept
Das Havard - Konzept beschreibt eine sachorientierte Verhandlungsmethode, indem Streitfragen nach ihrem Sachgehalt und ihrer Bedeutung entschieden werden. Das Prinzip von Roger Fisher und William L. Ury wurde im Rahmen des „Havard Negotiation Project“ erstmals 1981 in dem Buch „Getting to Yes“ der Öffentlichkeit präsentiert. In diesem Buch soll allen Parteien ein positives Verhandlungsergebnis ermöglicht werden. Dieses Konzept geht über Kompromisse hinaus.
„Ziel der Methode ist es, selbst in schwierigen Verhandlungssituationen eine konstruktive und friedliche Einigung zu erzielen, ohne dass dabei eine Partei ihr Gesicht verliert. In diesem Zusammenhang spricht man auch häufig vom Schaffen einer Win-Win-Situation bzw. von einer kooperativen Verhandlungsmethode, bei der beide Parteien mit dem Verhandlungsergebnis zufrieden sind. Besonders vor dem Hintergrund einer zunehmenden Bedeutung enger und vertrauensvoller Partnerschaften mit Lieferanten, bietet die Harvard-Methode die Möglichkeit, gemeinsam mit Lieferanten Lösungen zu entwickeln, die langfristige und nachhaltige Verhandlungsergebnisse ermöglichen.“
In der Theorie sind dabei 4 Regeln zu beachten:
1. Menschen und deren Interessen (in Sachfragen) getrennt voneinander behandeln. Die beiden wichtigsten Komponenten einer Verhandlung, nämlich der Verhandlungsgegenstand und der Verhandlungsprozess, sind independent. Wichtig ist der Gegenseite eine grundsätzliche Akzeptanz zu signalisieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Beschaffung als Erfolgsfaktor ein und definiert den thematischen Rahmen sowie den Aufbau der vorliegenden Arbeit.
2 Lieferantenauswahl: Dieses Kapitel erläutert die Anforderungen, Zielsysteme und den mehrstufigen Prozess der Lieferantenauswahl, inklusive praktischer Bewertungsmethoden wie der Nutzwertanalyse.
3 Verhandlungsführung: Hier werden die Grundlagen der Einkaufsverhandlung, die systematische Verbereitung und Steuerung sowie verschiedene Strategien und Konzepte wie das Harvard-Modell detailliert dargestellt.
4 Der Beschaffungsprozess: Dieses Kapitel führt die vorangegangenen Aspekte in einem Gesamtmodell des Beschaffungsprozesses zusammen und visualisiert die prozessuale Struktur von der Bedarfsplanung bis zur Kontrolle.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung systematischer Einkaufsprozesse für den Unternehmenserfolg zusammen und betont die Notwendigkeit von Disziplin und Zielorientierung in der Verhandlungspraxis.
Schlüsselwörter
Beschaffung, Lieferantenauswahl, Verhandlungsführung, Harvard-Konzept, Nutzwertanalyse, Verhandlungsstrategien, Einkauf, Beschaffungsprozess, Win-Win, Lieferantenbewertung, Strategischer Einkauf, Verhandlungsmanagement, Unternehmensertrag, Lieferantenbeziehung, Compliance.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung des Beschaffungsprozesses im Bereich des Eventeinkaufs, wobei ein Schwerpunkt auf der strategischen Auswahl von Lieferanten und einer professionellen Verhandlungsführung liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Lieferantenselektion, der strukturierte Verhandlungsprozess, die Anwendung des Harvard-Konzepts sowie die methodische Einordnung in den Gesamtablauf der Beschaffung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, dem Leser einen Leitfaden für ein systematisches Verhandlungs- und Lieferantenmanagement an die Hand zu geben, um langfristig den Unternehmenserfolg zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine praxisorientierte Arbeit, die theoretische Konzepte (z.B. Nutzwertanalyse, Harvard-Modell) mit betriebswirtschaftlichen Standards der Beschaffung verknüpft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Lieferantenauswahl mit ihren Kriterien und Phasen sowie die Verhandlungsführung mit ihren Bestandteilen, Strategien und dem Harvard-Konzept.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Beschaffung, Lieferantenauswahl, Verhandlungsstrategien, Nutzwertanalyse und Harvard-Konzept definiert.
Wie unterscheidet sich die Vorselektion von der detaillierten Lieferantenbewertung?
Die Vorselektion dient der Reduzierung der Lieferantenanzahl auf ein handhabbares Maß, während die detaillierte Bewertung mittels quantitativer und qualitativer Kriterien (wie der Nutzwertanalyse) zur fundierten Entscheidungsfindung führt.
Warum ist das Harvard-Konzept für den Einkauf relevant?
Es ermöglicht sachorientierte und kooperative Verhandlungen, die den Beziehungsaufbau zum Lieferanten fördern und gleichzeitig langfristig tragfähige Lösungen für beide Seiten suchen.
- Arbeit zitieren
- M. Götze (Autor:in), 2016, Lieferantenauswahl, Verhandlungsstrategien und Beschaffungsprozess im Eventeinkauf. Eine ganzheitliche Betrachtung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/383203