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Rezension zu "Heimat auf Zeit. Identitat als Grundfrage ethisch-religiöser Bildung" von Christian Cebulj

Título: Rezension zu "Heimat auf Zeit. Identitat als Grundfrage ethisch-religiöser Bildung" von Christian Cebulj

Comentarios / Reseña Literaria , 2016 , 8 Páginas , Calificación: 15,0

Autor:in: Patrick Frambach (Autor)

Didáctica - Didáctica general, objetivos de la educación, métodos
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In dieser Rezension wird auf drei der insgesamt sechs Aufsätze aus Cebuljs und Flurys Sammelband "Heimat auf Zeit - Identität als Grundfrage ethisch-religiöser Bildung" näher eingegangen werden. Es soll besonders um diese gehen, die den Identitätsbegriff prägnant behandeln.

Das Werk nähert sich dem Thema in multiperspektiver Sicht. Dabei behandelt der erste Aufsatz soziologische Aspekte und geht dabei auf die Frage ,,Wer bin ich in einer sozialen Welt, deren Grundriss sich unter Bedingungen der Individualisierung, Pluralisierung und Globalisierung verändert?“ ein. Es handelt sich vor allem um die Problematik, die eigene Identität zu finden und zu festigen in einer Welt, in der die Möglichkeiten das eigene Leben zu leben und zu gestalten, mannigfaltig geworden sind. Es gehe darum, Wege zu finden, individuell Möglichkeiten zu finden, das eigene Leben zu ordnen und als verlässlich und berechenbar zu erachten, wenngleich die Welt, in der wir leben, von einer permanenten Veränderung gekennzeichnet sei. Gleichzeitig gilt es aber auch, ,,Identitätszwänge“ loszulassen und den eigenen, individuellen Weg zu finden, der jedoch das gewachsene Risiko des Scheiterns beinhaltet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Zur Einleitung: Identität als ,,Heimat auf Zeit“

2. Vom Ringen um Identität in der spätmodernen Gesellschaft

3. Erikson und die Religion

4. Selbstkonstruierte Identität – neue Aufgaben der Pädagogik?

5. Identität und christliche Lebenspraxis

6. Konfessionen und Religionen als Heimat – heute noch?

7. Einführung des Faches ,,Ethik und Religionen“ im Kanton Luzern – Ein Werkstattbericht

Zielsetzung & Themen

Die Rezension befasst sich mit dem Sammelband, der Identität als grundlegende Frage ethisch-religiöser Bildung in einer pluralistischen Gesellschaft untersucht. Ziel ist es, die multiperspektivische Herangehensweise des Werkes zu beleuchten, welches soziologische, psychologische und pädagogische Perspektiven vereint, um Identitätsfindung in einer von Individualisierung und Globalisierung geprägten Welt zu diskutieren.

  • Identitätskonstruktion in der spätmodernen Gesellschaft
  • Religionspädagogische Impulse durch das Entwicklungsmodell von Erik Erikson
  • Pädagogische Herausforderungen bei der Identitätsbildung
  • Zusammenhang von Urvertrauen, Gottvertrauen und Lebenssinn
  • Pluralismus und die Suche nach Verbindlichkeit in der Vielfalt

Auszug aus dem Buch

Vom Ringen um Identität in der spätmodernen Gesellschaft

Das Werk nähert sich dem Thema in multiperspektiver Sicht. Dabei behandelt der erste Aufsatz soziologische Aspekte und geht dabei auf die Frage ,,Wer bin ich in einer sozialen Welt, deren Grundriss sich unter Bedingungen der Individualisierung, Pluralisierung und Globalisierung verändert?“ ein. Es handelt sich vor allem um die Problematik, die eigene Identität zu finden und zu festigen in einer Welt, in der die Möglichkeiten das eigene Leben zu leben und zu gestalten, mannigfaltig geworden sind.

Es gehe darum, Wege zu finden, individuell Möglichkeiten zu finden, das eigene Leben zu ordnen und als verlässlich und berechenbar zu erachten, wenngleich die Welt, in der wir leben, von einer permanenten Veränderung gekennzeichnet sei. Gleichzeitig gilt es aber auch, ,,Identitätszwänge“ loszulassen und den eigenen, individuellen Weg zu finden, der jedoch das gewachsene Risiko des Scheiterns beinhaltet. Viele psychosoziale Probleme der heutigen Zeit verweisen auf diese Scheiternsmöglichkeiten.

Der Autor verweist im nächsten Abschnitt auf Dekonstruktionen klassischer Identitätsvorstellungen, anhand des Schemas der Identitätsentwicklung nach Erikson. Identität stelle dabei einen Begriff dar, der im Alltag angekommen und dessen Nutzen inflationäre Züge angenommen habe. Der Begriff sei längst nicht mehr nur bei Erikson zu finden, doch sollte man auf diesen zurückgreifen, wenn man sich mit dem Identitätsbegriff näher beschäftigen wolle. Identität im psychologischen Sinne stellt die Frage nach den ,,Bedingungen der Möglichkeit für eine lebensgeschichtliche und eine situationsübergreifende Gleichheit in der Wahrnehmung der eigenen Person und für eine innere Einheitlichkeit trotz äußerer Wandlungen“ dar. Das bedeutet, eine gefestigte und stabile Einheit, die den Lebensumständen trotzt: ,,Das Gefühl der Ich-Identität ist (...) das angesammelte Vertrauen darauf, dass der Einheitlichkeit und Kontinuität, die man in den Augen anderer hat, eine Fähigkeit entspricht, eine innere Einheitlichkeit und Kontinuität also das Ich im Sinne der Psychologie“ aufrechtzuerhalten.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zur Einleitung: Identität als ,,Heimat auf Zeit“: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Identitätsfindung ein und legt den Grundstein für die übergreifende Fragestellung des Bandes.

2. Vom Ringen um Identität in der spätmodernen Gesellschaft: Der Beitrag analysiert soziologische Herausforderungen, die durch Globalisierung und Individualisierung entstehen, und diskutiert das Risiko des Scheiterns bei der Identitätsarbeit.

3. Erikson und die Religion: Das Kapitel verknüpft das Stufenmodell der kindlichen Entwicklung nach Erik Erikson mit theologischen Fragestellungen und betont die Bedeutung von Urvertrauen.

4. Selbstkonstruierte Identität – neue Aufgaben der Pädagogik?: Hier wird untersucht, wie Pädagogik zur Identitätsentwicklung beiträgt und welche Rolle Konzepte wie Kohärenz und Authentizität im Bildungskontext spielen.

5. Identität und christliche Lebenspraxis: Dieser Abschnitt beleuchtet die Rolle des Glaubens und der christlichen Praxis bei der Identitätsbildung in einer postmodernen Welt.

6. Konfessionen und Religionen als Heimat – heute noch?: Der Text fragt nach der identitätsstiftenden Funktion von Religionen und Konfessionen im heutigen, pluralistischen Kontext.

7. Einführung des Faches ,,Ethik und Religionen“ im Kanton Luzern – Ein Werkstattbericht: Der Abschlussbericht bietet einen praktischen Einblick in die Implementierung eines neuen Schulfachs und stellt sich der Herausforderung, Verbindlichkeit in der Vielfalt zu schaffen.

Schlüsselwörter

Identität, Identitätsbildung, Identitätsentwicklung, Erik Erikson, Religionspädagogik, Spätmoderne, Pädagogik, Individualisierung, Pluralismus, Urvertrauen, Lebenssinn, Lebenskohärenz, Gesellschaftsdiagnostik, Ethik, Religion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Rezension im Kern?

Die Rezension bespricht den Sammelband „Heimat auf Zeit – Identität als Grundfrage ethisch-religiöser Bildung“, der verschiedene fachwissenschaftliche Perspektiven auf die Identitätsbildung in der heutigen Gesellschaft vereint.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die soziologischen Bedingungen der Identitätsfindung, der Einfluss religiöser Prägung und Erziehung sowie die Möglichkeiten und Herausforderungen für die Pädagogik in der Spätmoderne.

Welches Ziel verfolgt der herausgegebene Band?

Das Ziel ist es, den Identitätsbegriff aus einem multiperspektivischen Blickwinkel zu beleuchten und Wege aufzuzeigen, wie Identität in einer pluralistischen, durch stetigen Wandel geprägten Welt konstruiert werden kann.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven werden genutzt?

Das Werk kombiniert insbesondere Ansätze der Soziologie, der Entwicklungspsychologie (mit Fokus auf Erikson) sowie der Religionspädagogik und Erziehungswissenschaft.

Was wird im Hauptteil der Publikation behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in sieben Aufsätze, die von der soziologischen Identitätssuche über Eriksons Stufenmodell bis hin zu konkreten Werkstattberichten aus dem Schullalltag reichen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind Identitätsstiftung, Verbindlichkeit in der Vielfalt, Urvertrauen, die Dialektik von Autonomie und Bezogenheit sowie die Rolle der Religion im Bildungskontext.

Warum spielt Erik Eriksons Stufenmodell eine so große Rolle im Buch?

Erikson gilt als Pionier, der als erster die Religion als wesentlichen Entwicklungsfaktor in ein psychologisches Modell integrierte, was ihn für die Religionspädagogik besonders relevant macht.

Wie bewertet die Rezension den didaktischen Aufbau des Buches?

Die Rezension lobt den aufsatzartigen Aufbau, die Verwendung von Grafiken und Zitaten sowie die verständliche Sprache, welche das Werk für ein breiteres Publikum zugänglich und übersichtlich macht.

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Detalles

Título
Rezension zu "Heimat auf Zeit. Identitat als Grundfrage ethisch-religiöser Bildung" von Christian Cebulj
Universidad
University of Marburg  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Calificación
15,0
Autor
Patrick Frambach (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
8
No. de catálogo
V383267
ISBN (Ebook)
9783668597617
ISBN (Libro)
9783668597624
Idioma
Alemán
Etiqueta
Cebulj Flury Heimat auf Zeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Patrick Frambach (Autor), 2016, Rezension zu "Heimat auf Zeit. Identitat als Grundfrage ethisch-religiöser Bildung" von Christian Cebulj, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/383267
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