Die Telefonumfrage als Erhebungsmethode stammt ursprünglich aus den USA. Mitte der achtziger Jahre begann sie sich auch in Deutschland zu verbreiten, analog zur erweiterten Dichte des deutschen Telefonnetzes, in dem schichtspezifische Unterschiede in der Telefonversorgung keine ausschlaggebende Rolle mehr spielen. 1997 wurden bereits 40% aller standardisierten Befragungen per Telefon durchgeführt.1 Manche Institute, wie etwa Forsa, haben sich ganz auf diese Methode spezialisiert. Diese Arbeit betrachtet mehrere Aspekte des Telefoninterviews. Wie kommen die Stichproben zu Stande? Welche Besonderheiten gilt es bei der Konstruktion des Fragebogens zu beachten? Wie wird eine Telefonumfrage personell und technisch durchgeführt? Schließlich sollen einige signifikante Vor- und Nachteile der Methode dargestellt werden. 1 vgl. Schnell, Rainer/Hill, Paul B./Esser, Elke: Methoden der empirischen Sozialforschung. München 1999. S.341.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Hauptteil
- Stichproben
- Auswahl des Haushalts
- Auswahl innerhalb des Haushalts
- Fragebogenkonstruktion
- Einleitung und Makrostruktur
- Spezielle Frageformen
- Durchführung
- Rekrutierung und Schulung der Interviewer
- Räumliche und technische Durchführung
- „Quick and dirty”?
- Grenzen des Telefoninterviews
- Methodische Vorzüge
- Stichproben
- Schlussbemerkung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Telefonumfrage als Erhebungsmethode in der empirischen Sozialforschung. Sie untersucht verschiedene Aspekte dieser Methode, wie die Konstruktion von Stichproben, die Gestaltung von Fragebögen sowie die personelle und technische Durchführung von Telefonumfragen. Darüber hinaus werden die Vor- und Nachteile der Methode beleuchtet.
- Stichprobenziehung bei Telefonumfragen
- Fragebogenkonstruktion und -gestaltung
- Durchführung von Telefonumfragen
- Vor- und Nachteile des Telefoninterviews
- Vergleich mit anderen Erhebungsmethoden
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Relevanz und historische Entwicklung des Telefoninterviews in der empirischen Sozialforschung dar. Der Hauptteil behandelt die Methodik des Telefoninterviews in verschiedenen Aspekten:
- Die Auswahl von Stichproben, sowohl auf Haushaltsebene als auch innerhalb von Haushalten.
- Die Konstruktion von Fragebögen, einschließlich der Einleitung und Makrostruktur sowie spezieller Frageformen.
- Die Durchführung von Telefonumfragen, einschließlich der Rekrutierung und Schulung von Interviewern sowie der räumlichen und technischen Durchführung.
- Die Diskussion der Vor- und Nachteile des Telefoninterviews im Vergleich zu anderen Erhebungsmethoden.
Schlüsselwörter
Telefoninterview, empirische Sozialforschung, Stichprobenziehung, Fragebogenkonstruktion, Durchführung, Vor- und Nachteile, Random Digit Dialing, Listenauswahl, Gate-Keeper, „Last/Next-Birthday“-Methode.
Häufig gestellte Fragen
Welche Vorteile bietet das Telefoninterview gegenüber anderen Methoden?
Telefoninterviews sind kostengünstiger, erlauben eine schnellere Datenerhebung und ermöglichen eine hohe Anonymität im Vergleich zu persönlichen Interviews.
Wie wird eine Zufallsstichprobe am Telefon gezogen?
Häufig wird das Random Digit Dialing (RDD) Verfahren genutzt, bei dem Telefonnummern computergestützt zufällig generiert werden, um auch nicht gelistete Nummern zu erreichen.
Was ist die „Last/Next-Birthday-Methode“?
Sie dient der Auswahl einer Zielperson innerhalb eines Haushalts: Befragt wird die Person, die als letzte (oder nächste) Geburtstag hatte.
Welche Besonderheiten gelten für die Fragebogenkonstruktion?
Fragen müssen kurz und leicht verständlich sein, da die visuelle Unterstützung fehlt. Die Makrostruktur muss den Befragten bei Laune halten, um Abbrüche zu vermeiden.
Was sind die Grenzen des Telefoninterviews?
Zu den Nachteilen gehören die zunehmende Nichterreichbarkeit (nur Mobilfunk), eine höhere Verweigerungsrate und die Schwierigkeit, komplexe Skalen abzufragen.
- Quote paper
- Torben Waleczek (Author), 2003, Das Telefoninterview in der empirischen Sozialforschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38330