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Über die Emanzipation der mexikanischen Maquiladora-Arbeiterin vor dem Hintergrund des Neo-Institutionalismus

Titre: Über die Emanzipation der mexikanischen Maquiladora-Arbeiterin vor dem Hintergrund des Neo-Institutionalismus

Essai , 2016 , 5 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Sociologie - Relations et Famille
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Résumé Extrait Résumé des informations

Ist ein Prozess des gesellschaftlichen Wandels seit der Etablierung der Maquila- Industrie in Mexiko zu erkennen? Diese Frage wird im Rahmen dieser Arbeit vor dem Hintergrund der neo-institutionalistischen Theorie analysiert.

Hier soll dargestellt werden, inwiefern sich die Modernisierungsprozesse in Mexiko mit der Einführung der Maquila-Industrie auf die rollenspezifische Lage der Frau in Mexiko ausgewirkt haben. Unterdrückung bezeichnet alle Formen, die sich gegen die körperliche, sowie psychische Unversehrtheit einer Person richten, sowie ihre gesellschaftliche Herabstufung als solches. Um herauszufinden, ob die Maquila-Arbeiterinnen weiterhin Unterdrückung ausgesetzt sind, gilt es vorab, den Maquila-Betrieb als Organisation vorzustellen. Es folgt ein Bezug auf die neo-institutionalistische Theorie John Meyers und Brian Rowans.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Darstellung des Maquila-Betriebs

2. Realitäten im Maquila-Betrieb: Aktivitätsstruktur vs. Formalstruktur

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert, inwiefern die Etablierung von Maquila-Betrieben in Mexiko einen Prozess gesellschaftlichen Wandels für die dort beschäftigten Arbeiterinnen darstellt und ob dies im Sinne einer Emanzipation zu werten ist, wobei die neo-institutionalistische Theorie als theoretischer Rahmen dient.

  • Die ökonomische Rolle der Maquila-Industrie in Mexiko
  • Einfluss traditioneller Rollenbilder (Marianismo) auf Frauen
  • Anwendung des Neo-Institutionalismus auf Montagebetriebe
  • Konflikt zwischen Formalstruktur und tatsächlicher Aktivitätsstruktur
  • Bedeutung der Erwerbsarbeit für die individuelle Emanzipation

Auszug aus dem Buch

Realitäten im Maquila-Betrieb: Aktivitätsstruktur vs. Formalstruktur

Dr. Georg Krücken zufolge gilt es bezüglich des neo- institutionalistischen Beitrags von John Meyer und Brian Rowan zwischen der Formalstruktur und der Aktivitätsstruktur in einer Organisation zu unterscheiden. Dies begründet er damit, dass die Formalstruktur die Konformität mit Umwelterwartungen widerspiegle und so der Organisation den Erhalt von legitimatorischen und materiellen Ressourcen sichere. „Die nach außen gerichtete Formalstruktur ist jedoch nur lose mit ihrer internen Aktivitätsstruktur, dem tatsächlichen Organisationshandeln, gekoppelt (vgl. Krücken, 2003, a9). Im Maquila- Betrieb hat man mit zwei Organisationsrealitäten zu tun, die der Ebene der Aktivitätsstruktur und die der Formaltstruktur. Bezogen auf die Ebene der Aktivitätsstruktur ist ersichtlich, dass die Maquila-Arbeiterin selbstständig ihrer Beschäftigung nachgeht. Die Frauen arbeiten in dem Betrieb täglich von 10-12 h und in der Regel sechs Tage pro Woche. Der Stundenlohn liegt hierbei bei 25 Cent pro Stunde. In einem Unternehmen arbeiten bis zu 3.000 Frauen auf mehreren Etagen. Die Frauen sind also angestellt und tragen so zu ihrer finanziellen Absicherung bei. Der Lohn ist sehr niedrig, sichert dennoch die Lebensgrundlage. Vielen Frauen ist es möglich von zu Hause auszuziehen und nun alleine leben zu können (vgl. Alscher, 2001).

Auf formaler Ebene befindet sich die Maquila-Arbeiterin nun im Arbeitsverhältnis. Dort hat sie den Regeln des Betriebs als Organisation zu folgen. Stefan Kühl dazu: „Diese mitgeteilten Mitgliedschaftsbedingungen sind (...) die Formalstruktur der Organisation. Über sie wird festgelegt, welche Programme z.B. in Form von Zielvorgaben oder Procedures akzeptiert werden müssen.“ (vgl. Kühl, 2010, S. 3). Desweiteren meint er: „Organisationsmitglieder brauchen eine Erkennungsregel, mit der sie die Mitgliedschaftserwartungen der Organisationen – die Formalstruktur – identifizieren können(vgl. Kühl, 2010, S. 4).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Darstellung des Maquila-Betriebs: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung und wirtschaftliche Bedeutung der Maquila-Industrie in Mexiko und führt in die theoretischen Grundlagen des Neo-Institutionalismus ein.

2. Realitäten im Maquila-Betrieb: Aktivitätsstruktur vs. Formalstruktur: Hier werden die theoretischen Konzepte auf die betriebliche Praxis angewandt, wobei die Diskrepanz zwischen offiziellen Regeln und der tatsächlichen Lebensrealität der Arbeiterinnen aufgezeigt wird.

3. Fazit: Das Fazit bewertet die Arbeitsverhältnisse als einen ambivalenter Schritt zur Emanzipation, der einerseits finanzielle Unabhängigkeit ermöglicht, aber andererseits mit neuer Unterdrückung einhergeht.

Schlüsselwörter

Maquila-Industrie, Mexiko, Neo-Institutionalismus, Emanzipation, Formalstruktur, Aktivitätsstruktur, Marianismo, Arbeitsbedingungen, Frauenrechte, Globalisierung, Moderne, soziale Rollen, Geschlechterrollen, wirtschaftlicher Wandel, Organisationstheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Maquila-Industrie auf die Emanzipation mexikanischer Arbeiterinnen vor dem Hintergrund organisationstheoretischer Ansätze.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Rolle der Frau in der mexikanischen Gesellschaft, die Funktionsweise von Montagebetrieben und die Anwendung der neo-institutionalistischen Theorie.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob seit der Etablierung der Maquila-Industrie ein Prozess des gesellschaftlichen Wandels zu erkennen ist, der eine echte Emanzipation der Arbeiterinnen fördert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Analyse, die Konzepte des Neo-Institutionalismus (nach Meyer, Rowan und Krücken) auf empirische Gegebenheiten in den Maquila-Betrieben überträgt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird der Maquila-Betrieb definiert, seine Entstehungsgeschichte beleuchtet und die Diskrepanz zwischen der offiziellen Formalstruktur und der tatsächlichen Aktivitätsstruktur der Arbeiterinnen herausgearbeitet.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Maquila-Industrie, Marianismo, Neo-Institutionalismus, Formalstruktur und Emanzipation.

Wie beeinflusst das Konzept des "Marianismo" die Arbeiterinnen?

Das Marianismo prägt als traditionelles Rollenbild die Wahrnehmung der Frau als tugendhaft und dem Mann untergeordnet, was den Emanzipationsprozess in den Betrieben erschwert.

Welche Rolle spielt die Unterscheidung von Formal- und Aktivitätsstruktur?

Die Unterscheidung macht deutlich, dass die offizielle Struktur zwar Fortschritt suggeriert, die betriebliche Realität jedoch oft durch Überwachung, Sexismus und Unterdrückung geprägt bleibt.

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Résumé des informations

Titre
Über die Emanzipation der mexikanischen Maquiladora-Arbeiterin vor dem Hintergrund des Neo-Institutionalismus
Université
Bielefeld University
Note
1,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
5
N° de catalogue
V383415
ISBN (ebook)
9783668588158
ISBN (Livre)
9783668588165
Langue
allemand
mots-clé
Grundbegriffe Soziologie Maquila Brian Rowan John Meyer
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2016, Über die Emanzipation der mexikanischen Maquiladora-Arbeiterin vor dem Hintergrund des Neo-Institutionalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/383415
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Extrait de  5  pages
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