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Heterogenität in der Berufsausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege

Second level digital divide als Gefahr der milieuspezifischen Internetnutzung

Titel: Heterogenität in der Berufsausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 27 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Ilka-Maria Watermann (Autor:in)

Pädagogik - Berufsbildung, Weiterbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Während der dreijährigen Berufsausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege ist es hinsichtlich der Digitalisierung des Berufsfeldes wichtig, einen second level digital divide zu verhindern und homogene Arbeitsmarktchancen für examinierte Pflegekräfte zu ermöglichen. Ausbildung darf nicht zu einer Spaltung hinsichtlich medialer Kompetenzunterscheide führen, die dann über einen Arbeitsplatz in der digitalen Pflege entscheidet. Daher soll dieser Hausarbeit folgende Forschungsfrage zugrunde liegen: Inwieweit kann second level digital divide in der Berufsausbildung vermindert werden, um Auszubildenden homogene Berufschancen zu ermöglichen?

Im Rahmen der Hausarbeit wird dazu in Kapitel zwei die Kapitaltheorie von Bourdieu, die Habitustheorie sowie der soziale Raum erörtert. Anhand dieser theoretisch fundierten Grundlage werden in Kapitel drei milieuspezifische Nutzungspräferenzen des Internets aufgezeigt. Im darauffolgenden Kapitel vier wird die Heterogenität hinsichtlich Bildungs- und Herkunftsmilieu in der Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege dargestellt. Daran anschließend soll in Kapitel fünf die Thematik second level digital divide in der Berufsausbildung aufgegriffen werden und anhand der Theorien von Bourdieu und der heterogenen Situation bezogen auf die Auszubildenden erläutert werden. Dazu wird zunächst eine Begriffsdefinition vorgenommen und der Begriff second level digital divide erklärt. Weiterhin wird die Auswirkung der digitalen Spaltung auf die Berufsausbildung dargestellt und aufgezeigt, ob und inwieweit eine digitale Spaltung vermindert werden kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Bourdieu – Theorie der sozialen Ungleichheit

2.1 Kapitaltheorie

2.2 Habitus

2.3 Sozialer Raum und soziale Klasse

3 Milieuspezifische Nutzungspräferenzen des Internets

4 Heterogenität in der Berufsausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege

5 second level digital divide in der Berufsausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege

5.1 second level digital divide

5.2 Auswirkungen auf die Berufsausbildung

6 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit ein „second level digital divide“ – also eine digitale Spaltung hinsichtlich der Nutzungskompetenz des Internets – in der Berufsausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege existiert und wie dieser vermindert werden kann, um allen Auszubildenden homogene Berufschancen zu ermöglichen.

  • Analyse der Theorie der sozialen Ungleichheit nach Pierre Bourdieu
  • Untersuchung milieuspezifischer Nutzungspräferenzen digitaler Medien
  • Erörterung der Heterogenität in der pflegerischen Berufsausbildung
  • Darstellung der Auswirkungen der digitalen Spaltung auf den Arbeitsmarkt
  • Entwicklung von Anforderungen an ein medienpädagogisches Konzept in der Pflegeausbildung

Auszug aus dem Buch

5.1. second level digital divide

Viele Jugendliche nutzen auf unterschiedliche Wege das Internet. Das Smartphone ist die beliebteste Zugangsoption für die Internetnutzung, gefolgt vom Laptop und Tablet (mpfs; 2016, S.24). Die Internetnutzung bekommt laut ARD und ZDF Online Studie zurzeit den größten Zuwachs. 83,8 % der Bevölkerung ab 14 Jahren nutzt das Internet täglich. Die tägliche Nutzungsdauer der 14-29 jährigen liegt bei circa vier Stunden (Koch & Frees, 2016, o.S.). Dabei ist der Zugang zum Internet nicht heterogen, die ursprünglich vorliegende Zugangskluft ist überwunden (Kutscher & Otto, 2014, S. 283). Neben dieser ersten überwundenen Stufe der technisch bedingten Zugangskluft bezieht sich die zweite Stufe auf die Internetnutzung. Hier zeigt sich eine digitale Ungleichheit (Niesto, 2010, S. 317). Im Rahmen einer Analyse von Hargittai sind die unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten des Internet untersucht worden, mit dem Ergebnis eines vorliegenden second level digital divide (2002, S. 1). Second level digital divide wird definiert als digitale Spaltung hinsichtlich der Nutzungskompetenz des Internets. Ursachen für die digitale Spaltung sind sozial-, kulturell- und bildungsbedingt. Second level digital divide spiegelt sich in der Qualität der Mediennutzung wider und lässt sich mit der These der Wissenskluft erklären. Denn die Verbreitung verschiedener Informationen über das Internet ermöglicht nicht zwangsläufig eine kompetentere Gesellschaft. An dieser Stelle wird ein Distinktionsmerkmal deutlich. Durch die Internetnutzung wird die Spaltung zwischen bildungsaffinen und bildungsfernen Kompetenzniveaus vertieft (Buchem, 2013, S. 6).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Digitalisierung im Pflegebereich und formuliert die Forschungsfrage zur Vermeidung einer digitalen Spaltung innerhalb der Berufsausbildung.

2 Bourdieu – Theorie der sozialen Ungleichheit: Dieses Kapitel erläutert Bourdieus Konzepte der Kapitaltheorie, des Habitus und des sozialen Raums als theoretische Basis für die Analyse sozialer Ungleichheit.

3 Milieuspezifische Nutzungspräferenzen des Internets: Hier werden Merkmale wie soziale Herkunft und Bildung analysiert, um aufzuzeigen, wie diese die Art und Weise der Internetnutzung beeinflussen.

4 Heterogenität in der Berufsausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege: Dieses Kapitel beschreibt die starke Heterogenität der Auszubildenden in Bezug auf Schulbildung und soziale Herkunft innerhalb der Pflegeausbildung.

5 second level digital divide in der Berufsausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege: Hier wird der Begriff des second level digital divide definiert und dessen spezifische Auswirkungen auf die Qualität der Ausbildung und die zukünftigen Arbeitsmarktchancen diskutiert.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, medienpädagogische Konzepte in die Pflegeausbildung zu integrieren, um eine homogene Medienkompetenz sicherzustellen.

Schlüsselwörter

Berufsausbildung, Gesundheits- und Krankenpflege, second level digital divide, soziale Ungleichheit, Pierre Bourdieu, Kapitaltheorie, Habitus, Medienkompetenz, Digitalisierung, Pflege 4.0, Bildungsbiografie, Nutzungskompetenz, Medienbildung, soziale Herkunft, Distinktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie soziale Ungleichheit und unterschiedliche Bildungshintergründe zu einer digitalen Spaltung in der Kompetenz der Internetnutzung unter Auszubildenden in der Pflege führen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Soziologie von Pierre Bourdieu, die digitale Spaltung (second level digital divide) sowie die spezifischen Bedingungen der pflegerischen Berufsausbildung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Inwieweit kann ein „second level digital divide“ in der Berufsausbildung vermindert werden, um Auszubildenden homogene Berufschancen auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Analyse, die soziologische Theorien auf die aktuelle Situation in der pflegerischen Ausbildung und der Mediennutzung anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Kapitaltheorie, die Analyse milieuspezifischer Internetnutzung, die Heterogenität in der Pflegeausbildung sowie Strategien zur Vermittlung digitaler Kompetenzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere: Berufsausbildung, Pflege 4.0, second level digital divide, soziale Herkunft, Medienkompetenz und Kapitaltheorie.

Wie wirkt sich die soziale Herkunft auf die Mediennutzung aus?

Die Herkunft prägt den Habitus und das verfügbare kulturelle Kapital, was dazu führt, dass Jugendliche aus bildungsfernen Milieus das Internet eher unterhaltungs- statt wissensorientiert nutzen.

Warum ist ein Medienkonzept für die Pflegeausbildung erforderlich?

Ein strukturiertes Medienkonzept ist notwendig, um allen Auszubildenden – unabhängig von ihrem Vorwissen – die für „Pflege 4.0“ essenziellen Kompetenzen zu vermitteln und Bildungsbenachteiligungen abzubauen.

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Details

Titel
Heterogenität in der Berufsausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege
Untertitel
Second level digital divide als Gefahr der milieuspezifischen Internetnutzung
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
2,0
Autor
Ilka-Maria Watermann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
27
Katalognummer
V383438
ISBN (eBook)
9783668589063
ISBN (Buch)
9783668589070
Sprache
Deutsch
Schlagworte
digitale Spaltung Second level digital divide divide bourdieu heterogenität gesundheits- und Krankenpflege Berufsausbildung Ausbildung Internetnutzung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ilka-Maria Watermann (Autor:in), 2017, Heterogenität in der Berufsausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/383438
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Leseprobe aus  27  Seiten
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