Die Außenseiterproblematik in John Boynes "Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket". Problemorientierte Kinder- und Jugendliteratur im Unterricht

Ein Roman, der Empathiefähigkeit von SchülerInnen fördert


Hausarbeit (Hauptseminar), 2017

35 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Überlegungen
2.1 Problemorientierte Kinder- und Jugendliteratur
2.2 Außenseiterfiguren in der Kinder- und Jugendliteratur
2.3 Funktionen der Außenseiterliteratur
2.4 „Barnaby Brocket“ als problemorientierter Außenseiterroman

3. Didaktische Überlegungen
3.1 Didaktische Analyse des Romans „Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket“

4. Unterrichtseinheit „Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket“

5. Schlussbetrachtung

6. Literaturverzeichnis

7. Material

1. Einleitung

Die nach 2000 entstandene Kinder- und Jugendliteratur hat sich im Vergleich zum vorherigen Jahrhundert in vielerlei Hinsicht verändert. Erst seit den 70er Jahren entwickelt sich eine problemorientierte Literatur, die auch gesellschaftskritische Themen anspricht. Während zuvor das Bild einer „Heilen Welt“[1] die Kinderliteratur bestimmt, werden nun bewusst Themen wie „Scheidung“, „Gewalt“ oder „Anderssein“ in kindgerechten Geschichten verarbeitet, die zum Ziel haben, den Kindern Werte und Problemlösungswege zu vermitteln, die auf ihr eigenes Leben übertragbar sind.[2]

Eine in der problemorientierten Literatur häufig vorkommende Figur ist die des „Außenseiters“. Da die meisten Kinder bereits früh mit der Außenseiterproblematik in Berührung kommen, soll das Motiv in dieser Arbeit näher untersucht werden.[3] Vor allem vor dem Hintergrund des Konzepts der Inklusion, welches in den Schulen Schleswig-Holsteins praktiziert wird, werden die Schülerinnen und Schüler[4] täglich mit Heterogenität konfrontiert. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass sie SuS den Umgang mit Diversität erlernen.

Gegenstand der Arbeit ist der Roman „Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket“ von John Boyne, der 2013 erschienen ist und daher zur Außenseiterliteratur des 21. Jahrhunderts gehört. Das Werk soll hinsichtlich der Frage analysiert werden, inwieweit es für die Verwendung im Kontext Schule geeignet ist, um die Empathie der SuS und ihr Verständnis für Diversität zu fördern.

Zunächst werden die Entwicklung sowie die Chancen der problemorientierten Kinderliteratur erläutert. Der Begriff des „Außenseiters“ wird definiert und die Merkmale sowie die möglichen Funktionen der Außenseiterliteratur dargestellt. Vor allem das Werk „Außenseiter in der Kinderliteratur“ von Jutta Kurpuhn dient hierfür als Sekundärliteratur.

In der anschließenden fachwissenschaftlichen Analyse und Interpretation werden die Merkmale der Außenseiterliteratur im Roman nachgewiesen. Da diese Arbeit zum Ziel hat, die Verwendbarkeit des Romans in der Schule herauszustellen, wird sich bei der fachwissenschaftlichen Analyse an den „Kriterien für die Auswahl von Ganzschriften“ der Fachanforderungen des Landes Schleswig Holstein orientiert.[5]

Die didaktische Analyse hat zum Ziel, den Roman mithilfe der „Leitfragen zur didaktischen Analyse“ auf seine Eignung für den Unterricht zu überprüfen. Dabei werden in Form von konkreten Lernzielen Möglichkeiten aufgezeigt, mit dem Werk die im Theorieteil herausgestellten Ziele der Außenseiterliteratur zu erreichen. Eine Unterrichtseinheit zu „Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket“, deren Fokus auf der Außenseiterproblematik liegt, schließt die Arbeit ab.

2. Theoretische Überlegungen

2.1 Problemorientierte Kinder- und Jugendliteratur

„Die politisch bewegten frühen siebziger Jahre sensibilisieren eine Reihe von Autoren für die Nöte der Kinder […]. Sie setzen sich mit deren Schwierigkeiten, Konflikten, Ausbrüchen und den Gründen für ihr Scheitern auseinander. Die Öffnung der bis dahin begrenzten Thematik des Kinder- und Jugendbuchs nach der dunklen Seite des Lebens hin ist ohne Frage ein Gewinn.“[6] Erst seit den 70er Jahren entwickelt sich eine problemorientierte Literatur für Kinder und Jugendliche. Während Kinderbücher zuvor ein heiles Weltbild propagieren und problematische Themen auslassen, gibt es seitdem mit zunehmender Häufigkeit kritische und problemorientierte Literatur.[7] Thematisiert werden aktuelle gesellschaftliche Themen und alterstypische Probleme wie „Scheidung“, „Angst“ oder „Außenseitertum“.[8]

Die problemorientierte Kinder- und Jugendliteratur zählt zur realistischen Literatur, allerdings können die Kinder sich auch mit phantastischen Figuren identifizieren und deren Probleme auf sich übertragen.[9] Sie folgt häufig einem Erzählmodell, das auf eine Lösung des Problems hinausläuft: „Typisch für das Kinderbuch ist […] ein kindlicher Held, der in einen Konflikt gerät, diese Situation aber meistern kann, entweder mit Hilfe phantastischer Gestalten oder aufgrund einer im Bereich des Imaginären angesiedelten Handlung […].“[10]

Die Protagonisten sind Kinder, weshalb auch die thematisierten Probleme für Kinder relevant und verständlich sind.[11] Allerdings sollten die Bücher trotzdem hoffnungsvoll und optimistisch bleiben, da die jungen Leser ein großes Harmoniebedürfnis haben.[12] Die problemorientierten Texte bedürfen zudem einer interessanten, fesselnden Erzählweise, damit nicht die „Gefahr einer erzieherischen Funktionalisierung“[13] besteht, da die Literatur von Erwachsenen verfasst und ausgewählt wird.[14] Jutta Kurpjuhn zufolge bevorzugen viele Kinder anstatt moralisierender Geschichten „Bücher, die Spannung, Spaß und Vergnügen bereiten, wie beispielsweise „Pippi Langstrumpf““[15], denn Kinder lesen gern über Themen, mit denen sie in ihrer Wirklichkeit nicht ständig in Berührung kommen, um dem Alltag zu entfliehen. Trotzdem eignet sich problemorientierte Literatur für den Unterricht, da das Lesen hier durch die Lehrperson angeleitet und unterstützt werden kann.[16]

Aus pädagogischer Sicht bietet diese Literatur zum einen den Lesern, die sich mit ähnlichen Schwierigkeiten konfrontiert sehen, ein hohes Identifikationspotential und macht ihnen bewusst, dass sie mit ihrem Problem nicht allein sind.[17] Zum anderen werden Kinder, die mit dem Problem noch keine Erfahrungen gesammelt haben, für die Schwierigkeiten anderer sensibilisiert und entwickeln Empathie und Verständnis für ihre Mitmenschen.[18] Im Idealfall können sogar Täter, die beispielsweise Mobbing und Gewalt ausüben, dazu gebracht werden, die eigenen Verhaltensweisen zu überdenken und anderen zu helfen.[19]

Die problemorientierte Kinder- und Jugendliteratur hat zum Ziel, „Orientierungs- und Lebenshilfen“[20] bereitzustellen. Die Auseinandersetzung mit Problemen in der Literatur soll zum richtigen Umgang mit realen Konflikten befähigen.[21]

2.2 Außenseiterfiguren in der Kinder- und Jugendliteratur

Ein in der problemorientierten Literatur häufig vorkommendes Motiv ist das der Außenseiterproblematik. Ein „Außenseiter“ ist ein Individuum, das am Rande einer Gruppe existiert, die in sich viele Gemeinsamkeiten aufweist, oder ganz aus dieser ausgeschlossen ist.[22] Jutta Kurpjuhn definiert Außenseiter als „Menschen, die sich in einem gebrochenen Verhältnis zu einer, mehreren oder allen Gruppen befinden“[23]. Allerdings ist es wichtig zu betonen, dass an der Entstehung eines Außenseiters beide Seiten, der Außenseiter und die Gruppe, beteiligt sind.[24] Der Außenseiter entspricht nicht den in der Gruppe geltenden Normen und Werten und leidet unter der Ausgrenzung.[25] Diese Exklusion verstärkt sich noch, wenn der Außenseiter die Rolle annimmt, die ihm die Gesellschaft zuteilt.[26] Das Dasein am Rande einer Gruppe führt häufig zu Mobbing, sodass Außenseiter gemieden, ignoriert, diskriminiert, herabgewürdigt oder beschimpft werden.[27]

Betroffen sind zumeist Personen ethnischer Minderheiten, soziale Minderheiten sowie fremde oder neu zu einer Gruppe hinzugestoßene Personen.[28] Die meisten Außenseiter hegen den Wunsch nach Anerkennung, Toleranz und Integration.[29] Allerdings gibt es auch Personen, die sich freiwillig aufgrund abweichender Wertvorstellungen von einer Gruppe distanzieren.[30] Brigitte Neubert unterscheidet diesbezüglich zwischen „freiwilligen, selbstbestimmten“ und „unfreiwilligen, fremdbestimmten“ Außenseitern.[31] [32]

Kinder können von Gleichaltrigen in die Rolle des Außenseiters gedrängt werden, aber auch von Erwachsenen, von denen sie sich unverstanden oder missachtet fühlen. Sie sind von den Erwachsenen völlig verschieden, was manche Erwachsene nicht richtig akzeptieren. Das Alter bildet ein Hindernis in Bezug auf eigene Entscheidungen oder das Recht, mitzubestimmen. Das geht sogar bis hin zu kinderfeindlichen Menschen, die Kinder als lästig und störend empfinden.[33]

Für die KJL sind die Außenseiterfiguren aufgrund ihrer Besonderheiten und ihrer Andersartigkeit interessant.[34] Zudem beschäftigt sich die Außenseiterliteratur mit der „Auseinandersetzung mit dem Problem des Verhältnisses von sozialer Gruppe und Einzelnem, […] letztlich mit der Frage, wie ein Mensch in Kommunikation mit der Gesellschaft zu sich selber findet, seine Identität gewinnt.“[35] Derartige Fragen berühren jeden Leser.

Die Kinderliteratur hält folgende Lösungsmöglichkeiten für die Außenseiterproblematik bereit. Bei der „Segregation“ bildet sich eine Alternativgruppe, die nach anderen Werten und Normen lebt. Die „Assimilation“ bezeichnet die Anpassung des Ausgegrenzten an die Gruppe, welche meist zur Aufgabe des eigenen Selbst führt. Bei der „partiellen Assimilation“ findet die Anpassung insoweit statt, dass ein normaler Umgang mit der Gesellschaft möglich ist, ohne dass es zur völligen Selbstaufgabe oder Integration kommt.[36]

In der modernen KJL besteht die Lösung laut Malte Dahrendorf häufig nicht mehr in der Anpassung des Außenseiters an die Gruppe: „Es geht in den meisten Büchern nicht darum, dass der Außenseiter zur Gruppe zurückfindet, denn es ist nicht er, der sich aus ihr entfernt hat, sondern der Zustand der Gruppe […] ist es, der den Außenseiter zum Außenseiter gemacht hat.“[37]

2.3 Funktionen der Außenseiterliteratur

Die in der Außenseiterliteratur präsentierten Lösungen haben aus didaktischer Sicht den Zweck, auf das reale Leben der Leser zu verweisen und ihnen Lösungswege anzubieten, die sich auf deren eigene Probleme anwenden lassen.[38] Eine derartige Lösung kann für eine Randperson bedeuten, Selbstbewusstsein zu entwickeln und Mut zur Individualität zu haben.[39] Der Leser nimmt die literarische Figur zum Anlass, sich mit der eigenen Psyche auseinanderzusetzen und stabilisiert so seine eigene Persönlichkeit.[40]

In der Literatur treffen die Besonderheiten des Außenseiters auf ein „gewöhnliches“ Umfeld, was Konflikte verursacht.[41] Die Andersartigkeit des Außenseiters fasziniert und unterhält den Leser und führt dazu, dass dieser mehr Verständnis und Toleranz für von der Norm Abweichende aufbringen kann.[42] Auch Leser, die sich selbst nicht in einer Randposition der Gesellschaft befinden, identifizieren sich mit der Außenseiterfigur und verlieren ihre Vorurteile gegenüber Menschen, die „anders“ sind.[43]

Außenseiterliteratur hat zudem eine Kritik-Funktion: Die Außenseiterfiguren halten sich nicht an die gesellschaftlichen Normen, weil sie diese in Frage stellen.[44] Auf diese Weise soll die Außenseiterliteratur „gesellschaftliche Fehlentwicklungen“[45] aufzeigen. Der Leser bemerkt die Missstände und beginnt, sich Gedanken über die Figuren und ihre Verhaltensweisen zu machen. Die Außenseiterfigur erregt das Mitgefühl des Lesers, sodass dieser aus Solidarität mit dem Außenseiter eine klare Stellung zu der Handlung bezieht.[46] Das Mitgefühl mit der Figur führt zu einer kritischen Haltung des Lesers gegenüber dem Verhalten der Ausgrenzenden.[47]

2.4 „Barnaby Brocket“ als problemorientierter Außenseiterroman

„Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket“ von John Boyne ist 2013 erschienen und handelt von einem Jungen, der von seiner Familie verstoßen wird, weil er anders ist, denn er gehorcht dem Gesetz der Schwerkraft nicht. Mit der Begründung, John Boyne plädiere mit der Geschichte für mehr Akzeptanz und Toleranz in der Welt, wurde das Buch für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2014 nominiert.[48]

Die Hauptthemen „Vorurteile“ und „mangelndes Selbstvertrauen“ sind im Schulalltag allgegenwärtig, woraus sich die „Bedeutsamkeit des Themas“[49] für die Schule ergibt. Die Auswahlkriterien für Ganzschriften der Fachanforderungen sehen zudem vor, dass das Buch beispielhaft für eine Textgattung zu verwenden ist. Aufgrund der präsentierten Inhalte ist der Roman exemplarisch für die Textgattung „problemorientierter Roman“ beziehungsweise „Außenseiterliteratur“ im Unterricht zu behandeln.[50]

Der Roman folgt dem typischen Erzählmodell der problemorientierten KJL, in dem sich ein kindlicher Protagonist in einer Konfliktsituation beweisen muss, was die Lösung des Problems zur Folge hat.[51] Ein auktorialer Erzähler schildert die Geschichte der Brockets aus der Sicht Barnabys sowie seiner Eltern Eleanor und Alistair. Neben Beschreibungen von Barnabys skurriler Situation enthält der Roman viel direkte Rede, wodurch sich der Leser besser in Barnaby hineinversetzen kann, der von seinen Eltern nicht verstanden wird.[52]

Problemorientierte Texte sollten nicht „übermäßig mitleiderregend“ wirken, aber den Leser doch zur Anteilnahme und Identifikation mit dem Protagonisten bewegen, sie sollten anschaulich und lebendig erzählt sein und auch eine humoristische Seite haben.[53] Mit seiner bildhaften und lebendigen Sprache, „Barnaby Brocket war ein Drachen geworden.“[54], sorgt der Autor für die in einem Kinderbuch notwendige Komik. Bis auf kurze Momente des Zweifels, „Was ist, wenn ich es nie nach Hause schaffe?“[55], bleibt Barnaby immer hoffnungsvoll und optimistisch. Obwohl seine Mutter ihn hat wegfliegen lassen, ist er sich zu jeder Zeit sicher, dass er nach Hause zurückkehren möchte.[56] Auf diese Weise werden problemorientierte Themen wie das Anderssein und die Normalität, familiäre Konflikte, Toleranz und Moral in eine harmonische, positive Geschichte eingebettet.

„Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket“ kann zur Außenseiterliteratur gezählt werden, da Barnaby aufgrund seiner Fähigkeit zu schweben von seinen Eltern verstoßen wird. Barnabys Schweben steht für alle Arten der Andersartigkeit und kann als Metapher für jede Form der körperlichen oder auch geistigen Abweichung aufgefasst werden. Barnabys Schmerzen in den Ohren, sobald er gezwungen wird, auf dem Boden zu bleiben, zeigen, dass er, ähnlich wie ein Mensch mit Behinderung, nicht in der Lage ist, sich anzupassen.[57] Zudem repräsentiert das Schweben seine kindliche Verträumtheit und bildet einen Gegensatz zur Bodenständigkeit seiner Familie.

Außerdem wird Barnaby mit seiner übernatürlichen Fähigkeit als einziges phantastisches Element einer ansonsten realistischen Welt gegenübergestellt. Dadurch entsteht nicht nur der Konflikt der Familie, sondern auch die Komik in alltäglichen Situationen wie dem Schulbesuch, bei dem Barnaby an seinen Stuhl gebunden wird,[58] oder seiner Angewohnheit, an der Decke zu schlafen.[59] „Barnaby Brocket“ wäre laut der Definition phantastischer KJL von Binder und Müller eine Erzählung, die komplett in einer realistischen Welt spielt, wobei einige Personen oder Requisiten, wie Barnabys Fähigkeit zu schweben, zur phantastischen Welt gehören.[60] Die sekundäre Welt ist in der primären also „impliziert“.[61] In der phantastischen KJL ist zudem die kindliche phantasievolle Welt von der vernünftigen und langweiligen Erwachsenenwelt abgegrenzt.[62] Durch das Schweben ist Barnaby von seinen Eltern verschieden und von ihnen abgegrenzt. Während sie Australien noch nie in ihrem Leben verlassen haben und sich weder für andere Menschen noch Kulturen interessieren, besteht Barnabys Welt aus Abenteuern, Reisen und neuen Freunden.[63] Das Schweben macht den Roman darüber hinaus für Kinder interessant, die lieber über Themen lesen, mit denen sie in ihrer Wirklichkeit nicht ständig konfrontiert werden, um dem Alltag zu entfliehen.[64] Der Roman kombiniert problemorientierte Themen mit spannenden phantastischen Elementen, denn die jungen Leser können sich auch mit phantastischen Figuren identifizieren und deren Probleme auf sich übertragen, sodass der Lernzuwachs nicht ausbleiben muss.[65]

Dass Barnaby sich, auch ohne körperlich zu schweben, von seiner Familie abhebt, zeigt sich bereits zu Beginn des Buches. Er begegnet allen Menschen sehr tolerant und freundet sich in der Schule sofort mit Liam an, der statt Händen Haken hat.[66] Seine Mutter hingegen ist intolerant und abhängig von der Meinung anderer Leute. Sie zeigt sich mit Barnaby nicht in der Öffentlichkeit und schickt ihn auf die „Akademie für unerwünschte Kinder“, weil sie vermeiden möchte, dass jemand ihren „unnormalen“ Sohn sieht.[67] Barnabys kulturelles Interesse zeigt sich, wenn er mit seiner Mutter vor der Oper in Sydney steht und die Architektur des Hauses bewundert. Sie entgegnet jedoch: „Oper ist nicht normal. Wenn ich Lust auf ein bisschen Kultur habe, dann schaue ich mir im Fernsehen die Kochsendung MasterChef an, wie normale Menschen.“[68] Barnaby ist außerdem sehr belesen, wobei die Bücher, die er liest, seine Gefühle wiederspiegeln: Auf Reisen liest er Abenteuerromane wie „die drei Musketiere“ oder „die Abenteuer des Sherlock Holmes“[69], fühlt er sich einsam, liest er Bücher über Waisenkinder wie „Oliver Twist“[70].

Barnaby Brocket ist als Außenseiterfigur zu charakterisieren, da er von den anderen Mitgliedern seiner Familie, die untereinander viele Gemeinsamkeiten teilen, verschieden ist und aus der Gruppe ausgeschlossen wird. Barnabys Eltern akzeptieren nicht, dass ihr Sohn anders ist als sie, denn er passt nicht zu ihren Vorstellungen von Normalität. Deshalb schneidet Eleanor Brocket schließlich seinen Rucksack auf, sodass er davonfliegt. Da Barnaby unfreiwillig von seinen Eltern verstoßen wird, ist er ein „unfreiwilliger, fremdbestimmter Außenseiter“.[71] Barnaby wird also nicht von Gleichaltrigen, sondern von seinen eigenen Eltern zum Außenseiter gemacht. Erklärt wird dieses Verhalten der Eltern mit den Kapitel 10 und 13, die in personaler Erzählhaltung aus der Vergangenheit der Eltern berichten und beispielsweise Eleanors Angst erklären, im Mittelpunkt zu stehen, die von Schönheitswettbewerben in ihrer Kindheit herrührt: „Wenn mich nie wieder im Leben jemand anschaut, […] dann will ich glücklich und zufrieden alt werden.“[72]

Barnabys Geschwister jedoch scheinen wie die Eltern „normal“ zu sein, teilen aber nicht deren Ängste. „‘Die Leute können über mich sagen, was sie wollen‘, sagte Henry, ohne den beiden Beachtung zu schenken. ‚Wörter tun mir nicht weh, so viel steht fest.‘“[73] Wenn Barnabys Postkarten ankommen, zeigt sich die Loyalität der beiden zu ihrem Bruder.[74] Allerdings erfährt der Leser nur selten, was sich während Barnabys Abwesenheit Zuhause abspielt und was seine Geschwister unternehmen, um ihn zurückzuholen. Das Verhalten und die Gefühle von Henry und Melanie Brocket ergeben daher Leerstellen für den Unterricht.

Die Erzählungen rund um Barnabys Familie weisen für die Schülerinnen und Schüler einen hohen Lebensweltbezug auf, da Heterogenität und Integration alterstypische Probleme sind, mit denen Kinder sowohl im familiären Umfeld als auch in der Schule konfrontiert werden. Die SuS kennen die Familiensituation und das Gefühl, anders zu sein als andere, sodass sie mit dem Protagonisten sympathisieren werden. Zudem haben die meisten SuS beispielsweise auf Klassenfahrten schon einmal Heimweh empfunden. Sie identifizieren sich mit Barnaby auf seiner Reise und haben Mitleid, da sie seine Angst vor dem Alleinsein nachvollziehen können.

Nachdem Barnaby in Sydney davonschwebt, beginnt seine Reise und der weitere Verlauf der Geschichte gliedert sich in die einzelnen Stationen. In jeder der kleinen, phantasievollen Geschichten lernt Barnaby neue Charaktere und deren Form der Andersartigkeit kennen, bis er wieder zu neuen Abenteuern davonfliegt. Aus diesem Aufbau ergibt sich für den Unterricht die Möglichkeit, einzelne Geschichten wegzulassen, da sie in sich abgeschlossen sind und alle den gleichen Zweck verfolgen, die Heterogenität der Menschen aufzuzeigen und für Toleranz zu plädieren. Während der Leser Barnabys Familie mit all ihren Eigenheiten bis hin zur Vergangenheit der Eltern kennenlernt, sind die Figuren, die Barnaby auf der Reise trifft, weniger ausgestaltet. Sie sind jeweils mit einem Merkmal versehen, das sie von ihrem Umfeld unterscheidet und alle haben sich entweder gegen ihre Eltern aufgelehnt oder wurden von diesen verstoßen, sodass sie zu Außenseitern wurden. Ethel und Marjorie, die Barnaby bei sich in Brasilien aufnehmen, zeichnen sich durch ihre Offenheit und Empathiefähigkeit aus. Sie haben sich von ihren Eltern distanziert, weil diese ihre Homosexualität nicht akzeptieren.[75] In New York hilft Barnaby dem Fensterputzer Joshua Pruitt, der sich gegen den Willen seines Vaters als Künstler etablieren und selbstständig leben möchte.[76] Danach reist Barnaby mit Charles Etheridge, der aufgrund seines Aussehens von seiner Familie verstoßen wurde, nach Kanada. Charles gutmütiger Charakter und sein durch Brandnarben entstelltes Äußeres vermitteln Barnaby und auch dem Leser wie unwichtig das Aussehen ist. Der Roman vermittelt diese Werte jedoch unterschwellig, ohne erhobenen Zeigefinger, indem durch das schlechte Benehmen der Leute im Zug, die ängstlich auf Charles reagieren, falsches Verhalten aufgezeigt wird: „Ihm wurde immer klarer, wie unhöflich sich viele Leute verhielten, wenn sie jemandem begegneten, der ein bisschen anders aussah.“[77] Dieses Motiv wird noch verstärkt wenn Barnaby von einem Zirkusdirektor gefangen wird und gemeinsam mit anderen „Freaks“, die körperlich anders sind, vorgeführt werden soll.[78] Befreit wird er daraufhin von Stanley, der von seiner Familie nicht verstanden wird, weil er krank ist und in seinen verbleibenden Monaten tun möchte, worauf er Lust hat.[79] Schließlich erlebt Barnaby sein letztes Abenteuer auf einer Raumstation. Die Astronauten dort befinden sich schon durch die räumliche Entfernung in einer Position am Rande der Gesellschaft. Erneut wird das Thema Familie aufgegriffen, denn die Eltern der Astronauten hatten andere Vorstellungen für die Zukunft ihrer Kinder und hießen deren Berufswünsche nicht für gut.[80]

Wieder Zuhause akzeptieren Barnabys Eltern seine Andersartigkeit immer noch nicht: „Wenn du mit uns nach Hause kommst, versprichst du uns dann, endlich normal zu sein?“[81]. Doch bevor sie Barnaby in einem letzten Versuch, ihn an ihre Vorstellungen anzupassen, operieren lassen, schwebt Barnaby durch das Fenster des Krankenhauses erneut davon.

Seine Reise lehrt Barnaby Toleranz und Akzeptanz. Außerdem kann die Reise als Indentitätsfindungsprozess verstanden werden, denn im Laufe des Romans erlangt Barnaby Selbstvertrauen und akzeptiert sich selbst so wie er ist: „Ihm kam der Gedanke, dass normal zu sein vielleicht gar nicht so erstrebenswert war, wie alle sagten.“[82] Diese Akzeptanz seiner Andersartigkeit führt zu der Entscheidung, sich nicht zu beugen und zu verändern, woraufhin Barnaby seine Familie verlässt.[83] Die Hauptfigur macht demnach eine Entwicklung vom „unfreiwilligen, fremdbestimmten“ zum „freiwilligen, selbstbestimmten“[84] Außenseiter durch.

Laut Jutta Kurpjuhn sollte ein problemorientierter Roman Lösungswege für den Konflikt aufzeigen und dabei auf das reale Leben der Leser verweisen.[85] In „Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket“ wird mit Barnabys Wegschweben aus dem Krankenhaus eher eine „Scheinlösung“[86] demonstriert, da diese in der Realität nicht eintreten könnte und daher zur Verwirrung des Rezipienten führen kann. Während in der realistischen Kinderliteratur die Umwelt nicht verändert werden kann,[87] nehmen Protagonisten der phantastischen KJL, wie Barnaby mit seiner Fähigkeit zu schweben oder Pippi Langstrumpf mit ihrer überdurchschnittlichen Körperkraft Einfluss auf ihr Umfeld. Dadurch hat der Leser die Möglichkeit, sich mit der Phantasie Freiheiten zu schaffen, die er in der Wirklichkeit nicht gehabt hätte.[88] In der realen Welt jedoch ist eine derartige Lösung den Kindern keine Hilfe und sie müssen in der Situation eine andere Lösung finden. Dementgegen eröffnen die phantastischen Gestalten den Lesern eine alternative Welt und bieten ihnen die Möglichkeit, „das eigene Ich zu stärken und ohne Anpassungsdruck […] Lösungen für Probleme durchzuspielen.“[89]

Im Hinblick auf die oben genannten Lösungsmöglichkeiten der „Assimilation“ oder der „Segregation“[90] findet sich bei Barnaby ein positives Ende, weil er sich nicht selbst aufgeben muss, um integriert zu werden. Allerdings ändern die anderen Figuren ihr Verhalten nicht und Barnaby bleibt möglicherweise eine Randperson. Doch auch dieses Szenario kann gerade für ältere SuS als wertvolle Lektion dienen, da es zeigt, dass die Menschen in der Wirklichkeit meist ihr Verhalten nicht ändern und die Integration von Außenseitern nicht immer einfach ist oder überhaupt nicht erfolgt.

Außerdem handelt es sich um ein offenes Ende, welches der Phantasie der Kinder auch nach dem Lesen keine Grenze setzt. So kann es auch als Hinweis auf eine sich bildende Alternativgruppe als Lösung aufgefasst werden, da Barnaby auf seiner Reise viele neue Freunde gefunden hat, mit denen er weitere Abenteuer erleben kann.

3. Didaktische Überlegungen

3.1 Didaktische Analyse des Romans „Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket“

„Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket“ verarbeitet die Problematik, anders zu sein und zum Außenseiter zu werden, und berührt daher den Erfahrungshorizont aller SuS, da die meisten Kinder früh mit Ausgrenzung konfrontiert werden. Ob als Täter, Opfer oder Zeuge, in der Schule oder im Kindergarten, kaum ein Kind kann sich der Problematik vollständig entziehen.[91]

Das Kinderbuch weckt bereits auf den ersten Seiten das Interesse junger Leser, da sie von Barnabys ungewöhnlicher Fähigkeit zu schweben fasziniert sind. Ähnlich wie Pippi Langstrumpfs enorme Körperkraft hat das Schweben eine „kompensatorische Funktion“, da der Roman die Bedürfnisse und Wünsche der Leser wiederspiegelt.[92] Dadurch finden die Leser ihre eigene kognitive und emotionale Situation in der Literatur wieder, sodass diese Besonderheit nicht nur eine unterhaltende, sondern auch eine didaktische Funktion besitzt.[93]

Laut Literaturdidaktiker Malte Dahrendorf ist nicht die ästhetische Qualität eines Buches ausschlaggebend für die Verwendung im Unterricht, sondern der Bezug zum Rezipienten. Literatur ist zielgruppenorientiert, wenn sie den sprachlichen Fähigkeiten sowie den Interessen und Bedürfnissen der Leser entspricht. Nur dann kann eine „Aufklärungsabsicht“ erfüllt werden.[94] Nicht nur Barnabys übernatürliche Fähigkeit, sondern auch die im Roman enthaltenen Themen „Familie“ und „Freundschaft“ sowie die fernen Länder, die Barnaby bereist, machen das Buch für Kinder ab etwa zehn Jahren zugänglich.

[...]


[1] Kurpjuhn, Jutta: Außenseiter in der Kinderliteratur. Darstellungsvarianten und Wirkungsaspekte moderner Prosa für die junge Generation. Frankfurt am Main 2000, S. 11.

[2] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 7-14.

[3] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 39.

[4] Im Folgenden abgekürzt mit „SuS“

[5] Fachanforderungen Deutsch: allgemein bildende Schulen, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II. Kiel: Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein, 2014, S. 36.

[6] Krüger, Anna: Die erzählende Kinder- und Jugendliteratur im Wandel. Neue Inhalte und Formen im Kommunikations- und Sozialisationsmittel Jugendliteratur. Frankfurt am Main 1980, S.164-165.

[7] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 14.

[8] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 5.

[9] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 7-8.

[10] Vgl. Meißner, Wolfgang: Phantastik in der Kinder- und Jugendliteratur der Gegenwart. Theorie und exemplarische Analyse von Erzähltexten der Jahre 1983 und 1984. Würzburg 1989, S. 156.

[11] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 10.

[12] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 9.

[13] Paefgen, Elisabeth: Einführung in die Literaturdidaktik. Stuttgart, 2006, S. 86.

[14] Vgl. Paefgen, Elisabeth: Einführung in die Literaturdidaktik. Stuttgart, 2006, S. 86.

[15] Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 15

[16] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 15.

[17] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 6.

[18] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 6.

[19] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 7.

[20] Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 6.

[21] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 6.

[22] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 25.

[23] Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 25.

[24] Vgl. Dahrendorf, Malte: Außenseiter in der Kinder- und Jugendliteratur. In: Lehren und Lernen. Themenheft „Außenseiter“. 21. Jg. (1995) Nr.5, S. 3.

[25] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 25-26.

[26] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 27.

[27] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 26.

[28] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 27.

[29] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 28.

[30] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 29-32.

[31] Neubert, Brigitte: Der Außenseiter im deutschen Roman nach 1945. Bonn 1977, S. 90.

[32] Pippi Langstrumpf ist ein Beispiel für eine „freiwillige, selbstbestimmte Außenseiterin“, da sie ein selbstbestimmtes Kind verkörpert, das sich von der Erwachsenenwelt distanziert und unabhängig ist. Obwohl sie die Möglichkeit hätte, sich „wie alle übrigen Menschen zur Umwelt konform zu verhalten“, ändert sie nichts an ihren Verhaltensweisen und ist offensichtlich mit ihrem Leben zufrieden, ohne den Wunsch zu haben, etwas zu ändern. (Neubert: Der Außenseiter im deutschen Roman nach 1945. (1977), S.94.)

[33] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 37-38.

[34] Vgl. Dahrendorf, Malte: Außenseiter in der Kinder- und Jugendliteratur. In: Lehren und Lernen. Themenheft „Außenseiter“. 21. Jg. (1995) Nr.5, S. 3.

[35] Dahrendorf, Malte: Außenseiter in der Kinder- und Jugendliteratur. In: Lehren und Lernen. Themenheft „Außenseiter“. 21. Jg. (1995) Nr.5, S. 3.

[36] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 33.

[37] Dahrendorf, Malte: Außenseiter in der Kinder- und Jugendliteratur. In: Lehren und Lernen. Themenheft „Außenseiter“. 21. Jg. (1995) Nr. 5, S. 11.

[38] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 40-42.

[39] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 40-42.

[40] Vgl. Dahrendorf, Malte: Außenseiter in der Kinder- und Jugendliteratur. In: Lehren und Lernen. Themenheft „Außenseiter“. 21. Jg. (1995) Nr. 5, S. 3.

[41] Vgl. Dahrendorf, Malte: Außenseiter in der Kinder- und Jugendliteratur. In: Lehren und Lernen. Themenheft „Außenseiter“. 21. Jg. (1995) Nr. 5, S. 3.

[42] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 40-42.

[43] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 40-42.

[44] Vgl. Neubert, Brigitte: Der Außenseiter im deutschen Roman nach 1945. Bonn 1977, S. 121.

[45] Dahrendorf, Malte: Außenseiter in der Kinder- und Jugendliteratur. In: Lehren und Lernen. Themenheft „Außenseiter“. 21. Jg. (1995) Nr. 5, S. 11.

[46] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 40-42.

[47] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 40-42.

[48] Vgl. https://www.boersenblatt.net/artikel-deutscher_jugendliteraturpreis_2014.757030.html#, (Zugriff: 27.08.2017).

[49] Fachanforderungen Deutsch : allgemein bildende Schulen, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II. Kiel : Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein, 2014, S. 36.

[50] Vgl. Fachanforderungen Deutsch: allgemein bildende Schulen, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II. Kiel: Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein, 2014, S. 36.

[51] Vgl. Meißner: Phantastik in der Kinder- und Jugendliteratur der Gegenwart, S. 156.

[52] Vgl. Boyne, John: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket. Frankfurt am Main 2015, S. 50-55.

[53] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 44.

[54] Vgl. Boyne, John: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket. Frankfurt am Main 2015, S. 37.

[55] Boyne, John: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket. Frankfurt am Main 2015, S. 130.

[56] Vgl. Boyne, John: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket. Frankfurt am Main 2015, S. 92-93.

[57] Vgl. Boyne, John: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket. Frankfurt am Main 2015, S. 78.

[58] Vgl. Boyne, John: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket. Frankfurt am Main 2015, S. 47.

[59] Vgl. Boyne, John: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket. Frankfurt am Main 2015, S. 24.

[60] Vgl. Lange, Günther, Marquart, Doris, Petzoldt, Leander, Ziesenis, Werner: Textarten – didaktisch. Eine Hilfe für den Literaturunterricht. Hohengehren 1993, S. 114.

[61] Vgl. Tabbert, Reinbert: Phantastische Kinder- und Jugendliteratur. In: Taschenbuch der Kinder- und Jugendliteratur. Bd. 1: Grundlagen – Gattungen. Hg. von Günther Lange. Hohengehren 2005, S. 188.

[62] Vgl. Lange, Günther, Marquart, Doris, Petzoldt, Leander, Ziesenis, Werner: Textarten – didaktisch. Eine Hilfe für den Literaturunterricht. Hohengehren 1993, S. 115.

[63] Vgl. Boyne, John: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket. Frankfurt am Main 2015.

[64] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 15.

[65] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 7-8.

[66] Vgl. Boyne, John: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket. Frankfurt am Main 2015, S. 47.

[67] Vgl. Boyne, John: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket. Frankfurt am Main 2015, S. 40-43.

[68] Boyne, John: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket. Frankfurt am Main 2015, S. 80.

[69] Vgl. Boyne, John: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket. Frankfurt am Main 2015, S. 115.

[70] Vgl. Boyne, John: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket. Frankfurt am Main 2015, S. 59.

[72] Boyne, John: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket. Frankfurt am Main 2015, S. 151.

[73] Boyne, John: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket. Frankfurt am Main 2015, S. 75.

[74] Vgl. Boyne, John: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket. Frankfurt am Main 2015, S. 184-187.

[75] Vgl. Boyne, John: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket. Frankfurt am Main 2015, S. 95-98.

[76] Vgl. Boyne, John: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket. Frankfurt am Main 2015, S. 131-141.

[77] Vgl. Boyne, John: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket. Frankfurt am Main 2015, S. 164.

[78] Vgl. Boyne, John: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket. Frankfurt am Main 2015, S. 188-200.

[79] Vgl. Boyne, John: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket. Frankfurt am Main 2015, S. 213-219.

[80] Vgl. Boyne, John: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket. Frankfurt am Main 2015, S. 230-231.

[81] Boyne, John: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket. Frankfurt am Main 2015, S. 263.

[82] Boyne, John: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket. Frankfurt am Main 2015, S. 275.

[83] Vgl. Boyne, John: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket. Frankfurt am Main 2015, S. 275-278.

[84] Neubert, Brigitte: Der Außenseiter im deutschen Roman nach 1945. Bonn 1977, S. 90.

[85] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 6.

[86] Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 42.

[87] Vgl. Meißner: Phantastik in der Kinder- und Jugendliteratur der Gegenwart, S. 162.

[88] Vgl. Meißner: Phantastik in der Kinder- und Jugendliteratur der Gegenwart, S. 163.

[89] Tabbert, Reinbert: Phantastische Kinder- und Jugendliteratur. In: Taschenbuch der Kinder- und Jugendliteratur. Bd. 1: Grundlagen – Gattungen. Hg. von Günther Lange. Hohengehren 2005, S. 195.

[90] Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 33.

[91] Vgl. Kurpjuhn: Außenseiter in der Kinderliteratur, S. 34-35.

[92] Vgl. Lange, Günther, Marquart, Doris, Petzoldt, Leander, Ziesenis, Werner: Textarten – didaktisch. Eine Hilfe für den Literaturunterricht. Hohengehren 1993, S. 116.

[93] Vgl. Lange, Günther, Marquart, Doris, Petzoldt, Leander, Ziesenis, Werner: Textarten – didaktisch. Eine Hilfe für den Literaturunterricht. Hohengehren 1993, S. 116.

[94] Vgl. Paefgen, Elisabeth: Einführung in die Literaturdidaktik. Stuttgart, 2006, S. 85.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten

Details

Titel
Die Außenseiterproblematik in John Boynes "Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket". Problemorientierte Kinder- und Jugendliteratur im Unterricht
Untertitel
Ein Roman, der Empathiefähigkeit von SchülerInnen fördert
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Note
1,3
Autor
Jahr
2017
Seiten
35
Katalognummer
V383579
ISBN (eBook)
9783668599871
ISBN (Buch)
9783668599888
Dateigröße
827 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
außenseiterproblematik, john, boynes, abenteuer, barnaby, brocket, problemorientierte, kinder-, jugendliteratur, unterricht, roman, empathiefähigkeit, schülerinnen
Arbeit zitieren
Valerie Till (Autor), 2017, Die Außenseiterproblematik in John Boynes "Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket". Problemorientierte Kinder- und Jugendliteratur im Unterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/383579

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