Ist Spanglish eine Sprachvarietät oder Code-Switching?

Ein kontrastiver Vergleich der Ansichten von Ilan Stavans und Laura Callahan im Hinblick auf literarische Texte


Hausarbeit, 2012
21 Seiten, Note: 2,0
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einführung zu Spanglish
1.1 Überblick: Spanisch und Spanglish in den USA
1.2 Sprachvaritäten in Europa
1.2.1 Denglish
1.2.2 Franglais
1.2.3 Alemañol
1.2.4 Portuñol
1.3 Kritiker und Befürworter des Spanglish
1.3.1 Zentella
1.3.2 Otheguy
1.3.3 Lipski
1.3.4 Betti

2 Fachworterläuterungen
2.1 Diasystem
2.2 Bilingualismus
2.3 Code-Switching
2.4 Pidgin, Kreolsprache

3 Ansichten von Ilan Stavans zu Spanglish
3.1 Informationen über Ilan Stavans
3.2 seine Definition von Spanglish
3.3 Analyse der Übersetzung des „Don Quijote“ mit Auszug
3.3.1 Grammatik
3.3.2 Lexik
3.3.3 Semantik

4 Ansichten von Laura Callahan zu Spanglish
4.1 Informationen zu Laura Callahan
4.2 ihre Definition von Spanglish
4.3 Beispiele anhand ihres Korpora
4.3.1 satzexterner Wechsel
4.3.2 satzinterner Wechsel
4.3.3 emblematischer Wechsel
4.3.4 wortinterner Wechsel

5 Vergleich und Fazit

Literatur

1 Einführung zu Spanglish

„Jede Sprache, die sich frei betätigen darf, dient allen menschlichen Bedürfnis­sen, sie dient der Vernunft wie dem Gefühl, sie ist Mitteilung und Gespräch, Selbstgespräch und Gebet, Bitte, Befehl und Beschwörung.“

(Victor Klemperer, deutscher Literaturwissenschaftler [1])

Auf Grund der Sprachkontaktsituation zwischen Spanisch und Englisch in den USA hat sich eine völlig neue Sprachform entwickelt: Spanglish. Doch was genau ist Spanglish und kann man diese Sprachmischung als Sprache bezeichnen?

Spanglish wird von verschiedensten Linguisten kontrovers diskutiert. Herauskristalli­siert haben sich vor allem zwei gegensätzliche Meinungen: „Spanglish ist eine Sprache“ vs. „Spanglish ist Code-Switching“. Die von mir untersuchte Hauptfrage ist demnach, ob es sich bei Spanglish um eine Varietät oder um Code-Switching handelt. Weitere abwei­chende Meinungen werden zwar betrachtet, aber nicht weiter ausgebaut, da sie für die Hauptfragestellung nicht relevant sind.

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit diesen beiden oben genannten Meinungen ausein­ander und versucht, zu einem abschließenden Fazit zu kommen. Untersucht wird hierbei lediglich die Schriftsprache, da (zurzeit nur) wenige mündliche Transkriptionen des Span­glish vorliegen. Untersucht und analysiert werden die Meinung von Stavans, der Spanglish als Sprache betrachtet und Callahan, die Spanglish als Code-Switching ansieht.

Ziel ist es, die beiden Ansichten zu analysieren und mögliche Charakteristika des Span­glish herauszuarbeiten und zu vergleichen. Quellen sind hierfür Stavans Übersetzung des „Don Quijote“ ins Spanglish und Callahans Textkorpus zu Spanish/English codeswitching. Kriterien für einen direkten Vergleich zu finden, ist sehr schwer, da die beiden Ansichten sehr gegensätzlich sind und auf verschiedene Ausgangsideen aufbauen.

Die Arbeit beginnt mit einem Überblick und theoretischen Betrachtungen zu Spanglish. Danach folgt die Analyse und der Vergleich von Stavans und Callahan. Die Arbeit schließt mit einem Fazit ab, das die Ausgangsfrage klären soll.

1.1 Überblick: Spanisch und Spanglish in den USA

Seit dem 16. Jahrhundert hat das Spanische Einzug in Amerika gehalten. Heute bilden die Hispanohablantes die größte Minderheit in den USA: Eine Volkszählung von U.S. Census Bureau von 2004 zeigt, dass 14,2% der Gesamtbevölkerung Latinos oder Hispanics sind (vgl. S. 1 [2]). Davon leben 30,3% in Kalifornien, 18,9% in Texas, 8% in Florida und 7,4% in New York (vgl. 5 [2]).

Ursprünglich ist das amerikanische Spanisch in Lateinamerika ein Kolonialdialekt des Kastilischen der iberischen Halbinsel (vgl. Dietrich, Geckeler 2004:178, zitiert nach [3]), jedoch haben sich heute mehrere Dialekte, wie das Mexikanische, das Puertoricanische, das Kubanische oder das Isleño, etabliert.

Aus der Sprachkontaktsituation mit der Amtssprache Englisch der USA entstand ne­ben den monolingualen Spanischsprechern und den monolingualen Englischsprechern ei­ne dritte Gruppe: die bilingualen Spanisch-Englisch-Sprecher. Daher kommt es häufig zu Sprachkontaktphänomenen wie Code-Switching oder Bilingualismus. In den Massen­medien wird dieses Sprachkontaktphänomen „Spanglish“ genannt, wobei der Begriff vor allem durch Ilan Stavans geprägt wurde.

Das Spanische wie auch das Spanglish werden in den USA restriktiv behandelt. Un­terrichtssprache an Schulen und an Universitäten ist Englisch („English-Only“-Politik) und soziale Aufstiegschancen ohne das Englische sind so gut wie unmöglich. Die An­zahl der lateinamerikanischen Schulabbrecher in den USA ist hoch. Konsequenzen sind Arbeitslosigkeit oder unterbezahlte Arbeitsplätze (vgl. S. 9 [4]).

1.2 Sprachvaritäten in Europa

Nicht nur in den USA, sondern auch in Europa haben sich, auf Grund der Sprachkon- taktsituation zwischen vielen verschiedenen Sprachen unterschiedliche Varietäten heraus­kristallisiert.

1.2.1 Denglish

Denglish (Zusammensetzung aus Deutsch und Englisch) kann wissenschaftlich nicht ge­nau definiert werden. Sie umfasst den subjektiven Eindruck von zu vielen Anglizismen oder Scheinanglizismen in der deutsche Sprache. Beispiele für Denglisch sind gedownloa­det oder gecancelt. Kritisiert wird hierbei, dass äquivalente Ausdrücke in der deutschen Sprache vorhanden sind.

Schwierig ist die Unterscheidung zwischen Denglish, Anglizismus und Fremd- und Lehnwörtern. Zwar wird das Denglish stark kritisiert, jedoch teilt man in der Sprach­wissenschaft die Auffassung, dass Denglish zum Entwicklungsprozess einer lebendigen Sprache gehört (vgl. [5]).

1.2.2 Franglais

Das Franglais (Zusammensetzung aus français und anglais - französisch und englisch) ist eine Varietät des Französischen, die viele Anglizismen enthält. Beispiele für das Franglais sind le weekend oder le match. Das Franglais steht der französischen Sprachpolitik entge­gen, die sich gegen Anglizismen richtet. In Quebec beispielsweise sind Anglizismen durch das Loi 101 verboten (vgl. [6]).

1.2.3 Alemañol

Das Alemañol (Zusammensetzung aus alemán und español) ist eine spanische Varietät. Sie wird von Spanischsprechern auf deutschsprachigem Gebiet genutzt. Beispiele für das Alemañol sind anmeldearse oder kaputearse und bezeichnen Sachverhalte, für die es im Spanischen keinen äquivalenten Ausdruck gibt. Am häufigsten wird das Alemanol von lateinamerikanischen Einwanderern genutzt (vgl. [7]).

1.2.4 Portuñol

Das Portuñol (Zusammensetzung aus portugués und español) ist eine Sprachvarietät des Spanischen und des Portugiesischen. Beispiele für das Portuñol sind callorro oder pássaro und kommen meist aus dem Portugiesischen.

Das Portuñol stammt ursprünglich aus dem Grenzgebiet zwischen Uruguay und Bra­silien. Heute wird es aber überall gesprochen, wo Spanisch- und Portugiesischsprecher aufeinander treffen. Das Portuñol hat keinen einheitlichen Wortschatz und besitzt kei­ne festen grammatischen Regeln. Einige Regionalregierungen, wie die des Galizischen, versuchen, dem Portuñol entgegenzuwirken (vgl. [8]).

1.3 Kritiker und Befürworter des Spanglish

Für das Spanglish gibt es keine eindeutige Definition. Verschiedene Sprachwissenschaftler haben sich mit dem Begriff des Spanglish auseinander gesetzt und sind zu unterschiedli­chen Ansichten gelangt.

1.3.1 Zentella

Zentella bezeichnet Spanglish nicht als ausgeprägte Sprache, sondern gebraucht den Terminus des Code-Switching zwischen Spanisch und Englisch. Sie zeigt anhand eini­ger Beispiele von bilingual aufwachsenden Kindern, dass Code-Switching keineswegs ei­ne mangelnde Sprachkompetenz ist, sondern ein natürlicher sprachlicher Mechanismus (vgl. S. 113 [9]). Code-Switching als Kommunikationsmittel benötigt zudem hohe sprach­liche und soziale Kompetenz. Wie häufig Code-Switching gebraucht wird, hängt beispiels­weise vom Alter der Kinder und der dominierenden Sprache ab (vgl. S. 129 [9]).

Für Zentella ist Code-Switching ein natürliches Sprachphänomen, welches in Sprach- kontaktsituationen auf der ganzen Welt zu finden ist (vgl. S. 84 [9]). Für ihre Theorien führte sie mehrere Studien mit bilingualen Familien durch und bezieht sich auf die Er­gebnisse zahlreicher linguistischer Untersuchungen. Zentella, die selbst bilingual aufge­wachsen ist, unterstützt den Gebrauch von Code-Switching.

1.3.2 Otheguy

Otheguy kritisiert den Begriff Spanglish, da er lediglich eine US-amerikanische Varietät des Spanischen bezeichnet. Er kritisiert die mögliche Konnotation des Terminus Span­glish als „mezcla sistématico-linguistica“ (S. 233 [10]), da es sich bei einem sprachlichen System nicht um eine Liste von neuartigen Ausdrücken handelt, die mit der kulturellen Umgebung wechseln, sondern um ein komplexes System von Vokabeln und syntaktischen

Mechanismen (vgl. S. 233 [10]). Damit der Terminus Spanglish vertretbar ist, müsste folgendes existieren:

„una comunidad de hablantes que produce usos lingüísticos firmamente so­cializados (no los intentos fallidos de habler español por hablantes que ya no lo dominen), para cuya producción se tenga que hacer recurrido simultánea­mente a dos sistemas lingüísticos, puesto que el sistema español no los puede haber generado por sí solo.“ (S. 233 [10])

Solange diese Fakten nicht vorliegen, handelt es sich bei Spanglish um ein „español popu­lar estadounidense“ (S. 233 [10]), also um eine US-amerikanische Varietät des Spanischen.

1.3.3 Lipski

Lipski bezeichnet Spanglish als eine spanische Varietät mit einer hohen Anzahl von lexi­kalischen Anglizismen. Entlehnungen und Lehnübersetzungen treten vor allem bei bilin­gualen Sprechern auf, die beide Sprachsysteme beherrschen. Jedoch kann Code-Switching nicht als eine dritte Sprache bezeichnet werden. Lispki räumt allerdings ein, dass nach mehreren Generationen aus dem heutigen Bilingualismus eine vom Englischen und Spa­nischen unterscheidbare Sprache entstehen könnte.

Spanglish ist weder ein Jargon noch ein Pidgin, da es sich bei einer spanischen Varietät mit einer hohen Anzahl an Anglizismen weder um eine reduzierte Sprachform noch um ein Sprachregister handelt. Zudem kann es sich bei Spanglish nicht um eine Kreolsprache handeln, da es keine Muttersprachler gibt (vgl. S. 68/69 [11]). Spanglish verfügt über keinen einheitlichen Wortschatz und kann somit nicht als Sprache bezeichnet werden. Stattdessen werden aus den Anglizismen und Lehnübersetzungen, die von nahezu allen bilingualen Latinos benutzt werden, spontane sprachliche Kreationen geschaffen.

Lispki resümiert, dass eine eindeutige Definition des Terminus Spanglish nicht möglich ist, insbesondere da es auch im akademischen Bereich noch Spekulationen über dieses Sprachphänomen gibt (vgl. S. 70-72 [11]).

1.3.4 Betti

Betti betrachtet das Sprachphänomen Spanglish als Code-Switching, welches aber weder das Spanische noch das Englische bedroht. Eher sieht sie es wie folgt: „la forma mejor para ’hablar’ “ (S. 111 [12]). Es handelt sich demnach um ein effizientes Kommunikationsmittel.

“Es una estrategia expresiva que para muchos latinos representa también una manifestación cultural y que ya numerosas personas utilizan como me­dio comunicacional informal, eficaz, creativo, a menudo rápido y conciso.“ (S. 111 [12])

Für viele Latinos ist Spanglish Ausdruck ihrer kulturellen Identität und ein informelles, schnelles und kreatives Kommunikationsmittel.

Spanglish ist mehr als nur ein mündliches Phänomen und findet sich bereits in der Schriftsprache und der Literatur lateinamerikanischer Autoren wider. Dort wird zum einen Spanglish als sprachliche Form legitimiert und zum anderen wird die Einzigartigkeit der Autoren verdeutlicht (vgl. S. 115 f. [12]).

2 Fachworterläuterungen

Um die Ausgangsfrage besser beantworten zu können, werden im Folgenden die relevanten Fachbegriffe näher erläutert.

2.1 Diasystem

Beschäftigt man sich mit den verschiedenen romanischen Sprachen, so kann man zwei Betrachtungsweisen wählen: die der Sprachverschiedenheit der historischen Einzelspra­chen (z.B. Spanisch vs. Französisch) oder die der Sprachvarietät (Dialekte, Sprachstile etc.). Die Sprachvarietät wird in drei Dimensionen unterteilt. Die Gesamtheit dieser drei Dimensionen nennt man das Diasystem. Das Diasystem wird auch „Architektur der Spra­che“ genannt (vgl. S. 15 [13]).

"hoch" - "geschrieben"

diaphasische Variation

dias tra tische Variation

"niedrig" - "gesprochen"

Wie in Abbildung 1 dargestellt, gliedert sich das Diasystem in die diatopische, diastra- tische und diaphasische Variation.

Die diatopische Variation (griech. tópos: Ort) beschreibt die Unterschiede von Sprecharten in ortsspezifischer bzw. geographischer Hinsicht und wird auch als Dialekt oder regionale Variante bezeichnet. Diese Unterschiede können auf phonologischer, mor- phosyntaktischer oder lexikalischer Ebene auftreten. Die diatopische Variation weist ein niedriges Prestige auf, da sie nur gesprochen vorkommt und über keine schriftlich festge­legte Normierung verfügt (vgl. S. 65 [14]).

Die diastratische Variation (lat. stratum: Schicht) beschreibt die Gliederung in ver­schiedene soziokulturelle Sprachschichten und Sprachniveaus von Sprechergemeinschaf­ten. Es erfolgt demnach eine soziale Gliederung in Soziolekte und Gruppensprachen. Der Gebrauch eines Soziolekts ist abhängig von seinem Prestige und seiner Sprecher­gemeinschaft und kann daher sowohl als „niedrig“ als auch als „hoch“ bezeichnet werden (vgl. S. 65 [14]).

Die diaphasische Variation (griech. fásis: Erscheinungsform) beschreibt die Sprech­art in konkreten Redesituationen. Dieser Funktiolekt ist beispielsweise vom Gesprächs­partner, dem Gesprächsthema oder der Kommunikationssituation abhängig. Unterschie­den wird zwischen Stil und Register. Ist einer Kommunikationssituation eine bestimmte Sprechart zugeordnet, spricht man von Stil. Wechselt ein Sprecher seine Sprechart je nach Kontext, spricht man von Register. Die diaphasische Variation kann sowohl „hoch“ als auch „niedrig“ sein (vgl. S. 65 [14]).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Abbildung 2 zeigt das erweiterte Diasystem nach Koch/Oesterreicher. Diesem wird das Konzept der Nähe- und Distanzsprache hinzugefügt. Hierbei ist Nähesprache kon­zeptionell mündlich und Distanzsprache konzeptionell schriftlich. Diesem Konzept nach werden Mündlichkeit und Schriftlichkeit zu der Diasystematik in Bezug gesetzt.

So ist Nähesprache, bei der meist kommunikative Nähe vorliegt, diatopisch stark mar­kiert, aber diastratisch und diaphasisch schwach markiert. Bei Distanzsprache verhält es sich genau umgekehrt. Jedoch kann man diese Konstrukte nicht exakt voneinander tren­nen, da es Mischungen zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit gibt. Ein oft gewähltes Beispiel ist der Chat, der als verschriftlichte Mündlichkeit gilt. Der Gegensatz dazu ist eine Rede, die als mündliche Schriftlichkeit zu sehen ist.

2.2 Bilingualismus

Der von Zentella erwähnte Bilingualismus ist ein psycholinguistisches Konzept von Sprach- kontakt. Beim Bilingualismus wird parallel zur Muttersprache eine zweite Sprache unge­steuert und unbewusst erlernt, so dass ein bilingualer Sprecher muttersprachliche Kom­petenzen in dieser aufweist. Wird die Zweitsprache erst nach dem 3. Lebensjahr erlernt, spricht man vom Zweitsprachen- oder Fremdsprachenerwerb.

2.3 Code-Switching

Bei Code-Switching wird zwischen zwei Sprachen gewechselt. Dieses Phänomen kann während eines Gesprächs, innerhalb eines Satzes oder innerhalb eines Wortes auftreten (s. Definitionen). Häufig tritt Code-Switching innerhalb von mehrsprachigen Gesellschaf­ten, aber auch bei bilingualen Sprechern auf. Unklar ist noch, aufgrund welcher Faktoren Code-Switching auftritt und von welchen grammatikalischen Regeln das Code-Switching abhängt (vgl. S. 15 [4]). Heutzutage wird Code-Switching nicht mehr als sprachliches Defizit, sondern als kommunikative Kompetenz angesehen.

satzexterner Wechsel Beim satzexternen Wechsel wird innerhalb eines Gesprächs zwi­schen zwei Sätzen die Sprache gewechselt. Ein Beispiel ist: "I am going to the movies tonight. La Película ’Amores Perros’ debería ser chevere“ (vgl. Frantzen 2004:95, zitiert nach S. 16 [4]).

satzinterner Wechsel Beim satzinternen Wechsel wechselt die Sprache entweder zwi­schen zwei Gliedsätzen, wie bei „Sometimes I’ll start a sentence in English y ter­minó en español.“ (vgl. Poplack 1981:44, zitiert nach S. 16 [4]) oder innerhalb eines Satzes, wie bei „ That has nothing to do con que hagan ese“ (vgl. Gumperz 1982:60, zitiert nach S. 16 [4]).

emblematischer Wechsel Beim emblematischen Wechsel werden in den Satz einer Spra­che Füllwörter, Interjektionen oder Redewendungen aus einer anderen Sprache ein­gebaut, wie beispielsweise: „And suddenly the Navy attacked us, ¡ay bendito!, and we started to run“ (vgl. Frantzen 2004:95, zitiert nach S. 16 [4]).

wortinterner Wechsel Beim wortinternen Wechsel wird innerhalb eines Wortes die Spra­che gewechselt, wie beispielsweise: „estoy parkeando [...]“ (vgl. Frantzen 2004:95, zitiert nach S. 16 [4]). Jedoch ist diese Art von Code-Switching umstritten, da sie ungrammatikalisch sei (vgl. [4]).

[...]

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Details

Titel
Ist Spanglish eine Sprachvarietät oder Code-Switching?
Untertitel
Ein kontrastiver Vergleich der Ansichten von Ilan Stavans und Laura Callahan im Hinblick auf literarische Texte
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Note
2,0
Jahr
2012
Seiten
21
Katalognummer
V383706
ISBN (eBook)
9783668592629
ISBN (Buch)
9783668592636
Dateigröße
843 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
spanglish, sprachvarietät, code-switching, vergleich, ansichten, ilan, stavans, laura, callahan, hinblick, texte
Arbeit zitieren
Anonym, 2012, Ist Spanglish eine Sprachvarietät oder Code-Switching?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/383706

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