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Der Einsatz von Wissensmanagementinstrumenten in der Unternehmenspraxis

Die Theorie der Wissensschaffung nach Ikujiro Nonaka und Hirotaka Takeuchi

Titel: Der Einsatz von Wissensmanagementinstrumenten in der Unternehmenspraxis

Hausarbeit , 2015 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Antje Kalina (Autor:in)

Soziologie - Wissen und Information
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das bekannte Sprichwort "Wissen ist Macht" entstammt dem Werk "Novum Organum" von Francis Bacon, doch obwohl dieses bereits im Jahr 1620 veröffentlicht wurde, ist der Kern dieser Aussage aktueller denn je. Nach Stehr leben wir in einer Wissensgesellschaft, die durch einen gesellschaftlichen Wandel gekennzeichnet ist, hervorgerufen durch technische Innovationen.

Durch diesen Wandel muss Wissen ständig infrage gestellt, revidiert, von neuem angeeignet sowie angewendet werden. Vor allem in der Wirtschaft wird der Umgang mit der Ressource Wissen daher immer wichtiger. Mit dem Management von Wissen in Unternehmen haben sich auch die Japaner Nonaka und Takeuchi in ihrem Werk "Die Organisation des Wissens" beschäftigt.

Im Fokus ihres Ansatzes stehen dabei die Generierung neuen Wissens sowie der Transfer von Wissen von dem einzelnen Mitarbeiter hin zu einem kollektiven Unternehmenswissen. Eine Darstellung dieses Ansatzes, der auf eine große wissenschaftliche Resonanz gestoßen ist, soll im Fokus dieser Arbeit stehen. Daneben soll jedoch sowohl eine kritische Auseinandersetzung dieser Wissensschaffungstheorie, als auch eine Vorstellung einiger wichtiger Instrumente des Wissensmanagements in der beruflichen Praxis erfolgen, mit deren Hilfe Wissen generiert und innerhalb eines Unternehmens verbreitet werden kann. Zum Abschluss dieser Arbeit wird zudem noch auf Vor- und Nachteile des Einsatzes von Wissensmanagement in Unternehmen eingegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen

2.1 Erläuterung und Abgrenzung des Wissensbegriffs

2.2 Implizites und explizites Wissen

2.3 Wissensmanagement

3. Die Theorie der Wissensschaffung nach Nonaka und Takeuchi

3.1 Vier Formen der Wissensumwandlung

3.2 Die Wissensspirale

3.3 Voraussetzungen des Wissensschaffungsprozesses

3.4 Zeitliche Dimension der Wissensschaffung

3.5 Kritische Analyse des Ansatzes nach Nonaka und Takeuchi

4. Wissensmanagement in der beruflichen Praxis

4.1 Wissensmanagementinstrumente in Unternehmen

4.2 Vor- und Nachteile für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

5. Fazit

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Theorie der Wissensschaffung von Nonaka und Takeuchi mit dem Ziel, deren Anwendung und Bedeutung für das Wissensmanagement in der modernen Unternehmenspraxis zu analysieren und kritisch zu hinterfragen.

  • Wissensumwandlung nach Nonaka und Takeuchi
  • Die Wissensspirale und ihre Voraussetzungen
  • Methoden und Instrumente des Wissensmanagements
  • Transfer von implizitem zu explizitem Wissen
  • Vor- und Nachteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Auszug aus dem Buch

3.1 Vier Formen der Wissensumwandlung

Das Zusammenwirken von implizitem und explizitem Wissen wird bei Nonaka und Takeuchi als Wissensumwandlung bezeichnet und besteht aus den vier Formen Sozialisation, Externalisierung, Kombination sowie Internalisierung.

Bei der Sozialisation wird implizites in implizites Wissen umgewandelt. Dies geschieht über einen Erfahrungsaustausch, bei dem sich implizites Wissen ohne Sprache, rein durch Beobachtung und Nachahmung in der Praxis angeeignet wird. Notwendig hierfür sind jedoch gemeinsame Erfahrungen, damit sich die Akteure gegenseitig in die Denkweise des Anderen hineinversetzen können. Erst durch diesen gemeinsamen Hintergrund ergibt der bloße Transfer von Informationen für beide Akteure Sinn. Ein Beispiel für die Form der Sozialisation innerhalb der Wissensumwandlung kann beispielsweise eine Ausbildung in einem Handwerksberuf sein. So lernt ein Bäckerlehrling beispielsweise von seinem Meister, wie Brötchenteig korrekt ausgerollt und geformt wird, in dem er seinen Meister beobachtet und nachahmt.

In der zweiten Phase der Wissensumwandlung, der Externalisierung, wird implizites Wissen in explizite Konzepte artikuliert. Diese werden mithilfe von Metaphern, Analogien, Modellen und Hypothesen anderen Akteuren zugänglich gemacht. Jedoch sind diese Formen der Darstellung des impliziten Wissens immer nur teilweise möglich und sind daher oft unzureichend, unlogisch sowie unangemessen. Jedoch fördert diese Lücke zwischen dem Bild und der sprachlichen Darstellung die Reflexion und löst einen Dialog zwischen den Akteure aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung des Wissensmanagements in einer Wissensgesellschaft ein und stellt das Ziel sowie den Aufbau der Analyse vor.

2. Begriffsdefinitionen: Es werden grundlegende Begriffe wie Wissen, Wissensmanagement sowie die Unterscheidung zwischen implizitem und explizitem Wissen theoretisch erläutert.

3. Die Theorie der Wissensschaffung nach Nonaka und Takeuchi: Das Kernkapitel beschreibt die vier Formen der Wissensumwandlung, die Wissensspirale sowie die notwendigen organisatorischen Voraussetzungen für erfolgreiche Wissensschaffung.

4. Wissensmanagement in der beruflichen Praxis: Hier werden praktische Instrumente wie Weiterbildung, Job-Rotation und IT-Systeme vorgestellt und deren Auswirkungen auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer diskutiert.

5. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass Wissensmanagement einen ganzheitlichen Ansatz erfordert, der die Mitarbeiter aktiv einbindet und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wissen voraussetzt.

Schlüsselwörter

Wissensmanagement, Nonaka und Takeuchi, implizites Wissen, explizites Wissen, Wissensspirale, Sozialisation, Externalisierung, Kombination, Internalisierung, Wissensschaffung, Unternehmenspraxis, Projektteams, Intranet, Humankapital, Wissenstransfer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Theorie der Wissensschaffung nach Nonaka und Takeuchi und wie diese theoretischen Konzepte in die praktische Anwendung des Wissensmanagements in Unternehmen überführt werden können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Themen gehören die Abgrenzung von Wissenstypen, der Prozess der Wissensumwandlung, die notwendigen Voraussetzungen für Wissensschaffung in Organisationen sowie konkrete Instrumente für den Wissenstransfer.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die Darstellung und kritische Analyse des Modells der Wissensschaffung nach Nonaka und Takeuchi sowie die Untersuchung der Vor- und Nachteile der praktischen Umsetzung von Wissensmanagementinstrumenten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturanalyse, die auf dem Standardwerk „Die Organisation des Wissens“ von Nonaka und Takeuchi basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Wissensbegriffs, eine detaillierte Erläuterung der Wissensspirale inklusive der fünf Voraussetzungen sowie eine praxisorientierte Vorstellung von Managementinstrumenten.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wissensspirale, Wissensumwandlung, implizites Wissen, explizites Wissen und Wissensmanagement charakterisiert.

Wie unterscheidet sich der Ansatz von Nonaka und Takeuchi von westlichen Theorien?

Während westliche Ansätze oft auf explizites Wissen und Messbarkeit fokussieren, stellt der japanische Ansatz die Generierung von neuem Wissen und die Mobilisierung von implizitem Wissen in den Mittelpunkt.

Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur für die Wissensschaffung?

Die Arbeit hebt hervor, dass Voraussetzungen wie Intention, Autonomie und eine gewisse Fehlertoleranz (kreatives Chaos) essenziell sind, um die Wissensspirale innerhalb einer Organisation in Gang zu setzen.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Einsatz von Wissensmanagementinstrumenten in der Unternehmenspraxis
Untertitel
Die Theorie der Wissensschaffung nach Ikujiro Nonaka und Hirotaka Takeuchi
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Soziologie)
Veranstaltung
Soziale Unterschiede: Wissen, Wissenskrisen und Wissenskonflikte
Note
1,0
Autor
Antje Kalina (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
15
Katalognummer
V383767
ISBN (eBook)
9783668592667
ISBN (Buch)
9783668592674
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einsatz wissensmanagementinstrumenten unternehmenspraxis theorie wissensschaffung ikujiro nonaka hirotaka takeuchi
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Antje Kalina (Autor:in), 2015, Der Einsatz von Wissensmanagementinstrumenten in der Unternehmenspraxis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/383767
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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