Um den Untersuchungsgegenstand „Alltagskleidung vs. Festtagskleidung“ näher zu durchleuchten führte ich im Rahmen des Seminars „Verhüllen und entblößen – Kleidungsforschung im kulturellen Diskurs“ eine qualitative empirische Forschung durch.
Zunächst wird die Fragestellung der Untersuchung geschildert. Anschließend wird das methodische Vorgehen der Forschung skizziert, wobei die qualitative Forschung im Allgemeinen, das Forschungsdesign, die Auswahl der Interviewpartner, die Datenerhebung und ihre Aufbereitung sowie die verwendete Methode der Datenauswertung erläutert werden. Daraufhin folgt die Darstellung der Untersuchungsergebnisse und deren Interpretation. Das Fazit bildet den Abschluss dieser Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Fragestellung
Methodisches Vorgehen
Qualitative Sozialforschung
Datenerhebung anhand qualitativer Interviews
Auswahl der Interviewpartner
Datenerhebung – Durchführung der Interviews
Datenaufbereitung
Datenauswertung anhand der qualitativen Inhaltsanalyse
Darstellung der Untersuchungsergebnisse/Auswertung der Interviews
Vorstellung der Interviewpartner
Überblick über die Ergebnisse und deren Interpretationen
Begriffsbestimmungen „Alltag“
Begriffsbestimmung Festtag
Alltagskleidung
Festtagskleidung
Kleidungsverhalten
Gefühl in Festtagskleidung
Historischer Wandel der Kleidung am Sonntag
Gründe für differenzierte Kleidung
Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die kulturellen Unterschiede zwischen Alltags- und Festtagskleidung sowie die individuellen Gründe für die jeweilige Kleidungswahl. Das Hauptziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, warum sich Menschen an Festtagen anders oder „schicker“ kleiden als im alltäglichen Leben.
- Charakterisierung und Differenzierung von Alltags- und Festtagskleidung
- Einfluss von Erziehung, Gesellschaft und Tradition auf das Kleidungsverhalten
- Untersuchung subjektiver Wahrnehmungen mittels qualitativer Interviews
- Die Jeans als vielseitiges Kleidungsstück im Spannungsfeld zwischen Alltag und Festlichkeit
Auszug aus dem Buch
Interpretation
Ein Festtag ist ein „besonderer“ Tag, der nicht unbedingt routiniert abläuft und sich daher vom Alltag abgrenzt. Da an Festtagen häufig etwas gefeiert wird, ist der Begriff des Feiertags mit dem des Festtags gleichgesetzt. Es gibt jedoch nicht den einen Fest- oder Feiertag, sondern unterschiedliche Anlässe. So kann zum einen zwischen kalendarisch festgelegten und kalendarisch nicht festgelegten Festtagen differenziert werden. Die erstgenannte Kategorie kann jedoch nochmals in kirchlichen Feiertagen und persönlichen Festtagen unterteilt werden. So zählen Weihnachten oder Ostern beispielsweise zu den kirchlichen Festtagen, die meist wiederkehrenden Charakters sind. Zu den persönlichen Festtagen hingegen zählt der Geburtstag. Dieser wiederholt sich prinzipiell jährlich, ist jedoch von einem runden Geburtstag, zum Beispiel dem Fünfzigsten die Rede, kommt dieser Festtag nur einmal vor. Kalendarisch nicht festgelegte Festtage sind keine „typischen“ Feiertage. Indem an einem ungewöhnlichen Tag etwas Besonderes stattfindet, beispielsweise wenn man in die Oper geh[t], wird der Alltag zu einem Festtag.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Einführung in das Forschungsfeld der Kleidungswahl und Definition des Erkenntnisinteresses.
Fragestellung: Herleitung der Forschungsfrage sowie theoretische Verortung des Kleidungskonzepts.
Methodisches Vorgehen: Beschreibung des qualitativen Forschungsdesigns, der Datenerhebung durch Interviews und der Inhaltsanalyse nach Mayring.
Darstellung der Untersuchungsergebnisse/Auswertung der Interviews: Kernkapitel, das die Interviews vorstellt, kategorisiert und in Bezug auf Begriffsbestimmungen, Kleidungsverhalten und historische Aspekte interpretiert.
Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf die Bedeutung der Kleidungsforschung.
Schlüsselwörter
Alltagskleidung, Festtagskleidung, Kleidungsverhalten, Qualitative Sozialforschung, Modesoziologie, Identität, Sozialisation, Kulturanthropologie, Jeans, Dresscode, Festtag, Kleidungspraxis, Tradition, Normen, Mode
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der kulturwissenschaftlichen Analyse, wie und warum Menschen ihre Kleidung in Abhängigkeit von verschiedenen Anlässen (Alltag vs. Festtag) wählen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Alltags- und Festtagskleidung, der Einfluss sozialer Normen auf die Kleidungswahl sowie die individuelle Bedeutung der Kleidung für die eigene Identität.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage, warum Menschen an Festtagen dazu neigen, sich „schicker“ zu kleiden, und welche Mechanismen (Erziehung, Tradition, Gesellschaft) dies steuern.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin nutzte die qualitative Sozialforschung, insbesondere leitfadenorientierte Einzelinterviews, deren Ergebnisse mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Interviewpartner, die begriffliche Definition von Alltag und Festtag, Analysen zum konkreten Kleidungsverhalten und die historische Perspektive auf den Sonntagsstaat.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Alltagskleidung, Festtagskleidung, Identität, Sozialisation und Kleidungsnormen.
Welche Rolle spielt die „Jeans“ in der Arbeit?
Die Arbeit identifiziert die Jeans als ein extrem vielseitiges Kleidungsstück, das heute sowohl im Alltag als auch in modifizierten Formen („dunkle Jeans“) an Festtagen getragen wird, was die Grenzen zwischen den Kategorien verschwimmen lässt.
Welchen Einfluss haben Erziehung und Gesellschaft auf die Kleidung?
Laut der Arbeit erlernen Menschen durch Sozialisation und gesellschaftliche Erwartungen bestimmte Kleidungskodes; man kleidet sich festlich, um gesellschaftlichen Normen zu entsprechen und Missachtung zu vermeiden.
- Arbeit zitieren
- Alexandra Schwarz (Autor:in), 2017, Alltagskleidung vs. Festtagskleidung. Zeit- und Anlass-Spezifik des Sich-Kleidens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/383843