In dieser Diplomarbeit untersucht der Verfasser, mit welchen Maßnahmen in Unternehmen der stationären Alten- und Langzeitpflege nach dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse nachhaltige Ergebnisse in der Gesundheitsförderung und -erhaltung erreicht werden können. Die Rolle der Führungskräfte und Pflegenden steht ebenso im Blick, wie auch die konkreten Belastungsfaktoren und Hemmnisse zur Durchführung einer effektiven BGF.
Der Verfasser entwirft im Ergebnis der Untersuchungen einen Leitfaden, der Führungskräfte in der stationären Altenpflege befähigt, Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung nach aktuellem Wissensstand auf der Basis einer Gefährdungsbeurteilung in ihre Arbeit zu implementieren. Der Fokus liegt hier auf dem Bereich der muskulo-skelettalen Erkrankungen.
Ziel dieser Arbeit ist, festzustellen, wie sich die Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung an die einrichtungsspezifischen Bedingungen eines Unternehmens der stationären Altenversorgung (Langzeitversorgung) anpassen lassen, um die Gesundheit der Pflegenden langfristig zu erhalten und zu fördern. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen folgende Fragen: Welche Maßnahmen der BGF können in ein Unternehmen der stationären Altenpflege implementiert werden? Wie können diese Maßnahmen durch die Einrichtungsleitung des Unternehmens implementiert werden? Wie muss eine Konzeption gestaltet sein, um die Gesundheit der Pflegenden nachhaltig und langfristig zu stärken?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Relevanz und Problemstellung des Themas
- Fragestellung und Untersuchungsziel
- Arbeitsmethode
- Aufbau der Arbeit
- Begriffsbestimmungen und Verortung
- Gesundheit und Krankheit
- Gesundheit
- Krankheit
- Zusammenhang zwischen Arbeit und Gesundheit
- Gegenwärtige Arbeitsbedingungen
- Der Wandel in der Arbeitswelt
- Zentrale Belastungsfaktoren in der Arbeitswelt Pflege
- Körperliche Anforderungen
- Führung
- Vom Führungsstil zur Führungskultur
- Gesundheitsförderliche Führungskultur
- Gesundheit und Krankheit
- Betriebliches Gesundheitsmanagement
- Begriffliche Definitionen und Abgrenzung
- Gesetzliche und rechtliche Verortung
- BGM als Führungsaufgabe
- Gründe für ein BGM im Unternehmen
- Hemmnisse und Verbreitung von Maßnahmen der BGF
- BGM als Prozess
- Handlungsfelder und Zielgruppen des BGM
- Handlungsfelder
- Zielgruppen
- Gefährdungsbeurteilung
- begriffliche Verortung und Definition
- Zusammenfassung der Erkenntnisse aus der Literaturrecherche - und Analyse
- Konzept zur Implementierung von Maßnahmen der BGF
- Vorbereitung, Planung und Zielsetzung des Implementierungskonzepts
- Diagnose und Präsentation der Ergebnisse
- Umsetzungsentscheidung und Kontrolle
- Umsetzung des Konzepts zur Implementierung von Maßnahmen
- konzeptbegründende Ausgangslage
- Projekt zur Implementierung - Vorbereitung und Planung
- Diagnostik, Analyse und Gefährdungsbeurteilung
- Schutzziele, Grob- und Feinziele sowie daraus abgeleitete Maßnahmen
- Wirksamkeitsanalyse und Ergebnisevaluation
- Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung von Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) in Unternehmen. Ziel ist es, ein Konzept zur Einführung und Umsetzung von BGF-Maßnahmen zu entwickeln und zu erläutern, wie dieses in der Praxis angewendet werden kann.
- Bedeutung und Relevanz von BGF im Kontext der Arbeitswelt
- Gesundheitsförderliche Führungskultur und ihre Rolle im BGM
- Methoden und Prozesse der Gefährdungsbeurteilung im BGM
- Entwicklung eines praktikablen Konzeptes für die Implementierung von BGF-Maßnahmen
- Auswirkungen von BGF-Maßnahmen auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Mitarbeitenden
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt die Problemstellung der Arbeit vor und erläutert die Relevanz des Themas im Kontext der aktuellen Arbeitswelt.
- Relevanz und Problemstellung des Themas: Dieses Kapitel definiert die Fragestellung der Arbeit, beschreibt die Arbeitsmethode und skizziert den Aufbau der Arbeit.
- Begriffsbestimmungen und Verortung: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Begriffe der Arbeit, wie Gesundheit, Krankheit und Führung.
- Betriebliches Gesundheitsmanagement: Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der Definition, den rechtlichen Grundlagen und den Handlungsfeldern des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM).
- Konzept zur Implementierung von Maßnahmen der BGF: Dieses Kapitel präsentiert ein Konzept für die Implementierung von BGF-Maßnahmen in Unternehmen. Es behandelt dabei die einzelnen Phasen des Implementierungsprozesses von der Vorbereitung bis zur Evaluation.
Schlüsselwörter
Betriebliche Gesundheitsförderung, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Führungskultur, Gefährdungsbeurteilung, Implementierungskonzept, Gesundheitsmanagement, Arbeitsbedingungen, Prävention, Nachhaltigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in der Pflege?
Ziel ist es, die Gesundheit der Pflegenden langfristig zu erhalten und zu fördern, insbesondere um muskulo-skelettalen Erkrankungen vorzubeugen.
Warum wird BGM als Führungsaufgabe betrachtet?
Führungskräfte prägen die Unternehmenskultur. Eine gesundheitsförderliche Führung ist entscheidend für die Akzeptanz und erfolgreiche Umsetzung von BGF-Maßnahmen.
Welche Belastungsfaktoren sind typisch für die stationäre Altenpflege?
Dazu gehören hohe körperliche Anforderungen, Zeitdruck, Schichtarbeit und die psychische Belastung durch die Arbeit mit pflegebedürftigen Menschen.
Welche Rolle spielt die Gefährdungsbeurteilung?
Die Gefährdungsbeurteilung dient als diagnostisches Instrument, um spezifische Risiken am Arbeitsplatz zu identifizieren und darauf basierend Schutzziele und Maßnahmen abzuleiten.
Wie sieht der Prozess der Implementierung von BGF-Maßnahmen aus?
Der Prozess umfasst die Phasen Vorbereitung, Diagnose, Planung, Umsetzung sowie die abschließende Wirksamkeitsanalyse und Evaluation.
- Quote paper
- Michael Reiche (Author), 2017, Betriebliches Gesundheitsmanagement als Führungsaufgrabe. Die Implementierung von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung in einem Unternehmen der stationären Altenpflege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/384196