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Betriebliches Gesundheitsmanagement als Führungsaufgrabe. Die Implementierung von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung in einem Unternehmen der stationären Altenpflege

Titre: Betriebliches Gesundheitsmanagement als Führungsaufgrabe. Die Implementierung von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung in einem Unternehmen der stationären Altenpflege

Mémoire (de fin d'études) , 2017 , 108 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Michael Reiche (Auteur)

Sciences infirmières - Assistance aux personnes âgées
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In dieser Diplomarbeit untersucht der Verfasser, mit welchen Maßnahmen in Unternehmen der stationären Alten- und Langzeitpflege nach dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse nachhaltige Ergebnisse in der Gesundheitsförderung und -erhaltung erreicht werden können. Die Rolle der Führungskräfte und Pflegenden steht ebenso im Blick, wie auch die konkreten Belastungsfaktoren und Hemmnisse zur Durchführung einer effektiven BGF.

Der Verfasser entwirft im Ergebnis der Untersuchungen einen Leitfaden, der Führungskräfte in der stationären Altenpflege befähigt, Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung nach aktuellem Wissensstand auf der Basis einer Gefährdungsbeurteilung in ihre Arbeit zu implementieren. Der Fokus liegt hier auf dem Bereich der muskulo-skelettalen Erkrankungen.

Ziel dieser Arbeit ist, festzustellen, wie sich die Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung an die einrichtungsspezifischen Bedingungen eines Unternehmens der stationären Altenversorgung (Langzeitversorgung) anpassen lassen, um die Gesundheit der Pflegenden langfristig zu erhalten und zu fördern. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen folgende Fragen: Welche Maßnahmen der BGF können in ein Unternehmen der stationären Altenpflege implementiert werden? Wie können diese Maßnahmen durch die Einrichtungsleitung des Unternehmens implementiert werden? Wie muss eine Konzeption gestaltet sein, um die Gesundheit der Pflegenden nachhaltig und langfristig zu stärken?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Relevanz und Problemstellung des Themas

2.1 Fragestellung und Untersuchungsziel

2.2 Arbeitsmethode

2.3 Aufbau der Arbeit

3 Begriffsbestimmungen und Verortung

3.1 Gesundheit und Krankheit

3.1.1 Gesundheit

3.1.2 Krankheit

3.2 Zusammenhang zwischen Arbeit und Gesundheit

3.3 Gegenwärtige Arbeitsbedingungen

3.3.1 Der Wandel in der Arbeitswelt

3.3.2 Zentrale Belastungsfaktoren in der Arbeitswelt Pflege

3.3.3 Körperliche Anforderungen

3.4 Führung

3.4.1 Vom Führungsstil zur Führungskultur

3.4.2 Gesundheitsförderliche Führungskultur

4 Betriebliches Gesundheitsmanagement

4.1 Begriffliche Definitionen und Abgrenzung

4.2 Gesetzliche und rechtliche Verortung

4.3 BGM als Führungsaufgabe

4.4 Gründe für ein BGM im Unternehmen

4.5 Hemmnisse und Verbreitung von Maßnahmen der BGF

4.6 BGM als Prozess

4.7 Handlungsfelder und Zielgruppen des BGM

4.7.1 Handlungsfelder

4.7.2 Zielgruppen

4.8 Gefährdungsbeurteilung

4.8.1 begriffliche Verortung und Definition

4.9 Zusammenfassung der Erkenntnisse aus der Literaturrecherche – und Analyse

5 Konzept zur Implementierung von Maßnahmen der BGF

5.1 Vorbereitung, Planung und Zielsetzung des Implementierungskonzepts

5.2 Diagnose und Präsentation der Ergebnisse

5.3 Umsetzungsentscheidung und Kontrolle

5.4 Umsetzung des Konzepts zur Implementierung von Maßnahmen der BGF

5.4.1 konzeptbegründende Ausgangslage

5.4.2 Projekt zur Implementierung – Vorbereitung und Planung

5.4.3 Diagnostik, Analyse und Gefährdungsbeurteilung

5.4.4 Schutzziele, Grob- und Feinziele sowie daraus abgeleitete Maßnahmen

5.4.5 Wirksamkeitsanalyse und Ergebnisevaluation

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) in Unternehmen der stationären Altenpflege angepasst werden kann, um die Gesundheit der Pflegenden langfristig zu erhalten. Hierbei wird ein Fokus auf die Rolle der Führungskräfte und die praktische Implementierung unter Einbezug einer Gefährdungsbeurteilung gelegt.

  • Bedeutung und Implementierung von BGM und BGF im stationären Pflegebereich
  • Herausforderungen durch körperliche und psychische Belastungen sowie den demografischen Wandel
  • Führungsverhalten und gesundheitsförderliche Führungskultur als Schlüsselfaktoren
  • Anwendung systematischer Analyseverfahren wie der Gefährdungsbeurteilung
  • Entwicklung eines praxisorientierten Leitfadens für Führungskräfte zur Umsetzung von Maßnahmen

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Gesundheit

Die World Health Organization (WHO) hat Gesundheit nicht nur als Fehlen von Krankheit und Gebrechen definiert, sondern auch als Zustand des körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens (vgl. WHO 1948: 2).

Während in der Vergangenheit Gesundheit unter dem Schwerpunkt krankmachender Faktoren betrachtet wurde (vgl. Steinbach 2014: 29), erweiterte sich die pathogenetische Forschungstradition in den vergangenen Jahren im Sinne einer salutogenetischen Sicht. Das Modell der Salutogenese Antonovskys wird seit Mitte der 1970 er Jahre diskutiert. Antonovsky beschreibt Gesundheit als ein Prozess im Gesundheits– Krankheits Kontinuum. Ausgangspunkt ist, dass jeder Mensch sowohl kranke, als auch gesunde Anteile in sich hat, die einander aber nicht ausschließen. Krankheit kann nicht als isoliertes Ereignis gesehen werden (vgl. Franke 2008: 160f.; Franzkowiak 2003: 198). Die Beurteilung des Zustandes von Wohlbefinden kann nur in der Hinsicht erfolgen, wie weit oder wie nah sich ein Individuum an den Endpunkten von Krankheit oder Gesundheit befindet (vgl. Ewles, Simnett 2007:22ff.).

Kritisch kann bei Antonovskys Ansatz der Salutogenese das Fehlen positiver Faktoren angemerkt werden. „Mit der Fokussierung auf die Bewältigung von stresshaften Anforderungen vernachlässigt Antonovsky die Faktoren, die als positive Ressourcen direkt, gleichsam per se, Gesundheit fördern“ (Franke 2008: 168).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die steigenden gesundheitlichen Belastungen im Pflegebereich durch demografischen Wandel und Arbeitsverdichtung und führt in die Bedeutung der BGF als strategisches Instrument ein.

2 Relevanz und Problemstellung des Themas: Das Kapitel analysiert die angespannte Arbeitssituation in der Altenpflege, geprägt durch körperliche Schwerarbeit und den Fachkräftemangel, und begründet die Notwendigkeit des BGM.

3 Begriffsbestimmungen und Verortung: Hier werden theoretische Grundlagen zu Gesundheit, Krankheit und Führung sowie die zentralen Belastungsfaktoren in der Pflege dargelegt.

4 Betriebliches Gesundheitsmanagement: Dieses Kapitel erläutert BGM als übergeordnete Führungsaufgabe, rechtliche Rahmenbedingungen sowie Prozesse und Handlungsfelder der Gesundheitsförderung.

5 Konzept zur Implementierung von Maßnahmen der BGF: Der Verfasser stellt hier ein konkretes 7-Schritte-Implementierungskonzept für die BGF vor, inklusive Diagnose, Zielsetzung und Evaluation.

6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Relevanz der Führungskräfte für den Erfolg der BGF zusammen und betont die Notwendigkeit eines kontinuierlichen, zyklischen Verbesserungsprozesses.

Schlüsselwörter

Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Betriebliche Gesundheitsförderung, BGF, stationäre Altenpflege, Führungskultur, Gefährdungsbeurteilung, muskuloskelettale Erkrankungen, MSE, Stress, Arbeitsbelastung, Gesundheitszirkel, Verhältnisprävention, Verhaltensprävention, demografischer Wandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Etablierung und Umsetzung von betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM) in Einrichtungen der stationären Altenpflege, um die Gesundheit der Pflegenden zu schützen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die gesundheitsförderliche Führungskultur, die Analyse von körperlichen Belastungen und die Implementierung von Präventionsmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Maßnahmen der Gesundheitsförderung spezifisch an die Bedingungen der Altenpflege angepasst werden können, um die Arbeitsfähigkeit langfristig zu erhalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf empirischen Studien, evidenzbasierten Quellen und etablierten Modellen der Arbeitswissenschaften basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die rechtliche Verortung des BGM, die Prozessdarstellung und ein praktisches Implementierungskonzept für Pflegeeinrichtungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere BGM, BGF, Führungskultur, Altenpflege und Gefährdungsbeurteilung.

Welche Rolle spielt die Führung bei der Gesundheitsförderung laut dem Autor?

Die Führungskraft fungiert als Schlüsselfaktor, da sie die Arbeitsbedingungen gestaltet und durch eine gesundheitsförderliche Kultur maßgeblich das Gesundheitsbewusstsein im Unternehmen prägt.

Wie wird die Wirksamkeit von BGF-Maßnahmen in der Arbeit bewertet?

Die Wirksamkeit wird durch einen systematischen Vergleich von zuvor definierten Schutzzielen und Grob-/Feinzielen mittels Diagnosetools wie Fehlzeitenanalysen und Begehungen überprüft.

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Résumé des informations

Titre
Betriebliches Gesundheitsmanagement als Führungsaufgrabe. Die Implementierung von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung in einem Unternehmen der stationären Altenpflege
Université
University of Applied Sciences Hamburg  (Gesundheit und Pflege)
Note
1,3
Auteur
Michael Reiche (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
108
N° de catalogue
V384196
ISBN (ebook)
9783668595699
ISBN (Livre)
9783668595705
Langue
allemand
mots-clé
betriebliches gesundheitsmanagement führungsaufgrabe implementierung maßnahmen gesundheitsförderung unternehmen altenpflege
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Michael Reiche (Auteur), 2017, Betriebliches Gesundheitsmanagement als Führungsaufgrabe. Die Implementierung von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung in einem Unternehmen der stationären Altenpflege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/384196
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Extrait de  108  pages
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