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Der kollaborative Medikationsplan. Anwendung internationaler Standards als Chance zur Förderung der Arzneimitteltherapiesicherheit

Título: Der kollaborative Medikationsplan. Anwendung internationaler Standards als Chance zur Förderung der Arzneimitteltherapiesicherheit

Tesis de Máster , 2015 , 85 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Oliver Seebass (Autor)

Economía - Economía de la salud
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IHE (Integrating the Healthcare Enterprise) ist ein Zusammenschluss von Firmen und Einzelpersonen, die sich vorgenommen haben, die intersektorale Kommunikation der Leistungserbringer im Gesundheitswesen hinsichtlich der Formalien und der Bedeutung der Inhalte zu standardisieren. In diesem Zusammenhang wird auch häufig von syntaktischer und semantischer Interoperabilität gesprochen. Während die syntaktische Interoperabilität sicherstellt, dass unterschiedliche Systeme Daten überhaupt miteinander austauschen können, indem sie übereinstimmende Strukturmerkmale definiert, meint semantische Interoperabilität, dass die Inhalte beim Empfänger der Bedeutung entsprechen, die sie beim Sender hatten.

Im Rahmen dieser Arbeit wurden für diesen Medikationsplan 2.0+ Anwendungsfälle (Use-Cases) entwickelt. Diese werden zunächst generisch beschrieben und anschließend ggf. länderspezifisch variiert. Es erfolgt die Synchronisierung mit bereits bestehenden IHE-Profilen; die dort bereits beschriebenen Spezifikationen finden auf die erstellten Use-Cases Anwendung. Nach Abschluss der Definition soll ein makroökonomischer Vergleich zwischen einer international standardisierten und der landesspezifischen Herangehensweise versucht werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Nach einer wahren Begebenheit

Vorwort

1 Einleitung

1.1 Syntaktische Interoperabilität

1.2 Semantische Interoperabilität

2 Zielsetzung

3 Methodenbeschreibung

3.1 Vorstellung des Aktionsplans AMTS

3.2 Vorstellung der Player

3.2.1 HL7

3.2.2 IHE

3.2.3 AkdÄ

3.2.4 NRW-Projekt

3.2.5 epSOS

4 Synthese AkdÄ-Medikationsplan, Medikationsplan 2.0+ und IHE Pharmacy

4.1 Die Akteure im Einzelnen

4.1.1 Prescription placer

4.1.2 Pharmaceutical adviser

4.1.3 Medication dispenser

4.1.4 Medication administration Informer

4.1.5 Prescription repository

4.1.6 Pharmaceutical advice repository

4.1.7 Dispensed medication repository

4.2 Informationsentitäten

4.2.1 Prescription

4.2.2 Dispensed medication information

4.2.3 Administration of medication

4.2.4 Pharmaceutical advice

5 Use Cases

5.1 Die Use Cases im Überblick

5.2 Ambulante Versorgung

5.2.1 Arztpraxis

5.2.1.1 Ersterstellung eines Medikationsplans in der Arztpraxis

5.2.1.2 Aktualisierung eines Medikationsplans in der Arztpraxis

5.2.1.3 Zusammenführung eines Medikationsplans in der Arztpraxis

5.2.1.4 CDA-Dokument

5.2.2 Apotheke

5.2.2.1 Ersterstellung eines Medikationsplans in der Apotheke

5.2.2.2 Aktualisierung eines Medikationsplans in der Apotheke

5.2.2.3 Zusammenführung eines Medikationsplans in der Apotheke

5.2.2.4 CDA-Dokument

5.3 Stationäre Versorgung

5.3.1 Krankenhaus

5.3.1.1 Ersterstellung eines Medikationsplans im Krankenhaus

5.3.1.2 Aktualisierung eines Medikationsplans im Krankenhaus

5.3.1.3 Zusammenführung eines Medikationsplans im Krankenhaus

5.3.1.4 CDA-Dokument

5.3.2 Nachsorgeeinrichtung

5.3.2.1 Ersterstellung eines Medikationsplans in der Nachsorgeeinrichtung

5.3.2.2 Aktualisierung eines Medikationsplans in der Nachsorgeeinrichtung

5.3.2.3 Zusammenführung eines Medikationsplans in der Nachsorgeeinrichtung

5.3.2.4 CDA-Dokument

6 Potenzialanalyse der Use Cases unter Berücksichtigung der Prinzipien der neuen Institutionenökonomik

6.1 Grundprinzipien der neuen Institutionenökonomik

6.1.1 Verfügungsrechte (Property Rights)

6.1.2 Transaktionskostenansatz

6.1.3 Principal-Agent-Theorie

6.1.4 Vertragstheorie

6.2 Zusammenhang zwischen den Use Cases und Institutionenökonomik

6.3 Vorschlag zur Messung der Potenziale

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, Anwendungsfälle (Use-Cases) für den Medikationsplan 2.0+ zu entwickeln und diesen mittels internationaler Standards wie HL7 und IHE in den intersektoralen Behandlungsprozess zu integrieren. Ein wesentlicher Fokus liegt dabei auf der wissenschaftlichen Fundierung der Effizienzpotenziale durch die Neue Institutionenökonomik.

  • Standardisierung intersektoraler Medikationsprozesse
  • Anwendung von IHE-Pharmacy-Profilen und HL7-CDA-Standards
  • Entwicklung generischer Use Cases für Arztpraxis, Apotheke und Krankenhaus
  • Ökonomische Analyse mittels Transaktionskosten- und Prinzipal-Agent-Theorie
  • Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS)

Auszug aus dem Buch

1.2 Semantische Interoperabilität

Um die Eineindeutigkeit der ausgetauschten Informationen zu gewährleisten, ist ein abgestimmter und von allen Beteiligten anerkannter Katalog erforderlich, der es ermöglicht, dass die Information, die der Sender gibt, auch so beim Empfänger ankommt, wie der Sender sie gemeint hat. Für die Medikation gibt es jedoch bislang keine konsentierten internationalen Vorgaben, bestenfalls Empfehlungen. Die inhaltliche Verständigung soll deshalb über SNOMED CT® realisiert werden, welcher der „umfassendste mehrsprachige klinische Terminologieindex der Welt“4 ist, und damit ein eindeutiges Codesystem bietet, das die Basis für die semantische Ausgestaltung der Kommunikation sein soll.

Das „TermInfo-Projekt“ befasst sich innerhalb der HL7-Organisation mit dieser Thematik5.

SNOMED CT® ist ein Terminologieindex, der viele gesundheitsspezifische Begriffe und deren Relationen zueinander abbildet. In diesem Zusammenhang spricht man von Konzepten (Entitäten) und deren Beziehung zueinander. Die Entitäten sind Ihrerseits wieder sog. Achsen zugeordnet (z. B. Medikation), so dass mit SNOMED CT® ein System besteht, mittels dessen semantische Interoperabilität sichergestellt werden kann, sofern der Katalog, den Anforderungen entsprechend, vollständig ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Entstehung des Medikationsplans 2.0+ sowie die Grundlagen der syntaktischen und semantischen Interoperabilität in medizinischen Informationssystemen.

2 Zielsetzung: Definiert die Ziele zur Verbesserung der AMTS und der intersektoralen Kommunikation sowie die Entwicklung der entsprechenden Use Cases.

3 Methodenbeschreibung: Erläutert das methodische Vorgehen unter Einbeziehung des Aktionsplans AMTS, relevanter Akteure wie IHE und HL7 sowie der Anwendung der Neuen Institutionenökonomik.

4 Synthese AkdÄ-Medikationsplan, Medikationsplan 2.0+ und IHE Pharmacy: Analysiert die Akteure und Informationsentitäten innerhalb des IHE-Pharmacy-Rahmens und ordnet diese dem deutschen Gesundheitssystem zu.

5 Use Cases: Stellt die verschiedenen Szenarien für die Medikationsprozesse in Praxis, Apotheke und stationärer Versorgung im Detail dar, inklusive technischer XML-Beispiele.

6 Potenzialanalyse der Use Cases unter Berücksichtigung der Prinzipien der neuen Institutionenökonomik: Analysiert die Effizienz der Prozesse mithilfe von Verfügungsrechten, Transaktionskosten und der Prinzipal-Agent-Theorie.

7 Fazit: Fasst zusammen, dass die intersektorale Medikationsplanung nicht nur medizinisch sinnvoll, sondern durch die Vermeidung von Informationsverlusten auch ökonomisch effizient ist.

Schlüsselwörter

Medikationsplan, Arzneimitteltherapiesicherheit, AMTS, Interoperabilität, HL7, IHE, CDA, Neue Institutionenökonomik, Transaktionskosten, Prinzipal-Agent-Theorie, eHealth, Prozessoptimierung, Medikationsanamnese, Patientencompliance, Standardisierung

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptziel dieser Masterthesis?

Das Hauptziel ist die Entwicklung und Spezifikation von Use Cases für einen standardisierten, intersektoralen Medikationsplan 2.0+, um die Arzneimitteltherapiesicherheit zu fördern.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Standardisierung des Datenaustauschs zwischen den Sektoren sowie die ökonomische Bewertung dieser Prozesse anhand der Neuen Institutionenökonomik.

Welche wissenschaftliche Methodik wird angewandt?

Der Autor kombiniert Literaturrecherche, die Anwendung technischer Spezifikationen (IHE, HL7, CDA) und eine ökonomische Potenzialanalyse mittels Transaktionskostentheorie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Akteure und Entitäten, die detaillierte Darstellung von Use Cases (z.B. Ersterstellung, Aktualisierung) in verschiedenen Versorgungssektoren sowie deren institutionenökonomische Analyse.

Welches Problem der Medikation soll gelöst werden?

Es geht primär darum, Informationsverluste an den Schnittstellen des Behandlungsprozesses zu eliminieren, die häufig zu Medikationsfehlern führen.

Wie werden die ökonomischen Vorteile begründet?

Die ökonomischen Vorteile werden durch eine Zeitersparnis bei der Medikationsanamnese hergeleitet, da standardisierte Datenformate den manuellen Dokumentationsaufwand drastisch reduzieren.

Welche Rolle spielt die Neue Institutionenökonomik?

Sie dient als Analysewerkzeug, um Transaktionskosten und Informationsasymmetrien im Medikationsprozess messbar und somit ökonomisch bewertbar zu machen.

Warum ist ein "Online-Szenario" für den Medikationsplan notwendig?

Der Autor argumentiert, dass die aktuelle Offline-Strategie mittels Barcode-Lösungen aufgrund fehlender zentraler Koordination und Inkonsistenzen bei der Datenpflege zu fehleranfällig ist.

Final del extracto de 85 páginas  - subir

Detalles

Título
Der kollaborative Medikationsplan. Anwendung internationaler Standards als Chance zur Förderung der Arzneimitteltherapiesicherheit
Universidad
Apollon University of Applied Sciences Bremen
Calificación
1,3
Autor
Oliver Seebass (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
85
No. de catálogo
V384286
ISBN (Ebook)
9783668611160
Idioma
Alemán
Etiqueta
medikationsplan anwendung standards chance förderung arzneimitteltherapiesicherheit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Oliver Seebass (Autor), 2015, Der kollaborative Medikationsplan. Anwendung internationaler Standards als Chance zur Förderung der Arzneimitteltherapiesicherheit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/384286
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