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Soziale Gerechtigkeit. Eine multidisziplinäre Einführung

Wie gesundheitliche Ungleichheiten im sozialen Kontext in Deutschland verbessert werden können

Titre: Soziale Gerechtigkeit. Eine multidisziplinäre Einführung

Essai , 2016 , 6 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Ines Hansen (Auteur)

Travail Social
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Die Zusammenhänge zwischen sozialer Ungleichheit und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit, die zu gesundheitlicher Ungleichheit führen, sind, zum Beispiel auch durch das RKI, OECD und den Armutsbericht, statistisch belegt. Spezifische Verhaltensmuster in „ungesundem Konsum“ bzw. Entstehung von Suchtproblemen finden sich oft zum Beispiel in Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit, Armut und niedrigem sozioökonomischem Status.

Die Frage nach der Entscheidungsfreiheit, für oder gegen ein Suchtverhalten bzw. gesundheitsabträgliches Verhalten wird in dieser Arbeit näher betrachtet sowie Erklärungs- und Lösungsansätze näher untersucht. Mit der Frage wie gesundheitliche Ungleichheiten im sozialen Kontext in Deutschland verbessert werden können, setze ich mich mit Gerechtigkeitstheorien auseinander.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1.Leistungsanspruch und Entscheidungsfreiheit

1.1 Anspruch an die Solidargemeinschaft

1.2 soziale Gerechtigkeit und Recht auf Entscheidungsfreiheit

2. Gerechtigkeitstheorie

2.1 Ansatz einer Theorie in der Gesundheitsförderung

3.Lösungsideen

Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und gesundheitlicher Belastung. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie gesundheitliche Ungleichheiten in Deutschland durch den Einsatz von Gerechtigkeitstheorien, insbesondere unter Berücksichtigung individueller Entscheidungsfreiheiten und des Capability Approach, reduziert werden können.

  • Wechselwirkung zwischen sozialer Ungleichheit und Gesundheit
  • Recht auf Hilfe und Solidargemeinschaft im Sozialstaat
  • Anwendung des Capability Approach in der Gesundheitsförderung
  • Strategien zur Verringerung gesundheitlicher Ungleichheit
  • Bedeutung von Partizipation und Empowerment in der Praxis

Auszug aus dem Buch

2. Gerechtigkeitstheorien

Gerechtigkeitstheorien haben als Ziele die gesundheitliche Chancengleichheit und die damit verknüpfte soziale Gerechtigkeit.

Mit dem Ausbau des Sozialstaates sind Menschen nichtmehr auf die Barmherzigkeit und Gaben angewiesen, sondern haben einen Rechtsanspruch auf Hilfen und dass ihnen gegenüber der Gesellschaftsvertrag (vgl. Rousseau) eingehalten wird. Rawls hat in seiner egalitaristischen Gerechtigkeitstheorie die Ressourcen als Ansätze genommen. Er ging davo n aus, dass durch die Gleichheitsverteilung von Ressourcen, gleichen Zugangschancen zu Ämtern und Positionen und dass durch Ungleichheiten beim Wettbewerb um Güter, die den am schlechtesten Gestellten zugutekommen, Gleichheit hergestellt werden kann. Das beutete nach Rawls, dass „die Ungleichheitsverteilung von Ressourcen einen Einfluss auf das gesundheitliche Wohlergehen hat“ (vgl. Abel, Schori; ÖZS 2009, S.52). Der das humanistische Gerechtigkeitskonzept vertretende Michael Walzer kritisiert Rawls universell geltendes Gerechtigkeitsprinzip bzw. die gleichmachende Verteilung. Eine Weiterentwicklung der Gerechtigkeitstheorien ist der Capability Approach(CA). Wichtige Vertreter sind Amartya Sen und Martha Nussbaum. Hier werden nicht die Ressourcen sondern die persönlichen Verwirklichungschancen (Sen: Capabilities) sowie die individuellen Handlungsoptionen und Entwicklung von Fähigkeiten (Nussbaum: Capabilities) in den Vordergrund gestellt (vgl. DIW Berlin,2006, S.35). Der Grundgedanke ist, dass Armut/Wohlstand nicht am Lebensstandard sondern an den individuellen Verwirklichungschancen gemessen wird. Das Ziel des CA ist, die Menschen zu befähigen, für sich ein gutes Leben zu führen. Die Entscheidung, was für einem selbst ein gutes Leben ist, geht wiederum von dem Recht aus, das für sich selbst zu entscheiden. Ein Ansatz des CA ist auch, nicht allgemeingültig festzulegen, was gerecht ist, sondern setzt auf selbstwirksame Menschen, die aufgrund realer Verwirklichungschancen ein ansteckendes Verantwortungsbewusstsein entwickeln. Die Voraussetzung beim CA ist, ungleiche Fähigkeiten und Voraussetzungen zu berücksichtigen, damit alle befähigt werden können, ihre Chancen zu nutzen (vgl. OECD 2011, S.10).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es werden die Zusammenhänge zwischen sozialer Ungleichheit und gesundheitlichen Auswirkungen dargestellt sowie die Relevanz der Entscheidungsfreiheit für gesundheitsabträgliches Verhalten erläutert.

1.Leistungsanspruch und Entscheidungsfreiheit: Dieses Kapitel behandelt das Recht auf Hilfe durch die Solidargemeinschaft und beleuchtet die Begriffe der sozialen Gerechtigkeit sowie der Entscheidungsfreiheit im Kontext der sozialen Arbeit.

2. Gerechtigkeitstheorie: Hier werden verschiedene theoretische Ansätze, insbesondere der Capability Approach, diskutiert und deren Anwendung zur Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit analysiert.

3.Lösungsideen: Dieses Kapitel skizziert praktische Ansätze wie den Setting-Ansatz, Partizipation und Empowerment, um gesundheitliche Ungleichheiten zielgruppenspezifisch abzubauen.

Resümee: Das Fazit fasst die Problematik zusammen und betont die Notwendigkeit von Maßnahmen wie Armutsvermeidung und Bildungszugang, während die Rolle der Sozialarbeit kritisch hinterfragt wird.

Schlüsselwörter

Soziale Gerechtigkeit, Gesundheit, Soziale Ungleichheit, Capability Approach, Solidargemeinschaft, Gesundheitsförderung, Prävention, Empowerment, Partizipation, Sozialstaat, Lebensbedingungen, Chancengleichheit, Suchtprävention, Sozialarbeit, Verwirklichungschancen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik gesundheitlicher Ungleichheit in Deutschland und untersucht, wie diese durch Gerechtigkeitstheorien und spezifische Ansätze in der sozialen Arbeit adressiert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind soziale Ungleichheit, die Auswirkungen auf die Gesundheit, der gesetzliche Leistungsanspruch auf Hilfe und moderne Gerechtigkeitstheorien im Kontext der Gesundheitsförderung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Erklärungs- und Lösungsansätze zu finden, um gesundheitliche Ungleichheiten im sozialen Kontext zu reduzieren und die individuellen Verwirklichungschancen der Betroffenen zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Anwendung wissenschaftlicher Konzepte wie dem Capability Approach auf aktuelle sozialpolitische Fragestellungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der Leistungsanspruch des Sozialstaates, die theoretischen Grundlagen der Gerechtigkeit (Rawls, Capability Approach) und praktische Lösungsideen wie der Setting-Ansatz und Empowerment diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Soziale Gerechtigkeit, Capability Approach, Gesundheit, Prävention und Empowerment.

Welche Rolle spielt der Capability Approach bei der Lösungsfindung?

Der Capability Approach wird als zentraler Ansatz genutzt, um nicht nur Ressourcen zu verteilen, sondern die individuellen Verwirklichungschancen und Handlungsoptionen der Menschen zu stärken.

Warum ist laut der Autorin der Appell an die Eigenverantwortung allein nicht ausreichend?

Da individuelle Entscheidungen stark von äußeren Faktoren wie dem sozialen Umfeld, den Lebens- und Arbeitsbedingungen und dem sozioökonomischen Status beeinflusst werden, reicht die reine Eigenverantwortung nicht aus.

Wie sollen gefährdete Personengruppen laut Arbeit besser erreicht werden?

Die Autorin schlägt vor, den Lebenswelt-Ansatz (Setting-Ansatz) zu nutzen und über Einsatzfelder wie die Nachbarschaft niedrigschwellige Zugänge zur Prävention und Gesundheitsförderung zu schaffen.

Welche kritische Anmerkung äußert die Autorin abschließend?

Die Autorin hinterfragt kritisch, nach welchen subjektiven Vorstellungen eines „guten Lebens“ Sozialarbeiter bei ihren Klienten intervenieren sollten, wenn sie deren Lebensführung beeinflussen.

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Résumé des informations

Titre
Soziale Gerechtigkeit. Eine multidisziplinäre Einführung
Sous-titre
Wie gesundheitliche Ungleichheiten im sozialen Kontext in Deutschland verbessert werden können
Université
University of Applied Sciences Fulda
Note
1,3
Auteur
Ines Hansen (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
6
N° de catalogue
V384431
ISBN (ebook)
9783668595446
Langue
allemand
mots-clé
soziale gerechtigkeit eine einführung ungleichheiten kontext deutschland
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ines Hansen (Auteur), 2016, Soziale Gerechtigkeit. Eine multidisziplinäre Einführung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/384431
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