Seit den letzten Jahrzehnten hat das Qualitätsmanagementsystem für viele Unternehmen immer mehr an Bedeutung zugenommen, und viele namhafte Unternehmen haben sich von unabhängigen Institutionen zertifizieren lassen.
In der vorliegenden Arbeit geht es zunächst um zwei Qualitätsmanagementsysteme, die ganz unabhängig voneinander entwickelt wurden. Das erste QM-System, die sogenannte DIN ISO 9000ff-Normenreihe, wurde in Großbritannien ins Leben gerufen, und das zweite QM-System, das Total Quality Management-System, wurde in den USA erfunden und später in Japan weiterentwickelt. Das Total Quality Managementsystem wurde später in das ganzheitliche europäische EFQM-Modell weiterentwickelt.
Aufgabe dieser Hausarbeit wird es schließlich auch sein, diese zwei relevanten Qualitätsmanagementsysteme, also die DIN ISO 9000ff-Normenreihe und das EFQM-Modell vorzustellen und miteinander zu vergleichen, um festzustellen, wo es Unterschiede gibt, welche Vor- und Nachteile das jeweilige Qualitätsmanagementsystem aufweist und wo sich eventuell Überschneidungen ergeben. Aber zunächst wird auf die geschichtliche Entwicklung der Qualitätssicherungssysteme bzw. Qualitätsmanagementsysteme eingegangen. Danach geht es darum, den Begriff der Qualität zu definieren und weitere Begriffe, wie Qualitätskategorien, Qualitätsmerkmale usw. zu erörtern.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Geschichte des QM
3. Was ist Qualität?
3.1. Bewertung von Qualität
3.2. Qualitätskategorien
3.2.1. Strukturqualität
3.2.2. Prozessqualität
3.2.3. Ergebnisqualität
3.3. Qualitätsmanagement
3.3.1. Total Quality Management (TQM)
3.3.2. Deming-Zyklus
3.3.3. Maßgebliche Kriterien des Total Quality Managements
4. QM-Modelle im Vergleich
4.1. DIN ISO 9000 ff
4.1.1. DIN ISO 9000ff Prozessmodell
4.1.2. Zertifizierung nach DIN ISO 9000ff
4.2. EFQM für Excellence
4.2.1. Selbstbewertung
4.2.2. EFQM-Kriterien-Modell
4.2.3. Radar-Bewertungssystem
4.2.4. Preise und Auszeichnungen
4.3. Vergleich von DIN ISO 9000 ff und EFQM
5 Fazit
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die beiden Qualitätsmanagementsysteme DIN ISO 9000ff und das EFQM-Modell vorzustellen, deren Unterschiede sowie Vor- und Nachteile zu analysieren und mögliche Überschneidungen aufzuzeigen, um eine fundierte Vergleichsgrundlage zu schaffen.
- Historische Entwicklung von Qualitätsmanagementsystemen
- Definition und Kategorisierung des Qualitätsbegriffs
- Struktur und Anwendung der DIN ISO 9000ff-Normenreihe
- Kernkonzepte und Bewertungslogik des EFQM-Excellence-Modells
- Vergleichende Analyse der beiden Systeme im Hinblick auf Prozessorientierung und Aufwand
Auszug aus dem Buch
3.3.3. Maßgebliche Kriterien des Total Quality Managements
Kundenorientierung: Jedes Handeln des Unternehmens richtet sich nach den Kunden und ihren Erwartungen, dieser ist dabei sowohl „Abnehmer der hergestellten Produkte und Dienstleistungen“ als auch der Arbeitskollege, d.h. jeder „Mitarbeiter“ ist sowohl „Kunde“ als auch „Lieferant“ in einem (vgl. Pepels, 1999, S. 258 ff.).
Mitarbeiterorientierung: Durch die Schaffung seines Arbeitsumfeldes ist jeder Mitarbeiter dazu in die Lage zu versetzen, selbständig zu denken, eigenverantwortlich zu handeln und „Entscheidungskompetenz“ zu gewinnen. Sie sollen nicht mehr nur von den „Entscheidungen der Vorgesetzten“ abhängig sein, sondern ihr Experten-Knowhow für die „Entscheidungsfindung“ mit einbringen, was auch zu mehr Zufriedenheit seitens der Mitarbeiter führt. (vgl. ebd.).
Ziele setzen und verfolgen: Im regelmäßigen Gedankenaustausch werden zwischen der Führungsebene und den Mitarbeitern „Ziele“ miteinander abgestimmt. Diese Ziele beziehen sich vor allem auf die anzustrebenden „Ergebnisse“. Es bleibt den Mitarbeitern nach Möglichkeit überlassen, wie diese Ziele zu erreichen sind (vgl. ebd.).
Qualität als oberstes Unternehmensziel: Durch alle Ebenen des Unternehmens hindurch werden Workshops und Moderationsgruppen eröffnet. Darin werden mit Übereinkommen aller Teilnehmenden „Qualitätsverbesserungsmaßnahmen“ entwickelt (vgl. ebd.).
Prozessorientierung: Um die Produktqualität, bzw. bei der Dienstleistungsqualität zu steigern, wird nicht nur beim fertigen Produkt selbst angesetzt, sondern bei den einzelnen Prozessschritten. Um das zu erreichen, muss eine „Philosophie bei den Mitarbeitern verankert“ werden, die dafür sorgt, dass man mit einem erreichten Qualitätsstand nicht zufrieden ist. Im Gegenzug dazu sind die angewandten Vorgehensweisen ständig hinsichtlich „ihrer Fehlerfreiheit, Störungsanfälligkeit und Effizienz“ zu überprüfen und ständig zu verbessern (vgl. ebd.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung von Qualitätsmanagementsystemen ein und skizziert den geplanten Vergleich zwischen der DIN ISO 9000ff-Reihe und dem EFQM-Modell.
2. Geschichte des QM: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung von frühen Kontrollmechanismen im Mittelalter bis hin zur modernen wissenschaftlichen Betriebsführung und der Etablierung des PDCA-Zyklus.
3. Was ist Qualität?: Hier werden grundlegende Definitionen, Qualitätskategorien (Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität) sowie die zentralen Säulen des Total Quality Managements erläutert.
4. QM-Modelle im Vergleich: In diesem Hauptteil erfolgt die detaillierte Vorstellung der DIN ISO 9000ff-Normenreihe und des EFQM-Modells, gefolgt von einem direkten Vergleich beider Systeme.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung der Systeme für unterschiedliche Branchen sowie die Wichtigkeit der Mitarbeiterbeteiligung für den Erfolg der Implementierung.
Schlüsselwörter
Qualitätsmanagement, QM-Systeme, DIN ISO 9000ff, EFQM-Modell, Total Quality Management, Prozessorientierung, PDCA-Zyklus, RADAR-Logik, Qualitätskategorien, Kundenzufriedenheit, Zertifizierung, Prozessqualität, Strukturqualität, Ergebnisqualität, kontinuierliche Verbesserung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit einem vergleichenden Überblick zweier bedeutender Qualitätsmanagementsysteme: der DIN ISO 9000ff-Normenreihe und dem EFQM-Excellence-Modell.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung des Qualitätsmanagements, die Definition relevanter Qualitätsbegriffe sowie die detaillierte Analyse der Struktur und Methodik der ausgewählten QM-Modelle.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Identifikation von Unterschieden sowie Vor- und Nachteilen der beiden Systeme, um Unternehmen bei der Einordnung und Bewertung ihres Qualitätsmanagements zu unterstützen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und vergleichende Literaturanalyse, um die Konzepte und Vorgehensweisen basierend auf Fachliteratur gegenüberzustellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen des Qualitätsmanagements und des TQM dargelegt, gefolgt von einer tiefgehenden Beschreibung der DIN ISO 9000ff-Normen und des EFQM-Kriterienmodells.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Qualitätsmanagement, Zertifizierung, Prozessorientierung, Kundenzufriedenheit und kontinuierliche Verbesserung (KVP).
Wie unterscheidet sich der Ansatz der DIN ISO 9000ff vom EFQM-Modell hinsichtlich der Zertifizierung?
Während die DIN ISO 9000ff stark prozessorientiert und durch externe Auditoren zertifizierbar ist, basiert das EFQM-Modell auf einem System der Selbstbewertung und zielt eher auf exzellente Ergebnisse und eine ganzheitliche Firmenkultur ab.
Welche Herausforderungen bei der Einführung eines QM-Systems nennt der Autor?
Der Autor weist insbesondere auf den hohen finanziellen und personellen Aufwand sowie auf mögliche Widerstände seitens der Mitarbeiter hin, die Kontrollmechanismen oft als soziale Überwachung wahrnehmen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2017, Qualitätsmanagementsysteme im Vergleich. DIN ISO 9000ff-Normenreihe, European Foundation for Quality Management Modell (EFQM), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/384451